Schornsteinfeger

Moderator: FDR-Team

Linda Walter
Topicstarter
FDR-Mitglied
Beiträge: 54
Registriert: 14.09.15, 10:17

Re: Schornsteinfeger

Beitrag von Linda Walter » 24.01.19, 17:29

In der Teilungserklärung steht " die Heizung" . Zu der Zeit gab es vielleicht noch keine Gasthermen. :D

Hanomag
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 2278
Registriert: 18.07.08, 10:43

Re: Schornsteinfeger

Beitrag von Hanomag » 24.01.19, 17:39

Linda Walter hat geschrieben:In der Teilungserklärung steht " die Heizung" . Zu der Zeit gab es vielleicht noch keine Gasthermen. :D
Ich meine, dass es die es schon sehr lange gibt. Wobei man heute hauptsächlich Brennwertthermen einbaut, die aber nicht gemeinsam mit einer Heiztherme an einem Schornstein hängen darf. Du wirst aber wohl wissen, was das jetzt für Heizungen sind und ob sie an einem gemeinsamen Schornstein hängen?

windalf
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 14939
Registriert: 27.01.05, 02:00
Wohnort: Internet

Re: Schornsteinfeger

Beitrag von windalf » 24.01.19, 18:00

die aber nicht gemeinsam mit einer Heiztherme an einem Schornstein hängen darf.
Imho dürfen die an einem Schornstein hängen. Nur nicht an einem Zug und der Schornstein darf nicht anderweitig als für Abluftrohre von Brennwertthermen verwendet werden...
...fleißig wie zwei Weißbrote
0x2B | ~0x2B
Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

Hanomag
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 2278
Registriert: 18.07.08, 10:43

Re: Schornsteinfeger

Beitrag von Hanomag » 24.01.19, 18:42

windalf hat geschrieben:
die aber nicht gemeinsam mit einer Heiztherme an einem Schornstein hängen darf.
Imho dürfen die an einem Schornstein hängen. Nur nicht an einem Zug und der Schornstein darf nicht anderweitig als für Abluftrohre von Brennwertthermen verwendet werden...
Für mich besteht ein Schornstein aus dem Schacht und einem Zug. Darüber hinaus zerfe ich bereits seit Monaten mit dem Bezirksschornsteinfeger herum, weil er nicht einmal den Austausch einer alten Brennwerttherme durch eine neue des selben Herstellers genehmigen will. Das Kamin steht im Treppenhaus und besteht aus einem gemauerten Schacht mit hineingemauerten Schamott-Rohr. An diesem Schamott-Rohr sind bisher alle 6 Brennwertthermen angeschlossen. Sie stoßen das Abgas in das Rohr und ziehen raumunabhängig Frischluft aus dem Schacht. Laut Hersteller ist das möglich, laut Kaminfeger nicht.

windalf
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 14939
Registriert: 27.01.05, 02:00
Wohnort: Internet

Re: Schornsteinfeger

Beitrag von windalf » 24.01.19, 19:02

Für mich besteht ein Schornstein aus dem Schacht und einem Zug.
Was aber keine Allgemeingültigkeit hat und damit falsch ist.
Laut Hersteller ist das möglich, laut Kaminfeger nicht.
technisch möglich muss ja nicht erlaubt heißen...
...fleißig wie zwei Weißbrote
0x2B | ~0x2B
Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

ktown
FDR-Moderator
Beiträge: 21784
Registriert: 31.01.05, 08:14
Wohnort: Auf diesem Planeten

Re: Schornsteinfeger

Beitrag von ktown » 24.01.19, 19:18

Hanomag hat geschrieben:Außerdem muss, wenn in der Teilungserklärung die einzelnen Thermen nicht als Gemeinschaftseigentum festgeschrieben sind
Warum lesen sie nicht vorher alle Beiträge?
Linda Walter hat geschrieben:In der Teilungserklärung steht , dass auch die Heizungsanlagen Gemeinschaftseigentum sind.
Hanomag hat geschrieben:Sie stoßen das Abgas in das Rohr und ziehen raumunabhängig Frischluft aus dem Schacht.
Aus dem Abluftschacht sicherlich nicht. Die alten Abzüge sind für die heutige Technik eh zu groß, daher kann man leicht aus einem einzügigen Kamin durch Einbau eine konzentrischen LAF eine raumluftunabhängige Gasbrennwerttherme installiert werden.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

Hanomag
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 2278
Registriert: 18.07.08, 10:43

Re: Schornsteinfeger

Beitrag von Hanomag » 24.01.19, 21:54

ktown hat geschrieben:
Hanomag hat geschrieben:Außerdem muss, wenn in der Teilungserklärung die einzelnen Thermen nicht als Gemeinschaftseigentum festgeschrieben sind
Warum lesen sie nicht vorher alle Beiträge?
Linda Walter hat geschrieben:In der Teilungserklärung steht , dass auch die Heizungsanlagen Gemeinschaftseigentum sind.
Ich habe des Passus von Linda Walter gelesen, aber die Antwort von Etienne77 kommentiert:
Diese Schau erfolgt in Bezug auf das komplette Gebäude einschließlich sämtlicher dort vorhandener Feuerstätten und Abgaswege,
Dabei wollte ich zum Ausdruck bringen, dass für Heizungen im Sondereigentum separate Feuerstättenbescheide erstellt werden müssen. Demzufolge kann jeder Eigentümer notfalls auf einen eigenen Termin bestehen.
ktown hat geschrieben:
Hanomag hat geschrieben:Sie stoßen das Abgas in das Rohr und ziehen raumunabhängig Frischluft aus dem Schacht.
Aus dem Abluftschacht sicherlich nicht.
Ich habe klar geschrieben, dass das Abgas in das Rohr geht und die Frischluft aus dem Schacht gezogen wird.
ktown hat geschrieben:Die alten Abzüge sind für die heutige Technik eh zu groß, daher kann man leicht aus einem einzügigen Kamin durch Einbau eine konzentrischen LAF eine raumluftunabhängige Gasbrennwerttherme installiert werden.
Auch hier - wird wie ich geschrieben habe - die Abluft in das Rohr (eingebaute konzentrische LAF) gestoßen und die Frischluft aus dem Schacht gezogen.

Etienne777
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 1528
Registriert: 03.03.18, 22:34

Re: Schornsteinfeger

Beitrag von Etienne777 » 24.01.19, 23:46

Hanomag hat geschrieben:Problematisch kann es werden, wenn ein Eigner "seine" Therme so stark nutzt, dass sie viel häufiger als die anderen repariert und ausgetauscht werden muss.

Dieses Risiko ist gemeinschaftlichem Eigentum grundsätzlich immanent. Jedoch können die Gasthermen durchaus im Eigentum des jeweiligen Sondereigentümers stehen und gleichwohl innerhalb der Gemeinschaft vereinbart sein, daß Überprüfungen und Feuerstättenschau vom Verwalter organisiert werden. Das bedeutet nicht, daß für Wartungen oder Reparaturen an den Geräten - soweit sie nicht GE sind - dann gemeinschaftlich aufzukommen wäre, ganz im Gegenteil, das dürfte allein Angelegenheit des Eigentümers der Gastherme sein.
Hanomag hat geschrieben:Nur wenn die Anlage Gemeinschaftseigentum ist und dann im Rahmen der jährlichen Betriebskostenabrechnung.
Daraus würde folgen, daß eine seitens der Gemeinschaft vereinbarte Organisation der gesetzlich vorgeschriebenen Abgasmessungen und Überprüfung wie auch der Feuerstättenschau vom Verwalter auf die einzelnen Sondereigentümer umgelegt werden kann, jedoch der an den Kosten beteiligte Sondereigentümer die Unterlagen / Prüfberichte seiner in seinem Eigentum stehenden Feuerstätte vom Verwalter nicht verlangen dürfe, weil die Feuerstätte KEIN Gemeinschaftseigentum ist. Welcher Logik soll das denn folgen? Wenn dem SE die Gastherme seiner Wohnung gehört, dann hat er erst recht Anspruch auf die Meßergebnisse und den Prüfbericht, nicht nur weil er dafür an den Verwalter zahlen soll, sondern vor allem auch weil er ggf. entscheiden und veranlassen muß, ob seine Therme in Ordnung gebracht oder erneuert werden muß.

Schornsteine können einen Zug haben, oder auch mehrere. Eine Feuerstätte stößt auch keine Abgase in den Zug, sondern im Zug besteht ein Sog (Zug), deshalb heißt der Zug auch Zug.

Brennwertgeräte erfordern eine andere Beschaffenheit des Zuges, das beruht auf dem Funktionsprinzip der Brennwertgeräte. Diese erzielen ihren Spareffekt dadurch, daß den Abgasen der Heizung die Wärme entzogen wird, ehe sie im Schornstein landet und gen Himmel verschwindet. Dadurch entsteht eine wesentlich geringere Abgastemperatur und der Durchmesser des Zuges muß gegenüber dem status quo ante verkleinert werden, damit die recht kühlen Abgase überhaupt noch Auftrieb haben. Zudem muß der Zug mit einem korrosionsbeständigen Rohr ausgestattet werden, in der Regel nimmt man dafür PVC, da das beim Brennwertefffekt anfallende saure Kondensat Metall- oder Keramikrohre angreift. Ein PVC-Rohr ist aber nicht verwendbar, wenn daran Feuerstätten mit angeschlossen werden, die keine Brennwertgeräte sind, denn deren Abgastemperatur wäre zu hoch für ein PVC-Rohr. Außerdem würde der für das Brennwertgerät verkleinerte Durchmesser der Verrohrung nicht zu dem Bedarf der klassischen Feuerstätten passen.
Aus technischen Gründen befindet sich die Signatur
auf der Rückseite dieses Beitrags.

Linda Walter
Topicstarter
FDR-Mitglied
Beiträge: 54
Registriert: 14.09.15, 10:17

Re: Schornsteinfeger

Beitrag von Linda Walter » 25.01.19, 08:14

Hat noch jemand etwas zu meinem Thema zu sagen ? Ansonsten nehme ich Etiennes Antwort als Gültige .

ktown
FDR-Moderator
Beiträge: 21784
Registriert: 31.01.05, 08:14
Wohnort: Auf diesem Planeten

Re: Schornsteinfeger

Beitrag von ktown » 25.01.19, 08:46

Da hier keine Rechtsberatung stattfindet, liegt es in Ihrer Verantwortung Beiträge zu bewerten.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

Hanomag
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 2278
Registriert: 18.07.08, 10:43

Re: Schornsteinfeger

Beitrag von Hanomag » 25.01.19, 16:35

Linda Walter hat geschrieben:Hat noch jemand etwas zu meinem Thema zu sagen ? Ansonsten nehme ich Etiennes Antwort als Gültige .
Es wäre nett, wenn Du auch mal eine Nachfrage beantworten könntest.

Hanomag
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 2278
Registriert: 18.07.08, 10:43

Re: Schornsteinfeger

Beitrag von Hanomag » 25.01.19, 20:19

Etienne777 hat geschrieben:
Hanomag hat geschrieben:Problematisch kann es werden, wenn ein Eigner "seine" Therme so stark nutzt, dass sie viel häufiger als die anderen repariert und ausgetauscht werden muss.

Dieses Risiko ist gemeinschaftlichem Eigentum grundsätzlich immanent.
Das ist vollkommen richtig. Mein Hinweis war ja auch nur als Pluspunkt für die Entscheidung hin zum SE gedacht.
Etienne777 hat geschrieben:Jedoch können die Gasthermen durchaus im Eigentum des jeweiligen Sondereigentümers stehen und gleichwohl innerhalb der Gemeinschaft vereinbart sein, daß Überprüfungen und Feuerstättenschau vom Verwalter organisiert werden. Das bedeutet nicht, daß für Wartungen oder Reparaturen an den Geräten - soweit sie nicht GE sind - dann gemeinschaftlich aufzukommen wäre, ganz im Gegenteil, das dürfte allein Angelegenheit des Eigentümers der Gastherme sein.
So ist es in meinem Beispiel.
Etienne777 hat geschrieben:
Hanomag hat geschrieben:Nur wenn die Anlage Gemeinschaftseigentum ist und dann im Rahmen der jährlichen Betriebskostenabrechnung.
Etienne777 hat geschrieben:Daraus würde folgen, daß eine seitens der Gemeinschaft vereinbarte Organisation der gesetzlich vorgeschriebenen Abgasmessungen und Überprüfung wie auch der Feuerstättenschau vom Verwalter auf die einzelnen Sondereigentümer umgelegt werden kann, jedoch der an den Kosten beteiligte Sondereigentümer die Unterlagen / Prüfberichte seiner in seinem Eigentum stehenden Feuerstätte vom Verwalter nicht verlangen dürfe, weil die Feuerstätte KEIN Gemeinschaftseigentum ist. Welcher Logik soll das denn folgen? Wenn dem SE die Gastherme seiner Wohnung gehört, dann hat er erst recht Anspruch auf die Meßergebnisse und den Prüfbericht, nicht nur weil er dafür an den Verwalter zahlen soll, sondern vor allem auch weil er ggf. entscheiden und veranlassen muß, ob seine Therme in Ordnung gebracht oder erneuert werden muß.
Entschuldige, hier hast Du etwas in den falschen Hals bekommen, aber nur, weil ich mich in meiner Aussage nicht explizit auf die Rechnung beschränkt habe. Es ist richtig, dass auch, wenn die Aufgaben organisatorisch auf den Hausverwalter übertragen wurden, der BSFM für jede im SE stehende Therme einen Prüfbericht, einen Feuerstättenbescheid und eine individuelle Rechnung ausstellt. Was mich dabei stört, ist die Tatsache, dass, obwohl alle Thermen an einem Abgasrohr hängen, die einzelnen Gebühren in Summe höher ausfallen, als eine gemeinschaftliche Rechnung im Falle von GE und zusätzlich unterschiedlich sind. Hierzu verweise ich auf meinen Schornsteinfegergebühren-Thread.
Etienne777 hat geschrieben:Schornsteine können einen Zug haben, oder auch mehrere. Eine Feuerstätte stößt auch keine Abgase in den Zug, sondern im Zug besteht ein Sog (Zug), deshalb heißt der Zug auch Zug.
Ob die Rohre jetzt Zug heißen, weiß ich nicht, aber ich kann mir auf gar keinen Fall vorstellen, dass das Abgas aus der Therme (oder wo sonst sollte die untere Öffnung für einen Zug sein) gezogen wird. Das wäre gemeingefährlich, weil, wenn bei entsprechender Wetterlage keine Zug zustande käme, die Abluft über die Therme in den Raum zurückfallen könnte.
Etienne777 hat geschrieben:Brennwertgeräte erfordern eine andere Beschaffenheit des Zuges, das beruht auf dem Funktionsprinzip der Brennwertgeräte. Diese erzielen ihren Spareffekt dadurch, daß den Abgasen der Heizung die Wärme entzogen wird, ehe sie im Schornstein landet und gen Himmel verschwindet. Dadurch entsteht eine wesentlich geringere Abgastemperatur und der Durchmesser des Zuges muß gegenüber dem status quo ante verkleinert werden, damit die recht kühlen Abgase überhaupt noch Auftrieb haben.
Auftrieb oder Zug? Ich denke immer noch, dass die Brennwerttherme das Abgas ausstößt. Wie viel von diesem dann als Kondensat zum Abwasser fließt und wie viel nach oben austritt, kann ich nicht beurteilen.
Etienne777 hat geschrieben:Zudem muß der Zug mit einem korrosionsbeständigen Rohr ausgestattet werden, in der Regel nimmt man dafür PVC, da das beim Brennwertefffekt anfallende saure Kondensat Metall- oder Keramikrohre angreift.
Nach einer mehrmonatigen Klärungsphase zwischen Handwerker, Brennwertgerätehersteller, BSFM mit Innungsobermeister des SFH und Kaminhersteller fehlt in meinen Beispiel nur noch eine Aktualisierung des bisherigen Gutachtens zur Eignung des Keramikrohres. Die bisherige Konstellation (Keramikrohr mit 22 cm Querschnitt im gemauerten Schacht mit sechs angeschlossenen Brennwertgeräten auf drei Ebenen) hat immerhin 20 Jahre funktioniert.
Etienne777 hat geschrieben:Ein PVC-Rohr ist aber nicht verwendbar, wenn daran Feuerstätten mit angeschlossen werden, die keine Brennwertgeräte sind, denn deren Abgastemperatur wäre zu hoch für ein PVC-Rohr. Außerdem würde der für das Brennwertgerät verkleinerte Durchmesser der Verrohrung nicht zu dem Bedarf der klassischen Feuerstätten passen.
Das habe ich oben bereits erwähnt.

Etienne777
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 1528
Registriert: 03.03.18, 22:34

Re: Schornsteinfeger

Beitrag von Etienne777 » 25.01.19, 22:45

Hanomag hat geschrieben:Ob die Rohre jetzt Zug heißen, weiß ich nicht
Die einzelnen Kammern in einem Schornstein, gleichgültig ob verrohrt oder nicht, nennt man fachsprachlich Züge.
Hanomag hat geschrieben:... aber ich kann mir auf gar keinen Fall vorstellen, dass das Abgas aus der Therme (oder wo sonst sollte die untere Öffnung für einen Zug sein) gezogen wird. Das wäre gemeingefährlich, weil, wenn bei entsprechender Wetterlage keine Zug zustande käme, die Abluft über die Therme in den Raum zurückfallen könnte.
Welche Abluft? Meinen Sie die Abgase? Diese sind leichter als Luft und steigen daher im Schornsteinzug auf (Kamineffekt). Im Schornstein herrscht ein Unterdruck, der die Abgase aus der Feuerstätte zieht und nach oben steigen läßt.
Hanomag hat geschrieben:Auftrieb oder Zug? Ich denke immer noch, dass die Brennwerttherme das Abgas ausstößt. Wie viel von diesem dann als Kondensat zum Abwasser fließt und wie viel nach oben austritt, kann ich nicht beurteilen.
Fossile Brennstoffe, so auch Heizöl oder Gas, verbrennen unter Freisetzung von Wasserdampf, Rauch und Schadstoffen. Bei einer Brennwertheizung wird dem Abgas die Wärme entzogen, wodurch der Taupunkt unterschritten wird und Kondensat anfällt. Wer einen konventionellen Heizkessel durch ein Brennwertgerät ersetzen will, muß daher auch den Schornstein umrüsten und einen Abfluß für das Kondensat beim Schornstein herstellen. Bei größeren Heizkesselleistungen entsteht so viel Kondensat, daß dann sogar noch eine Anlage zur Neutralisierung des sauren Kondensats vor Einleitung in das Abwassersystem vorgeschaltet werden muß. Ein Heizkessel oder eine Therme mit Brennwerttechnik hat bei einer haushaltsüblichen Nennleistung von bis zu 24 kW und frostigem Wetter mit viel Brennstoffverbrauch bereits mehrere hundert Liter Kondensatanfall pro Tag. Aber daß dort Kondensat anfällt, ändert nichts daran, daß das Abgas-Luft-Gemisch im Zug aufsteigt.
Hanomag hat geschrieben:Die bisherige Konstellation (Keramikrohr mit 22 cm Querschnitt im gemauerten Schacht mit sechs angeschlossenen Brennwertgeräten auf drei Ebenen) hat immerhin 20 Jahre funktioniert.
Die Dieselfahrzeuge funktionieren auch seit Jahrzehnten, gleichwohl entsprechen viele davon weder jetzt noch im Zeitpunkt ihrer Inverkehrbringung den rechtlichen Vorschriften. Der Bezirksschornsteinfeger trägt die Verantwortung dafür, daß die von ihm geprüften Feuerstätten und Schornsteine den Vorschriften entsprechen. Was unter normalen Bedingungen möglicherweise funktioniert, muß unter bestimmten Betriebs- oder Wetterzuständen nicht zwangsläufig auch einwandfrei und ohne Risiko arbeiten. Daß sich da der Bezirksschornsteinfegermeister absichern will und muß, erscheint nachvollziehbar. Im übrigen binden Rechtsnormen auch dann, wenn sie objektiv unsinnig sein sollten. Klingt doof, is aber so. :D
Aus technischen Gründen befindet sich die Signatur
auf der Rückseite dieses Beitrags.

Antworten