Hausgeldabrechnung

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Klaus B
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Hausgeldabrechnung

Beitrag von Klaus B » 07.04.09, 09:13

Wohnungseigentümer W fällt im Rahmen der Überprüfung seiner Hausgeldabrechnung auf, dass seine Heiz- und Warmwasserkosten im Vergleich zum Vorjahr um ca. 300% gestiegen sind. Seine Heiz- bzw. Verbrauchsgewohnheiten haben sich nicht geändert.

In der Eigentümerversammlung wurde die gesamte Hausgeldabrechung zur Beschlussfassung gestellt und genehmigt.

Die Eigentümerversammlung war vor vier Monaten. Ist da mit Blick auf § 46 WEG die Lage aussichtslos?

Wie geht man gegen eine fehlerhafte Hausgeldabrechnung am sinnvollsten vor?

Richard Gecko
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Beitrag von Richard Gecko » 07.04.09, 09:28

Und warum sind die Kosten gestiegen? Ist der Preis pro Einheit gestiegen, sind mehr Einheiten verbraucht worden?

Wohni
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Beitrag von Wohni » 07.04.09, 09:38

Richtig geahnt, Klaus B:

Für die vor 4 Monaten beschlossene Abrechnung bzw. gegen den genehmigenden Versammlungsbeschluss wäre eine Anfechtungsklage verfristet und damit unbegründet.

Empfehlung: Genaue Prüfung der Verwalterabrechnung rechtzeitig vor der Versammlung!
Will heißen: Ruhig einmal vor der Versammlung zum Verwalter gehen und die Unterlagen durchsehen bzw. ausführlich selbst prüfen.

Die nächste Chance dafür kommt mit dem nächsten Abrechnungsentwurfs des Verwalters....

MfG
Wohni

Klaus B
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Beitrag von Klaus B » 07.04.09, 15:19

Wohni hat geschrieben:Richtig geahnt, Klaus B:

Für die vor 4 Monaten beschlossene Abrechnung bzw. gegen den genehmigenden Versammlungsbeschluss wäre eine Anfechtungsklage verfristet und damit unbegründet.

Empfehlung: Genaue Prüfung der Verwalterabrechnung rechtzeitig vor der Versammlung!
Will heißen: Ruhig einmal vor der Versammlung zum Verwalter gehen und die Unterlagen durchsehen bzw. ausführlich selbst prüfen.

Die nächste Chance dafür kommt mit dem nächsten Abrechnungsentwurfs des Verwalters....

MfG
Wohni
Was macht denn der Eigentümer, der nach 4 Monaten feststellt, dass zwar die Abrechnung formal richtig ist, aber aus irgenwelchen für den Eigentümer zunächst nicht feststellbaren Umständen die Abrechnung konkret falsch ist?

Nehmen wir an der Heizversorger hat sich vertan, eine undichte Stelle in Leitungssystem wird entdeckt etc.

Der eigentümer muss doch eine Möglichkeit haben auch hier nach 4 Monaten gegen vorzugehen?

RM
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Beitrag von RM » 07.04.09, 16:00

Klaus B hat geschrieben: Der eigentümer muss doch eine Möglichkeit haben auch hier nach 4 Monaten gegen vorzugehen?
Warum denn dieses? Die Eigentümer beschließen und damit wird die Abrechnung für alle Eigentümer verbindlich. Das ist das Verfahren in einer Wohnungseigentümergemeinschaft. Dieses Verfahren hat jeder mit dem Kauf einer Eigentumswohnung akzeptiert. Wer damit nicht leben kann, muss die Finger von Eigentumswohnungen lassen.

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