Rücktritt bei einer Zwangsversteigerung

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katrin_kupke
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Rücktritt bei einer Zwangsversteigerung

Beitrag von katrin_kupke »

Hallo,

gibt es die Möglichkeit bei einer Zwangsversteigerung einer Immobilie für den der den Zuschlag erhält zurück zu treten?
Wie ist die Rechtslage?

SpecialAgentCooper
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Beitrag von SpecialAgentCooper »

Nein.Zahlt man nicht, kann man nur entweder weiterverkaufen oder das Haus kommt wieder unter den Hammer wegen der eigenen Schulden.
„Die Welt wird immer absurder. Nur ich bin weiter Katholik und Atheist. Gott sei Dank!“ (Luis B.)

katrin_kupke
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Beitrag von katrin_kupke »

Was bedeutet die Rechtsmittelbelehrung:

Dieser Beschluss ist mit sofortiger Beschwerde anfechtbar. Diese ist innerhalb einer Notfrist von zwei Wochen beim Amts- oder Landesgericht Nürnberg einzulegen.
Die Frist beginnt nach $ 98 S.2 ZVG
a) für die Beteiligten, die entweder im Versteierungs- oder auch in einem evtl. Verkündigungstermin anwesend oder vertreten waren, bereits mit der Verkündung des Zuschlages,
b)für die anderen Beteiligten mit der Zustellung dieses Beschlusses

FM
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Beitrag von FM »

katrin_kupke hat geschrieben:Was bedeutet die Rechtsmittelbelehrung:

Dieser Beschluss ist mit sofortiger Beschwerde anfechtbar. Diese ist innerhalb einer Notfrist von zwei Wochen beim Amts- oder Landesgericht Nürnberg einzulegen.
Die Frist beginnt nach $ 98 S.2 ZVG
a) für die Beteiligten, die entweder im Versteierungs- oder auch in einem evtl. Verkündigungstermin anwesend oder vertreten waren, bereits mit der Verkündung des Zuschlages,
b)für die anderen Beteiligten mit der Zustellung dieses Beschlusses
So kann er nicht im Original lauten, da es kein "Landesgericht Nürnberg" gibt, sondern ein Landgericht Nürnberg-Fürth.

Denkbar wären Rechtsbehelfe am ehesten bei Verfahrensfehlern, z.B. wenn im Termin vergessen wurde zu erwähnen daß nicht das ganze Wohnhaus versteigert wird sondern nur ein Miteigentumsanteil.

katrin_kupke
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Beitrag von katrin_kupke »

Sorry, da habe ich mich verschrieben.

Aber woher weiß ich denn ob ein Fehler gemacht wurde.
Wie man sieht kenne ich mich leider nicht aus. Und habe jetzt einen großen Fehler gemacht den ich rückgängig machen möchte.

CruNCC
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Beitrag von CruNCC »

katrin_kupke hat geschrieben:Und habe jetzt einen großen Fehler gemacht den ich rückgängig machen möchte.
Dieser "Fehler" kann aber nicht mal so einfach "rückgängig" gemacht werden.

Der Beschluss kann ggf. von den Gläubigern angefochten werden, nicht jedoch vom Ersteher.

Lucky
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Beitrag von Lucky »

CruNCC hat geschrieben:... Dieser "Fehler" kann aber nicht mal so einfach "rückgängig" gemacht werden.
Der Beschluss kann ggf. von den Gläubigern angefochten werden, nicht jedoch vom Ersteher.
Sehe ich ganz genauso.
MfG
Lucky
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Ich gebe grundsätzlich weder Steuer- noch Rechtsberatung.

Franz Königs
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Beitrag von Franz Königs »

Einem Bieter wurde als Meistbietendem der Zuschlag erteilt. Später wollte er hiervon loskommen und legte Beschwerde gegen den Zuschlagsbeschluss des Gerichts ein. Der Bundesgerichtshof hat die Beschwerde zurückgewiesen, weil dem Meistbietenden kein Recht auf Anfechtung seines Gebots wegen Irrtums über die gesetzlichen Rechtsfolgen des Gebots zustehe.
Quelle

ingok.
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Beitrag von ingok. »

katrin_kupke hat geschrieben: Und habe jetzt einen großen Fehler gemacht den ich rückgängig machen möchte.
Welchen Fehler hast Du gemacht. Vielleicht können wir ja da weiterhelfen.

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