Grundstückgrenze verlegen

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sal28
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Grundstückgrenze verlegen

Beitrag von sal28 » 31.03.09, 15:41

Hallo,

wie muss man folgenden Sachverhalt bewerten:

A hat ein Grundtsück auf dem ein Haus steht. Das Haus steht mit einer Ecke direkt auf der Grenze zum Nachbarn, dann entfernt sich die Grenzlinie wieder vom Haus. Weil A um sein Haus herum einen freien Streifen haben möchte vereinbart er mit dem Nachbarn, den Gartenzaun weiter auf das Nachbargrundstück zu versetzen und so 3 m Abstand zur Hausecke zu erhalten. Der Nachbar gibt ihm dazu schriftlich sein Einverständnis.

Könnten spätere Erben des Grundstückes des Nachbarn dieses Einverständnis zurücknehmen und verlangen, dass der Gartenzaun wieder auf die Grundstücksgrenze zurückgebaut wird?

Gesetzt den Fall A einigt sich mit seinem Nachbarn darauf, einen Teil von dessen Grundstück zu erwerben, so dass ein entsprechnder Abstand zum Haus von A entsteht. Würde er dann zuerst ein Vermessungsbüro beauftragen oder beim Notar vorstellig werden?

Gespannte Grüße
SAL

juggernaut
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Re: Grundstückgrenze verlegen

Beitrag von juggernaut » 31.03.09, 15:47

sal28 hat geschrieben:Könnten spätere Erben des Grundstückes des Nachbarn dieses Einverständnis zurücknehmen und verlangen, dass der Gartenzaun wieder auf die Grundstücksgrenze zurückgebaut wird?
ggf ja, weil durch schuldrechtliche vereinbarungen (und um eine solche handelt es sich) der rechtsnachfolger nicht unbedingt auch gebunden ist.
sal28 hat geschrieben:Gesetzt den Fall A einigt sich mit seinem Nachbarn darauf, einen Teil von dessen Grundstück zu erwerben, so dass ein entsprechnder Abstand zum Haus von A entsteht. Würde er dann zuerst ein Vermessungsbüro beauftragen oder beim Notar vorstellig werden?
wenn man erst vermißt und dann zum notar geht, besteht das risiko, dass es sich der nachbar anders überlegt und man auf den vermessungskosten sitzen bleibt.
man kann sich aber auch zunächst über die vermessungskosten einigen und dann zum notar gehen.
juggernaut
Redfox hat geschrieben:Das ist ein Irrtum. Beamte arbeiten nicht. Sondern ... machen sonstwas. Aber arbeiten tun sie nicht.

dangermouse
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Beitrag von dangermouse » 31.03.09, 18:40

Bei meinem Nachbarn hat ein Grenzstein gefehlt. An diesem Punkt grenzen 4 Grundstücke.
Er hat nun die Stad veauftragt den Grenzstein zu setzten.
Also wurden alle 4 Grundstücke vermnessen un der Grenzstein wurde gesetzt.
Hier mussten alle 4 anteilig bezahlen.

Es wurde keiner der übrigen gefragt.
Ich hatte mal meinen Vater gefragt, er hat gesagt wenn einer das möchte so kann er die Vermessung beantragen und jeder muss für die Kosten aufkommen.

sal28
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Beitrag von sal28 » 01.04.09, 11:40

Hallo,

Danke für die Antworten!
Was wäre wenn auf das Grundstück des Nachbarn eine Grundschuld ins Grundbuch eingetragen ist. Könnte der Nachbar in dem Fall den Teil des Grundstückes eigentlich so ohne weiteres verkaufen? Kann man irgendwo nachforschen ob auf einem bst. Grundtsück eine Grundschuld eingetragen ist wenn man die Flurnummer hat?

Gruß
SAL

juggernaut
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Beitrag von juggernaut » 01.04.09, 11:49

bei einer teilung des grundstücks wird die grundschuld auch auf dem abgetrennten teil eingetragen. bei einem verkauf muß die bank also (der löschung) zustimmen.

grundschulden sind im grundbuch eingetragen, welches beim grundbuchamt geführt wird. das ist meistens das amtsgericht. einsehen kann das jeder, der ein berechtigtes interesse glaubhaft machen kann.
juggernaut
Redfox hat geschrieben:Das ist ein Irrtum. Beamte arbeiten nicht. Sondern ... machen sonstwas. Aber arbeiten tun sie nicht.

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