Pachtvertrag mit nur einem Anteilseigner

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alpha65
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Pachtvertrag mit nur einem Anteilseigner

Beitrag von alpha65 » 02.04.09, 08:01

Hallo zusammen,
Folgende Gedanken:
Mehrere landwirtschaftliche Grundstücke werden von einem Landwirt im Wege der Pacht bewirtschaftet. Durch Erbgang sind die Grundstücke an eine Erbengemeinschaft gefallen. Im Steit gelangt eine ideelle Hälfte in die Hand einer Stiftung (Naturschutz). Der bisherige Pächter zahlt nun an beide Parteien anteilig Pacht, hat jedoch nur noch einen abgelaufenen Pachtvertrag mit dem Alteigentümer. Kann der Pächter mit einer Partei, z. B. der Stiftung, einen längerfristigen Pachtvertrag anstreben und abschließen? Ist dieser ohne Einverständnis des Miteigentümers hinfällig?

Grüße
Alpha65

Franz Königs
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Beitrag von Franz Königs » 02.04.09, 15:16

Ein mit einem Miteigentümer eines Grundstücks abgeschlossener Pachtvertrag über ein Grundstück ist zwar wirksam. Der Pächter muss aber damit rechnen, dass ein Miteigentümer eines Grundstücks seine Verpflichtung als Verpächter nach § 581 Abs. 1 Satz 1 BGB, nämlich dem Pächter den Gebrauch des gepachteten Grundstücks und den Genuss der Früchte, soweit sie nach den Regeln einer ordnungsgemäßen Wirtschaft als Ertrag des Grundstücks anzusehen sind, während der Pachtzeit zu gewähren, nicht erfüllen kann.

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