Falscher Kaufpreis im Vertragsentwurf

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ZiZou1982
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Falscher Kaufpreis im Vertragsentwurf

Beitrag von ZiZou1982 »

Hallo zusammen,

ich habe mich zum Kauf einer ETW entschlossen. Mit dem Verkäufer (Immounternehmen) habe ich mich auf den Kaufpreis geeinigt. Nun haben wir einen Notartermin vereinbart. Vorab habe ich den Entwurf des Kaufvertrags erhalten, in diesem ist zu meiner Überraschung der Kaufpreis 10.000 EUR geringer. Was kann ich in dieser Situation tuen. Nach dem ich eine Vollfinanzierung mache, bekomme ich hier sicher auch Probleme bei der Bank, da der zuerst agegebene Betrag zu hoch ist. Wie weit ist so ein Entwurf gültig?
Vielleicht hat schon jemand Erfahrungen oder kann mir weiterhelfen.
Danke!

CruNCC
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Beitrag von CruNCC »

Wie weit ist so ein Entwurf gültig?
Wie es schon der Name sagt, es ist ein Entwurf und dieser hat keinerlei Rechtswirksamkeit. Dieser dient nur der Infomation. Vll ist es ein Schreibfehler?
Der Verkäufer wird sich schon beim Notar melden und das Versehen richtigstellen.

Es kommt darauf an, was im beurkundeten Kaufvertrag steht, der dann von den Beteiligten unterschrieben wird.
Nach dem ich eine Vollfinanzierung mache,...
Davon würde ich dringend abraten!!! :shock:

ZiZou1982
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Beitrag von ZiZou1982 »

Wieso würdest Du von einer Vollfinanzierung abraten?

CruNCC
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Beitrag von CruNCC »

Jede "seriöse" Bank finanziert erst mit mindestens 20 - 30 % Eigenkapital.
Was passiert, wenn die Rate nicht mehr gezahlt werden kann (Krankheit, Arbeitslosigkeit)?
Weshalb gibt es soviele Zwangsversteigerungen?

Das Geschriebene gilt natürlich nur für "Otto Normalverbraucherl".
Wenn man sehr gut situiert ist, (und die Immobilie z.B. als Kapitalanlage erwirbt) sieht die Sache natürlich anders aus!

ingok.
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Beitrag von ingok. »

CruNCC hat geschrieben:Jede "seriöse" Bank finanziert erst mit mindestens 20 - 30 % Eigenkapital.
Was passiert, wenn die Rate nicht mehr gezahlt werden kann (Krankheit, Arbeitslosigkeit)?
Weshalb gibt es soviele Zwangsversteigerungen?

Das Geschriebene gilt natürlich nur für "Otto Normalverbraucherl".
Wenn man sehr gut situiert ist, (und die Immobilie z.B. als Kapitalanlage erwirbt) sieht die Sache natürlich anders aus!
Dem kann ich nur insoweit zu stimmen, dass dieses abhängig ist von der Kaufpreishöhe. Auch seriöse Banken finanzieren zu 100%. Allerdings, wie beschrieben, abhängig vom Kaufpreis. Und Zwangsversteigerungen entstehen wohl meist dadurch, dass der Eigentümer seine Rate gar nicht mehr bezahlen kann. Da ist es eh egal ob voll finanziert wurde oder nicht.

Wenn ich eine monatl. Rate aufbringen muß, die auf dem gleichen Niveau liegt, wie die vorherige Miete, dannist eigentlich alles gut. Wenn diese Rate allerdings bis auf den letzten Cent ausgereizt ist und auch noch Zuwendungen vom Staat mit eingerechnet wurden, dann darf ich mich nicht wundern, wenns nicht funktioniert.

CruNCC
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Beitrag von CruNCC »

ingok. hat geschrieben: Wenn ich eine monatl. Rate aufbringen muß, die auf dem gleichen Niveau liegt, wie die vorherige Miete, dannist eigentlich alles gut. W.
Dem muss ich widersprechen. Mit der Erbringung der Rate ist es eben nicht getan!
Zusätzlich muss noch Hausgeld (für die Instandhaltung) gezahlt werden und das wird oft unterschätzt. Wenn größere Investionen anstehen, kann dies ganz schnell ins Geld gehen. Auch das sollte berücksichtigt werden.

ingok.
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Beitrag von ingok. »

CruNCC hat geschrieben:
ingok. hat geschrieben: Wenn ich eine monatl. Rate aufbringen muß, die auf dem gleichen Niveau liegt, wie die vorherige Miete, dannist eigentlich alles gut. W.
Dem muss ich widersprechen. Mit der Erbringung der Rate ist es eben nicht getan!
Zusätzlich muss noch Hausgeld (für die Instandhaltung) gezahlt werden und das wird oft unterschätzt. Wenn größere Investionen anstehen, kann dies ganz schnell ins Geld gehen. Auch das sollte berücksichtigt werden.
Hausgeld zahlt man nur, wenn das Eigentum in einer Anlage existiert, dies sollte explizit ausgeworfen sein. Natürlich sind die Nebenkosten höher als bei Miete, dies kann man mit ca. 20 % kalkulieren. Und ein Hauskäufer sollte sich vor Abschluß des Kaufvertrages daüber im Klaren sein, dass Reparaturen auf seine Kosten gehen (Hausgeld). Aber dafür sind ja Besichtigungen ideal, um den Zustand des Hauses zu klären.

Ich habe hier nur von einer vernünftigen Finanzierung gesprochen, die durchaus auch 100% betragen kann, wenn der Kaufpreis in Relation gesetzt wird. Dann bleibt meist immer noch genug Kapital über, um eventuelle Reparaturen in Angriff zu nehmen. Hbe selber ein Haus gekauft, welches in einem sanierten Zustand ist und 145.000 Euro gekostet hat. Mit ca. 116 qm Wohnfläche und ca. 610 qm Grundstück. Und das mitten in HH.

CruNCC
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Beitrag von CruNCC »

ingok. hat geschrieben: Hbe selber ein Haus gekauft, welches in einem sanierten Zustand ist und 145.000 Euro gekostet hat. Mit ca. 116 qm Wohnfläche und ca. 610 qm Grundstück. Und das mitten in HH.
Davon kann ich nur träumen!!!
Um diesen Preis bekommt man hier grad mal eine 1-Zimmer-Wohnung. :cry:

ingok.
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Beitrag von ingok. »

CruNCC hat geschrieben:
ingok. hat geschrieben: Hbe selber ein Haus gekauft, welches in einem sanierten Zustand ist und 145.000 Euro gekostet hat. Mit ca. 116 qm Wohnfläche und ca. 610 qm Grundstück. Und das mitten in HH.
Davon kann ich nur träumen!!!
Um diesen Preis bekommt man hier grad mal eine 1-Zimmer-Wohnung. :cry:
Verkehrswert liegt ja auch bei ca. 192.000 Euro. Deswegen mache ich mir auch keine grossen Gedanken um eine 100%-Finanzierung. Allerdings hat auch hier beim Vorbesitzer die Kalkukationslüge zugeschlagen. Haus gekauft, Firmen gegründet, Hypothek erhöht, Firmen pleite, dann arbeitslos und dann Haus los. Das ist für mich keine vernünftige Kalkulation. Das ist Selbstmord. In die Hypothek sollte man nur den Kaufpreis legen, alles andere ist falsch finanziert. Und damit zu teuer.

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