Hausgeld falsch berechnet.

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Lucky
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Hausgeld falsch berechnet.

Beitrag von Lucky » 02.04.09, 09:58

Ein Eigentümer hat 2 Eigentumswohnungen nebeneinander (z.B. WE 3 und WE 4) . Er trennt ein Zimmer von der WE 3 ab und schlägt es der WE 4 zu. Baulich wird alles fachgerecht erledigt - und auch beim Notar werden in einem Nachtrag zur Teilungserklärung die MEA angepasst, d.h. anstatt 2 mal 210/1ooo sind es jetzt 190/1ooo bei der WE 3 und 230/1ooo bei der WE 4. Die vergrösserte WE 4 wird verkauft. Die verkleinerte WE 3 behält der Eigentümer.
5 Jahre später bemerkt der Eigentümer, daß die Abrechnung von der Hausverwaltung nie geändert wurde, d.h. er bezahlt für seine WE 3 noch immer für die 210/1ooo.
Frage: Kann der Eigentümer vom Hausverwalter das zuviel bezahlte Hausgeld zurückfordern? Für welchen Zeitraum? Oder kann er die Differenz vom Eigentümer der WE 4 fordern (der ja genau diese Differenz zu wenig bezahlt hat?)

Herzlichen Dank für fachkundige Meinungen im Voraus.
MfG
Lucky
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juggernaut
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Beitrag von juggernaut » 02.04.09, 10:00

sind die jahresabrechnungen in der WEG-versammlung beschlossen worden?
juggernaut
Redfox hat geschrieben:Das ist ein Irrtum. Beamte arbeiten nicht. Sondern ... machen sonstwas. Aber arbeiten tun sie nicht.

RM
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Re: Hausgeld falsch berechnet.

Beitrag von RM » 02.04.09, 11:04

Lucky hat geschrieben: Kann der Eigentümer vom Hausverwalter das zuviel bezahlte Hausgeld zurückfordern?
Ganz sicher nicht... Hausgeld wird nicht an den Verwalter gezahlt, sondern an die Eigentümergemeinschaft. Wenn es denn überhaupt einen Rückzahlungsanspruch geben könnte, könnte dieser sich nur und ausschließlich gegen die Gemeinschaft richten.

Der Verwalter legt der Eigentümerversammlung eine Abrechnung zur Beschlussfassung vor. Die Abrechnung und damit auch die Zahlungsbeträge jedes einzelnen Eigentümers werden durch Mehrheitsbeschluss für sämtliche Eigentümer verbindlich.

Wohni
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Beitrag von Wohni » 02.04.09, 13:44

Sollte die letzte Hausgeldabrechnung mit dem Fehler innerhalb des letzten Monats beschlossen worden sein, käme noch eine Beschlussanfechtung infrage.

Ansonsten geht es nur um die Zukunft.
Der Verwalter sollte die nächste Jahresabrechnung entsprechend der gültigen Teilungserklärung anfertigen und die Eigentümerversammlung sollte entsprechend beschließen.

Es lohnt sich schon, etwas intensiver in die Jahresabrechnung hineinzuschauen, nicht wahr?

MfG
Wohni

Lucky
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Beitrag von Lucky » 03.04.09, 19:20

juggernaut hat geschrieben:sind die jahresabrechnungen in der WEG-versammlung beschlossen worden?
Davon gehen wir mal aus.
MfG
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Beitrag von Lucky » 03.04.09, 19:23

Wohni hat geschrieben:..... Es lohnt sich schon, etwas intensiver in die Jahresabrechnung hineinzuschauen, nicht wahr?
Ein wahres Wort.
Vor allem wenn man schon beim Notar einen Nachtrag zur TE beurkundet, dann sollte man diesen Nachtrag auch dem Verwalter zur Kenntnis bringen.

Vielen Dank für die Antworten.
MfG
Lucky
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