Restarbeiten an Eigentumswoh. von Verkäufer nicht erledigt

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josey26
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Restarbeiten an Eigentumswoh. von Verkäufer nicht erledigt

Beitrag von josey26 » 31.03.09, 11:12

Hallo,
ich hoffe, Ihr könnt mir einige Ratschläge geben. Hier kurz der Sachverhalt in Stichpunkten:

-Kauf einer neuen Eigentumswohnung mit Bezug im Okt 2007. Zahlung der ersten großen Summe an die Baufirma(=Verkäufer) und Vormerkung im Grundbuch durch den Notar
-Laut Kaufvertrag sollten die Restarbeiten am Objekt bis zum 31.12.2007(!) abgeschlossen werden. Dann Zahlung der (vergleichsweisen kleinen) Restsumme und endgültige Eintragung ins Grundbuch.

Leider sind bis heute diese Restarbeiten nicht abgeschlossen worden. Ich habe den Verkäufer (ist Miteigentümer im Haus und zurzeit auch noch Hausverwalter) mehrfach schriftlich dazu aufgefordert - es geschieht nur sporadisch etwas.

Nun "mahnen" die Bank (Teilsumme wurde als Kredit aufgenommen) und auch der Notar bei mir den Abschluß der Angelegenheit an (damit endlich die Umschreibung erfolgen kann). Der Vertrag sagt aber ganz klar aus, dass erst bei kompletter Fertigstellung die Restsumme zu zahlen ist.
Wie ist die hier nun die Rechtslage?
Bei den Restarbeiten handelt es sich um Außenarbeiten (Fensterverkleidungen, Carport usw.).
Vielen Dank für die Hilfe.
Josey

Chess45
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Beitrag von Chess45 » 31.03.09, 11:26

Welche Vertragsstrafe wurde vereinbart?
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Jürgen

juggernaut
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Beitrag von juggernaut » 31.03.09, 11:34

eigentumswohnung mit restarbeiten an gemeinschaftseigentum, deren fertigstellung im kaufvertrag über das sondereigentum versprochen wurde?

verkäufer = bauträger = verwalter?

da klingeln alle alarmglocken, und deshalb kann es nur einen rat geben: ab zum anwalt.
juggernaut
Redfox hat geschrieben:Das ist ein Irrtum. Beamte arbeiten nicht. Sondern ... machen sonstwas. Aber arbeiten tun sie nicht.

josey26
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Beitrag von josey26 » 31.03.09, 11:50

>>Welche Vertragsstrafe wurde vereinbart?
Ich müßte den Vertrag noch mal genau lesen, aber von einer Vertragsstrafe steht dort meines Erachtens nichts. Die Restsumme wird eben erst bei kompletter Fertigstellung fällig....

>>verkäufer = bauträger = verwalter?
Dem ist leider so....

>>eigentumswohnung mit restarbeiten an gemeinschaftseigentum, deren fertigstellung im kaufvertrag über das sondereigentum versprochen wurde?
Das scheint mir nicht ganz der Fall zu sein (so war z.B. bis vor kurzem mein Balkon noch nicht vollständig verfliest).

Ich habe jetzt gelesen, dass ich nicht verpflichtet bin, Hausgeld zu zahlen, da ich ja bisher nur im Grundbuch "vorgemerkt" bin. Wie ist dazu die Rechtslage?

Danke!!
Josey

RM
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Beitrag von RM » 31.03.09, 13:47

josey26 hat geschrieben: >>eigentumswohnung mit restarbeiten an gemeinschaftseigentum, deren fertigstellung im kaufvertrag über das sondereigentum versprochen wurde?
Das scheint mir nicht ganz der Fall zu sein (so war z.B. bis vor kurzem mein Balkon noch nicht vollständig verfliest).
Der Balkon ist sicher Gemeinschaftseigentum. Ob die Fliesen Sondereigentum sind, wird man durch einen Blick in die Teilungserklärung feststellen können.
Ich habe jetzt gelesen, dass ich nicht verpflichtet bin, Hausgeld zu zahlen, da ich ja bisher nur im Grundbuch "vorgemerkt" bin. Wie ist dazu die Rechtslage?
Eigentlich ganz einfach...
Beim ersten Verkauf der Wohnung wird der Käufer mit Auflassungsvormerkung und Übergabe der Wohnung zum sog. faktischen oder werdenden Eigentümer und damit Mitglied in der - zu diesem Zeitpunkt möglicherweise noch faktischen oder werdenden - Wohnungseigentümergemeinschaft mit allen Rechten und Pflichten eines Wohnungseigentümers.

juggernaut
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Beitrag von juggernaut » 31.03.09, 15:43

oben stand doch, dass es sich bei den restarbeiten um "außenarbeiten" handeln würde. das dürfte gemeinschaftseigentum betreffen.


hausgeld muß ggf nicht gezahlt werden (vgl. dazu den beitrag von RM), aber mit einiger sicherheit dürfte im kaufvertrag stehen, dass mit der übergabe auch der besitz, nutzen, lasten auf den käufer übergeht - und damit jedenfalls im innenverhältnis eine ausgleichspflicht besteht.


aber nochmal: aus der ferne ein 2-personen-verhältnis zu beurteilen ist schon schwer genug. hier liegt ein X-personen-verhältnis vor (mindestens: käufer, verkäufer, verwalter, WEG, ggf. andere WE´er ...). hier klarheit über die wechselseitigen verpflichtungen und rechte zu bekommen und dabei auch noch den überblick zu behalten, dürfte schwer werden. aus erfahrung weiß ich nur, dass es mandanten schwer beizubringen ist, dass der bauträger und der verwalter auch dann zwei völlig verschiedene rechtssubjekte sind, wenn es sich um die gleiche person handelt. mandanten meinen dann zB gern, man könne mit forderungen gegen den einen auch beim anderen aufrechnen ("ist doch derselbe!") etc.

weil aber im hinblick auf mängel am gemeinschaftseigentum ggf auch verjährungsfristen laufen, die vom verwalter (ja, dem) zu wahren wären, würde ich mich schnellstmöglich zum anwalt begeben.
juggernaut
Redfox hat geschrieben:Das ist ein Irrtum. Beamte arbeiten nicht. Sondern ... machen sonstwas. Aber arbeiten tun sie nicht.

josey26
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Beitrag von josey26 » 01.04.09, 08:48

OK, vielen Dank für die Hilfe!
Ist wohl leider doch komplizierter als ich dachte......

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