Frage zu Baukindergeld und "einzige Immobilie"

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Supermami
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Frage zu Baukindergeld und "einzige Immobilie"

Beitrag von Supermami » 06.11.18, 08:20

Hallo.

Auf welchen Zeitpunkt wird abgestellt, wenn man sein erstes eigenes Haus kauft und den Antrag auf Baukindergeld stellt?

Einerseits natürlich der aktuelle Zeitpunkt und die Istsituation.
Da das Baukindergeld allerdings über 10 Jahre ausgezahlt wird, was passiert mit der laufenden Auszahlung, wenn man anschließend z.B. noch ein Mehrfamilienhaus mit 5 Wohnungen kauft und diese vermietet oder wenn man noch ein 2. Einfamilienhaus kauft?
Bekommt man ab diesem Zeitpunkt das Baukindergeld für das 1. Haus nicht mehr oder muss es womöglich zurückzahlen?
Angemeldet bleibt man jedoch immer im 1. eigenen Haus.

Solche Antworten finde ich leider nicht, wer kann helfen?

Vielen Dank vorab

ktown
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Re: Frage zu Baukindergeld und "einzige Immobilie"

Beitrag von ktown » 06.11.18, 08:34

Eigentlich steht es doch eindeutig auf der Internetseite der KfW
Ihr neues Zuhause ist zum Stichtag Ihre einzige Wohn­immobilie.
und
Der Anspruch auf die Zahlung von Zuschussraten endet zu dem Zeitpunkt, an dem die Selbstnutzung des Wohneigentums aufgegeben wurde.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
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Re: Frage zu Baukindergeld und "einzige Immobilie"

Beitrag von Supermami » 06.11.18, 12:15

ktown hat geschrieben:Eigentlich steht es doch eindeutig auf der Internetseite der KfW
Ihr neues Zuhause ist zum Stichtag Ihre einzige Wohn­immobilie.
und
Der Anspruch auf die Zahlung von Zuschussraten endet zu dem Zeitpunkt, an dem die Selbstnutzung des Wohneigentums aufgegeben wurde.

Dieser Gesetzestext ist mir bekannt, vielen Dank aber welchen Spielraum hat der Staat nachträglich, wenn er hinterher feststellt, dass dadurch auch "reichere" Leute gefördert werden?

Geht es um die Selbstnutzung des einen, ersten Wohneigentums oder allgemein um die Selbstnutzung von Eigentum (hier ein zukünftiges Zweites was vermietet werden soll, ohne das das erste selbstgenutzte Wohneigentum in dessen Selbstnutzung aufgegeben wird?)

Also muss man seinen Grundbuchauszug öfters mal in den 10 Jahren vorlegen oder nur einmal zum Stichtag?

Ein/Zwei Eigentumsgärten mit Gartenhaus drauf sind ja sicherlich nicht förderschädlich wenn man das vorher schon hat?!

ktown
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Re: Frage zu Baukindergeld und "einzige Immobilie"

Beitrag von ktown » 06.11.18, 12:28

Supermami hat geschrieben:Dieser Gesetzestext ist mir bekannt, vielen Dank aber welchen Spielraum hat der Staat nachträglich, wenn er hinterher feststellt, dass dadurch auch "reichere" Leute gefördert werden?
Reichere Leute werden diesen Aspekt nicht erfüllen können.
Ihr Haushaltseinkommen beträgt maximal 90.000 Euro pro Jahr bei einem Kind plus 15.000 Euro für jedes weitere Kind.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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Re: Frage zu Baukindergeld und "einzige Immobilie"

Beitrag von Supermami » 06.11.18, 12:43

ktown hat geschrieben:
Supermami hat geschrieben:Dieser Gesetzestext ist mir bekannt, vielen Dank aber welchen Spielraum hat der Staat nachträglich, wenn er hinterher feststellt, dass dadurch auch "reichere" Leute gefördert werden?
Reichere Leute werden diesen Aspekt nicht erfüllen können.
Ihr Haushaltseinkommen beträgt maximal 90.000 Euro pro Jahr bei einem Kind plus 15.000 Euro für jedes weitere Kind.

Naja reichere Leute sind für mich schon welche, die 4000 Euro brutto im Monat verdienen :)
Das der Partner dann ähnlich gut verdient und noch Kinder vorhanden sind, die supportet werden müssen (zeitmäßig), kommt nicht soooo oft vor. Meines Erachtens. Von daher ist die Grenze mit 90.000 + Kinderfreibetrag schon mega hoch. Der Staat hätte nicht so mit Geld umsich werfen müssen. 60.000 + Kinderfreibetrag hätten da auch gereicht und genau die Richtigen getroffen.

ktown
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Re: Frage zu Baukindergeld und "einzige Immobilie"

Beitrag von ktown » 06.11.18, 12:53

Das mag im einzelnen vielleicht so wirken, ist aber ja keine rechtliche sondern eher eine politische Frage und gründet doch letztlich darauf, was die einzelnen Parteien mit diesem Gesetz erreichen wollten.
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