Fehlerhafte Brandschutztür

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Bernado
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Fehlerhafte Brandschutztür

Beitrag von Bernado » 15.12.18, 18:59

Nun hat ein Eigentümer einer Wohn-Gewerbeimmobilie seine Wohnung zu einem Laden umfunktioniert mit separater Außentür.
Die ehemalige Wohnungstür zum Treppenhaus mußte lt. Bauaufsichtsbehörde durch eine Brandschutztür (T30 RS) ersetzt werden.
Dies tat er, allerdings ohne die alte Holzschwelle und Holzzarge im Treppenhaus zu entfernen.
Da die Brandschutztür zu kurz bemessen ist, wird noch ein ca. 4 cm starkes Brett auf die Holzschwelle gesetzt, um den offenen
Spalt abzudecken.
Dies kann doch wohl nicht die Funktion einer Brandschutztür erfüllen und wie kann ich mich als betroffener Miteigentümer dagegen
wehren?
Die Bauaufsichtsbehörde darauf angesprochen und mit Fotos belegt, teilt nach 5 Monaten mit, die Bestätigung über den ordnungs-
gemäßen Einbau liegt nun vor und damit sei der Vorgang abgeschlossen.

Danke für die Mitteilungen.

Dieter_Meisenkaiser
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Re: Fehlerhafte Brandschutztür

Beitrag von Dieter_Meisenkaiser » 15.12.18, 19:56

Das mit der Tür hat Ihnen ja offensichtlich von Anfang an nicht so zugesagt:

viewtopic.php?f=10&t=278241

Verpflichteter
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Re: Fehlerhafte Brandschutztür

Beitrag von Verpflichteter » 16.12.18, 10:29

Hallo,

es bestehen also Zweifel an der Fachkompetenz eines Mitarbeites der Bauaufsichtsbehörde.

Da würde ich mich schlauer machen bevor ich mich blamiere.
Dazu könnte man mal mit den entsprechenden Türen-Herstellern telefonieren.
Wenn deren Auskünft mich bestätigen würde ich noch mal mit der Behörde sprechen.

Wenn immer noch Zweifel bestehen würde ich mich an die Behördenleitung wenden.

http://www.habefa.de/shop/suche/T30-1_H ... gKVJfD_BwE

Eine Holzzarge ist also bei solchen Türen nichts außergewöhnliches.

Auch eine erhöhte Holzschwelle würde ich nicht als Ausschlusskriterium sehen.

Die Fachleute sitzen aber in den Behörden oder bei den Herstellern.

Feuerwehr wäre als Quelle auch noch andenkbar.

MfG
uwe

karli
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Re: Fehlerhafte Brandschutztür

Beitrag von karli » 16.12.18, 13:14

Wikipedia hat geschrieben:Die Zahl hinter dem T gibt die Dauer in Minuten an, für welche Dauer der Feuerschutzabschluss den Durchtritt des Feuers (nicht des Rauches) verhindern und sich dann noch öffnen lassen muss.
und
Wikipedia hat geschrieben:Brandschutztüren (ebenso Rauchschutztüren) bilden eine Einheit aus Türzarge, Türblatt und den für die Funktion erforderlichen Beschlägen.
und
Wikipedia hat geschrieben:Brand- und Rauchschutztüren verschiedener Klassen gibt es sowohl aus Stahl, Aluminium und Holz, als auch als Mischkonstruktionen dieser Materialien.
Ausserdem ist es durchaus möglich Holz durch Beschichtungen oder Imprägnierungen schwer entflammbar zu machen.

Das passt schon! :wink:
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ktown
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Re: Fehlerhafte Brandschutztür

Beitrag von ktown » 16.12.18, 13:40

Zwei Dinge sind wichtig:
1. Die Tür (inkl. Türzarge) muss eine Zulassung haben. Dies muss, gemäß Punkt 2.2.2 der allgemein bauaufsichtlichen Zulassung mit einem Stahlblechschild dauerhaft bandseitig am Türblatt (Laibungsinnenseite) erkennbar sein.
2. Der Handwerksbetrieb muss mittels einer Übereinstimmungserklärung, festhalten, dass er diese Tür gemäß den Herstellerangaben bzw. der Zulassung eingebaut hat.


Beides sollte durch die WEG prüfbar sein bzw. vorliegen.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

Bernado
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Re: Fehlerhafte Brandschutztür

Beitrag von Bernado » 16.12.18, 19:36

Alle, die mir geholfen haben, meinen herzlichen Dank.

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