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Erforderl. Bausicherheitsmaßnahme a. alle Eigentümer umlegen

Verfasst: 01.04.09, 13:48
von josey26
Hallo,

es geht um folgenden Sachverhalt:
Bauträger W. (Miteigentümer u. Verwalter) hat neues Haus mit Eigentumswohnungen gebaut. Der Zugang zum Gebäude ist Gemeinschaftseigentum.
Auf diesem Zugang befindet sich ein tiefer Kellerschacht, der zuzeit mit einem Holzgitter behelfsmäßig seitlich gesichert ist. W. erklärt nun auf der letzten Eigentümerversammlung, das das zukünftige Schutzgitter von allen finanziell zu tragen ist.
Unser Gegenargument: Eine Bauabnahme hätte ohne Schutzgitter gar nicht erfolgen dürfen. W. als Bauträger hätte das entsprechende Schutzgitter schon während der Bauphase planen und installieren müssen.
So waren ja schließlich andere Bausicherheitsmaßnahmen, wie z.B. ein Treppengeländer, vor Verkauf der Wohnungen auch schon vorhanden.

Wie ist hier die Rechtslage?

Danke!
Josey

Verfasst: 01.04.09, 15:23
von juggernaut
unterstellt, es handelt sich um eine notwendige maßnahme:

1. die WEG kann (oder muss) beschließen, dass die maßnahme durchgeführt wird und entweder im wege der sonderumlage oder aus der IHR (= instandhaltungsrücklage) finanziert wird. unterstellt, diese maßnahme entspräche ordnungsgemäßer verwaltung, müssen die WE´er zahlen, denn die WEG (!) hat mit dem bauträger rein gar nichts zu tun.

2. die WEG (oder die einzelnen WE´er aus ihren kaufverträgen) haben ggf. einen mangelbeseitigungsanspruch gegen den bauträger. wenn ihn die WEG haben sollte oder beschließt, die einzelnen ansprüche der WE´er an sich zu ziehen und in ihrem namen geltend zu machen, dann kann sie auch beschließen, den bauträger in anspruch zu nehmen, wobei der bauträger dabei nicht mitstimmen darf.

Verfasst: 03.04.09, 09:49
von josey26
Der Vollständigkeit halber hier der Ausgang der Angelegenheit:

Der Bauträger wird das Schutzgitter montieren(erfoderliche Sicherheitsmaßnahme), da eine endgültige Bauabnahme sonst nicht erfolgen würde. Den Eigentümern entstehen keine weiteren Kosten!