Kündigungsfrist eines schriftich erteilten Auftrages zum Ver

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Baden-57
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Kündigungsfrist eines schriftich erteilten Auftrages zum Ver

Beitrag von Baden-57 » 09.05.19, 15:04

Hallo Wissensgemeinde,

falls falsches Brett, bitte verschieben,...


gehen wir einmal davon aus, dass eine Privatperson für den Verkauf seiner Eigentumswohnung einen Sachverständigen für bebaute und und unbebaute Grundstücke beauftragt, ein Verkehrswert bw. Marktwertermittlung zu erstellen. Der Gutachter ist auch Betriebswirt Immobilienwirtschaft, Bautechniker Hochbau und Fachkaufmann Marketing (kein Immobilienmakler).
Der Verkehrswert-Marktwertermittlung wird erstellt und mit der Verkäuferseite besprochen.
Der "Gutachter" bietet nun an, die Immobilie im Auftrag zu vermitteln.

Der Verkäufer würde hierbei den Gutachter beauftragen (der Gutachter legt hier dem Verkäufer einen schriftlichen Auftrag vor),
*****
"den Verkauf des Anwesens anzubahnen,....insbesondere die Immobilie im Internet zum Privatverkauf anzubieten, Verkaufsverhandlungen mit den Interessenten zu führen, Besichtigungstermine wahrzunehmen und den notariellen Kaufvertrag vorzubereiten."
Die Vollmacht umfasst den Immobilienverkauf mit qualifizierten Alleinauftrag.
Für den Käufer ist das Angebot honorarpflichtig.
Der Verkäufer zahlt für das Beratungsleistung kein Honorar sondern ausschließlich ein einmaliges, vorher vereinbartes Bartungshonorar.
*****
Der Verkäufer stellt erst im Nachhinein fest, dass es sich nicht um einen Vermittlungsvertrag sondern um einen von ihm an den Gutachter erteilten Auftrag handelt, die Immobilie zu verkaufen.

Dieser "Auftrag" hat weder Laufzeit noch Kündigungsfrist; mündlich vereinbart sei, dass der "Alleinauftrag für die Dauer von 8 Wochen" befristet ist.

Frage: Kann der Verkäufer seinen "Auftrag" einfach zurücknehmen oder müsste er diesen kündigen oder in welcher sonstiger Form könnte der Verkäufer in diesem theoretischen Fall sich des "Gutachters/Maklers" entledigen.

Dankbar für jeden Tip, Hinweis oder Link,
lG aus dem Badischen

SusanneBerlin
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Re: Kündigungsfrist eines schriftich erteilten Auftrages zum

Beitrag von SusanneBerlin » 09.05.19, 16:51

Der Verkäufer stellt erst im Nachhinein fest, dass es sich nicht um einen Vermittlungsvertrag sondern um einen von ihm an den Gutachter erteilten Auftrag handelt, die Immobilie zu verkaufen.
Unsinn, der Vermittler kann die Immobilie nicht verkaufen und das steht auch nicht in der zitierten Vereinbarung. Und selbst wenn es drinstünde, wäre es unwirksam, da nur eine notariell beurkundete Vollmacht dazu berechtigt, eine Immobilie zu verkaufen, deren Eigentümer man nicht ist.
Grüße, Susanne

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