Warum so viele Flüchtlinge.

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Nordland
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Nordland »

Cordelia hat geschrieben:Um „in den Medien besser auszusehen“ gibt es wahrlich profitablere Themen, z.B. eine nette Benefiz-Veranstaltung mit Hummer-Häppchen oder eine seicht-rührige Geschichte in einem Schmierenblatt. Prominente ernten für ihre Aussagen nicht nur herbe Kritik sondern auch Drohungen und Beschimpfungen weit unterhalb der Gürtellinie, das ist auch für Prominente nicht eben angenehm.
Es gibt doch schon Kampagnen, mit denen die selbsternannte moralische Elite Druck auf Prominente ausübt, sich der undifferenzierten Pro-Flüchtlings-Bewegung anzuschließen.
Cordelia hat geschrieben:
Nordland hat geschrieben:Viel zu kurz gegriffen. Die Konzerne haben genug gezahlt und würden theoretisch auch alle Standards einhalten, wenn nicht Politiker und Beamte dort die Hand aufhalten würden. Das kann man nicht der westlichen Welt anlasten.
Zur Bestechung gehören immer zwei und manchmal wär’s vielleicht auch besser gewesen, die „westliche Welt“ hätte sich mehr zurückgehalten, z.B. nicht mit Waffenlieferungen „unterstützt“ und politisch gezündelt.
Ach, bitte, immer wieder die Ausrede mit den Waffenlieferungen. Es gibt auch Leute, die die Waffen bestellen und benutzen. Und in Ruanda damals wurde mit Knüppeln gemordet oder Menschen wurden verbrannt.
Cordelia hat geschrieben:
Nordland hat geschrieben:Ich habe auch Verständnis. Ich erwarte aber auch Verständnis für die Forderung, dass diese Menschen hier nicht bleiben können
Und was soll dagegen unternommen werden? Die Flüchtlinge werden kommen, ob es Dir nun gefällt oder nicht.
Du hast mal eben so mit ein paar Worten auf deiner Tastatur die Demokratie abgeschafft.
Cordelia hat geschrieben:Da nützen keine Mauern und kein Stacheldraht, keine Ausweisungen und Gesetzesänderungen
Doch, exakt dies. Wir müssen endlich den Traum von offenen Grenzen begraben und die Rückführungspolitik ganz deutlich intensivieren. Zudem brauchen wir eine Grundgesetzänderung, denn es ist sinnlos, wenn Personen aus sicheren Drittstaaten hier überhaupt Asylanträge stellen und monatelang die Verwaltungen auf Trab halten können.
Cordelia hat geschrieben:und erst recht nicht plumpe Stammtischsprüche oder Brandsätze.
Das ist der typische Fehler. Man greift sich immer nur einzelne Einträge in den sozialen Medien oder die Taten einzelnen Wirrköpfe heraus und tut so, als gäbe es nur diese Seite, wenn man nicht pro ungesteuerter Einwanderung eingestellt sein will. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Ein bedeutsamer Teil der autochthonen Bevölkerung lehnt die ungesteuerte Zuwanderung ab und weiß zum Beispiel auch, dass man mit Zuwanderung den angeblichen Fachkräftemangel nicht beseitigen kann. Und diese Menschen äußern ihre Ansichten entweder gar nicht, um nicht aufzufallen, oder in zulässiger und friedlicher Weise.
Cordelia hat geschrieben:Sie werden auch kommen in dem Wissen nicht willkommen zu sein, weil sie oftmals gar keine andere Wahl haben.
Nö, denn zum Beispiel nach Polen oder Frankreich kommen nicht so viele wie nach Deutschland, was beweist, dass es hier im Wesentlichen um Menschen geht, die sich bestimmte Zielländer aussuchen. Und wenn man sich ansieht, was einige dieser Flüchtlinge an Forderungen stellen, dann muss man schon vermuten, dass man mehr steuern kann, als man denkt. Man muss es nur wollen. Willst du es?
Cordelia hat geschrieben:
Nordland hat geschrieben:Nur, wenn in den schlechter entwickelten Regionen der Erde die Geburtenraten unter Kontrolle gebracht werden, besteht die Aussicht auf die Ausprägung gesunder Wirtschafts- und Sozialstrukturen.
Du hättest Missionar werden sollen. Menschen in anderen Regionen der Erde haben möglicherweise andere Probleme als wir und was die „westliche Welt“ mit Entwicklungshilfe aufbaut, wird durch Handels- und Agrarpolitik wieder zunichte gemacht.
Ich habe doch schon zum Spiegel-Essay verlinkt. Dort ist klar beschrieben, dass es einige Regionen schaffen. Andere wiederum nicht. Dein ständiger Drang nach Pauschalierung und deine ewige Verweigerung, zu differenzieren, sobald es um vermeintlich Arme und Schutzbedürftige (eigentlich alle Personen, die nicht aus der westlichen Welt kommen) geht, macht es aber nicht leicht, dir das zu vermitteln.
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all-in
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von all-in »

windalf hat geschrieben:Der Widerspruch ist ganz einfach zu erkennen. Das System ermöglicht es. Es müsste so laufen, dass das System einen die Wahl lässt mitzuspielen oder auch nicht und wer sich dagegen entscheidet hat dann im Falll des Falles halt Pech. Der Fehler/Widerspruch liegt genau im System denen die sich dagegen entschieden haben zu erlauben zurück zu kehren.
Verstehe nicht, wer sich gegen welches System entschieden haben soll und später doch in es zurückkehren kann.
Aber davon abgesehen gebe ich dir völlig recht. Konsequent wäre, dass diejenigen, die heute sagen: für mich muss sich alles rechnen, selbst Hilfeleistung, selbstverständlich will ich dabei auch noch meinen Schnitt machen ("brauchbare Flüchtlinge"), solidarisch können sich doch bitte sehr die anderen zeigen, mir geht das am Allerwertesten vorbei. Diejenigen sollten dann wohl zukünftig in Situationen, in denen sie auf soziale Unterstützung angewiesen sind, auch hübsch außen vor bleiben.

Cordelia
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Cordelia »

Nordland hat geschrieben:Es gibt doch schon Kampagnen, mit denen die selbsternannte moralische Elite Druck auf Prominente ausübt, sich der undifferenzierten Pro-Flüchtlings-Bewegung anzuschließen
Diese „Kampagne“ ist nicht viel mehr als ein Kommentar, das sollte man schon noch unterscheiden. In einem Punkt stimme ich dem Autor aber zu: Wegducken gilt nicht mehr.
Nordland hat geschrieben:Ach, bitte, immer wieder die Ausrede mit den Waffenlieferungen. Es gibt auch Leute, die die Waffen bestellen und benutzen. Und in Ruanda damals wurde mit Knüppeln gemordet oder Menschen wurden verbrannt.
Und das ausgerechnet von Dir...Die große Masse der Asylbewerber kommt aus Kriegs- bzw. ehemaligen Kriegsgebieten: Syrien, Äthiopien, Somalia, Afghanistan, Irak oder dem ehemaligen Jugoslawien (Statistik des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge 2014). Erst verteidigte man Deutschland am Hindukusch, dann in Lybien, in Syrien.... Die Taliban und Al-Kaida wurden mit Waffen versorgt, damit hat man doch den Islamischen Staat, über den Du Dich sonst so gerne echauffierst, erst aufgebaut.
Cordelia hat geschrieben:Und was soll dagegen unternommen werden? Die Flüchtlinge werden kommen, ob es Dir nun gefällt oder nicht.
Nordland hat geschrieben:Du hast mal eben so mit ein paar Worten auf deiner Tastatur die Demokratie abgeschafft
Welche Demokratie? :devil: Jetzt mal im Ernst. Die Flüchtlinge verlassen ihre Heimat, flüchten vor Verfolgung, Kriegsgefahren, Hungersnot und begeben sich auf einen meist risikoreichen Weg in Länder, deren Sprache und Kultur ihnen größtenteils fremd sind. Das ist keine leichtfertige Entscheidung die man eben mal so trifft, um sich anderswo in die Hängematte zu legen. Glaubst Du wirklich, diese Flüchtlinge lassen sich durch Taschengeldentzug, Abschiebehaft oder Stacheldraht aufhalten? Solange sie in ihren Heimatländern keine Zukunft sehen werden sie kommen, ob es uns nun gefällt oder nicht.
Nordland hat geschrieben:Doch, exakt dies. Wir müssen endlich den Traum von offenen Grenzen begraben und die Rückführungspolitik ganz deutlich intensivieren. Zudem brauchen wir eine Grundgesetzänderung, denn es ist sinnlos, wenn Personen aus sicheren Drittstaaten hier überhaupt Asylanträge stellen und monatelang die Verwaltungen auf Trab halten können.
Das deutsche Asylrecht und die Genfer Flüchtlingskonvention sind nicht für Wirtschaftsflüchtlinge gedacht, aber es handelt sich um ein Individualrecht, das nicht pauschal abgelehnt werden kann. Schließlich gibt es auch vereinzelt Asylanträge aus „sicheren Drittstaaten“, die anerkannt werden. Belgien führte Albanien 2012 auf der Liste der sicheren Herkunftsländer, trotzdem wurden in den folgenden 3 Jahren 17 % der Asylanträge anerkannt. Schlussendlich strich die belgische Regierung Albanien wieder von der Liste. Sinti und Roma z.B. werden innerhalb Europas seit Jahrzehnten diskriminiert, leben in ärmlichsten Behausungen abgeschottet vom Arbeitsmarkt. Die EU ignoriert die Mißstände. Unterscheidet sich ein diskriminierter Roma so wesentlich von einem syrischen Flüchtling?
Nordland hat geschrieben:Ich habe doch schon zum Spiegel-Essay verlinkt. Dort ist klar beschrieben, dass es einige Regionen schaffen. Andere wiederum nicht. Dein ständiger Drang nach Pauschalierung und deine ewige Verweigerung, zu differenzieren, sobald es um vermeintlich Arme und Schutzbedürftige (eigentlich alle Personen, die nicht aus der westlichen Welt kommen) geht, macht es aber nicht leicht, dir das zu vermitteln.
Du meinst das Essay von Klingholz? Ich wollt’ ja nicht darauf herumreiten… :mrgreen:

Klingholz lag schon mit seiner Prognose zur Demografieentwicklung ziemlich daneben wie der Zensus zeigte. Seine Prognosen werden aber von Politikern wie Mutti nach wie vor gerne genommen, um den unabwendbaren demografischen Niedergang Deutschlands heraufzubeschwören und die daraus angeblich notwendigen Reformen einzuläuten. Nach Angaben von Klingholz müssten wir jährlich zwischen 600.000 und 700.000 Zuwanderer gewinnen und dauerhaft halten, damit sie hier auch Familien gründen können, um die viel zu niedrige Reproduktionsquote deutscher Frauen auszugleichen.
cicero hat geschrieben:Eines muss man den hartnäckigen Schrumpfungs-Anhängern aber lassen: Ausgerechnet ihre permanenten Vorhersagen eines immer kleiner werdenden Arbeitskräftereservoirs in Deutschland, über die natürlich auch im Ausland berichtet wird, dürften bei vielen potenziellen Zuwanderern dazu beitragen, ihr Glück in Deutschland zu suchen. Die deutsche Angst vor der Schrumpfung hat weltweit Schlagzeilen gemacht – und wirkt zusätzlich wie eine Aufforderung, zu kommen. Experten wie Klingholz tragen deshalb vielleicht selbst durch allzu düstere Prognosen dazu bei, dass ihre langfristigen Annahmen der Schrumpfung nie Realität werden.
Warum die Schrumpf-These ein Märchen ist

Nordland
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Nordland »

Cordelia hat geschrieben:Diese „Kampagne“ ist nicht viel mehr als ein Kommentar, das sollte man schon noch unterscheiden. In einem Punkt stimme ich dem Autor aber zu: Wegducken gilt nicht mehr.
Gibt es denn auch Promis, die so mutig sind, sich offen gegen die ungesteuerte Zuwanderung und für die Belange auch der heimischen Bevölkerung auszusprechen? Das würde mich sehr freuen, allerdings fällt mir da in letzter Zeit keine(r) ein.
Cordelia hat geschrieben:Und das ausgerechnet von Dir...Die große Masse der Asylbewerber kommt aus Kriegs- bzw. ehemaligen Kriegsgebieten: Syrien, Äthiopien, Somalia, Afghanistan, Irak oder dem ehemaligen Jugoslawien (Statistik des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge 2014). Erst verteidigte man Deutschland am Hindukusch, dann in Lybien, in Syrien.... Die Taliban und Al-Kaida wurden mit Waffen versorgt, damit hat man doch den Islamischen Staat, über den Du Dich sonst so gerne echauffierst, erst aufgebaut.
Tja, in Syrien hat niemand eingegriffen. Und heute kommen von dort hunderttausend Flüchtlinge. Die Frage, militärischer Einsatz des Westens ja oder nein, wird vollkommen überschätzt. Die Taliban gibt es in Afghanistan auch so. Aus dem Irak ist man schon lange abgezogen. Es handelt sich bei der wahlweise vorgetragenen Argumentation "Der Westen hat durch sein militärisches Eingreifen die Flüchtlingsströme ausgelöst" vs. "Der Westen hat durch seine Untätigkeit die Flüchtlingsströme ausgelöst" um den Versuch, einen Sündenbock aufzubauen.
Cordelia hat geschrieben:Jetzt mal im Ernst. Die Flüchtlinge verlassen ihre Heimat, flüchten vor Verfolgung, Kriegsgefahren, Hungersnot und begeben sich auf einen meist risikoreichen Weg in Länder, deren Sprache und Kultur ihnen größtenteils fremd sind. Das ist keine leichtfertige Entscheidung die man eben mal so trifft, um sich anderswo in die Hängematte zu legen. Glaubst Du wirklich, diese Flüchtlinge lassen sich durch Taschengeldentzug, Abschiebehaft oder Stacheldraht aufhalten? Solange sie in ihren Heimatländern keine Zukunft sehen werden sie kommen, ob es uns nun gefällt oder nicht.
Nein, eben nicht. Sie kommen, weil so große Erwartungen geweckt werden. Das ist der Fehler. Die Wahrheit beginnt bei uns, indem wir zunächst einsehen, dass wir durch Zuwanderung keine Probleme lösen können. Wenn wir das endlich verinnerlichen würden, dann würde der Rest leicht vonstatten gehen. Selbstverständlich können wir die Flüchtlingsströme reduzieren! Wir müssen es nur wollen. Willst du es?
Cordelia hat geschrieben:Das deutsche Asylrecht und die Genfer Flüchtlingskonvention sind nicht für Wirtschaftsflüchtlinge gedacht, aber es handelt sich um ein Individualrecht, das nicht pauschal abgelehnt werden kann. Schließlich gibt es auch vereinzelt Asylanträge aus „sicheren Drittstaaten“, die anerkannt werden.
Das Asylrecht in der jetzigen Form ist allerdings gescheitert. Du sprichst von Einzelfallprüfungen. Diese sind doch gar nicht mehr gewährleistet. Daher sollte der Grundsatz der Individualprüfung durch eine Grundgesetzänderung abgeschafft werden. Ein Däne würde hier auch kein Asyl bekommen, und zwar allein schon deswegen, weil er Däne ist.
Cordelia hat geschrieben:Sinti und Roma z.B. werden innerhalb Europas seit Jahrzehnten diskriminiert, leben in ärmlichsten Behausungen abgeschottet vom Arbeitsmarkt. Die EU ignoriert die Mißstände. Unterscheidet sich ein diskriminierter Roma so wesentlich von einem syrischen Flüchtling?
Dieses Thema würde ich noch nicht einmal mit der Kneifzange anfassen.
Cordelia hat geschrieben: Du meinst das Essay von Klingholz? Ich wollt’ ja nicht darauf herumreiten…
Dein Ansatz ist gar nicht so falsch. Doch du vermischt die Bevölkerungsentwicklung bei uns in Deutschland mit der in ärmeren Regionen. Bei uns brauchen wir mehr Kinder, woanders muss die Kinderzahl gesenkt werden. Aber in einem Punkt hast du recht: Der demografische Wandel in Deutschland wird extrem aufgebauscht, obwohl der Rückgang der Bevölkerung sogar viele positive Seiten hat.

Übrigens ist der aktuelle Top-Artikel beim Spiegel gerade der Kommentar von Fleischhauer: Die Idealisierung des Fremden.
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Name4711
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Name4711 »

Naja - der "demografische Wandel" hat halt tatsächlich den Haken, dass ein Teil des Produktivitäzszuwachses halt an "die Alten" umverteilt werden müsste und nicht mehr unter den 5% am Ende der Nahrungskette verteilt werden könnte. Allein deshalb besteht da so ein Problem.

Wer mit offenen Augen mal eine moderne Produktion ansieht - und danach nur an die 50'er Jahre des letzten Jahrhundert denkt, dem muss doch irgendwie ein Licht aufgehen. Nur proforma haben wir noch das gleiche Wirtschaftssystem wie in der ersten Hälfte des 20.Jh.

Heute muss man die Bedurfnisse erfinden um die Produkte zu verkaufen und nicht Produkte erfinden um Bedürfnisse zu befriedigen.
Das ist aber die GEmeinheit in meinen Augen: Ich bin sicher, das ein großer Teil des "Elends" in zumindeszt in der ersten Welt künstlich erhalten wird um das System zu stabilisieren!

(Steile These, denke ich aber wirklich)

Charon-
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Charon- »

Nordlicht hat geschrieben:Gibt es denn auch Promis, die so mutig sind, sich offen gegen die ungesteuerte Zuwanderung und für die Belange auch der heimischen Bevölkerung auszusprechen?/quote]

Klar, Viktor Orbán ist da ein führender Name, Lars Rasmussen wäre auch zu erwähnen
Nordlicht hat geschrieben:Tja, in Syrien hat niemand eingegriffen
Nein, natürlich nicht. 25 Millionen US-Dollar, 3500 Tonnen Ausrüstung und Ausbildung durch die CIA, die der FSA Starthilfe gegeben haben, sind ja kein Eingreifen, sondern Hilfe zur Selbsthilfe.
Nordlicht hat geschrieben:Selbstverständlich können wir die Flüchtlingsströme reduzieren
Klar können wir, tun wir doch auch schon. Natürlich nicht selber, wir betreiben Hilfe zur Selbsthilfe und lassen andere Zäune bauen und Lager einrichten.
Nordlicht hat geschrieben:Sie kommen, weil so große Erwartungen geweckt werden
Seltsam, Schweden weckt noch viel größere Erwartungen, und dennoch scheint es dort weniger Sorge zu geben, dass man überrannt wird.
Nordlicht hat geschrieben:Ein Däne würde hier auch kein Asyl bekommen, und zwar allein schon deswegen, weil er Däne ist
Das haben wir doch gerade mit einem Amerikaner durchgespielt, da waren viele Leute der Meinung, dieser müsste Asyl bekommen, auch wenn er Amerikaner ist.
Name4711 hat geschrieben:die Alten" umverteilt werden müsste und nicht mehr unter den 5% am Ende der Nahrungskette verteilt werden könnte.
Was wohl bald indentisch sein könnte (nur halt nicht nur 5%)
Um der allgemeinen Sprachverwirrung des Siezens entgegenzuwirken, biete ich jedem Nutzer das dänische Umgangsduzen an.

Sylliska
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Sylliska »

Nordland hat geschrieben:
Cordelia hat geschrieben:Jetzt mal im Ernst. Die Flüchtlinge verlassen ihre Heimat, flüchten vor Verfolgung, Kriegsgefahren, Hungersnot und begeben sich auf einen meist risikoreichen Weg in Länder, deren Sprache und Kultur ihnen größtenteils fremd sind. Das ist keine leichtfertige Entscheidung die man eben mal so trifft, um sich anderswo in die Hängematte zu legen. Glaubst Du wirklich, diese Flüchtlinge lassen sich durch Taschengeldentzug, Abschiebehaft oder Stacheldraht aufhalten? Solange sie in ihren Heimatländern keine Zukunft sehen werden sie kommen, ob es uns nun gefällt oder nicht.
Nein, eben nicht. Sie kommen, weil so große Erwartungen geweckt werden. Das ist der Fehler. Die Wahrheit beginnt bei uns, indem wir zunächst einsehen, dass wir durch Zuwanderung keine Probleme lösen können. Wenn wir das endlich verinnerlichen würden, dann würde der Rest leicht vonstatten gehen. Selbstverständlich können wir die Flüchtlingsströme reduzieren! Wir müssen es nur wollen. Willst du es?
Jupp!
Ich frage mich dann nur, warum alle so dringend nur nach Deutschland wollen...?
Wenns nur ums reine Flüchten vor Krieg geht, könnten sie auch in Ungarn bleiben, oder weiter nach Polen ziehen. Macht aber komischerweise keiner.
Woran das wohl liegt? :wink:

Ronny1958
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Ronny1958 »

Zunächst einmal hat wohl Deutschland eine Zusage zur Aufnahme von 20+x-Tausend Syrern gegeben.

Weiterhin hat Deutschland das dichteste soziale Netz und die vor allem die besten Chancen für junge qualifizierte syrische Akademiker zu bieten.

Abschließend hat Deutschland auch die größere Wirtschaftskraft gegenüber den ansonsten in Betracht kommenden EU-Peripherie-Staaten.

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Zur Info für all die kleinen "Nordländer" auf deutschen Straßen verweise ich mal auf eine nette Info-Präsentation der IG Metall Ressort Migration und Integration aus dem Juni 2015.

Ich habe sie leider nur als Pdf vorliegen und kann sie hier nicht anhängen, aber die Reaktion in unserem Betrieb, vor allem bei den Bedenkenträgern und denen die tatsächlich Angst vor Überfremdung, Islamismus, etc. haben, hat mir gezeigt, dass diese Betroffenheit auslösen kann.

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Ein paar nackte Tatsachen über die ach so hohen Aufnahmezahlen für Deutschland:

Die Aufnahmezahlen im Zeitraum 10/2013 bis 09/ 2014 je 100.000 Einwohner in

Deutschland 213
Luxemburg 220
Dänemark 228
Österreich 246
Malta 332
Schweden 821

Wem das noch nicht reicht, dem empfehle ich das Foto des Tages

Falls der Link nicht funktioniert, sucht nach "Toter Junge von Bodrum"

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Abschließend noch ein paar Zahlen:

Ein Flüchtling bekommt ca. 150 € Taschengeld.

Dem Staat fließen davon alleine wegen der Märchensteuer bereits 28 € direkt zurück.

In meinem Betrieb sind durch die Flüchtlingswelle bereits mehr als 50 Menschen zusätzlich eingestellt worden. Der größte Teil davon waren arbeitslose Sozialarbeiter.

Deren Gehalt, deren Sozialbeiträge und deren Konsum tragen wiederum dazu bei, dass es in diesem Staat weiter aufwärts geht.
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

Nordland
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Nordland »

Ronny1958 hat geschrieben:Betroffenheit auslösen

[...]

Falls der Link nicht funktioniert, sucht nach "Toter Junge von Bodrum"
Das mit dem toten Dreijährigen wurde ja inzwischen intensiv in den Medien gezeigt. Doch wenn du aus der Betroffenheit über solche Geschehnisse den Schluss ziehst, man müsse undifferenziert alle zuwandern lassen, dann vergisst du zwei Zusammenhänge:

Zum Einen ist es ein Trugschluss zu glauben, den sogenannten Asylkritikern - also im weitesten Sinne alle, die sich nicht undifferenziert einreihen - würde so etwas nicht nahe gehen. Das ist Unsinn. Niemand, der die Probleme durch die ungesteuerte Zuwanderung thematisiert, wird automatisch zu einem, dem solche menschlichen Schicksale egal sind. Und darüber kann man auch nicht hinwegtäuschen, indem man plakativ einzelne Meinungsäußerungen in den Vordergrund stellt, die wirklich in diese Richtung gehen. Man vergisst anscheinend bewusst, dass auf eine solche unangebrachte Äußerung vielleicht 99 oder 999 Äußerungen kommen, die einfach nur die Sorgen um die Entwicklung bei diesen immensen Zuwanderungszahlen ausdrücken. Im Übrigen sind für mich die wahren Empathielosen diejenigen, die in den Flüchtlingsströmen ihren Traum von der Abschaffung des deutschen Volkes verwirklicht sehen oder die so wie Augstein in seiner aktuellen Kolumne aggressiv die Meinung vertreten, man habe zu viel "braun" abbekommen, wenn man nicht pauschal für "bunt" eintritt.

Zum anderen vergisst du vollständig, dass diese schrecklichen Geschehnisse im Rahmen dieser Flüchtlingsbewegungen eben dies sind: Bestandteil dieser Bewegungen. Wir nehmen derzeit doch fast jeden auf und haben sogar in Bezug auf syrische Flüchtlinge offen geäußert, Dublin außer Kraft setzen zu wollen, wie Orban heute auch zurecht angemerkt hat. Wer ist es angesichts dessen, der sich schämen sollte? Sich mal an die eigene Nase fassen, das können die Roths und Schweigers leider nicht.
Ronny1958 hat geschrieben:In meinem Betrieb sind durch die Flüchtlingswelle bereits mehr als 50 Menschen zusätzlich eingestellt worden. Der größte Teil davon waren arbeitslose Sozialarbeiter.
Abgesehen davon sind deine Aussagen zum neuen Arbeitsplatzwunder etwas zu kurz gegriffen. Der Staat könnte auch ohne Flüchtlinge viele neue Bedienstete einstellen, wenn genug Geld da wäre. Das ist es aber nicht, wir sind in Europa immer noch in einer Schuldenkrise, selbst wenn dieses Thema in den Hintergrund gerückt sein mag. Deine These von der wundersamen Entstehung von Arbeitsplätzen erinnert so ein bisschen an... ne, das wäre jetzt zu einfach.
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all-in
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von all-in »

Sylliska hat geschrieben:Ich frage mich dann nur, warum alle so dringend nur nach Deutschland wollen...?
Wenns nur ums reine Flüchten vor Krieg geht, könnten sie auch in Ungarn bleiben, oder weiter nach Polen ziehen. Macht aber komischerweise keiner.
Woran das wohl liegt?
Ungarn mit seinen nationalistischen Gruppierungen, die teils militant auftreten, und der Orban-Regierung ist wirklich kein sicherer Platz für Minderheiten und Flüchtlinge. Gerichte haben mehrmals entschieden, dass Ungarn kein sicheres Herkunftsland darstellt, auch wenn die offizielle Politik es gern so darstellen möchte.
Die Zustände in ungarischen Flüchtlingslagern, die man als Gefängnisse bezeichnen muss, sind seit Jahren derart katastrophal, dass bereits mehrere deutsche Gerichte wie auch das österreichische Verfassungsgericht Zweifel an Ungarn als "sicherem Drittland" nach der Dublin-II-Vereinbarung äußerten und mehrere Rückabschiebungen bereits untersagt wurden.
Quelle

Ungarn zeichnete sich in der Vergangenheit durch die niedrigste Anerkennungsquote in der EU aus, 2014 lag sie bei gerade mal 9%.
Quelle

Auch der Umgang mit den ungarischen Roma zeigt auf, welche Widerwärtigkeiten in einem solchem nationalistisch aufgeheiztem Land zu befürchten sind.
Es ist unerträglich, dass in einem Mitgliedsland der Europäischen Union quasi-faschistische Dorfdiktatoren geduldet, dass die Rechte der Roma-Minderheit Tag für Tag verletzt werden.
(...)
Im Fall Ungarn können nur Blinde leugnen, dass die Rechte der Roma-Minderheit permanent verletzt werden.
Quelle

Name4711
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Name4711 »

Ronny1958 hat geschrieben: In meinem Betrieb sind durch die Flüchtlingswelle bereits mehr als 50 Menschen zusätzlich eingestellt worden. Der größte Teil davon waren arbeitslose Sozialarbeiter.

Deren Gehalt, deren Sozialbeiträge und deren Konsum tragen wiederum dazu bei, dass es in diesem Staat weiter aufwärts geht.
Das hab ich jetzt nicht gelesen - nein hab ich nicht - nein ,nein . neeneenneennee ... kann gar nicht sein...

Wo kann ich Asyl wegen geistiger Vergewaltigung stellen?

Ehrlich gesagt:

So nach 3 Wochen Berieselung - und der Annahme, das es in Syrien und auf dem balkan auch Iternet gibt:

Die Ungarn haben doch recht...

Die Deutschen erzählen 24h/7 Tage - bitte bitte flüchtet zu uns, hier studieren die Kinder für Umme , und ihr seid sowieso alles Fachkräfte!
(Ein Lehrer aus NRW kriegt Schwierigkeiten in Bayern anerkannt zu werden, aber der syrische Dipl .Ing... egal..)

...und nun wundern sich alle, dass in Budapest die Bude brennt und alles nach Deutschland will...


Dazu kommt, dass wer nach Deutschland will ja wenigstens die Kohle für die Reise haben muss - die wirklich armen Schweine sitzen dann jetzt im Kugelhagel und haben das zusätzliche problem, das der Arzt und der Apotheker gerade für eine Stelle in Mecklenburg-Vorpommern vorsprechen.
Die Hütten werden auch nichtr mehr aufgebaut , weil der der sonst den lehm anrührt gerade als Bauingenieur bei Stuttgart21 plant :mrgreen:

Gut, dass da in Syrien niemand die Kamera draufhält - weil hier nur noch mit Bildern und "sozialennetzwerken" gedacht wird

Hallo? Da brennt ja wohl noch Licht - ist aber keiner mehr zuhause ??!

Und dann dazu diese Meldung:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 51286.html

...und dann wundern sich die Spezialisten, wennn die Glatzen im osten komplett durchdrehen:
Die ärmere Hälfte der Deutschen besitzt gerade einmal 2,5 Prozent der Vermögen.
..gut, dass die lieber Fußball glotzen als Zeitung lesen...

Ronny1958
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Ronny1958 »

Speziell für solche geistigen Brandstifter wie 4711 und Nordland:

Es steht Euch frei, in jedem Land der Erde politisches Asyl zu erbitten. :devil:

Meinetwegen:

Geht mit Gott, aber geht. :twisted:

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

nordlicht02
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von nordlicht02 »

Charon- hat geschrieben:
Nordlicht hat geschrieben:bla, bla, blubb, Perfida...
Nordland bitte, nicht nordlicht! :wink:
„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.“ (Hanns Joachim Friedrichs)

Charon-
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Charon- »

nordlicht02 hat geschrieben:Nordland bitte, nicht nordlicht!
Das tut mir leid, meine aufrechte Entschuldigung für diese Verwechslung. Der Beitrag ist in der Formatierung sowieso komplett verrutscht, warum auch immer.

Wie gesagt, ich bitte vielmals um Entschuldigung.
Um der allgemeinen Sprachverwirrung des Siezens entgegenzuwirken, biete ich jedem Nutzer das dänische Umgangsduzen an.

Sylliska
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Sylliska »

all-in hat geschrieben:Ungarn mit seinen nationalistischen Gruppierungen, die teils militant auftreten, und der Orban-Regierung ist wirklich kein sicherer Platz für Minderheiten und Flüchtlinge.
Wenn man das als Standard nimmt, dann kann ab sofort jeder überall hin.
Also: alle zu uns! Yippieh! :liegestuhl:

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