Frage zu Eintragung einer Vormerkung bei Grundstücksübergabe

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woazn-king
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Frage zu Eintragung einer Vormerkung bei Grundstücksübergabe

Beitrag von woazn-king » 21.04.18, 12:31

Liebes Forum,

ich habe eine allgemeine Frage: welche rechtliche Bedeutung / Folge hat es, wenn in einem Vertrag für ein Grundstück die Eintragung einer Vormerkung zur Sicherung des Übereignungsanspruchs des Erwerbers bewilligt, zunächst aber auf Wunsch der Beteiligten nicht beantragt wird?

CruNCC
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Re: Frage zu Eintragung einer Vormerkung bei Grundstücksüber

Beitrag von CruNCC » 21.04.18, 14:30

ich habe eine allgemeine Frage: welche rechtliche Bedeutung / Folge hat es, wenn in einem Vertrag für ein Grundstück die Eintragung einer Vormerkung zur Sicherung des Übereignungsanspruchs des Erwerbers bewilligt, zunächst aber auf Wunsch der Beteiligten nicht beantragt wird?
Der Käufer hat keinen "Schutz", da keine Eintragung (Auflassungsvormerkung) im Grundbuch erfolgt. Der Verkäufer könnte einen weiteren Kaufvertrag schließen. Weiter gibt es Probleme, wenn der Vertragsgegenstand nach Beurkundung des Vertrages noch seitens des Verkäufers belastet wird (Grundschuld, (Zwangs)Hypothek.

Der Notar wird i.d.R. die Eintragung der Vormerkung befürworten und im Vertrag eine entsprechende Belehrung aufnehmen, falls dies wegen der Kosten nicht gewünscht wird. Klar passiert in den meisten Fällen nichts und der Vertrag wird ganz normal abgewickelt - aber wenn eben der Fall der Fälle eintritt, hat man ein Problem.

woazn-king
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Re: Frage zu Eintragung einer Vormerkung bei Grundstücksüber

Beitrag von woazn-king » 21.04.18, 18:50

Danke für die Info. D.h. also, dass die Eintragung der Vormerkung mit Kosten verbunden ist und manche aus diesem Grund darauf verzichten?

webmaster76
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Re: Frage zu Eintragung einer Vormerkung bei Grundstücksüber

Beitrag von webmaster76 » 23.04.18, 07:53

Soweit ich weiß kostet die Auflassungsvormerkung 0,15% des Immobilienkaufpreises. Der Kaufvertrag wird beim Notar beurkundet, danach erfolgt die Auflassungsvormerkung und erst dann wird i.d.R. der Käufer aufgefordert, den Kaufpreis zu zahlen. Erst mit der Auflassungsvormerkung hat er die Sicherheit, nach Kaufpreiszahlung am Ende die Umschreibung zu erhalten.

Würde der Käufer wegen der damit verbundenen Kosten darauf verzichten, könnte zwischen Kaufpreiszahlung und endgültiger Umschreibung noch etwas passieren, z.B. es kommt zu einer Pfändung, der Verkäufer schließt einen zweiten Kaufvertrag usw. Man sollte unbedingt beachten, dass zwischen Beurkundung und endgültiger Umschreibung Monate vergehen können!

woazn-king
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Re: Frage zu Eintragung einer Vormerkung bei Grundstücksüber

Beitrag von woazn-king » 23.04.18, 17:22

Danke.

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