Maklergebühr auf Vermessungskosten?

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ktown
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Maklergebühr auf Vermessungskosten?

Beitrag von ktown » 15.07.09, 12:16

Makler A bietet ein größeres Areal al Bauplatz zum Verkauf an. Da dieses Areal in der Gesamtsumme für einen Käufer zu teuer und auch zu groß ist, dass die Parzelle neu vermessen und in kleinere Parzellen aufgeteilt werden.
Käufer A hat interesse an einem dieser Grundstücke. Er fragt sich aber nun, aus welchem Preis sich nun die Maklergebühr, die Notarkosten wie auch die Grunderwerbssteuer berechnet?
Aus dem reinen Grundstückspreis oder darf der Makler die Kosten des Vermessers in den Grundstückspreis mit einrechnen?
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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Hinnerk14
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Beitrag von Hinnerk14 » 15.07.09, 15:14

Es kommt wohl auf den Vertrag an.
Wenn der Makler dies extra in Auftrag geben muss, wird er die Kosten wohl
irgendwie umlegen.
Im Zweifel erhöht sich der Kaufpreis entsprechend
Meine Meinung als Mensch
( nicht immer die Meinung vom Juristen )

ktown
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Beitrag von ktown » 15.07.09, 16:24

Heißt es ist Verhandlungssache, ob die Kosten getrennt vom Grundstückspreis bezahlt werden, oder ob sie in den Grundstückspreis eingerechnet werden?
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Lucky
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Beitrag von Lucky » 15.07.09, 19:36

Ein Makler als Vermittler berechnet den gesamten Geschäftswert als Grundlage für seine Vermittlungsgebühr (Maklergebühr).
Ich bin mir aber gar nicht sicher, ob hier ein "Makler" (im Sinne eines Vermittlers) gemeint ist, oder ob der "Makler" vielleicht der Grundstückseigentümer ist. Als Eigentümer des Grundstücks darf er gar keine Maklergebühr verlangen, denn er makelt (vermittelt) ja gar nicht. Vielleicht teilt er nur sein Grundstück in einzelne Parzellen, um einen höheren Verkaufserlös zu erzielen.
Er kann den reinen Grundstückspreis fordern - plus die Kosten der Vermessung und Teilung. Oder aber er kalkuliert die Vermessungskosten in seinen Preis mit ein.
Er kann das Grundstück unerschlossen verkaufen, d.h. der Käufer muß noch Erschliessungskosten bezahlen - oder aber der Verkäufer kalkuliert auch diese Erschliessungskosten mit in den Kaufpreis ein. Letztendlich wird es immer der Käufer bezahlen müssen - entweder im (erhöhten) Kaufpreis, oder aber extra.
MfG
Lucky
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ktown
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Beitrag von ktown » 16.07.09, 07:43

Also es ist defintiv ein Makler. Da der Käufer den Entwurf des Kaufvertrages vorliegen hat weiß er, dass der Eigentümer nicht der Makler ist.
Dem Käufer geht es nicht um die zusätzlichen Vermessungskosten. Sie entstehen und müßen auch anteilig vom Käufer übernommen werden.
Nur wieso soll der Käufer auch auf diese Kosten an den Notar bzw. an das Fínanzamt mehr Geld zahlen. Da kommen mal ganz schnell eine 3-stellig Summe bei raus.
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Lucky
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Beitrag von Lucky » 16.07.09, 12:36

ktown hat geschrieben:.... wieso soll der Käufer auch auf diese Kosten an den Notar bzw. an das Fínanzamt mehr Geld zahlen.....
Es ist wohl so, daß der "gesamte Geschäftswert" zählt. Sowohl beim Notar als auch beim Finanzamt und eben auch beim Makler.
Würde der Käufer gleichzeitig von selben Verkäufer ein Haus drauf bauen lassen, erhöht dies ebenfalls die Kosten für Notar, Grundbuchamt, Finanzamt und Makler.
Läßt der Käufer aber von jemand anderem ein Haus drauf bauen, dann entstehen diese Zusatzkosten nicht.
MfG
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