Betrifft eine Privatinsolvenz auch freigestellte Forderungen?

Moderator: FDR-Team

Antworten
hannah-montana
Topicstarter
FDR-Mitglied
Beiträge: 21
Registriert: 31.08.13, 07:13

Betrifft eine Privatinsolvenz auch freigestellte Forderungen?

Beitrag von hannah-montana »

Hallo,

mich interessiert die Einschätzung zu folgendem Fall:

Schuldner X möchte weil er die Forderungen von Gläubiger A zum Mai 2020 nicht bedienen kann in die Privatinsolvenz.
Allerdings hat er noch Verbindlichkeiten bei Gläubiger B, diese werden aber erst wieder im Mai 2021 gefordert,
da vorläufig freigestellt.
Geht Schuldner X nun in die Privatinsolvenz, betrifft dies auch die Schulden bei Gläubiger B oder bleiben diesen außen vor?

Vielen Dank und liebe Grüße,
Hannah

Dirty Uschi
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 1696
Registriert: 19.11.07, 18:29
Wohnort: ~ Betty Ford Clinic Berverly Hills~

Re: Betrifft eine Privatinsolvenz auch freigestellte Forderungen?

Beitrag von Dirty Uschi »

Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens gelten nicht fällige Forderungen als fällig, § 41 Abs. 1 InsO.

Dies bedeutet, dass auch solche Verbindlichkeiten im Formular aufzuzählen sind. Der Gläubiger kann am Insolvenzverfahren teilnehmen. Gewöhnliche Ansprüche fallen auch unter die Restschuldbefreiung, egal ob angemeldet oder nicht.
Von der Restschuldbefreiung sind ausgenommen die Ansprüche, die in § 302 InsO aufgezählt werden.
Scheiße verdammt noch mal, ich will wie eine Dame behandelt werden. Meredith Grey
Wenn ich allen meinen Schwestern einen Kaffee ausgeben würde, hätte
ich eine Cafeteria. Derek Shepherd

Antworten