Gestaltung des Gartens

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Richard Gecko
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Gestaltung des Gartens

Beitrag von Richard Gecko »

Folgender Fall:
WEG mit Gartenwohnungen. Die Stadt macht Vorgaben zur Gestaltung der Gaerten zur Strasse hin. WEG muss sich auf ein einheitliches Bild einigen.
Fragen:
1) Genuegt eine einfache Mehrheit um das zu beschliessen, oder muessen alle Eigentuemer einer Gartenwohnugn zustimmen?
2) Wer bezahlt das, WEG oder jeder Eigentuemer selber?
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Thorsten D.
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Beitrag von Thorsten D. »

Ist jetzt ein bischen schierig zu beantworten,

Die Gärten dürften ja Gemeinschftseigentum mit Sondernutzungsrecht für die jeweilige Wohnung sein.
Kostentragung dürfte der Gemeinschaft obliegen, kann aber in der TE anders geregelt sein.

Was heisst die Stadt macht Vorgaben ?
Wie sehen die Vorgaben aus ?
Ist die Wohnanlage neu ?
Sind die Gärten schon gestaltet ?

Die Beschlussfrage ist ohne obige Angaben auch nicht genau zu beantworten, wenn z.B. die Stadt vorgibt "keine Bäume" dann müssten schon stehende Bäume weg - dazu braucht es keines Beschlusses mehr.
Sagt die Stadt z.B. zur Strasse hin muss ein Zaun gestellt werden weil noch keiner steht, ist es meines Erachtens die Herstellung eines erstmaligen ordnungsgemässen Zustands, wobei dann lediglich die Art und das Aussehen des Zaunes beschlossen werden kann, dazu reicht dann ein Mehrheitsbeschluss auf der Versammlung.

Wie Du siehst, ist das alles sehr abhängig von dem was an Bestand da ist, den Vorgaben der Stadt und eurer Teilungserklärung
Wer nicht bereit ist für sein Recht als Eigentümer einzutreten , sollte besser zur Miete wohnen

Richard Gecko
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Beitrag von Richard Gecko »

Danke, das hilft schon.
Der erstmalige Zustand (vom Bautraeger) war korrekt. Dann haben einige Eigentuemer Zaeune aufgestellt, allerdings entsprach diese nicht den Vorgaben der Stadt (falscher Abstand zur Strasse).
Was passiert, wenn sich ein Eigentuemer weigert? Geht die Stadt dann gegen den Eigentuemer oder die WEG vor? Und falls gegen die WEG kann diese sich dann an den verursachenden Eigentuemer halten?
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Thorsten D.
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Beitrag von Thorsten D. »

Na, jetzt sieht das doch alles schon ganz anders aus, smile

Für die Zäune hätte es eines einstimmigen Beschlusses bedurft, zumindest der Zustimmung alle betroffenen Eigentümer - siehst Du den Zaun, bist Du betroffen.

Die Stadt hält sich an den Eigentümer des Grundstücks, also an die Gemeinschaft.
Die Gemeinschaft hält sich wiederrum an den jeweiligen Eigentümer.

Also Versammlung machen und entweder das Entfernen ( Rückbau) beschliessen, kann auch jeder Betroffene für sich selbst bei Gericht einklagen, oder Beschluss dass die Zäune auf den richtigen Abstand zu stellen sind, Beschluss zur Kostentragung nach 21/7 auf die Nutzer der Gärten.

Verhängt die Stadt ein Busgeld kann dies auch nach 21/7 auf die Nutzer per Beschluss umgelegt werden
Wer nicht bereit ist für sein Recht als Eigentümer einzutreten , sollte besser zur Miete wohnen

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