Eigentum schützen

Moderator: FDR-Team

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PeterMo
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Eigentum schützen

Beitrag von PeterMo »

Bin nicht sicher, ob ich hier richtig bin.

Mein Haus kann man über eine 15 m lange Eigene Zufahrt erreichen.
Die Zufahrt wird begrenzt durch zwei fremde Grundstücke. Bei einem Grundstück wird der Garten
Neu gestaltet. Am Anfang fragte man mich, ob ich etwas dagegen hätte, wenn der Wagen mit Hänger auf die Auffahrt
Fahren dürfe, um das Strauchwerk aufzuladen und abzufahren. Dem hatte ich zugesagt.
Plötzlich wurde ein 5 to Bagger über meine Auffahrt zum Baugrundstück gefahren, danach stand ein 25 to LKW
Auf unserer Auffahrt. Ich teilte der Baufirma und der Bauherrin mit, dass ich das nicht möchte, dass meine Auffahrt
Als Baustrasse in irgendeine Art und Weise missbraucht wird. Das wurde von der Baufirma ignoriert. Es wurde weiterhin
Mit Schubkarre Beton, Zement usw. transportiert und die Auffahrt verdreckt hinterlassen.
Die Bauherrin sagte mir danach zu, dass die Bauarbeiter mein Grundstück nicht mehr betreten würden.
Zwei Tage später wieder, die Auffahrt (Zufahrt) war verdreckt, man hat die Auffahrt mit der Schubkarre wieder als Baustrasse benutzt.
Die Polizei sagte nur, dies wäre nicht Sache der Polizei.

Was kann ich machen, dass es endlich Schluss mit der „Baustrasse“ wird ????

Froggel
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Re: Eigentum schützen

Beitrag von Froggel »

einfache Lösung: Kette vor die Einfahrt. Alternativ kann man natürlich auch zum Anwalt gehen, der einem die nächsten und nötigen Schritte erläutert.
Ich bin kein Jurist.
- alle Angaben ohne Gewähr -

FM
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Re: Eigentum schützen

Beitrag von FM »

Einfach schon, kann aber wenn's schief geht zu ganz erheblichen Schadensersatzsummen führen. Siehe Hammerschlagsrecht.

Verpflichteter
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Re: Eigentum schützen

Beitrag von Verpflichteter »

Hallo,

Kette oder ähnliches.
Da die Arbeiter jedoch ggf. nicht wissen wie es um die Gegebenheiten bestellt ist, zusätzlich ein Schild (Zettel mit der Info, dass Zufahrt/Zutritt nur für ... gestattet ist).

Ein erneutes Gespräch mit der Bauherrin wäre sich die preiswerteste und ggf. schnellste Lösung. Vielleicht bietet Sie ja eine Endreinigung an.

Man kann das Ganze sicher auf ein juristische Schiene stellen, kostet ggf. Geld, auf jedenfall Nerven, außer man braucht solche Streitereien als Lebensinhalt.

Dann sollte man jedoch auf eine Beweissicherung achten, Zeugen, Protokolle, Bilder usw.

Auf ein ggf. gegebenes Zugangsrecht (Hammerschlagsrecht) wurde bereits verwiesen.

MfG
uwe

ktown
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Re: Eigentum schützen

Beitrag von ktown »

FM hat geschrieben:
17.01.20, 22:01
Einfach schon, kann aber wenn's schief geht zu ganz erheblichen Schadensersatzsummen führen. Siehe Hammerschlagsrecht.
Woran machen sie fest, dass, nach abräumen der Sträucher, weitere Arbeiten nur über das Grundstück des TE möglich sind?
Ich denke nicht, dass die fehlende Anfahrtmöglichkeit für einen 25to LKW über das Hammschlagsrecht abgedeckt ist. :wink:
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

Froggel
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Re: Eigentum schützen

Beitrag von Froggel »

Das Hammerschlagsrecht betrifft Reparaturen, die an einem Gebäude getätigt werden müssen, an dem anders nicht gearbeitet werden kann. Hier geht es lediglich um die Umgestaltung eines Gartens. Das ist durch dieses Recht nicht gedeckt. Es können also keinerlei Schadensersatzforderungen geltend gemacht werden, wenn der Besitzer der Zufahrt die Nutzung durch fremde Personen nicht mehr gestattet bzw. verhindert. Im Gegenteil hat er einen Unterlassungsanspruch, kann Hausverbot erteilen und im Falle des Verstoßes wegen Hausfriedensbruch klagen.
Ich bin kein Jurist.
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windalf
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Re: Eigentum schützen

Beitrag von windalf »

So parken, dass die entsprechende Fahrzeuge nicht vorbeikommen :devil:
...fleißig wie zwei Weißbrote
0x2B | ~0x2B
Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

FM
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Re: Eigentum schützen

Beitrag von FM »

Da es Landesgesetze sind, habe ich natürlich nicht in allen 16 nachgesehen. Die Problematik kann aber schon die gleiche sein, dass bestimmte Arbeiten an Bäumen oder Hecken oder Sträuchern nur mit Zugang über ein anderes Grundstück möglich sind und ggf. auch mit Fahrzeugen oder Maschinen. Ist das nicht geregelt im Nachbarschaftsrecht? Wenn es auch von der eigenen Seite aus geht, stellt sich die Frage natürlich nicht.

Wobei der Transport von Beton und Zement schon eher nach baulichen Anlagen als nach Sträuchern klingt.

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