Miteigentümervereinbarung/Wohnungsrechts

Moderator: FDR-Team

Antworten
Greta50
Topicstarter
noch neu hier
Beiträge: 2
Registriert: 24.06.12, 15:02

Miteigentümervereinbarung/Wohnungsrechts

Beitrag von Greta50 »

Hallo und guten Tag zusammen,

heute habe ich auch einmal eine Frage!

Das Haus in dem ich wohne gehört zur Hälfte mir und zur Hälfte meinem geschiedenen Mann.
Es handelt sich um ein Einfamilienhaus mit einem großen Anbau.

Bevor es zur Scheidung kam hat mein Ex drauf bestanden, dass ich ihm in unserem gemeinsamen
Haus für die untere Etage ein Wohnungsrecht einräumen musste. Daraufhin bestand ich darauf, das ich die Wohnungsrechte
für das Ober- und Dachgeschoss bekam

Inzwischen sind wir seit 5 Jahren geschieden und beide sind wir wieder verheiratet.
Ich bewohne in unserem immer noch gemeinsamen Haus die oberen Räume. Er ist vor Jahren zu seiner
neuen Ehefrau gezogen.
Seine untere Wohnung, die notariell vertraglich nicht vermietet werden darf, bewohnt meine Tochter
mit meinen Einverständnis. Die Miete zahlt Sie an ihren Vater.

Bei der notariellen Eintragung der Wohnrechte wies uns der Notar ausdrücklich darauf hin, dass wir von der Möglichkeit einer
Miteigentümervereinbarung Gebrauch machen sollten. Dieses lehnten wir Beide ab.

Heute! Da unsere gemeinsame Tochter aus der Wohnung auszieht will mein Ex mit seiner Frau wieder einziehen.
Was passiert jetzt mit den gemeinsam genutzten Flächen, wie Diele, Eingangsbereich, Keller, Speicher und Garten.
Er hat schon angekündigt, den Rasen hinter dem Haus mit Pflastersteine zuzumauern, will sein Fahrzeug in die Garage einstellen,
etc. Das hat sich stark nach Kriegerklärung angehört.

Kann er das so einfach machen? Wie ist das die Rechtslage?

Desweiteren will er sein Wohnrecht auf seine jetzige Frau übertragen? Das Haus gehört uns schließlich beide.
Kann man Wohnrechte übertragen? Wie ist hier die Rechtslage.

Freue mich über Antworten.

regenerische Grüße aus dem grauen Rheinland
Greta

CruNCC
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 3663
Registriert: 01.01.07, 21:55
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: Miteigentümervereinbarung/Wohnungsrechts

Beitrag von CruNCC »

Bevor es zur Scheidung kam hat mein Ex drauf bestanden, dass ich ihm in unserem gemeinsamen
Haus für die untere Etage ein Wohnungsrecht einräumen musste. Daraufhin bestand ich darauf, das ich die Wohnungsrechte
für das Ober- und Dachgeschoss bekam
Keine gute Lösung.
Was passiert jetzt mit den gemeinsam genutzten Flächen, wie Diele, Eingangsbereich, Keller, Speicher und Garten.
Das unterliegt der gemeinsamen Nutzung.
Das hat sich stark nach Kriegerklärung angehört.
Aber weshalb jetzt 5 Jahre nach der Scheidung? Da ist doch normalerweise Ruhe eingekehrt und gibt es immer noch Krieg?

Man sollte sich zusammensetzen und das klären. Die beste Lösung wäre es, wenn einer die Immobilie übernimmt und den anderen ggf. auszahlt.
Kann er das so einfach machen?
Nein.
Desweiteren will er sein Wohnrecht auf seine jetzige Frau übertragen?
Ein Wohnrecht ist nicht übertragbar.

Greta50
Topicstarter
noch neu hier
Beiträge: 2
Registriert: 24.06.12, 15:02

Re: Miteigentümervereinbarung/Wohnungsrechts

Beitrag von Greta50 »

CruNCC hat geschrieben:Keine gute Lösung.

.......dazu gibt es eine Vorgeschichte. Das Haus gehörte mir anfangs alleine. In jungen Jahren habe ich es von meinen Eltern geerbt. Erst nach 25 Ehejahren überschrieb ich das Haus notariell auf Eheleute. Bereits da wusste ich, dass unsere Ehe nicht mehr lange Bestand hatte. Aber da ich diejenige war die ausgebrochen ist, war ich mit vielen vielen Schuldzuweisungen beladen.
Mir war damals alles egal und ich ging auf alle seine Wünsche ein.
CruNCC hat geschrieben:Das unterliegt der gemeinsamen Nutzung.
...das ist ja gerade das Problem. Aber wer sagt was nun "sein" und "mein" ist? O-Ton EX-Mann: Sie (ich) soll sich nicht wagen hier unten in der Diele einen Nagel in die Wand zu schlagen"
Eigentlich will er gar nicht wieder hier einziehen. Er müsste sich räumlich sehr einschränken. Es geht ihm nur darum, dass er, da die Mieteinnahmen nun wegfallen nicht an sein "totes Kapital" rankommt. Denn er darf es ja nicht vermieten.
Eine gemeinsame Lösung ist unmöglich.

CruNCC hat geschrieben:Die beste Lösung wäre es, wenn einer die Immobilie übernimmt und den anderen ggf. auszahlt.
.....habe ihm eine Summe X angeboten, die er jedoch für unrealistisch hält. Er selbst hat mir auch eine Summe X angeboten. Ich möchte das Haus jedoch auf gar keinen Fall verkaufen, da es für mich einen großen ideellen Wert hat.
Greta50 hat geschrieben: Ein Wohnrecht ist nicht übertragbar.

Er behauptet als Miteigentümer des Hauses könne er das sehr wohl??

Wie ist hier die Rechtslage? Es ist alles so verworren.

Antworten