Streik und dessen Rechtmässigkeit, Schadensersatz

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Redfox

Re: Streik und dessen Rechtmässigkeit, Schadensersatz

Beitrag von Redfox »

DaChris77 hat geschrieben:....und das dann pfänden "Sicherstellungspfändung".
Dieser Begriff ist mir unbekannt. Was soll das sein?

nordlicht02
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Re: Streik und dessen Rechtmässigkeit, Schadensersatz

Beitrag von nordlicht02 »

DaChris77 hat geschrieben: Und glaube mir,
Ob Sie Geschäftsführer in der Klitsche Ihrer Frau sind oder eines Weltkonzerns: Ich kann mich nicht erinnern, Ihnen das Du angeboten zu haben.
Mit Leuten mit derart asozialer Einstellung, wie sie Ihnen zu eigen scheint, bin ich grundsätzlich nicht per Du. :twisted:
„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.“ (Hanns Joachim Friedrichs)

Dipl.-Sozialarbeiter
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Re: Streik und dessen Rechtmässigkeit, Schadensersatz

Beitrag von Dipl.-Sozialarbeiter »

mailo hat geschrieben:Leider sind wir nicht in der SC, wo das hier lieber stehen sollte..
...
Die Bitte wurde erhört. ;-)

Mount'N'Update

Re: Streik und dessen Rechtmässigkeit, Schadensersatz

Beitrag von Mount'N'Update »

DaChris77 hat geschrieben:Ist die Inso rum gehts in die USA für 3-5 Jahre AKWs warten und dann wieder zurück in die CH :) So lernen die Kids wenigstens richtig englisch.
In die USA zu gehen um Englisch zu lernen ist fast wie nach Bayern zu gehen um Deutsch zu lernen. :lachen:

Und wer ganz legal Finanzamt, Krankenkasse, Steuerberater, Rechtsanwalt, KFW und Sadtwerke Schaden zufügen darf (dass die Forderngen unberechtigt sind, zweifle ich an), sollte sich nicht über einen Streik künstlich aufregen. Es gibt tausende von legalen Möglichkeiten, andere zu ärgern. Nicht für alle muss man Verständnis haben, aber das Streikrecht ist ein hohes Gut. Ich darf ja als Beamter nicht, was mir jetzt aber ein reines Gewissen verschafft... :engel:

Ronny1958
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Re: Streik und dessen Rechtmässigkeit, Schadensersatz

Beitrag von Ronny1958 »

Ich darf ja als Beamter nicht, was mir jetzt aber ein reines Gewissen verschafft...
Ich bin bei jedem Warnstreik dabei.

Zwar mit einem Tag meines Jahresurlaubs erkauft, aber egal.

Ich will es auch nicht eskalieren lassen, aber mE hat der EUGH den Beamten mit wenigen engen Ausnahmen, das Streikrecht bereits zugebilligt.

Die hoheitlich Tätigen unserer Berufsgruppe dürfen nicht. Aber wer fällt da eigentlich wirklich drunter?

M.E. sind das nur noch die Polizeibeamten, weil dort gibts noch keine Angestellten.
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

Redfox

Re: Streik und dessen Rechtmässigkeit, Schadensersatz

Beitrag von Redfox »

Ronny1958 hat geschrieben:Ich will es auch nicht eskalieren lassen, aber mE hat der EUGH den Beamten mit wenigen engen Ausnahmen, das Streikrecht bereits zugebilligt.
Das sieht das OVG Münster (Urteil vom 7.3.2012 - AZ: 3d A 317/11.O )anders bzw. es hält die Regelungen des Grundgesetzes für vorrangig vor denen der EMRK. --> http://blog.beck.de/2012/03/14/ovg-muen ... uer-beamte

Dipl.-Sozialarbeiter
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Re: Streik und dessen Rechtmässigkeit, Schadensersatz

Beitrag von Dipl.-Sozialarbeiter »

Ronny1958 hat geschrieben:... Die hoheitlich Tätigen unserer Berufsgruppe dürfen nicht. Aber wer fällt da eigentlich wirklich drunter? ...
Darunter fallen sicher keine Lehrer, wohl aber all jene, die per Gesetz Eingriffe in die Grundrechte der Bürger vornehmen können (z.B. Polizei, Ordnungsamt, usw.). ;-)

Ronny1958
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Re: Streik und dessen Rechtmässigkeit, Schadensersatz

Beitrag von Ronny1958 »

Bei der Polizei im engeren Sinne sind wir einer Meinung.

Beim einfachen angestellten Ordnungspolizeibeamten (schon der Begriff ist irreführend, eigentlich war Hilfspolizist viel treffender) den wir oftmals als Ordnungspolizei, Stadtpolizei etc bezeichnet vorfinden, müßte man sich die Verträge im Einzelnen anschauen.
Redfox hat geschrieben:Das sieht das OVG Münster (Urteil vom 7.3.2012 - AZ: 3d A 317/11.O )anders bzw. es hält die Regelungen des Grundgesetzes für vorrangig vor denen der EMRK.
Dazu gibts wohl schon eine Gegenminung, finde sie aber noch nicht.

Edit hat sie gefunden:

Disziplinarkammer des VG Kassel in zwei Entscheidungen vom 27.07.2011.

Die Aktenzeichen lauten: 28 K 574/10.KS.D und 28 K 1208/10.KS.D.

Gleiche Richtung:

VG Düsseldorf Urteil vom 15. Dezember 2010 (Aktenzeichen: 31 K 3904/10.O)
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

Cicero
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Re: Streik und dessen Rechtmässigkeit, Schadensersatz

Beitrag von Cicero »

Mount'N'Update hat geschrieben:...In die USA zu gehen um Englisch zu lernen ist fast wie nach Bayern zu gehen um Deutsch zu lernen. :lachen:
Naja.... ich habe in Bayern Deutsch und auf einer amerikanischen Schule im Ausland Englisch gelernt... demnach beherrsche ich beide Sprachen tatsächlich nicht?

mailo
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Re: Streik und dessen Rechtmässigkeit, Schadensersatz

Beitrag von mailo »

Und wo gab es das Pseudolatinum.

wi rkte cht fas twier ichtiges

Cicero
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Re: Streik und dessen Rechtmässigkeit, Schadensersatz

Beitrag von Cicero »

Auch das gab es in Bayern. Allerdings habe ich meine schulisch erworbenen Lateinkenntnisse heute vollständig vergessen und bin somit auf Pseudolatein angewiesen.

Redfox

Re: Streik und dessen Rechtmässigkeit, Schadensersatz

Beitrag von Redfox »

Ronny1958 hat geschrieben:Edit hat sie gefunden:....
Im Fall des vom OVG Münster entschiedenen waren die Vorinstanzen auch anderer Meinung.

Ronny1958
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Re: Streik und dessen Rechtmässigkeit, Schadensersatz

Beitrag von Ronny1958 »

Schaun mer mal ...
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

Nordland
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Re: Streik und dessen Rechtmässigkeit, Schadensersatz

Beitrag von Nordland »

Ronny1958 hat geschrieben:
Ich darf ja als Beamter nicht, was mir jetzt aber ein reines Gewissen verschafft...
Ich bin bei jedem Warnstreik dabei.
Ernsthaft? Ich nicht.

Auch wenn ich jetzt nicht unserem Ticino zustimmen möchte, finde ich so manches doch extrem übertrieben. Du wirst im ÖD nicht das Geld bekommen, was Leute mit vergleichbarem Ausbildungsstand bei VW bekommen, da kannst du noch so viel streiken bzw. Urlaub nehmen. Apropos Urlaub, als ich unter 30 war, bin ich nicht tot umgefallen, weil ich nur 26 Tage Urlaub hatte. Wenn ich sowas schön höre, Klage wegen angeblicher Altersdikriminierung der Jungen...
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Cicero
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Re: Streik und dessen Rechtmässigkeit, Schadensersatz

Beitrag von Cicero »

Nordland hat geschrieben:Wenn ich sowas schön höre, Klage wegen angeblicher Altersdikriminierung der Jungen...
Naja, ich sag mal so: Altersdiskriminierung ist zunächst einmal nichts anderes als altersbedingt unterschiedliche Behandlung. Wie wäre es denn, wenn ein Tarifvertrag für Männer 26 Tage Urlaub vorsehen würde und für Frauen 30, gleichzeitig aber unstrittig wäre, dass die vier fehlenden Urlaubstage keinen Mann "umbringen"?

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