Kostenstundung bei erneutem Insolvenzantrag?

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Rolfe
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Kostenstundung bei erneutem Insolvenzantrag?

Beitrag von Rolfe » 10.10.16, 20:17

Hallo, der A. bekam nach Beendigung seines ersten Privatinsolvenzverfahrens 2012 die Restschuldbefreiung.
Nun muss er wegen Steuerschulden (keine Verurteilung wegen Steuerhinterziehung) sowie Gehaltsrückforderungen erneut
in die Privatinsolvenz (28 TEURO bei Vollzeitarbeit zum Mindestlohn), kann aber wegen der 10-Jahresfrist keine
erneute Restschuldbefreiung beantragen. Er hätte aber bei Verfahrenseröffnung wenigstens Vollstreckungsschutz -
seine Familie müsste nicht den Gerichtsvollzieher ertragen.
Können ihm auch bei Nichtbeantragung der Restschuldbefreiung die Verfahrenskosten gestundet werden?
Gruß Rolfe

Der Internationale
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Re: Kostenstundung bei erneutem Insolvenzantrag?

Beitrag von Der Internationale » 14.10.16, 09:05

Nein. Kostenstundung setzt RSB-Antrag voraus. Die Insolvenz hat ja auch einen Sanierungsansatz und ist kein Daueraufenthaltsplatz. Warum gehe ich in die Insolvenz, wenn es nachher so ist wie vorher? :shock: Beim GV die Vermögensauskunft geben und es herrscht doch auch Ruhe.
Das Böse bringen in der Regel nicht böse Menschen in die Welt, sondern dumme.

Haben Schuldner nur die Pflicht zur Redlichkeit?
Oder auch das Recht auf redliche Insolvenzverwalter und redliche Rechtspfleger und redliche Richter?

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