Notargebühren

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ralph12345
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Notargebühren

Beitrag von ralph12345 »

Hallo zusammen
folgender fiktiver Fall:
Ehemann M und Ehefrau F lassen sich scheiden. Im Rahmen des Zugewinnausgleichs schuldet M der F einen Betrag X1.
M kauft F ihre Hälfte des Hauses ab zu einem Betrag X2. X2 sei deutlich geringer als die Hälfte des Wertes des Hauses (H/2), da ein großer Teil noch der Bank gehört (Hypothekenschulden).
M zahlt F die Summe X = X1 + X2.

Der Notar bemerkt, dass der Trennungesvertrag nichtig ist, da nicht beurkundet, das aber kein Problem darstellt, wenn sich beide Parteien daran gebunden fühlen. Im Vertrag ist die Summe X benannt, nicht die Teilbeträge X1, X2.

Da nun der Trennungsvertrag nichtig ist, woran bemessen sich die Notargebühren? An der Überweisung X? Am Vertrag? Am (nirgendwo festgehaltenen) Wert des halben Hauses H/2? Braucht es einen neuen vom Notar beurkundeten Kaufvertrag? Kostet der nochmal extra?
CruNCC
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Re: Notargebühren

Beitrag von CruNCC »

ralph12345 hat geschrieben: 13.09.22, 11:53 M kauft F ihre Hälfte des Hauses ab zu einem Betrag X2. X2 sei deutlich geringer als die Hälfte des Wertes des Hauses (H/2), da ein großer Teil noch der Bank gehört (Hypothekenschulden). M zahlt F die Summe X = X1 + X2.
Der Vertrag wurde notariell beurkundet?
hawethie
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Re: Notargebühren

Beitrag von hawethie »

nichtig ist, da nicht beurkundet, das aber kein Problem darstellt,
definiere "nichtig"!
nichtig heißt soviel, wie "nicht existent" - und ist schlimmer als rechtswidrig.
Im Vertrag ist die Summe X benannt, nicht die Teilbeträge X1, X2.
in was für einem Vertrag? Kaufvertrag für die Haushälfte? Trennungsvertrag?
Was du nicht willst, das man dir will, das will auch nicht -
was willst denn du.
Aus Erfahrung: Krebsvorsorge schadet nicht.
ralph12345
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Re: Notargebühren

Beitrag von ralph12345 »

OK, spannende Rückfragen, ich muss das Thema erweitern.

Nachdem die Trennungsvereinbarung "nichtig" ist, gibt es im Prinzip zwischen den Ex-Eheleuten eine nichtverbindliche Vereinbarung über eine Summe X, die da fließt und sich zusammensetzt aus Hausverkauf und Zugewinnausgleich und eine Vereibarung, dass der Ehemann das Haus übernimmt.

Einen Kaufvertrag für das Haus gibt es (noch) nicht. Der ist vermutlich zwingend notwendig? Dann wird man wohl vor der Umschreibung im Grundbuch veranlasst durch den Notar bei selbigem noch einen Kaufvertrag aufsetzten müssen... Und damit erübrigt sich dann die Eingangsfrage.
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