Mietkauf, Höhe der Miete

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Sascha_1975
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Mietkauf, Höhe der Miete

Beitrag von Sascha_1975 » 12.11.18, 07:24

Hallo,

gibt es eigentlich eine gesetzliche Vorgaben, in wie weit die in der Mietzeit gezahlte Miete auf den Kaufpreis angerechnet werden kann?

Folgder fiktiver Fall:

Käufer eines Hauses haben das Objekt vermietet.
Das Objekt ist zum Teil sanierungsbedürftig, daher stressen die Mieter etwas herum.
Die Eigentümer wollen die Immobilie nun nach fast 2 Jahren verkaufen, da der Stress mit den Mietern und auch die noch anfallenden Kosten für Instandsetzung unwirtschaftlich sind.

Die Mieter selbst haben Interesse an dem Haus, bekommen aber derzeit keine Finanzierung gestemmt, das funktioniert erst in knapp 5 Jahren.

Die Mieter würden aber ggf. vom Mietkaufmodell Gebrauch machen

Derzeit beträgt die Miete noch 850 Eur.
Wäre es denkbar, dass z.B. 800 Eur der Miete in den Kaufpreis in 5 Jahren eingerechnet werden und die eigentliche Miete nur 50 Eur beträgt. Der Mieter würde sich vertraglich dazu verpflichten, alle weiteren Kosten selbst zu tragen.

Oder muss man als Vermieter eine Mindestmiete nehmen?

Danke!

ExDevil67
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Re: Mietkauf, Höhe der Miete

Beitrag von ExDevil67 » 12.11.18, 07:58

Also das ein Vermieter eine Mindestmiete nehmen muss, wäre mir neu. Einzige "Grenze" die mir bekannt ist, wären die 2/3 der ortsüblichen Miete. Liegt man drunter erkennt das Finanzamt afaik nicht mehr alle Steuervorteile an.

Ansonsten ab zum Notar und sich beraten lassen. Mietkauf dürfte für alle Beteiligten nicht ohne Risiko sein. Was wenn die Käufer in 5 Jahren immer noch keine Finanzierung hinbekommen (Steigende Zinsen???), sich in 3 Jahren trennen oder einer überraschend nächstes Jahr verstirbt. Was heute ist muss ja nicht zwingend so bleiben.

SusanneBerlin
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Re: Mietkauf, Höhe der Miete

Beitrag von SusanneBerlin » 12.11.18, 08:52

Sascha_1975 hat geschrieben:gibt es eigentlich eine gesetzliche Vorgaben, in wie weit die in der Mietzeit gezahlte Miete auf den Kaufpreis angerechnet werden kann?
Da der Kauf einer Immobilie notariell beurkundet werden muss, wäre das Anrechnen von monatlichen Zahlungen auf den Kaufpreis auch nur dann wirksam vereinbart, wenn man diese Vereinbarung notariell beurkunden lässt.

Deshalb:
ExDevil67 hat geschrieben: ab zum Notar und sich beraten lassen.
Oder muss man als Vermieter eine Mindestmiete nehmen?
Muss man nicht, es könnte aber steuerliche Auswirkung haben beim Vermieter (unterstellte Liebhaberei). Also ab zum Steuerberater und sich beraten lassen.
Grüße, Susanne

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