Mitverantwortung?

Moderator: FDR-Team

hambre
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Re: Mitverantwortung?

Beitrag von hambre »

Das Unterlassen einer Strafanzeige erfüllt nicht den Straftatbestand der Strafvereitelung.

J.A.
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Re: Mitverantwortung?

Beitrag von J.A. »

ob sie sich der Strafvereitelung schuldig mach(t)en
Nein
Das Unterlassen einer Strafanzeige erfüllt nicht den Straftatbestand der Strafvereitelung.
Richtig ... außer bei Garantenpflicht des Unterlassers, die hier aber nicht vorliegt ....
Aus "Stilblüten der Justiz":
"Die Reifeverzögerung des heranwachsenden Angeklagten ist dermaßen ausgeprägt, dass er in seiner Entwicklung einem Jugendrichter gleichzustellen ist"

§nix
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Re: Mitverantwortung?

Beitrag von §nix »

@ hambre und J.A.

Vielen Dank, das wird die Beiräte, die primär die finanzielle Bereinigung im Fokus hatten, beruhigen. :D

Wo mache ich meinen Denkfehler, denn für mich liest sich § 258 (1) StGB eindeutig, eine Art Selbstbelastung [nemo irgendwas] aus (5) sehe ich nicht gegeben?


@ktown
Da ich mir nicht sicher war, dass sich Strafrechtler auch im Immorecht tummeln und ich nicht ad calendas graecas warten wollte.... sorry, einfach löschen. :ostern: Danke!
Vielen Dank im Voraus für freundliche, hilfreiche Antworten.

§nix
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ktown
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Re: Mitverantwortung?

Beitrag von ktown »

Nein nein.....mit diesem Makel müssen sie nun leben :wink:
Hier mal den Text, den ich sonst einstelle.
Beachten sie den letzten Punkt. :wink:

Liebes FDR-Mitglied,

hier eine kleine Erinnerungsstütze, als Sie hier Neu-User waren. :wink:
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SusanneBerlin
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Re: Mitverantwortung?

Beitrag von SusanneBerlin »

Vereiteln heißt verhindern.
Wer eine Straftat nicht anzeigt, verhindert eine Bestrafung nicht, er fördert lediglich die Bestrafung nicht.

Zum gegenteiligen, welche Straftaten man anzeigen muss, wenn man Kenntnis einer geplanten Straftat hat, das steht in § 138 StGB. Hinterher muss man die jedoch auch nicht mehr anzeigen, nur wenn man es vor Ausführung bereits weiß.
Grüße, Susanne

§nix
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Re: Mitverantwortung?

Beitrag von §nix »

Ein klares "Jain" ist immer eine gute Antwort. :)

Wenn Die Beiräte ihr Wissen nicht weitergeben, dann wird doch der TB des § 266 StGB der strafrechtlichen Ahndung entzogen, Offizialdelikt hin oder her. :?:
Vielen Dank im Voraus für freundliche, hilfreiche Antworten.

§nix
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SusanneBerlin
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Re: Mitverantwortung?

Beitrag von SusanneBerlin »

Er wird nicht der Ahndung entzogen. Jeder kann den untreuen Verwalter anzeigen wenn es der Beirat nicht tut, z.B. jedes WEG-Mitglied.
Grüße, Susanne

hawethie
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Registriert: 14.09.04, 11:27

Re: Mitverantwortung?

Beitrag von hawethie »

notfalls kann man ja auch zivilrechtlich was versuchen
Was du nicht willst, das man dir will, das will auch nicht -
was willst denn du.

§nix
Topicstarter
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Re: Mitverantwortung?

Beitrag von §nix »

Zivilrechtlich ist die Geschichte m.E. vom Tisch, denn seit Ende Juni ist der veruntreute Betrag restlos zurückgezahlt -- deswegen habe ich hier auch länger nicht mehr reingeschaut.

Strafrechtlich könnte man eine fünfjährige(?) Verfolgungverjährung nutzen, aber ob solche Bestrebungen in der WEG vorhanden sind, weiß ich nicht, denke, wenn da ein Interessen gegeben gewesen wäre, hätte man das früher zur Anzeige gebracht.


Ich danke alle, die sich Gedanken über das geschilderte Problem machten.
Vielen Dank im Voraus für freundliche, hilfreiche Antworten.

§nix
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