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Wegerecht und Widersprüchliche Papiere

Verfasst: 12.03.18, 23:56
von wanderratte
Liebe Gemeinschaft,

Mal angenommen jemand möchte einen Teil seines Hofes in Form einer Wohnung verkaufen. Natürlich muss der aktuelle Besitzer Teilungserklärung und Aufteilungsplan entwerfen bzw. ändern.
Nach vielem Hin und Her gibt der Hofbesitzer nun eine Teilungserklärung ab, die nicht mit dem Aufteilungsplan übereinstimmt.
Z.B. Es wäre im Aufteilungsplan auf einem Teil des Grundstücks ein Wegerecht für alle zukünftigen Eigentümer eingezeichnet. In der Teilungserklärung wäre dies mit keinem Wort erwähnt.

Was hätte Vorrang?
Hat ein Notar auf Unstimmigkeiten hinzuweisen?
Wenn explizit so ein Wegerecht eingezeichnet ist, wie würden sich die nicht extra gemalten weißen Flächen verhalten, die kein Sondereigentum sind? Z.B. Auffahrt etc.?
Aus logischer Sichtbwäre überhaupt kein Wegerecht nötig, da das (unbebaute) Grundstück zu gleichen Teilen Gemeinschaftseigentum werden soll. Hat so ein Eintrag einen Nachteil?
Wie wäre die Rechtslage? Ist eine Übereinstimmung aller Papiere definitiv zu verlangen?

Mit freundlichen aber unwissenden Grüßen
Die Wanderratte

Re: Wegerecht und Widersprüchliche Papiere

Verfasst: 13.03.18, 10:18
von Tobis F
wanderratte hat geschrieben:Mal angenommen jemand möchte einen Teil seines Hofes in Form einer Wohnung verkaufen.
Muss man das verstehen? Wer wohnt denn im Hof, und seit wann ist ein Hof eine Wohnung?

wanderratte hat geschrieben:Aus logischer Sichtbwäre überhaupt kein Wegerecht nötig, da das (unbebaute) Grundstück zu gleichen Teilen Gemeinschaftseigentum werden soll. Hat so ein Eintrag einen Nachteil?
Wenn, wie man vermuten kann, auf dem Grundstück ein Haus mit mehreren Wohnungen gebaut und dieses dann nach WEG aufgeteilt werden soll, ist überhaupt kein Wegerecht nötig, da das Grundstück grundsätzlich Gemeinschaftseigentum darstellt.

Re: Wegerecht und Widersprüchliche Papiere

Verfasst: 13.03.18, 13:50
von wanderratte
Danke für die Antwort!
Muss man das verstehen? Wer wohnt denn im Hof, und seit wann ist ein Hof eine Wohnung?
Wie nennt man es denn? Farm? Resthof? Ehemaliges landwirtschaftliches Wohngebäude? Hier nennen wir es "Hof" bzw auf einem Hof wohnen.

Wenn, wie man vermuten kann, auf dem Grundstück ein Haus mit mehreren Wohnungen gebaut und dieses dann nach WEG aufgeteilt werden soll, ist überhaupt kein Wegerecht nötig, da das Grundstück grundsätzlich Gemeinschaftseigentum darstellt.
Das Gebäude ist schon vorhanden und die familiären Wohneinheiten werden jetzt rechtssicher und verkaufbar aufgeteilt. Ich war auch der Meinung, dass man kein extra Wegerecht benötigen würde, vor allem, da die Wohnungen neben- und übereinander liegen würden. Wenn nun aber trotzdem ein Wegerecht eingemalt werden würde (um ganz ganz sicher zu gehen warum auch immer).. hätte das Auswirkungen auf die Bereiche, die NICHT explizit markiert wurden? Und was, wenn es sich nicht mit der Teilungserklärung deckt (wo kein Wegerecht erwähnt wird)? Ich dachte Beides MUSS übereinstimmen. Wäre es ein Nachteil für den Käufer?