Gemeinschaftliches Haus Teilen/Ausbezahlen

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eltonderhund
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Gemeinschaftliches Haus Teilen/Ausbezahlen

Beitrag von eltonderhund » 19.11.18, 17:29

Hallo. Eine Bekannte besitzt mit ihren damaligen Lebensgefährten ein Haus. Jetzt möchte Sie das ihr Ex sie ausbezahlt dafür bekommt er ihr Anteil an dem Haus. Meine Bekannte hat auch einen Rechtsanwalt eingeschaltet aber auf Seiten des Ex tut sich Garnichts er spielt einfach nur auf Zeit. Außer den Rechtsanwalt zu wechseln welche Möglichkeiten bleiben meiner Bekannten? In Betracht gezogen wurde schon eine Teilungsversteigerung! Welche Möglichkeiten hätte meine Bekannte ihrem Ex ohne Anwalt die Pistole auf die Brust zu setzen?


Tipps und Anregungen wären super............

khmlev
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Re: Gemeinschaftliches Haus Teilen/Ausbezahlen

Beitrag von khmlev » 19.11.18, 18:36

Was soll der Wechsel des Anwaltes bringen?
eltonderhund hat geschrieben:In Betracht gezogen wurde schon eine Teilungsversteigerung!
Warum nur in Betracht gezogen?
Wenn der Ex nicht will, dann bleibt nur die Teilungsversteigerung.
Gruß
khmlev
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eltonderhund
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Re: Gemeinschaftliches Haus Teilen/Ausbezahlen

Beitrag von eltonderhund » 19.11.18, 18:42

Der Wechsel des Anwalts könnte dem Anwalt der Gegenseite zeigen das es jetzt ernst gemeint ist. Die Bekannte möchte aber nicht das der Ex sein Haus verliert da noch seine alte Mutter darin wohnt.

SusanneBerlin
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Re: Gemeinschaftliches Haus Teilen/Ausbezahlen

Beitrag von SusanneBerlin » 19.11.18, 19:31

eltonderhund hat geschrieben:Seiten des Ex tut sich Garnichts er spielt einfach nur auf Zeit.
Das ist sein gutes Recht, man ist nicht verpflichtet auf Anwaltsbriefe zu antworten.
eltonderhund hat geschrieben:Der Wechsel des Anwalts könnte dem Anwalt der Gegenseite zeigen das es jetzt ernst gemeint ist. Die Bekannte möchte aber nicht das der Ex sein Haus verliert da noch seine alte Mutter darin wohnt.
Die alte Mutter ist doch das Problem des Ex. Wenn er das Haus nicht verlieren möchte, wird er sich schon kümmern. Man könnte auch noch die paar Jahre warten, bis die Mutter verstorben ist oder ins Altersheim geht. Ein leeres Haus lässt sich viel besser verkaufen, das ist möglicherweise auch die Begründung, wieso der Ex auf Zeit spielt.
Grüße, Susanne

eltonderhund
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Re: Gemeinschaftliches Haus Teilen/Ausbezahlen

Beitrag von eltonderhund » 19.11.18, 19:37

Das könnte natürlich der Grund sein. Meine Bekannte möchte aber gerne Ausbezahlt werden und möchte auch nichts mehr mit allem zu tun haben. Kann man da nicht Gerichtlich das Geld einklagen ohne das man in die Teilungsversteigerung geht?

FM
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Re: Gemeinschaftliches Haus Teilen/Ausbezahlen

Beitrag von FM » 19.11.18, 19:39

eltonderhund hat geschrieben:Die Bekannte möchte aber nicht das der Ex sein Haus verliert da noch seine alte Mutter darin wohnt.
Aber trotzdem will sie es versteigern lassen?

Nicht jeder kann mal so einfach den Gegenwert eines halben Hausanteils auszahlen. Wobei das Versteigern für den Miteigentümer vielleicht gar nicht die dümmste Lösung ist, denn da bekommt er den Anteil vielleicht weit unter Wert. Insbesondere wenn das Haus teilweise vermietet ist.
Kann man da nicht Gerichtlich das Geld einklagen ohne das man in die Teilungsversteigerung geht?
Nur wenn man den Miteigentumsanteil an ihn verkauft hat, was aber offenbar nicht der Fall war. Ein Anspruch auf Mietzahlung könnte aber zutreffen.

eltonderhund
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Re: Gemeinschaftliches Haus Teilen/Ausbezahlen

Beitrag von eltonderhund » 19.11.18, 19:54

Sie will das Haus nicht versteigern lassen eben nur wegen der alten Dame die bei ihrem Sohn wohnt.
Tja das ist alles nicht so einfach. Ich glaube meine Bekannte sollte sich noch etwas in Geduld üben Event.
passiert noch ein kleines Wunder und lässt meine Bekannte nicht mehr zu lange warten.

Danke an alle die und hier gute Ratschläge gegeben haben.

SusanneBerlin
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Re: Gemeinschaftliches Haus Teilen/Ausbezahlen

Beitrag von SusanneBerlin » 19.11.18, 20:41

Wieso kauft Ihre Bekannte das Haus nicht selbst? Dann hat sie es in der Hand, die Mutter des Ex solange drin wohnen zu lassen, wie die Mutter möchte.
Grüße, Susanne

webmaster76
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Re: Gemeinschaftliches Haus Teilen/Ausbezahlen

Beitrag von webmaster76 » 21.11.18, 07:13

Nur weil der Anwalt gewechselt wird, wird sich der Druck auf den Ex nicht erhöhen. Das Anwaltshonorar wird sich jedoch sicher verdoppeln...

Die Verzögerungstaktik könnte auch darin begründet sein, dass der Ex nicht über die finanziellen Mittel verfügt (auch nicht über Kredit), die Lebensgefährtin auszubezahlen.

Was könnte man nun tun? Aus meiner Sicht hat die Bekannte Anspruch auf die Hälfte (wenn 1/2 im Grundbuch) einer üblichen Miete. Diese sollte sie auf jeden Fall erst einmal verlangen. Dies könnte den Ex evtl. dazu bewegen nachzurechnen, ob ein Kredit zur Ausbezahlung der Bekannten am Ende nicht günstiger kommt (Bonität vorausgesetzt).

Ansonsten bleibt wohl nur die Teilungsversteigerung. Da wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit aber nur Verlierer geben. Denn erstens gehen Immobilien über Versteigerungen oft unter Wert über den Ladentisch (vor allem, wenn noch bewohnt) und zweitens müssten am Ende der Ex und seine Mutter das Haus räumen.

Der Anwalt der Bekannten könnte - wenn der Ex auf gar nichts eingehen will - die Teilungsversteigerung bei Gericht beantragen in der Hoffnung, dass dies den Ex doch noch zu einer Einigung bewegt. Dieser Bluff kann aber schnell nach hinten losgehen, wenn die Bekannte dies am Ende nicht durchziehen möchte...

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Re: Gemeinschaftliches Haus Teilen/Ausbezahlen

Beitrag von winterspaziergang » 21.11.18, 08:04

eltonderhund hat geschrieben: Jetzt möchte Sie das ihr Ex sie ausbezahlt dafür bekommt er ihr Anteil an dem Haus.

Tipps und Anregungen wären super............
wie bereits gefragt: Könnte der Ex das finanziell?
eltonderhund hat geschrieben:Sie will das Haus nicht versteigern lassen eben nur wegen der alten Dame die bei ihrem Sohn wohnt.
Tja das ist alles nicht so einfach. Ich glaube meine Bekannte sollte sich noch etwas in Geduld üben Event.
passiert noch ein kleines Wunder und lässt meine Bekannte nicht mehr zu lange warten.
klingt makaber

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Re: Gemeinschaftliches Haus Teilen/Ausbezahlen

Beitrag von ktown » 21.11.18, 08:14

Ein klassischer Fall von: Wasch mich aber mach mich nicht nass. :lachen:
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

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Re: Gemeinschaftliches Haus Teilen/Ausbezahlen

Beitrag von eltonderhund » 05.05.19, 11:31

Hallo. Es ist zwar eine Zeitlang jetzt her wo ich für eine Bekannte einmal Nachgefragt habe wie das mit einer Teilungsversteigerung aussieht! Nun habe ich erfahren das eine Teilungsversteigerung nicht in Frage kommt da auf dem Haus noch eine Grundschuld liegt und das Gericht einer TV nicht zustimmt. Der Ex von meiner Bekannten hat ihr vor einigen Monaten ein Vergleichsangebot Außergerichtlich gemacht was meine Bekannte nicht angenommen hat. Heute möchte Sie das Angebot nun doch annehmen ist das nach einem halben Jahr noch Möglich und kann der Ex sein Angebot zurück ziehen?

L.G Peter

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Re: Gemeinschaftliches Haus Teilen/Ausbezahlen

Beitrag von ktown » 05.05.19, 11:47

Das hängt von den Vertragsparteien ab.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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Re: Gemeinschaftliches Haus Teilen/Ausbezahlen

Beitrag von eltonderhund » 05.05.19, 11:52

Danke für deine Antwort. Es ist also so das der Ex sein Vergleichsangebot zurückziehen kann obwohl meine Bekannte das Angebot annehmen möchte?

SusanneBerlin
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Re: Gemeinschaftliches Haus Teilen/Ausbezahlen

Beitrag von SusanneBerlin » 05.05.19, 11:57

Der Ex von meiner Bekannten hat ihr vor einigen Monaten ein Vergleichsangebot Außergerichtlich gemacht was meine Bekannte nicht angenommen hat. Heute möchte Sie das Angebot nun doch annehmen ist das nach einem halben Jahr noch Möglich und kann der Ex sein Angebot zurück ziehen?
Bei Immobilienangelegenheiten ist alles mündliche/schriftliche unverbindlich. Es zählen nur gerichtliche Entscheidungen oder von einem Notar beurkundete Erklärungen/Verträge.

Sie kann also jederzeit sagen, dass sie das Angebot jetzt annehmen würde und er kann jederzeit sagen, dass das Angebot noch gilt oder nicht mehr gilt.

Wenn man sich einig wird, geht man zum Notar.

Wenn man sich nicht einig wird, ist alles wie am Anfang.
Grüße, Susanne

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