Verjährung einer Auflassungsvormerkung

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Burda
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Verjährung einer Auflassungsvormerkung

Beitrag von Burda »

Deutschland: wann verjährt eine im Grundbuch im Jahre 1990 eingetragene Auflassungsvormerkung, wenn die Zahlung des Restkaufpreises durch Gründe verhindert wird, die der Verkäufer zu vertreten hat (nach Vormerkungseintrag im Grundbuch eingetragene Zwangshypotheken, die mit der Summe des Kaufpreises nicht abgefertigt werden können).

Lucky
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Re: Verjährung einer Auflassungsvormerkung

Beitrag von Lucky »

Burda hat geschrieben:... nach Vormerkungseintrag im Grundbuch eingetragene Zwangshypotheken, die mit der Summe des Kaufpreises nicht abgefertigt werden können.
Wenn die Zwangssicherungshypotheken erst nach der Auflassungsvormerkung eingetragen wurden, dann braucht der Käufer diese ja nicht gegen sich gelten lassen, sondern kann die Löschung verlangen. Das ist ja schliesslich der Sinn und Zweck einer AV.
Guckst Du hier: http://www.creditolo.de/kreditlexikon/a ... rkung.html
oder hier: http://www.advogarant.de/Infocenter/Rec ... rkung.html
Da hier offensichtlich der Notar darauf hinweist, daß der Kaufpreis nicht ausreicht um die eingetragenen Belasungen wegzufertigen, vermute ich mal, daß die Belastungen nicht nach, sondern bereits vor der Auflassungsvormerkung eingetragen wurden. Alles andere ergibt für mich keinen Sinn.
MfG
Lucky
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Hafish
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Re: Verjährung einer Auflassungsvormerkung

Beitrag von Hafish »

Burda hat geschrieben:Deutschland: wann verjährt eine im Grundbuch im Jahre 1990 eingetragene Auflassungsvormerkung
Wenn die zu sichernde Forderung verjährt ist, also 10 Jahre nachdem der Anspruch entstanden ist, §§ 886, 196, 200 BGB.
Kritik kann subjektiv als verletzend empfunden werden und ist daher generell zu unterlassen. - jaeckel
;)

Lucky
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Re: Verjährung einer Auflassungsvormerkung

Beitrag von Lucky »

Burda hat geschrieben:Deutschland: wann verjährt eine im Grundbuch im Jahre 1990 eingetragene Auflassungsvormerkung, ...
Ich kann mir nicht vorstellen, daß eine Auflassungsvormerkung verjähren kann.
MfG
Lucky
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Leon6
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Re: Verjährung einer Auflassungsvormerkung

Beitrag von Leon6 »

Die Auflassungsvormerkung gem. § 883 BGB unterliegt keiner Verjährung. Die Eigentumsübertragung selbst, also der Anspruch auf Übertragung des Eigentums an einem Grundstück gem. § 196 BGB verjährt in 10 Jahren.
bombing for freedom is like fucking for virginity
[i]Von Seiten der NSA heißt es, man verwende die Software nicht als Angriffsinstrument, sondern als "aktive Verteidigung"[/i]

Lucky
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Re: Verjährung einer Auflassungsvormerkung

Beitrag von Lucky »

Leon6 hat geschrieben:Die Auflassungsvormerkung gem. § 883 BGB unterliegt keiner Verjährung. Die Eigentumsübertragung selbst, also der Anspruch auf Übertragung des Eigentums an einem Grundstück gem. § 196 BGB verjährt in 10 Jahren.
Ich hab da eher was von 30 Jahren in Erinnerung. Kann mich aber auch irren.
MfG
Lucky
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Snoopy-1
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Re: Verjährung einer Auflassungsvormerkung

Beitrag von Snoopy-1 »

Hallo,

wie ist das zu verstehen, wenn der Voreintrag seit über 30 Jahren besteht fällt das Recht das Grundstück/Wiese zu kaufen? Der Voreintrag jedoch nicht? Was bringt einem der Voreintrag dann?

Beispiel: 1960 Grundfläche gekauft, Bezahlung wurde beim Notar sofort durchgeführt, ein Voreintrag wurde im Grundbuch eingetragen, die Teilung der Grundfläche wurde nie durchgeführt und die Rückzahlung des Geldes nie durchgeführt.

Hat man kein Anrecht mehr aufs Grundstück und die Teilung, was bringt einem dann der Voreintrag?

Wie ist die Rechtslage?

Gruß

Snoopy

Snoopy-1
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Re: Verjährung einer Auflassungsvormerkung

Beitrag von Snoopy-1 »

Hallo,

gibt es keinen, der sich mit dieser Materie auskennt?


MfG

Snoopy

ingok.
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Re: Verjährung einer Auflassungsvormerkung

Beitrag von ingok. »

Snoopy-1 hat geschrieben:Hallo,

gibt es keinen, der sich mit dieser Materie auskennt?


MfG

Snoopy
Doch, ein versierter Anwalt.

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