Eigentümergemeinschaft, Verweigerungshaltung Miteigentümers

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Landei2009
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Eigentümergemeinschaft, Verweigerungshaltung Miteigentümers

Beitrag von Landei2009 »

A und B sind verheiratet und leben in Trennung. Die Scheidung ist eingereicht. Gesetzlicher Güterstand.
A und B sind gemeinsame Eigentümer von Immobilien. Alle in Bruchteileigentum jeweils zu 50 %.
A und B haben die Immobilien langfristig verpachtet. Der Pächter hat mehrere einseitige Pachtverlängerungsoptionen.

Die Pacht wird vom Pächter regelmäßig gezahlt und geht auf ein gemeinsames Bankkonto für die Verwaltung der Immobilien (nur gemeinschaftliche Verfügung) von A und B.
Die Immobilien sind fremdfinanziert. A und B haben hierfür gemeinsam Kredite aufgenommen.
Es bestand ein Reparaturrückstau. A und B wurden verpflichtet die Reparaturen durchzuführen, damit der Pächter seinen Geschäftsbetrieb ordnungsgemäß abwickeln kann.
Folge: Das gemeinsame Bankkonto für die Immobilienverwaltung von A und B ist überzogen.

A verweigert sich komplett, d.h. kümmert sich nicht, verweigert jede Zustimmung bzw. meldet sich gar nicht, gleicht das Konto nicht aus,
reagiert nicht auf Mahnungen der Bank, leistet keine Einlagen auf Verluste, etc. Beschlüsse gemäß Vertrag einstimmig herbeizuführen.
Es war ein Zwangsverfahren angedroht.

B wollte sich finanziell nicht ruinieren (Zwangsversteigerung) und leistet vorübergehend die vollen Kapitaldienste und hat auch das Konto von A und B unter dem Vorbehalt der Rückforderung ausgeglichen. Diese finanzielle Belastung hält B aber nicht lange durch!!!

Wie kann B sich rechtlich schnell gegen diese komplette Verweigerungshaltung wehren.

Danke im Voraus!

Baden1957
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Re: Eigentümergemeinschaft, Verweigerungshaltung Miteigentüm

Beitrag von Baden1957 »

Landei2009 hat geschrieben:A und B sind verheiratet und leben in Trennung. Die Scheidung ist eingereicht. Gesetzlicher Güterstand.
A und B sind gemeinsame Eigentümer von Immobilien. Alle in Bruchteileigentum jeweils zu 50 %.
A und B haben die Immobilien langfristig verpachtet. Der Pächter hat mehrere einseitige Pachtverlängerungsoptionen.

Die Pacht wird vom Pächter regelmäßig gezahlt und geht auf ein gemeinsames Bankkonto für die Verwaltung der Immobilien (nur gemeinschaftliche Verfügung) von A und B.
Die Immobilien sind fremdfinanziert. A und B haben hierfür gemeinsam Kredite aufgenommen.
Es bestand ein Reparaturrückstau. A und B wurden verpflichtet die Reparaturen durchzuführen, damit der Pächter seinen Geschäftsbetrieb ordnungsgemäß abwickeln kann.
Folge: Das gemeinsame Bankkonto für die Immobilienverwaltung von A und B ist überzogen.

A verweigert sich komplett, d.h. kümmert sich nicht, verweigert jede Zustimmung bzw. meldet sich gar nicht, gleicht das Konto nicht aus,
reagiert nicht auf Mahnungen der Bank, leistet keine Einlagen auf Verluste, etc. Beschlüsse gemäß Vertrag einstimmig herbeizuführen.
Es war ein Zwangsverfahren angedroht.

B wollte sich finanziell nicht ruinieren (Zwangsversteigerung) und leistet vorübergehend die vollen Kapitaldienste und hat auch das Konto von A und B unter dem Vorbehalt der Rückforderung ausgeglichen. Diese finanzielle Belastung hält B aber nicht lange durch!!!

Wie kann B sich rechtlich schnell gegen diese komplette Verweigerungshaltung wehren.

Danke im Voraus!


Hallo,

wenn hier eine vollkommene Verweigerung vorliegt, bleibt letztendlich nur die Klage auf Erfüllung der Verträge.
Evtl. reagiert A, wenn er von einem von B beauftragten RA angeschrieben wird, unter Fristsetzung die Vereinbarungen zu erfüllen, andernfalls Klage eingereicht wird.
Andere Alternativen sind wenig effektiv und zeitlich aufwendig.

lG
Hinweise erfolgen ausschließlich aufgrund eines vorgetragenen Sachverhaltes und nicht aufgrund von Vermutungen; je detaillierter der Sachverhalt ist, desto zutreffender können die Hinweise sein.

Landei2009
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Re: Eigentümergemeinschaft, Verweigerungshaltung Miteigentüm

Beitrag von Landei2009 »

@Baden 1957 ... Danke für die Antwort, ... aber A reagiert weder auf Zwangsandrohungen der Bank noch auf RA Schreiben.
Eben VOLLSTÄNDIGE Verweigerungshaltung :twisted:

... und der Anwalt von B gab für ein Verfahren vor dem Landgericht eine Zeitvorgabe von 2-3 Jahren.
Das steht B finanziell nicht durch.
B hätte auch Schwierigkeiten die Vorschüsse für RA und Gericht zu erbringen, weil die Streitwerte sehr hoch sind.

Irgendjemand eine schnell durchsetzbare Idee?

SusanneBerlin
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Re: Eigentümergemeinschaft, Verweigerungshaltung Miteigentüm

Beitrag von SusanneBerlin »

Hallo,

hat B denn überhaupt das Geld, um die vorgeschossenen Zahlungen von A ausgleichen zu können? Einem nackten Mann kann man halt nicht in die Tasche greifen.

Das mit "in die Tasche greifen" funktioniert ja im Wortsinn auch nicht so einfach, selbst wenn bei B Geld vorhanden ist. Sie dürfen B nicht mit vorgehaltener Pistole zur Zahlung zwingen, sondern Sie müssen einen Gerichtsvollzieher zum Pfänden hinschicken oder eine Kontopfändung veranlassen.

Voraussetzung für eine Pfändung ist wiederum, dass Sie einen vollstreckbaren Titel haben. Also müssen Sie vorher Zahlungsklage erheben.

Ein anderer Weg, um an das investierte Geld zu kommen, ist die Teilungsversteigerung der gemeinsamen Immobilien.

Man könnte mit Gegenforderungen aufrechnen, aber B hat wahrscheinlich keine Forderungen gegen A.

Mehr Möglichkeiten gibt es da nicht.
Grüße, Susanne

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