Rücklage Beschluss ?

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saya
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Rücklage Beschluss ?

Beitrag von saya » 07.11.19, 10:28

Gibt es Vorschrift wie jährlicher Rücklagebestand aufgestellt werden muß ?

Beinhaltet ein Hausgeldabrechnungsbeschluß gleichzeitig den Beschluß über die Rücklagebestand ?

Dürfen Rücklagezahlungen regelmäßig mit in Hausgeldabrechnung eingestellt und abgerechnet werden ?

ISpeech
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Re: Rücklage Beschluss ?

Beitrag von ISpeech » 07.11.19, 17:46

1. Frage sollte konkretisiert werden. Meinst Du die Darstellung in der Abrechnung oder die Höhe der Rücklage?

2. In der Abrechnung müssen auch die Beträge das Rücklagenkontos aufgeführt werden.

3. Frage ist auch unklar. Mit dem Wohngeld wird auch gleichzeitig die beschlossene Rücklage eingezogen. Der Verwalter muss dafür Sorge tragen, dass das Geld auf das separate Rücklagenkonto überwiesen wird.

saya
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Re: Rücklage Beschluss ?

Beitrag von saya » 08.11.19, 11:03

Sorry für die Unklarheit.
Ich versuche nochmals:

In der Hausgeldabrechnung werden die angeforderten Rücklagen (wie eine Ausgabe) mit eingestellt, und die Rücklagezahlungen der Eigentümer zusammen mit Hausgeldern, den Ausgaben gegenübnergestellt. So als ob keine Rücklage im Spiel wäre.
Ergebnis = Abrechnungspitze
Ist so in Ordnung, entsprich diese Art der Abrechnung der Vorschrift ?

Dann werden sowohl die gesamten Einnahmen und gesamten Ausgaben, [u]zuzüglich der in Abrechnung nicht eingestellten "Sonderausgaben"[/u] in Rücklagekonto abgerechnet. Ergebnis = Rücklagebestand.
Wird bei Hausgeldabrechnungsbescluß dieser Rücklagebestand (neben Abrechnungsspitze) automatisch mit beschlossen ? (Denn es gibt kein extra TOP mit Beschluss über Rücklage...)

:?: :?:

Zafilutsche
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Re: Rücklage Beschluss ?

Beitrag von Zafilutsche » 08.11.19, 11:59

saya hat geschrieben:
08.11.19, 11:03
In der Hausgeldabrechnung werden die angeforderten Rücklagen (wie eine Ausgabe) mit eingestellt,
Das kenne ich auch so. Und in der Wohngeldabrechnung sind
Gesamteinnahmen (einschl. der mtl. eingezogenen Rücklagen) den Gesamtausgaben (mit den angefallenen Rücklagenzahlungen) gegenübergestellt.
Wenn Beträge aus der Rücklage entnommen werden mußten (Dieses ist ja dann mittels Beschluß dann gemacht worden) dann wäre im Ergebnis bei der Abrechnung das
saya hat geschrieben:
08.11.19, 11:03
So als ob keine Rücklage im Spiel wäre.
Daher verstehe ich nicht was mit
saya hat geschrieben:
08.11.19, 11:03
Ergebnis = Abrechnungsspitze
gemeint sein könnte?

Vielleicht ein Beispiel
Gesamteinnahmen: Instandhaltungsrücklage Einzelabrechnung
Bestand am Tag x 28542,43 Euro Wohngeldzahlungen 1.200 Euro
Einnahmen/Zinsen 3015,98 Euro
Ausgaben -10.111,84 Euro
Wohngeldzahlungen xy.xxx,yy Euro Bestand am Vortag x 21.446,57 Euro

Gesamtausgaben: Aufteilungsschlüssel
Müll Anteil vom Müll 104,50 Euro
Wasser Anteil vom Wasser 78,12 Euro
Rückl. Anteil Rückl. 225,00 Euro
… … … Euro
Ausgaben insgesamt: ZX.XZX,XZ Euro Anteil. Ausgaben 1.234,56 Euro
Würde im Beispiel aus der Wohngeldzahlung abzüglich der anteiligen Ausgaben zu einer Nachforderung von 34,56 Euro führen.

saya
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Re: Rücklage Beschluss ?

Beitrag von saya » 08.11.19, 13:21

Angenommen würden so abgerechnet:

[b]A. Einzel Hausgeldabrechnung[/b]:
eingeforderte Rücklage 1000 -
diverse Ausgaben Anteilig 1700 -
______________________________________
Ausgaben gesamt 2700 -

geleistete Hausgeld 1200 +
geleistete Rücklage 1000 +
______________________________________
Abrechnungsspitze (Fehlbetrag) 500 - Ist diese Abrechnungsweise in Ordnung ?




[b]B. Rücklage Einzel Aufstellung:[/b]
Bestand Vorjahr 1500 +
Einnahmen diesjahr 2200 +
Ausgaben diesjahr (einschl. die nicht in Hausgeldabrechnung eingestellten Ausgaben) 3500 -)
__________________________________________________________________________________________
Rücklagebestand diesjahr 200 +


Ist dieser Rücklagebestand (€200) durch Hausgeldabrechnungsbeschluss mit bestätigt ?
Die Ausgaben in Hausgeldabrechnung (2700) und in Rücklageaufstellung (3500) sind nämlich nicht identisch.

Verpflichteter
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Re: Rücklage Beschluss ?

Beitrag von Verpflichteter » 08.11.19, 16:13

Hallo Saya,

ich stelle es mir so vor.

Zu Begin des Wirtschaftjahres ist der Kontostand "Laufendes Konto" Null, Rücklagenkonto 10.000.

Laut Wirtschaftsplan sind zu zahlen auf das "Laufende Konto" 1.200 und auf das"Rücklagenkonto" 1.000

Entnommen wurden für Heizung, Müll usw. 800 und für Instandsetzungen 900. ( Summe 1.700)

Die Hausgeldabrechnung weist auf ein Guthaben von 400 LK und Guthaben 10.100 RK

Es ergibt sich einen Abrechungsspitze von +400

Andere Entnahmen:
Entnommen wurden für Heizung, Müll usw. 1.300 und für Instandsetzungen 1.100. ( Summe 2.400)

Die Hausgeldabrechnung weist auf ein Defizit von 100 LK und Guthaben 9.900 RK

Es ergibt sich einen Abrechungsspitze -100

Die Eigentümerversammlung beschließt in beiden Fällen über die Abrechnung des Verwalters. Hausgeldabrechnung und Kontostände sind ok .

MfG
uwe

saya
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Re: Rücklage Beschluss ?

Beitrag von saya » 09.11.19, 10:44

meine Fragen werden nicht konkret beantwortet.

Ist es völlit egal wie was woher die Ausgaben ausgebucht werden ? Hauptsache unterm Strich stimmen die Beträge ?
Wozu dann getrennte Rücklagekonto ?

ExDevil67
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Re: Rücklage Beschluss ?

Beitrag von ExDevil67 » 09.11.19, 16:55

saya hat geschrieben:
09.11.19, 10:44
meine Fragen werden nicht konkret beantwortet.
Mit der Aussage wäre ich vorsichtig. Das wird auch gern mal behauptet wenn man seine gesuchte Wunschantwort nicht bekommt.


Ansonsten, so ganz ist mir immer noch nicht klar was wie abgerechnet wird und wo ggf der Fehler sein soll.

Wobei, pauschal eine Differenz zwischen der Summe der aus Rücklage bezahlten Maßnahmen und den Einzahlungen der Eigentümer in die Rücklage als nachzuzahlenden Fehlbetrag ausweisen erscheint mir auch fehlerhaft.
Extremfall:
Es wird über Jahre explizit auf ein Dachsanierung hingespart. Würde man dann im Jahr der Durchführung die DIfferenz aus Entnahmen und EInzahlungen als nachzuzahlen abrechnen, wäre das ja quasi eine Sonderumlage zur Dachsanierung. Die man ja eigentlich mit dem sparen vermeiden wollte.

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Re: Rücklage Beschluss ?

Beitrag von Verpflichteter » 09.11.19, 23:29

saya hat geschrieben:
09.11.19, 10:44
meine Fragen werden nicht konkret beantwortet.

Ist es völlit egal wie was woher die Ausgaben ausgebucht werden ? Hauptsache unterm Strich stimmen die Beträge ?
Wozu dann getrennte Rücklagekonto ?
Hallo,

das könnte daran liegen, dass sich für den Einen oder Anderen deine Fragen nicht vollständiger schließen.

Am 1.1 ist das Gemeinschaftskonto theoretisch leer und auf dem Rücklagenkonte befinden sich 10.000
Nun werden 120 Hausgeld und 100 Rücklagen in der Form einer einzigen Lastschrift, also 220 zugebucht.

Unser Verwalter überweist alle 1/4 Jahr die aufgelaufenen Rücklagen auf das Rücklagenkonto.

Kommt nun eine Belastung der Rücklagen in der Form einer Handwerkerrechnung, wird diese vom Hausgeldkonto beglichen und die nächste Rücklagenzuführung entsprechend angepasst.

Ja, ich sag mal, Hauptsache das Geld ist da und unterm Strich stimmen die Beträge.

Kannts ja mal einen Buchprüfung machen.

Die Abrechnung zum 31.1 ergibt eine Summe, die mit den Bankbelegen zum 31.1 nicht übereinstimmt. :shock: :kopfstreichel:

Viel Spass beim Suchen nach der Diff.

Bei uns fand sich ein fünfstelliger Betragvon dem keiner weiß wo er herkommt. Hat sich in 40 Jahren wohl angesammelt :lol:

MfG
uwe

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