Arbeiten an Wasserleitungen betreffen Eigentumswohnung

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SeMa
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Arbeiten an Wasserleitungen betreffen Eigentumswohnung

Beitrag von SeMa » 14.07.09, 12:49

Angenommen die Warmwasserversorgung in einem Haus ist nicht optimal und die Verwaltung hat einen Weg gefunden diese zu verbessern, benötigt aber nicht nur allgemein Zugang zu einer Eigentumswohnung, muss dort aber auch Wände öffnen um die Leitungen auszutauschen. Hat der Eigentümer Vetorecht oder muss er die Arbeiten hinnehmen, weil das Ganze der Allgemeinheit dient? Wie sieht es aus mit Kosten für Maler und Maurer und was noch alles im Zuge der Arbeiten passiert? Muss er sich daran direkt beteiligen oder zahlt es die Verwaltung?

Thorsten D.
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Beitrag von Thorsten D. » 14.07.09, 13:27

Na, erstmal muss die Verwaltung den Eigentümern mal erklären was nicht optimal ist und was verbessert werden soll, und dann sollten die Eigentümer beschliessen ob und was gemacht wird.

Sind, wenn obiges seine Richtigkeit hat, auch Arbeiten innerhalb der Wohnung notwendig dann muss man diese Arbeiten hinnehmen.
Allerdings besteht zumindest in Teilen ein Anspruch auf Nutzungsausfallentschädigung gegenüber der Gemeinschaft.
Die Kosten für die Arbeiten trägt natürlich die Gemeinschaft als Gesamtes, Kosten für die Wiederherstellung des ursprünglichen Wohnungszustands ( Malerarbeiten, Fliesen, etc. ) zahlen alle Anderen.
Wer nicht bereit ist für sein Recht als Eigentümer einzutreten , sollte besser zur Miete wohnen

SeMa
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Beitrag von SeMa » 17.07.09, 21:14

Danke für die Antwort. Nehmen wir an, es gibt zwei Probleme: 1. Das Wasser ist verschmutzt aufgrund der z.T. verrosteten Leitungen; 2. Es gibt keine Zirkulationsleitungen, sodass Warmwasser aus einem Nachbarhaus, wo der Brenner steht, gepumpt werden muss - dies führt aber dazu, dass man z.T. sehr lange Wartezeiten hat (+5 Minuten), bis Warmwasser endlich warm ankommt. Diese Probleme wurden von den Eigentümern vorgetragen.

Die Lösung, die vorgeschlagen wurde, besteht darin, in der Eigentumswohnung ein sichtbares (ob verkleidet oder nicht ist jetzt unwichtig) Rohr entlang der Decke zu verlegen, das in einem Schacht ended, wo sich neue Leitungen befinden. Es ist mir unklar aber, wo das andere Ende hin soll.

Muss man so etwas tatsächlich hinnehmen? Dadurch hat man nicht nur eine Wertminderung (relevant beim Verkaufen der Wohnung) sondern die Wohnqualität leidet darunter auch, denn es sieht nicht nur optisch sehr schlecht aus, man hat dann auch eine "Lärmbelästigung". Das Ganze würde auch nach nicht einmal zwei Jahren passieren, nachdem die Wohnung komplett renoviert wurde, was die Verwaltung damals vor "Baubeginn" auch wusste.

Thorsten D.
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Beitrag von Thorsten D. » 18.07.09, 08:17

Also bei so einer Sache würde ich mich niemals auf den Vorschlag einer HV verlassen sondern selbst aktiv werden.
Wie dann notwendig Arbeiten hinzunehmen sind kommt auf die genauen Umstände an, allerdings muss bei gemeinschaftlich veranlassten Arbeiten der ursprüngliche Wohnungszustand von der Gemeinschaft wieder hergestellt werden.
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