Von GmbH Insolvenz zur Privat Insolvenz

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Asor
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Von GmbH Insolvenz zur Privat Insolvenz

Beitrag von Asor » 03.04.18, 15:37

Schuldner wurde während GmbH Insolvenz rechtskräftig wegen Insolvenzverschleppung und Betrug verurteilt.
Restschuldbefreiung wurde durch Gläubiger-Antrag versagt. Die GmbH Insolvenz wurde eingestellt.
Nach 6 Jahren stellt Schuldner einen Privat-Insolvenz Antrag.
Der Gläubiger hat einen vollstreckbaren Titel mit dem Vermerk aus unerlaubter Handlung.(aus der GmbH Insolvenz)
Wie ist hier die Rechtslage ?
Darf Schuldner nach o.g. Straftat innerhalb von 10 Jahten erneut einen Insolvenzantrag stellen?
Darf der Gläubiger trotz erneuter Insolvenz vollstrecken oder muss er die Forderung erneut beim Insolvenzverwalter anmelden?
Vielen Dank in vorraus für die Klärung der Sachlage

Der Internationale
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Re: Von GmbH Insolvenz zur Privat Insolvenz

Beitrag von Der Internationale » 03.04.18, 18:34

Um hier Auskunft zu geben zu können, müssen Sie erst mal Gepostetes besser sortieren.

In welchem Verfahren wurde die Restschuldbefreiung versagt?? Und was heisst "nach 6 Jahren" (6 Jahre nach was?)? Gläubiger hat einen Titel gegen eine GmbH?? Und das aus unerlaubter Handlung?? :?: :shock: Wußte bisher nicht, dass GmbHs unerlaubt handeln können?

Wer ist denn überhaupt "der Schuldner"?? Der Geschäftsführer, der Gesellschafter? Alles sehr undurchsichtig.

Zum Titel is generell zusagen: Natürlich gilt ein Titel gegen eine Kapitalgesellschaft nicht gegen eine natürliche Person. Und wenn die Insolvenz der GmbH eingestellt wurde, dann dürfte die GmbH höchstwahrschjeinlich gelöscht sein. Dann ist der Titel wertlos.
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ExDevil67
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Re: Von GmbH Insolvenz zur Privat Insolvenz

Beitrag von ExDevil67 » 03.04.18, 19:46

So wie ich das verstanden habe, sind hier 2 Insolvenzverfahren beteiligt. Einmal ein Insolvenzverfahren über das Vermögen einer GmbH, in dessen Rahmen der GF rechtskräftig verurteilt wurde wegen Insolvenzverschleppung. Ergo haftet er für Teile der Schulden der GmbH nun privat, und hat (Jahre später?) Privatinsolvenz angemeldet. Und im Rahmen dessen wurden die Forderungen aus der Haftung als unerlaubte Handlung angemeldet.

Asor
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Re: Von GmbH Insolvenz zur Privat Insolvenz

Beitrag von Asor » 04.04.18, 07:58

ExDevil67 hat geschrieben:So wie ich das verstanden habe, sind hier 2 Insolvenzverfahren beteiligt. Einmal ein Insolvenzverfahren über das Vermögen einer GmbH, in dessen Rahmen der GF rechtskräftig verurteilt wurde wegen Insolvenzverschleppung. Ergo haftet er für Teile der Schulden der GmbH nun privat, und hat (Jahre später?) Privatinsolvenz angemeldet. Und im Rahmen dessen wurden die Forderungen aus der Haftung als unerlaubte Handlung angemeldet.
Genau so ist die Sachlage.

Der Internationale
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Re: Von GmbH Insolvenz zur Privat Insolvenz

Beitrag von Der Internationale » 05.04.18, 20:25

Asor hat geschrieben:
ExDevil67 hat geschrieben:So wie ich das verstanden habe, sind hier 2 Insolvenzverfahren beteiligt. Einmal ein Insolvenzverfahren über das Vermögen einer GmbH, in dessen Rahmen der GF rechtskräftig verurteilt wurde wegen Insolvenzverschleppung. Ergo haftet er für Teile der Schulden der GmbH nun privat, und hat (Jahre später?) Privatinsolvenz angemeldet. Und im Rahmen dessen wurden die Forderungen aus der Haftung als unerlaubte Handlung angemeldet.
Genau so ist die Sachlage.
:devil: na, das bezweifle ich nun sehr, ob genau so die Sachlage ist. Denn...
ExDevil67 hat geschrieben:....Privatinsolvenz angemeldet. Und im Rahmen dessen wurden die Forderungen aus der Haftung als unerlaubte Handlung angemeldet.
....sowie die ursprüngliche Frage....
Asor hat geschrieben:....Darf der Gläubiger trotz erneuter Insolvenz vollstrecken oder muss er die Forderung erneut beim Insolvenzverwalter anmelden?
...passen nicht wirklich logisch zusammen. 8)
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Der Internationale
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Re: Von GmbH Insolvenz zur Privat Insolvenz

Beitrag von Der Internationale » 05.04.18, 21:31

dennoch versuche ich wenigstens mal einen Einstieg in die Beantwortung des chaotischen Vortrags 8) :
Asor hat geschrieben:Schuldner wurde während GmbH Insolvenz rechtskräftig wegen Insolvenzverschleppung und Betrug verurteilt.
Was heißt "während GmbH Insolvenz"? Also mit der GmbH Insolvenz hat eine Verurteilung wegen Insolvenzverschleppung nichts zu tun. Eine Insolvenzgericht verurteilt deshalb auch nicht. Eine Staatsanwaltschaft erlässt einen Strafbefehl oder erhebt Anklage. Entscheidend für alles Weitere ist WANN die Verurteilung erfolgte.
Asor hat geschrieben:Restschuldbefreiung wurde durch Gläubiger-Antrag versagt. Die GmbH Insolvenz wurde eingestellt.
Wie bereits gesagt: dieser Passus macht gar keinen Sinn. In GmbH Insolvenzverfahren gibt es keine RSB:
Asor hat geschrieben:Nach 6 Jahren stellt Schuldner einen Privat-Insolvenz Antrag.
Noch einmal 6 Jahre nach was??
Asor hat geschrieben:Der Gläubiger hat einen vollstreckbaren Titel mit dem Vermerk aus unerlaubter Handlung.(aus der GmbH Insolvenz)
Was ist ein "Titel (aus der GmbH Insolvenz)". Der Tabellenauszug? Der richtet sich ja wohl gegen die GmbH, oder?
Asor hat geschrieben:Darf Schuldner nach o.g. Straftat innerhalb von 10 Jahten erneut einen Insolvenzantrag stellen?
Was heisst "erneut"?? Das erste Verfahren war doch angeblich eine GmbH-Insolvenz. Das zweite Verfahren die Privatinsolvenz des GF. Wofür soll hier das Wörtchen "ernneut" passen?? :shock: Außerdem... Warum und weshalb sollen irgendwelche Straftaten das Recht auf Insolvenz verwehren?
Asor hat geschrieben:Darf der Gläubiger trotz erneuter Insolvenz vollstrecken oder muss er die Forderung erneut beim Insolvenzverwalter anmelden?
Auch hier die Frage was soll das Wort "erneut"?? Vollstrecken womit?? Mit einem Titel gegen eine GmbH nun gegen eine natürliche Person?? Antwort: Natürlich können Sie mit einem MEIER-Titel nicht gegen MÜLLER vollstrecken.

Wieso Forderung ERNEUT anmelden. Die Forderung aus der GmbH und die gegen den GF sind wohl kaum identisch. Sowohl der Forderungsgegner als auch der Forderungsgrund sind ja wohl vollkommen unterschiedlich. Gegen die GmbH bestand vermutlich eine Forderung aus "Lieferung und Leistung". Gegen den GF kann ja höchstens eine Forderung aus "Haftung" (§64 GmbHG) bestehen. Ist diese Haftung nicht bereits beansprucht und festgestellt, dann dürfte die Sache aus der Welt sein (Haftung dürfte inzwischen verjährt sein).

8) 8) 8) Wie wir sehen, Fragen ohne Ende.
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Re: Von GmbH Insolvenz zur Privat Insolvenz

Beitrag von Asor » 22.04.18, 09:39

Habe vollstreckbaren Titel aus unerlaubter Handlung an privat haftenden Geschäftsführer einer GmbH.
Es wurden schon mehrere Vollstreckungsversuche durchgeführt - leider nicht erfolgreich.
Nun läuft 6 Jahre nach der GmbH Insolvenz ein privates Insolvenzverfahren, des o.g. Schuldners.
Muss nun meine Forderung gegen den privat haftenden ehemaligen Geschäftsführer erneut dem jetzigen Insolvenzverwalter gemeldet werden?
Ich hoffe dieser Text wirft keine Fragen mehr auf.

Dirty Uschi
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Re: Von GmbH Insolvenz zur Privat Insolvenz

Beitrag von Dirty Uschi » 22.04.18, 10:42

Die Insolvenz der GmbH hat nichts mit der Insolvenz des Schuldners zu tun, sind ja unterschiedliche Vermögensmassen.
Folglich muss der Gläubiger in diesem Verfahren seine Ansprüche anmelden, um seiner Rechte nicht verlustig zu gehen.

Wird nicht angemeldet, nutzt dem Gläubiger sein Titel mit der vbuH nichts, der Anspruch fällt dann unter die RSB.
Es kann nur dann eine Ausnahme geben, wenn der Schuldner diese Forderung bewusst verschweigt, um den Gläubiger vom Verfahren auszuschließen.

Soweit klar und eindeutig bei dem beschrieben Sachverhalt, oder gibt es da noch einen Nachtrag?
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Asor
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Re: Von GmbH Insolvenz zur Privat Insolvenz

Beitrag von Asor » 22.04.18, 15:56

Vielen Dank!
Gläubiger wird seine Forderung nun anmelden :D

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