Frage zum Ende der Privatinsolvenz speziell Pfändungsende

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Axeltt1
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Frage zum Ende der Privatinsolvenz speziell Pfändungsende

Beitrag von Axeltt1 » 28.02.18, 14:12

Hallo,
ich bin seit dem 24.05.2012 in einer Privatinsolvenz.
Dadurch ist mein IV berechtigt mein Einkommen seit Insolvenzbeginn anteilmäßig zu pfänden. Da mein IV nicht der schnellste ist, wurde die 1. Pfändung bei mir erst im 08/2012 vom IV durchgeführt (also 3 Monate später). Seit dem regelmäßig monatlich weiter.
Nach 6 Jahren also am 23.05.2018 endet meine Privatinsolvenz.
Kann mein IV dann bei mir noch, die zum Insolvenzbeginn verpassten 3 Monate, nachpfänden???
Dürfte der IV dies überhaupt oder muß er sich an das offizielle Insolvenzende 05/2018 halten.

Hat jemand Erfahrungen bei diesem Thema oder kennt sich aus??

Dirty Uschi
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Re: Frage zum Ende der Privatinsolvenz speziell Pfändungsend

Beitrag von Dirty Uschi » 28.02.18, 15:45

Du bist doch sicherlich nicht mehr im Insolvenzverfahren, oder?

Vielmehr dürftest Du Dich in der Wohlverhaltensphase befinden, bei welchem Du keinen Verwalter sondern nur noch einen Treuhänder hast. Der pfändet auch nicht, der zieht die pfändbaren Bezüge ein.
Hier die Frage, ob bei dem Arbeitgeber oder bei Dir? Wenn die Abtretungsfrist abgelaufen ist, wird der Arbeitgeber nichts mehr zahlen.
Scheiße verdammt noch mal, ich will wie eine Dame behandelt werden. Meredith Grey
Wenn ich allen meinen Schwestern einen Kaffee ausgeben würde, hätte
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Axeltt1
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Re: Frage zum Ende der Privatinsolvenz speziell Pfändungsend

Beitrag von Axeltt1 » 01.03.18, 22:51

Danke das überhaupt jemand geantwortet hat.
Aber ehrlich immer diese Kinderkacke - in welcher Phase ich mich befinde und ob der Typ Insolvenzverwalter oder jetzt Treuhänder heißt - man und ob der pfändet oder die Beträge einzieht , sag mal geht's noch?
Es geht doch um den Sinn der Frage , ich wie auch alle anderen hier sind mit so einem Insolvenzverfahren nicht geboren worden und da kennt man sich nicht bis ins kleinste Detail aus. Aber wenn 2/3 der Antwort nur Verbesserung meiner Wortwahl/Fachausdrücke sind, dann wird hier keinem geholfen und darum soll es ja eigentlich hier gehen.

Mein Arbeitgeber zahlt ab dem Stichtag definitiv nichts mehr an den Treuhänder, hab aber vom Lohnbüro meines Arbeitgebers gehört, dass der Treuhänder einen Nachzahlungs-Nachtrag an mich persönlich stellen kann, wegen dem verspäteten Beginn. Wollte nun eigentlich wissen, ob dies üblich ist, ob dies jemand kennt oder ob dies normalerweise vom Treuhänder (aus Kulanz) nicht gestellt wird.

Gruß

Dirty Uschi
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Re: Frage zum Ende der Privatinsolvenz speziell Pfändungsend

Beitrag von Dirty Uschi » 02.03.18, 09:11

Axeltt1 hat geschrieben:Danke das überhaupt jemand geantwortet hat.
Aber ehrlich immer diese Kinderkacke - in welcher Phase ich mich befinde und ob der Typ Insolvenzverwalter oder jetzt Treuhänder heißt - man und ob der pfändet oder die Beträge einzieht , sag mal geht's noch?
Es geht doch um den Sinn der Frage , ich wie auch alle anderen hier sind mit so einem Insolvenzverfahren nicht geboren worden und da kennt man sich nicht bis ins kleinste Detail aus. Aber wenn 2/3 der Antwort nur Verbesserung meiner Wortwahl/Fachausdrücke sind, dann wird hier keinem geholfen und darum soll es ja eigentlich hier gehen.
Ist zwar normalerweise nicht mein Ding, aber in diesem Fall kann ich nicht anders:

Auf die Frage, ob man sich auf sich auf einem untergehenden Schiff befindet und man deshalb ein Schwimmhilfsmittel dabeihaben sollte, wird die Nachfrage, ob man

-Schwimmer oder Nichtschwimmer;
- Wetter;
- Entfernung zum Ufer;
- was man unter Schwimmhilfsmittel (Badenudel oder Rettungsboot) verstehen soll;

berechtigt sein. Insbesondere weil es ja Dinge sind, die höchstpersönlicher Natur sind und unterschiedliche Voraussetzungen unterschiedliche Antworten ergeben können.

Ansonsten wird es schwer, sehr schwer, eine einigermaßen fundierte Antwort in einem Internetforum zu finden.

Falls man der Auffassung ist, dass es doch egal sei, in welchem Verfahrensstadium man ist, verkennt, dass hier völlig andere Ergebnisse herauskommen können. Läuft das Verfahren nämlich noch, wird der Insolvenzverwalter, trotz des Ablaufs der Abtretungserklärung, zunächst noch die pfändbaren Bezüge vom Arbeitgeber einziehen.
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RGSilberer
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Re: Frage zum Ende der Privatinsolvenz speziell Pfändungsend

Beitrag von RGSilberer » 02.03.18, 11:33

Axeltt1 hat geschrieben:Danke das überhaupt jemand geantwortet hat.
Aber ehrlich immer diese Kinderkacke - in welcher Phase ich mich befinde und ob der Typ Insolvenzverwalter oder jetzt Treuhänder heißt - man und ob der pfändet oder die Beträge einzieht , sag mal geht's noch?
Es geht doch um den Sinn der Frage , ich wie auch alle anderen hier sind mit so einem Insolvenzverfahren nicht geboren worden und da kennt man sich nicht bis ins kleinste Detail aus. Aber wenn 2/3 der Antwort nur Verbesserung meiner Wortwahl/Fachausdrücke sind, dann wird hier keinem geholfen und darum soll es ja eigentlich hier gehen.

Mein Arbeitgeber zahlt ab dem Stichtag definitiv nichts mehr an den Treuhänder, hab aber vom Lohnbüro meines Arbeitgebers gehört, dass der Treuhänder einen Nachzahlungs-Nachtrag an mich persönlich stellen kann, wegen dem verspäteten Beginn. Wollte nun eigentlich wissen, ob dies üblich ist, ob dies jemand kennt oder ob dies normalerweise vom Treuhänder (aus Kulanz) nicht gestellt wird.

Gruß
Eben weil Du keine Ahnung vom Insolvenzverfahren hast, wie soviele andere die hier fragen, und die Begrifflichkeiten munter durcheinandergeworfen werden, MUSS mach nachfragen. Das ist keine Kümmelspalterei und schon gar keine Rechthaberei, sondern absolut notwendig, wenn man einen Rat geben will. Es geht dabei nicht um die Verbesserung von Fachausdrücken, sondern um die Einordnung des Status.

Es ergeben sich nämlich je nach Status des Verfahren ganz unterschiedliche Rechte und Pflichten, sowohl des Insolvenzverwalters als auch des Schuldners. Und der Treuhänder ist wieder ein anderer, auch wenn es der gleiche Rechtsanwalt sein sollte.

Dein Insolvenzverfahren ist schon lange beendet, deshalb hast Du jetzt auch keinen Insolvenzverwalter mehr. Sondern einen Treuhänder, das ist wichtig, denn der Treuhänder hat nur das Recht den abgetretenen Lohn im Empfang zu nehmen, zu verwaltern und zu verteilen. Bis zum Ende der Abtretungserklärung.

Und genaueres sagen zu können müßte man die exakten Daten wissen.
Wann wurde das Verfahren eröffnet?
Wann wurde es aufgehoben?
Wann endet die Abtretungserklärung?

Axeltt1
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Re: Frage zum Ende der Privatinsolvenz speziell Pfändungsend

Beitrag von Axeltt1 » 03.03.18, 13:05

War ja klar genau dies Antworten habe ich von Euch erwartet.
Ihr sprecht irgendwie eine andere Sprache als ich - ich verstehe Euch nicht.
Eine vernünftige Antwort auf meine eigentliche Frage habe ich natürlich nicht bekommen - Vielen Dank.

Und die geistreiche Antwort von RGSilberer einfach nur Dirty Uschis Text nochmal zu wiederholen und überhaupt keine Antwort auf die Frage zu haben - ganz großes Kino.

Das gesamte IV ist nach 6 Jahren beendet und daher ist es eigentlich scheiß egal ob ich jetzt zum Ende schon in der WVP bin oder nicht.

Leute ihr müßt nicht jede Nacht mit dem Gesetzbuch unterm Kopfkissen einschlafen - entspannt Euch mal.

webelch
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Re: Frage zum Ende der Privatinsolvenz speziell Pfändungsend

Beitrag von webelch » 03.03.18, 18:03

Ein interessanter Ton, den Sie hier in einem Forum anschlagen. Wenn Ihnen die Antworten der Forenten nicht zusagen, fragen Sie doch den Anwalt Ihres Vertrauens. Dort gibt es eine rechtssichere Auskunft.

Aber Vorsicht: Auch der schläft mit dem Gesetzbuch unterm Kopfkissen. Und er verlangt Honorar. Oder in Ihrem Fall wohl eher „Schmerzensgeld“.

Der Internationale
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Re: Frage zum Ende der Privatinsolvenz speziell Pfändungsend

Beitrag von Der Internationale » 06.03.18, 23:08

Axeltt1 hat geschrieben:Hallo,
ich bin seit dem 24.05.2012 in einer Privatinsolvenz.
Dadurch ist mein IV berechtigt mein Einkommen seit Insolvenzbeginn anteilmäßig zu pfänden. Da mein IV nicht der schnellste ist, wurde die 1. Pfändung bei mir erst im 08/2012 vom IV durchgeführt (also 3 Monate später). Seit dem regelmäßig monatlich weiter.
Nach 6 Jahren also am 23.05.2018 endet meine Privatinsolvenz.
Kann mein IV dann bei mir noch, die zum Insolvenzbeginn verpassten 3 Monate, nachpfänden???
Dürfte der IV dies überhaupt oder muß er sich an das offizielle Insolvenzende 05/2018 halten.

Hat jemand Erfahrungen bei diesem Thema oder kennt sich aus??
8) Ich dachte bisher, mich würde nichts mehr an den Rand des Wahnsinns bringen, als die Tatsache, dass die Menschen einfach zu einfältig sind, um zu lernen, dass ein Insolvenzverfahren nicht 6 Jahre dauert. Deshalb mein herzlicher Dank an Sie, Axeltt1 :devil: Dass selbst Menschen, die die Chance bekommen, das Wesentliche mal erklärt zu bekommen, es wegen unvorstellbarer IGNORANZ nicht raffen - das ist in der Tat geeignet, einen über des Wahnsinns Rand hinaus zu bringen. 1000 Dank für diese Lehrstunde. :christmas :ironie:
Das Böse bringen in der Regel nicht böse Menschen in die Welt, sondern dumme.

Haben Schuldner nur die Pflicht zur Redlichkeit?
Oder auch das Recht auf redliche Insolvenzverwalter und redliche Rechtspfleger und redliche Richter?

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