Steckdosenanschluss im Waschkeller

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50der
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Steckdosenanschluss im Waschkeller

Beitrag von 50der » 21.12.17, 07:28

Hallo zusammmen,

ich habe vor kurzem eine Eigentumswohnung erworben. Zu jeder Wohnung ist ein einzelnen Waschmaschinenstellpaltz im Waschkeller zugeordnet. Jetzt wollte ich die Waschmaschine anschließen und musste feststellen, dass die Steckdose nicht funktioniert. Hab schon alles überprüft, finde den Fehler aber nicht. Die Hausverwaltung ist nun der Meinung, dass es Sondereigentum ist und ich für den Elektriker aufkommen muss. Ist der Waschkeller nicht Gemeinschaftseigentum? Und muss es nicht von der Gemeinschaft bezahlt werden?

ktown
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Re: Steckdosenanschluss im Waschkeller

Beitrag von ktown » 21.12.17, 07:35

Was steht den in der Teilungserklärung?
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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50der
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Re: Steckdosenanschluss im Waschkeller

Beitrag von 50der » 21.12.17, 07:52

In der Teilungserklärung konnte ich diesbezüglich nichts finden.

ktown
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Re: Steckdosenanschluss im Waschkeller

Beitrag von ktown » 21.12.17, 08:15

Meines Erachtens ist, da der Raum Gemeinschaftseigentum ist, der Wasseranschluss wie auch die Steckdose als Gemeinschaftseigentum zu betrachten. Es können jedoch Sondernutzungsrechte und Kostentragungsvereinbarungen vereinbart werden. Deshalb sollte danach in der Teilungserklärung gesucht werden.
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Altbauer
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Re: Steckdosenanschluss im Waschkeller

Beitrag von Altbauer » 21.12.17, 08:38

Ist die Steckdose, ebenso wie der Stellplatz für die Waschmaschine, ihrer ETW zugeordnet?

Da könnte es nämlich sein, dass die Steckdose über Ihren Wohnungszähler läuft.
Dann ist es allerdings auch Ihre Sache, den Elektriker zu beauftragen und zu bezahlen.

Tipp: prüfen Sie mal Ihren Sicherungskasten, ob da eine Sicherung ausgeschaltet ist!

50der
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Re: Steckdosenanschluss im Waschkeller

Beitrag von 50der » 21.12.17, 10:19

Das Haus ist von 1976 und in der Teilungserklärung steht nichts drin. Der Stellplatz ist der Wohnung zugewiesen und die Steckdose läuft über den Stromzähler meiner Wohnung.

ktown
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Re: Steckdosenanschluss im Waschkeller

Beitrag von ktown » 21.12.17, 10:42

Keine Ahnung ob die Antwort richtig ist, aber hier steht, dass dies zum Gemeinschaftseigentum zählt.
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Tobis F
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Re: Steckdosenanschluss im Waschkeller

Beitrag von Tobis F » 21.12.17, 10:58

ktown hat geschrieben:Keine Ahnung ob die Antwort richtig ist, aber hier steht, dass dies zum Gemeinschaftseigentum zählt.
Meinst Du folgenden Satz: " Soweit dann in der Waschküche montierte und dem gemeinschaftlichen Gebrauch dienende Gegenstände vorhanden sind (Wasserleitungen, Ausgussbecken, etc.) zählen diese aufgrund ihrer Zweckbestimmung ebenfalls zum Gemeinschaftseigentum."?


Bei der zur Diskussion stehenden Steckdose handelt es sich aber nicht um etwas das dem gemeinsamen Gebrauch, wie z.B. ein dort angebrachtes Waschbecken o.ä., dient. Diese Steckdose dient einzig und allein dem Bewohner der Einheit des Fragestellers.
Zudem kann sie zumindest entfernt werden ohne das einem der andere Eigentümer ein Nachteil über § 14 Abs. 1 WEG hinaus entsteht. Auch erwächst keinem anderen Eigentümer ein Nachteil daraus wenn diese Steckdose nicht funktioniert, denn sie ist definitiv nicht zum gemeinschaftlichen Gebrauch vorgesehen.

Ich bin daher der selben Ansicht wie die HV.

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Re: Steckdosenanschluss im Waschkeller

Beitrag von ktown » 21.12.17, 11:42

Muss dafür diese Steckdose nicht abschließbar sein, damit sie einzig nur von einem Eigentümer zu nutzen ist?
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SusanneBerlin
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Re: Steckdosenanschluss im Waschkeller

Beitrag von SusanneBerlin » 21.12.17, 11:46

Den abschließbaren Einsatz kann sich jeder Eigentümer selber besorgen und anbringen.
Grüße, Susanne

Tobis F
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Re: Steckdosenanschluss im Waschkeller

Beitrag von Tobis F » 21.12.17, 11:59

ktown hat geschrieben:Muss dafür diese Steckdose nicht abschließbar sein, damit sie einzig nur von einem Eigentümer zu nutzen ist?
Wer sagt das? Sicherung in der Wohnungraus - Steckdose ist aus.
Wohnung leerstand und kein Stromversorger - Steckdose ist aus.

Und, durch das Nichtfunktionieren dieser Steckdose erwächst keinem anderen Eigentümer ein Nachteil.
Zudem, diese Steckdosen sind an den jeweils eigen Sicherungskasten angeschlossen. D.h. auch das Kabel zwischen beiden ist Sondereigentum - wie also soll das das was an dem einen Ende dieses Kabels ist auf ein mal Gemeinschaftseingentum sein?

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Re: Steckdosenanschluss im Waschkeller

Beitrag von Verpflichteter » 21.12.17, 12:00

Hallo,

interessante Fragenstellung.
Da könnte man ja mal auf
https://www.haufe.de/immobilien/verwalt ... 71170.html
zugreifen.
Bei der "Elektroleitung" handelt es sich um eine Versorgungsleitung.

Ich würde einen Elektriker beauftragen. Vorteilhaft wäre es wenn man dies auf Veranlassung des Verwalters tut und es schriftlich hat.
Der Elektriker stellt fest Strom im Sicherungskasten vorhanden, nicht mehr an der Steckdose weil unterwegs der Hausmeister einen Dübel in der Wand und in der Leitung angebracht hat.
Hat der Elektriker einen Kabelbruch irgendwo in der Wand diagnostiziert und müsste die Gemeinschaftswand aufstremmen wird es schon wieder kompliziert. Da sollte dann das OK des Verwalters vorliegen, dass der Elektriker GE aufstemmen darf.
Wenn der Elektriker feststellt die Leitung ist durch Überlast durchgeschmort sollte es wieder der SE bezahlen.

Dann würde ich das mal mit dem Beirat besprechen. Wenn der sagt, das haben bisher immer die SE bezahlt würde ich mich dem anschließen. Man kann natürlich auch für sich beschließen die WEG mal auf links zu krempeln.

Vom Gefühl her würde ich sagen, ist meine Leitung, meinStrom, die kann ich über die Sicherung ein- und ausschalten, zahl ich auch selbst.

Man könnte das Theme auch bei der nächsten Eigentümerversammlung ansprechen.

MfG
uwe


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Re: Steckdosenanschluss im Waschkeller

Beitrag von Verpflichteter » 21.12.17, 12:18

Man könnt auch daran denken, dass die Rep. von der GE veranlaßt wird die Kosten jedoch der SE tragen muss.

ktown
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Re: Steckdosenanschluss im Waschkeller

Beitrag von ktown » 21.12.17, 12:43

Tobis F hat geschrieben:Zudem, diese Steckdosen sind an den jeweils eigen Sicherungskasten angeschlossen. D.h. auch das Kabel zwischen beiden ist Sondereigentum - wie also soll das das was an dem einen Ende dieses Kabels ist auf ein mal Gemeinschaftseingentum sein?
Die WEG besagt:
An Räumen kann Sondereigentum begründet werden. An wesentlichen Gebäudebestandteilen wie einer Leitung, einem Ventil oder einer Steckdose, kann kein Sondereigentum begründet werden. Ob (wesentliche) Raumteile im Sondereigentum stehen, richtet sich allein nach § 5 Abs. 1 bis Abs. 3 WEG.
Ich bleibe also dabei. Ist nichts geregelt, dann gehört die Leitung wie auch die Steckdose zum Gemeinschaftseigentum, da sie sich in einem Raum befindet der Gemeinschaftseigentum darstellt.
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