Preisangabeverordnung

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Flocky84
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Preisangabeverordnung

Beitrag von Flocky84 » 05.09.15, 18:51

Hallo zusammen,

muss eine Hundeschule auf ihrer Webseite auch eine Angabe zu den Preisen für das Training machen?

Für eure Antworten bin ich euch sehr dankbar.

gargamel111
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Re: Preisangabeverordnung

Beitrag von gargamel111 » 07.09.15, 09:21

hallo,

nein, muss sie nicht. Allerdings kann dann auch nicht direkt über das Internet gebucht werden.
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Flocky84
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Re: Preisangabeverordnung

Beitrag von Flocky84 » 07.09.15, 09:24

Super vielen Dank für die Antwort.

Jetzt wäre es noch interessant zu wissen warum nicht.
Da die Hundeschule ja Dienstleistungen anbietet, dachte ich, dass man dort auch Preise angeben muss.
Oder gilt die Preisangabeverordnung nur, wenn jemand etwas auch im INternet verkauft?

gargamel111
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Re: Preisangabeverordnung

Beitrag von gargamel111 » 07.09.15, 09:31

Ich kann im Internet über alles informieren, muss aber das nicht auch gleich zum Verkauf anbieten. Sprich: Ich schreibe: Das sind meine Leistungen, Preise erfahren Sie am Telefon/per Angebot oder was auch immer. Marketingtechnisch ist das natürlich total daneben, weil kein Mensch Lust hat, auf diese zweimalige Kontaktaufnahme, aber das ist Sache der Hundeschule.
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Ronny1958
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Re: Preisangabeverordnung

Beitrag von Ronny1958 » 07.09.15, 09:46

Hallo,

die PAngV ist etwas mißverständlich formuliert.

Für Leistungen gilt der § 5 PAngV:
§ 5 Leistungen




(1) Wer Leistungen anbietet, hat ein Preisverzeichnis mit den Preisen für seine wesentlichen Leistungen oder in den Fällen des § 1 Abs. 3 mit seinen Verrechnungssätzen aufzustellen. Dieses ist im Geschäftslokal oder am sonstigen Ort des Leistungsangebots und, sofern vorhanden, zusätzlich im Schaufenster oder Schaukasten anzubringen. Ort des Leistungsangebots ist auch die Bildschirmanzeige. Wird eine Leistung über Bildschirmanzeige erbracht und nach Einheiten berechnet, ist eine gesonderte Anzeige über den Preis der fortlaufenden Nutzung unentgeltlich anzubieten.

(2) Werden entsprechend der allgemeinen Verkehrsauffassung die Preise und Verrechnungssätze für sämtliche angebotenen Leistungen in Preisverzeichnisse aufgenommen, so sind diese zur Einsichtnahme am Ort des Leistungsangebots bereitzuhalten, wenn das Anbringen der Preisverzeichnisse wegen ihres Umfangs nicht zumutbar ist.

(3) Werden die Leistungen in Fachabteilungen von Handelsbetrieben angeboten, so genügt das Anbringen der Preisverzeichnisse in den Fachabteilungen

Das Mißverständliche habe ich mal rot gefärbt.


Am Bildschirm, also im Internet oder Fernsehen, müssen allerdings nur dann die Preise für derartige Leitungen angegeben werden, wenn diese auch per Bildschirm erbracht werden. Das wird mit dem nächsten Satz klargestellt.
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

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