Alte, wahrscheinlich herrenlose Fahrräder auf dem Grundstück

Moderator: FDR-Team

Antworten
subbselchen
Topicstarter
FDR-Mitglied
Beiträge: 26
Registriert: 22.08.07, 07:22

Alte, wahrscheinlich herrenlose Fahrräder auf dem Grundstück

Beitrag von subbselchen » 08.04.18, 17:53

Die Fahrräder sollen entfernt werden. Wie verhindert man eine eventuelle Schadensersatzplicht?

Mehrere Häuser haben ein Zwischengrundstück, an dem jeder Hauseigentümer Miteigentum hat. Dort steht u. a. ein Müllhaus aus Holz, das schon lange nicht mehr genutzt wird. Die Miteigentümer beschlossen es abreißen zu lassen. Seit dort keine Mülltonnen mehr stehen, wurden Fahrräder darin abgestellt. Ein schleichender Vorgang, dem leider nicht entgegnet wurde.

Die Häuser sind teilweise vermietet. Bei fast allen Fahrrädern kann der Eigentümer nicht mehr ausfindig gemacht werden. Ob ehemalige Mieter/Hauseigentümer Räder stehen lassen haben, ob fremde Räder wegen der U-Bahn-Stationsnähe da stehen, kann nicht herausgefunden werden.

Es erfolgte ein Aushang, er wurde auch in alle Briefkästen der Häuser geworfen, in dem gebeten wurde, seine Fahrräder am Tag des Müllhausabrisses zu entfernen. Zwei von ca. 30 Rädern wurden entfernt. Das Müllhaus abgerissen. Die Räder dann wieder auf den Platz gestellt. Sie sollen aber weg, denn viele sind schon stärker verrostet, haben Platten, zertretene Reifen, etc.

Wenn jeder Hauseigentümer unterschreibt, dass ihm keines der Räder, die dort stehen, gehört, sich auch von seinem Vermietern die Unterschrift geben lässt, bzw. wenn einem ein Rad gehört, die Unterschrift, dass es dann entsprechend dem Mitgliederbeschluss bis zum xy (Datum) entfernt wird und danach die noch auf dem Müllhausplatz stehenden Räder entsorgt werden, sind die Miteigentümer dann hinsichtlich einer Haftung aus dem Schneider?

Es soll vermieden werden, dass jemand behauptet, sein Rad wäre entsorgt worden und dann dafür entschädigt werden will. Wie kann man das erreichen?

Ich weiß nicht, ob das nun in Immobilienrecht passt, vielleicht auch Zivilrecht, aber dafür finde ich kein Forum.

SusanneBerlin
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 15834
Registriert: 05.11.12, 13:35

Re: Alte, wahrscheinlich herrenlose Fahrräder auf dem Grunds

Beitrag von SusanneBerlin » 08.04.18, 18:01

Die Fahrräder sollen entfernt werden. Wie verhindert man eine eventuelle Schadensersatzplicht?
Man hängt einen Aushang in den Hausflur, dass die Fahrräder in 4 Wochen entfernt werden.

Nach Ablauf der Frist bringt die Fahrräder zum städtischen Fundbüro. Sollte sich später ein Eigentümer melden, verweist man ihn ans Fundbüro.
Grüße, Susanne

subbselchen
Topicstarter
FDR-Mitglied
Beiträge: 26
Registriert: 22.08.07, 07:22

Re: Alte, wahrscheinlich herrenlose Fahrräder auf dem Grunds

Beitrag von subbselchen » 08.04.18, 18:18

Danke für den Hinweis.

Kann das auf einem Privatgrundstück als Fund gelten? Vor allem, nimmt ein Fundbüro so viele Fahrräder als Fund an, wenn darunter auch alte, offensichtlich defekte Fahrräder sind, bei denen eine Reparatur nicht mehr möglich ist?

Beim Fundbüro werden doch die Fundstücke nach einiger Zeit versteigert. Wenn sich danach ein Eigentümer meldet, wie sieht es dann aus? Kann er dann beim "Finder" in dem Fall doch noch Schadensersatz verlangen.

SusanneBerlin
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 15834
Registriert: 05.11.12, 13:35

Re: Alte, wahrscheinlich herrenlose Fahrräder auf dem Grunds

Beitrag von SusanneBerlin » 08.04.18, 18:37

Kann das auf einem Privatgrundstück als Fund gelten?
Ja man kann auch auf einem Privatgrundstück herrenlose Gegenstände finden.
Vor allem, nimmt ein Fundbüro so viele Fahrräder als Fund an, wenn darunter auch alte, offensichtlich defekte Fahrräder sind, bei denen eine Reparatur nicht mehr möglich ist?
Fragen Sie nicht mich, fragen Sie das Fundbüro.
Beim Fundbüro werden doch die Fundstücke nach einiger Zeit versteigert. Wenn sich danach ein Eigentümer meldet, wie sieht es dann aus? Kann er dann beim "Finder" in dem Fall doch noch Schadensersatz verlangen.
Nein.
Grüße, Susanne

Antworten