Notarkosten für Unterschriftsbeglaubigung verhandelbar ?

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egon(II)
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Notarkosten für Unterschriftsbeglaubigung verhandelbar ?

Beitrag von egon(II) » 11.10.13, 11:36

Bei der notariell beglaubigten Löschungsbewilligung der Bank fehlt eigentlich nur die Unterschrift des Antragstellers. Das Ganze ist wie ein Antrag abgefasst.

So weit ich das nach der Suche hier im Forum verstanden habe, kann der Antrag auf Löschung persönlich beim Amtsgericht eingereicht werden, bedarf aber wiederum einer beglaubigten Unterschrift des Antragstellers.

Ist die
  • Unterschriftsbeglaubigung durch einen Notar abhängig von der Höhe der zu löschenden Grundschuld
  • wenn ja, sind die Kosten mit dem Notar verhandelbar ?
  • hat der Notar das Monopol die Unterschrift zu beglaubigen ?
    Weitere Arbeiten müsste er ja nicht ausführen

LG Egon
Liebe Grüße
Egon

Tastenspitz
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Re: Notarkosten für Unterschriftsbeglaubigung verhandelbar ?

Beitrag von Tastenspitz » 11.10.13, 12:10

Unterschriftsbeglaubigungen machen auch die Behörden am Wohnort:
ZUSTAENDIG

--die Gemeinde Ihres Wohnortes für die amtliche Beglaubigung einer Unterschrift, wenn das Schriftstück
von einer deutschen Behörde ausgestellt worden ist oder
aufgrund einer Rechtsvorschrift bei einer sonstigen Stelle vorzulegen ist

--jeder Notar für
die öffentliche Beglaubigung
Unterschriftsbeglaubigung von Schriftstücken, die zur Vorlage bei einer ausländischen Behörde oder Stelle bestimmt sind

--die Ausländerbehörden für Unterschriftsbeglaubigung auf
Verpflichtungserklärungen für Besuchseinreisen

Adressen der Notare in Deutschland finden Sie bei der Bundesnotarkammer.
Notarkosten sind max. 130 €, meistens aber deutlich weniger. (§45 KostO)
Kosten bei der Behörde am Besten anfragen.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

khmlev
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Re: Notarkosten für Unterschriftsbeglaubigung verhandelbar ?

Beitrag von khmlev » 11.10.13, 13:25

Seit dem 01.08.2013 gilt das Gerichts- und Notarkostengesetz. Nach dem Gesetz sind Notargebühren nicht verhandelbar.
Bezieht sich die reine Unterschriftsbeglaubigung auf eine Löschungszustimmung nach § 27 Grundbuchordnung nebst Löschungsantrag, so fällt hierfür nach Kostenverzeichnis Nummer 25101 eine Festgebühr in Höhe von EUR 20,00 an. Übermittelt der Notar auftragsgemäß den Antrag an das Gericht fällt eine weitere Festgebühr nach Kostenverzeichnis Nummer 22214 in Höhe von EUR 20,00 an.

Für die Beglaubigung der Unterschriften unter einem Löschungsantrag ist in der Regel der Notar zuständig (§ 40 BeurkG). Je nach Landesgesetz zusätzlich der Ortsgerichtsvorsteher (Hessen), Ortsbügermeister, Ortsvorsteher und tlw. die Gemeindeverwaltungen (Rheinland Pfalz) und der Grundbuchratsschreiber in Baden-Württemberg.
Gruß
khmlev
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egon(II)
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Re: Notarkosten für Unterschriftsbeglaubigung verhandelbar ?

Beitrag von egon(II) » 12.10.13, 12:53

Danke für die Aufklärung und die Hinweise auf die Paragraphen

Egon
Liebe Grüße
Egon

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Re: Notarkosten für Unterschriftsbeglaubigung verhandelbar ?

Beitrag von egon(II) » 12.10.13, 15:19

hallo
hmm, eine Nachfrage hätte ich noch zur Nummer 25101

Kann aus dem Plural des Anfangssatzes zur Nummer 25101 geschlossen werden, dass die Gebühr von 20€ nur einmal fällig wird, auch wenn gleichzeitig zwei Unterschriften eines Ehepaars beglaubigt werden müssen ?

LG Egon
Liebe Grüße
Egon

CruNCC
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Re: Notarkosten für Unterschriftsbeglaubigung verhandelbar ?

Beitrag von CruNCC » 12.10.13, 19:47

Die Gebühr fällt pro Dokument (Unterschriftsbeglaubigung) an. Dabei spielt es keine Rolle, wieviele Leute das Dokument unterzeichnet haben.

egon(II)
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Re: Notarkosten für Unterschriftsbeglaubigung verhandelbar ?

Beitrag von egon(II) » 14.10.13, 22:42

Danke

Egon
Liebe Grüße
Egon

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