Vor- und Nachteile einer Wohnungseigentümergemeinschaft

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webmaster76
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Re: Vor- und Nachteile einer Wohnungseigentümergemeinschaft

Beitrag von webmaster76 » 15.12.17, 08:18

Ich sehe den großen Knall schon kommen...

Es ist schön, wenn man in einer harmonischen Gemeinschaft lebt. Aber: damit kann auch ganz schnell Schluss sein. Meistens wenn es um das liebe Geld geht oder ein Eigentümer etwas macht (z.B. eine Markise anbringen usw.) und es den anderen nicht gefällt.

Und man bedenke: was passiert, wenn eine Wohnung an einen neuen Eigentümer geht (beispielsweise, wenn ein Eigentümer pflegebedürftig ins Heim geht und seine Wohnung verkaufen muss)? Da kommen u.U. schnell neue Ideen auf...

Mein Tipp: die Eigentümer sollten sich zusammen zu einem Notar begeben und einstimmig die Teilungserklärung so umformulieren lassen, dass alles passt. Eventuelle bauliche Veränderungen mit aufnehmen. An Sondernutzungsrechte lassen sich meines Wissens auch Kostentragungspflichten in der Teilungserklärung knüpfen. Der Notar berät unparteiisch alle Eigentümer. Das Ganze kostet zwar Geld, am Ende ist aber alles sauber geregelt und man geht nicht die Gefahr ein, später alles kostspielig von einem Gericht regeln lassen zu müssen.

Zum Thema Verwalter: auch da kann ich nur dringend raten, sich einen Profi an Bord zu holen. Firmen beauftragen und das Ergebnis zu beurteilen, saubere Abrechungen erstellen, Kehr- und Schneedienste organisieren usw. damit ist ein blutiger Laie ganz schnell überfordert. Das hat sehr schnell das Potential, dass man sich in diversen Gerichtsverfahren wieder sieht.

Thema Instandhaltungsrückstellungen: wenn die Immobilie schon in die Tage gekommen ist, hat der Käufer hoffentlich sehr gut verhandelt, wenn es keine Rücklagen gibt. Hier sollten schnellstens welche gebildet werden. Denn wenn mal schnell und dringend etwas gemacht werden muss (z.B. Dach undicht) würde das nur über eine Sonderumlage gehen. Was, wenn dann 2 Eigentümer kein Geld auf der hohen Kante haben? Ganz einfach, der Rest müsste erstmal das Geld vorstrecken und am Ende schauen, wie man wieder an die Kohle kommt. Viel Spaß hat man dann, wenn letztendlich nichts mehr zu holen ist...

Nur mal so ein paar Gedanken...

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