Pflicht den Anteil an Privatweg nachträglich zu erhöhen

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TilleNbg
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Pflicht den Anteil an Privatweg nachträglich zu erhöhen

Beitrag von TilleNbg » 15.02.17, 17:26

Hallo zusammen,
wie beurteilt ihr diesen fiktiven Fall:

Familie X hat in 2014 ein Grundstück gekauft, um dort ein EFH zu bauen. Der Grundstücksverkäufer stellte klar, dass dabei zwingend 2/14 eines anliegenden Privatwegs mit übernommen werden müssen. Das hat die Familie X auch getan. 2 Jahre später erhält die Familie vom Verkäufer die Information, dass damals statt der 2/14 2/7 (also ein grösserer Anteil) hätten übernommen werden müssen und ihm dies jetzt erst aufgefallen sei. Somit also ein Versehen des Verkäufers. Nun fordert er Familie X auf, den fehlenden Differenzanteil unentgeltlich zu übernehmen. Da Familie X den Privatweg aber überhaupt nicht nutzt und sich keine weiteren möglichen, zukünftigen Lasten und Kosten, die im Zusammenhang mit diesem Privatweg stehen, aufhalsen möchte, lehnt sie ab. Der Verkäufer droht daraufhin mit rechtlichen Schritten und verweist darauf, dass die Gesamtanteile des Privatwegs nunmal auf alle anliegenden Grundstücke gleich aufgeteilt wurden. Gleichzeitig gesteht er aber sein Versehen ein. Kann er Familie X rechtlich zur Übernahme weiterer Anteile des Privatwegs zwingen? Wie wäre die Rechtslage in diesem fiktiven Fall?

Beste Grüße
Tille

SusanneBerlin
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Re: Pflicht den Anteil an Privatweg nachträglich zu erhöhen

Beitrag von SusanneBerlin » 15.02.17, 20:13

Hallo!

Scheint so, als hätte der Verkäufer, möglicherweise versehentlich. zuwenig Anteile von dem Privatweg verkauft und jetzt ist 1/7 Anteil übrig (Wahrscheinlich ist er selbst noch als Eigentümer eingetragen für dieses letzte Siebtel und möchte aus dem Grubdbuch raus). Meiner Meinung nach kann er Sie nicht zwingen einen zusätzlichen Anteil zu übernehmen.
Grüße, Susanne

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