Hausverkauf nach Überschreibung

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marconi
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Hausverkauf nach Überschreibung

Beitrag von marconi »

Hallo alle zusammen,

ich hoffe hier schon mal vorab einige Informationen zu bekommen.
Folgender Sachverhalt ist vorhanden:

Meine Eltern (mittlerweile Hartz4) besitzen ein Mehrfamilienhaus, welches noch mit einer Hypothek belastet ist. Aufgrund der finanziellen Situation kam die Idee das Haus an mich (ich habe noch 2 Geschwister) zu überschreiben (untentgeltlich mit Übernahme der Hypothek), damit das Haus in Familienbesitz bleibt.
Da ich selber ein finanziertes EFH bewohne und eine Miete des MFH evtl. die Kreditrate nicht abdeckt, besteht die Möglichkeit das das MFH kurzfristig wieder verkauft werden muß.

Muß ich dann Steuern auf den Verkaufserlös zahlen ?
Gibt es dort Freibeträge ?
Was können meine Geschwister fordern ?
Gibt es sonst noch Punkte, die ich beachten muß ?

Vielen Dank schon mal im voraus für Eure Vorabeinschätzung.

marconi

Beitragsschreiber

Beitrag von Beitragsschreiber »

- Bei einer Schenkung fällt eine Schenkungssteuer an. Dabei sind Freibeträge zu beachten.
- Die Geschwister können nichts fordern. (Allenfalls ein Pflichtteilsergänzungsanspruch nach dem Tode des jeweiligen Elternteils käme in Betracht.)
- Sonst ist noch zu beachten, dass -soweit ich informiert bin - in dem Fall, dass Hartz4-Empfänger ein "unangemessenes Wohneigentum" besitzen, dessen Verwertung verlangt werden kann. Wenn solches Eigentum einfach verschenkt wird, dürfte der Anspruch auf Rückforderung der Schenkung (§ 528 BGB) qua Gesetz auf die Behörde übergehen. Überdies wäre zu prüfen, ob nicht ein Sozialleistungsbetrug vorliegt, wenn der Behörde gegenüber die Schenkung verheimlicht wird.

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