Links in E-Mail rechtlich gefährlich?

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morgen-tau
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Links in E-Mail rechtlich gefährlich?

Beitrag von morgen-tau » 23.06.15, 17:20

Hier eine allgemeine Frage:

Gibt es rechtliche Gefahren beim Versenden von Links zu Internetseiten in (privaten) E-Mails? Z.B. könnten sich ja auf den verlinkten Seiten (unwissentlich) unerlaubte Inhalte befinden oder nach dem E-Mail-Versand dort eingefügt werden.

Wenn ja, welche gesetzlichen Grundlagen kämen hierbei (z.B. bei einer Haftung) zur Anwendung? Ist ein E-Mail-Versender ein Diensteanbieter im Sinne des § 2 TMG?

Wie kann man sich ggf. schützen?

Bei Internetseiten gibt es die sogenannten Disclaimer, über deren Notwendigkeit und Wirksamkeit ich jedoch unterschiedliche Meinungen gelesen habe.

Danke für alle Antworten.

Michael A. Schaffrath
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Re: Links in E-Mail rechtlich gefährlich?

Beitrag von Michael A. Schaffrath » 22.07.15, 13:34

Für Straftaten bedarf es des (bedingten) Vorsatzes.
Für zivilrechtliche Haftung mindestens der Fahrlässigkeit. (Sonderfälle wie Mitstörerhaftung mal außen vor.)
Sofern also nicht besondere Umstände hinzutreten, ist es objektiv unproblematisch, wenn sich die Inhalte der verlinkten Seiten nach dem Versenden der Mail ändern - wie hätte man das wissen können?
Problematisch wird es eher bei subjektiven Gesichtspunkten - A schickt B eine Mail "guck mal" mit einem Link auf Katzenfotos, leider hat unmittelbar danach der Domaininhaber gewechselt und nun führt der Link auf Kinderpornographie. Dann spricht der erste Anschein (wenn man nicht beweisen kann, daß so eine massive Änderung stattgefunden hat) dafür, daß A bewußt einen solchen Link verschickt hat.
DefPimp: Mein Gott
Biber: Nö, war nur M.A.S. Aber hier im Forum ist das schon ziemlich dicht dran.

Chabos wissen, wer der M.A.S. ist.

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