Warum so viele Flüchtlinge.

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Name4711
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Name4711 » 04.09.15, 08:39

Ronny1958 hat geschrieben:Speziell für solche geistigen Brandstifter wie 4711 und Nordland:

Es steht Euch frei, in jedem Land der Erde politisches Asyl zu erbitten. :devil:

Meinetwegen:

Geht mit Gott, aber geht. :twisted:

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Selten so einen Blödsinn gelesen!
Wer ist denn hier der Brandstifter?

Und sorry - wer schreibt mit 50 neuen Sozialarbeitern im Staatsdienst habe sich ja schon ein Volkswirtschaftlicher Nutzen ergeben - den kann ich einfach nicht mehr ernst nehmen!
Lasst uns doch einfach jeden der kommen mag sofort verbeamten! Dann gibt es ruck Zuck Hunderttausend neue Arbeitsplätze!

Mit diesem ganzen Scheiß kocht ihr Propagandabetrunkenen die ganze Problematik erst hoch?

Statt eine - auch für die Flüchtlinge vernünftige Lösung zu finden, sitzen da jetzt tausende in Ungarn auf dem Parplatz und wollen nur nach Deutschland,
Danach im deutschen Qualitätsfernsehen eine nächste Szene:

Ein Syrer wird gefragt, warum er nach Deutschland will - die Antwort:

Er hat in Syrien Wirtschaft studiert - und möchte nun in Deutschland promovieren....

Das hab ich nicht zusammengeschnitten - das hab ich so gesehen - und sagt mir das?

Leute:

Heute ist Internet, Satelitenfernsehen - wer das mitbekommt, was hier medial abgefeiert wird, muss denken in D strahlt jedem die Sonne aus dem Hinterteil, die Straßen sind mit Goldbarren gepflastert und Regnen tut es Diätcola.
Da muss man als Außenstehender doch denken: Hey da ist Disneyland mit Idioten als Bewohnern!

Bekommt denn keiner mehr ein Normalmaß hin?

Schaffen die Deutschen es nie mal so zu ticken wie alle anderen Kinder auch? Allein wie dei europäishen Partner da kompromitiert werden. Das ist absolut nicht lösungsorientiert!

Ja Asylrecht ist wichtig - aber was in aller Welt soll das den Leuten den mund wässerig zu machen, das - wie berichtet - überhaupt niemand z.B. in Ungarn bleiben will (wie in den Verträgen ggf. vorgesehen)

Ihr dreht mich ja komplett um mit diesem Unsinn - aber hey ich bin ein guter Deutscher. Meine Forderung:

79 blonde Jungfrauen für jeden der es bis München HBF schafft - nach mir die sintflut.

Redfox

Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Redfox » 04.09.15, 08:45

Nordland hat geschrieben:....und haben sogar in Bezug auf syrische Flüchtlinge offen geäußert, Dublin außer Kraft setzen zu wollen, wie Orban heute auch zurecht angemerkt hat.
Offensichtlich kennt Orban die Regelungen von Dublin II (Verordnung (EG) Nr. 343/2003) nicht.

Dort ist jedem Mitgliedstaates nach Art. 3 Abs. 2 der Selbsteintritt erlaubt.
Sylliska hat geschrieben:Ich frage mich dann nur, warum alle so dringend nur nach Deutschland wollen...?
Wenns nur ums reine Flüchten vor Krieg geht, könnten sie auch in Ungarn bleiben, oder weiter nach Polen ziehen. Macht aber komischerweise keiner.
Woran das wohl liegt? :wink:
Auf Überstellungsstopps durch Gerichte hat bzgl. Ungarn ja schon all-in hingewiesen.

Entsprechende Urteile bis hin zum BVerfG und dem EuGHMR gibt es für Griechenland und von Instanzgerichten auch für Italien.
Name4711 hat geschrieben:Ja Asylrecht ist wichtig - aber was in aller Welt soll das den Leuten den mund wässerig zu machen, das - wie berichtet - überhaupt niemand z.B. in Ungarn bleiben will (wie in den Verträgen ggf. vorgesehen
Nach Dublin II ist ggf. Ungarn für das Anerkennungsverfahren zuständig.

Ist ein Flüchtling als Asylbewerber anerkannt, hat er regelmäßig einen gesicherten Aufenthaltsstatus. Mit diesem Status kann er m.W. regelmäßig auch in andere Länder der EU einreisen.
Zuletzt geändert von Redfox am 04.09.15, 09:02, insgesamt 1-mal geändert.

nordlicht02
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von nordlicht02 » 04.09.15, 08:53

Charon- hat geschrieben: Das tut mir leid, meine aufrechte Entschuldigung für diese Verwechslung.
Schon angenommen, kann ja mal passieren. :kopfstreichel:
Wollte es auch nur klarstellen - nicht dass mich hier irgendjemand in die Perfida-Ecke stellt. :shock:
„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.“ (Hanns Joachim Friedrichs)

ZetPeO
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von ZetPeO » 04.09.15, 11:15

naja… in einem hat windalf recht.
Diese Heuchelei unserer Politiker stinkt zum Himmel.

„Wir brauchen Einwanderer um das Rentensystem auch in Zukunft zu sichern.“

„Wir brauchen Einwanderer um den Fachkräftemangel auszugleichen“

Und jetzt meldet sich auch noch dieser Typ mit den gefärbten Haaren und Gesinnung zu Wort und fordert noch ne Agenda.

Renten- und Sozialsystem sind längst gescheitert.

In Wahrheit wird die Zuwanderung nur das Lohnniveau weiter absenken, zum Wohle der Unternehmen.
Da kann man dann wieder skandieren:
„Deutschland geht es gut“

Ach ja – ich vergaß…bitte nur qualifizierte Zuwanderer- echte Asylanten und Flüchtlinge müssen draussen bleiben.
Und um diejenigen die man reinlässt, man muss ja die empörte Volksseele beruhigen, kümmern sich dann bitte Ehrenamtliche.


Die soziale Kompetenz und geheuchelte Moral unserer Politiker ist einfach nur zum Kot…..


Gr
ZetPeO

Oktavia
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Oktavia » 04.09.15, 13:17

Name4711 hat geschrieben:Dazu kommt, dass wer nach Deutschland will ja wenigstens die Kohle für die Reise haben muss - die wirklich armen Schweine sitzen dann jetzt im Kugelhagel und haben das zusätzliche problem, das der Arzt und der Apotheker gerade für eine Stelle in Mecklenburg-Vorpommern vorsprechen.
Die Hütten werden auch nichtr mehr aufgebaut , weil der der sonst den lehm anrührt gerade als Bauingenieur bei Stuttgart21 plant :mrgreen:


Diese Fachkräfte sind aber längst nicht mehr in Syrien weil sie ansonsten vermutlich schon tot wären. Die sind in Lagern mit Hunderttausend anderen. Da gibt es wenig Infrastruktur und was hilft eine Fachausbildung wenn es keinerlei Materialien gibt? Zur Zeit müssen die Menschen da einfach weg. Wenn die Region jedoch innerhalb weniger Jahre wieder befriedet sein (ohne Diktatur) sollte dann gehe ich davon aus, dass die meissten eh wieder zurückgehen werden um das Land wieder aufzubauen und zu versuchen die vielleicht noch vorhandenen Werte zu retten. Viele die geflohen sind gehören dem Mittelstand an oder sind/waren vermögend, das sind eben keine Armutsflüchtlinge.
Name4711 hat geschrieben:Gut, dass da in Syrien niemand die Kamera draufhält - weil hier nur noch mit Bildern und "sozialennetzwerken" gedacht wird
Hallo? Da brennt ja wohl noch Licht - ist aber keiner mehr zuhause ??!

Und dann dazu diese Meldung:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 51286.html

...und dann wundern sich die Spezialisten, wennn die Glatzen im osten komplett durchdrehen:
Die ärmere Hälfte der Deutschen besitzt gerade einmal 2,5 Prozent der Vermögen.

..gut, dass die lieber Fußball glotzen als Zeitung lesen...
Wie bekloppt ist das denn? Wenn mir jemand die Kohle aus der Tasche zieht beschimpfe ich den erst Besten der noch weniger hat als ich? Genau das blick ich einfach nicht, für mich zeigt das aber mangelndes Selbstbewustsein/Selbstwertgefühl. Die meissten der Rechten Bauernfänger sind strafrechtlich schon in Erscheinung getreten, sei es wegen Körperverletzung, Betruges oder Kindesmissbrauchs. Das ist das Pack das andere anstachelt und von der Untätigkeit unserer Regierenden profitieren will.

Unsere Eltern und Großeltern haben hier zum Teil bei 0 angefangen, sie haben dieses völlig zerstörte Land wieder aufgebaut, das war eine gigantische Leistung. Millionen von Flüchtlingen aus dem Osten kamen und belasteten das Land, es gab keine Wohnungen, kaum Infrastruktur und viele Familien hatten keine "Ernährer" mehr. Jetzt stellen sich hier einige Flachpfeiffen, die im Leben noch nichts geleistet haben hin, schmeissen Steine und Flaschen auf Mitmenschen und zünden unser aller Eigentum an. Was mich echt beeindruckt ist, dass immer mehr normale BürgerInnen Widerstand leisten und ganz pragmatisch anpacken. Auch dass immer mehr Leute sich verbal dagegen stellen.
Wir brächten jetzt in der Politik eher Menchen wie Schmit, Brand und Adenauer. Leute mit nem Arsch in der Hose.
"Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft."
George Bernard Shaw

#WIRSINDMEHR

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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Ronny1958 » 04.09.15, 13:48

Wie bekloppt ist das denn?
Nicht "das", sondern "der". :devil:
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

Cordelia
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Cordelia » 04.09.15, 13:56

ZetPeO hat geschrieben:naja… in einem hat windalf recht.
Diese Heuchelei unserer Politiker stinkt zum Himmel.

„Wir brauchen Einwanderer um das Rentensystem auch in Zukunft zu sichern.“
„Wir brauchen Einwanderer um den Fachkräftemangel auszugleichen“…

In Wahrheit wird die Zuwanderung nur das Lohnniveau weiter absenken, zum Wohle der Unternehmen.
Da kann man dann wieder skandieren:„Deutschland geht es gut“

Ach ja – ich vergaß…bitte nur qualifizierte Zuwanderer- echte Asylanten und Flüchtlinge müssen draussen bleiben….

Die soziale Kompetenz und geheuchelte Moral unserer Politiker ist einfach nur zum Kot…..
Danke ZetPeO, Du bringst es auf den Punkt. Die Flüchtlingsdebatte wird wieder einmal gezielt missbraucht um politische Ziele durchzusetzen. Das macht Politik nicht nur unglaubwürdig, es bringt die Bevölkerung auch gegeneinander auf.

Es existiert in Deutschland kein Fachkräfte- und Lehrlingsmangel solange es noch Arbeits- und Ausbildungssuchende gibt. Während die Anforderungen ins Unermessliche steigen, verschlechtern sich die Löhne und Arbeitsbedingungen zunehmend. Wenn Betriebe keine qualifizierten Kräfte finden, ist das kein gesellschaftliches Problem sondern ein Versagen der Unternehmen.

Auch brauchen wir keine Zuwanderung für unsere Sozialsysteme. Diese werden gestützt durch ordentlich bezahlte Jobs mit denen auch ordentliches Geld in die Sozialsysteme fließt und nicht durch Dumpinglöhne. In den letzen Jahren hat unsere Politik die soziale Absicherung zunehmend abgebaut und die Sozialsysteme ausgebeutet, darüber schweigen die Hochglanzbroschüren. Armut gibt es auch in unserer Gesellschaft, aber sie wird totgeschwiegen. Wer auf der Strecke bleibt ist selbst schuld.

Daran maßgeblich beteiligt waren die Sozialdemokraten, bei denen das sozial mittlerweile genauso deplatziert ist wie das christlich bei den Konservativen, die nicht nur seit Jahren ein Einwanderungsgesetz verhindern sondern mit ihrem 12-Punkte-Programm rassistische Diskriminierung geradezu legitimieren wollen und damit das Asylrecht ad absurdum führen.

Die Syrer, die es nach Europa schaffen, stammen meist aus der Mittelschicht und sind in der Regel gut ausgebildete Fachkräfte. Diese Kräfte werden beim Aufbau in Syrien fehlen, allerdings ist ein Ende des Bürgerkriegs bislang nicht in Sicht. Deutschlands Rüstungsexporte in die arabischen Staaten haben sich mittlerweile verdoppelt, eine lukrative Einnahmequelle bei der die Menschlichkeit auf der Strecke bleibt.

Das Foto des Tages...Auch hier nimmt die Heuchelei kein Ende. Bemerkenswerterweise drücken vorrangig die Redaktionen auf die Tränendrüse, die nicht nur dem politischen Mainstream folgen und dabei journalistische Standards vermissen lassen sondern in der Vergangenheit vor allem durch ihre Berichterstattung die Hetze noch befeuerten. Politisch korrekt werden die bösen Schlepper als Ursache ausgemacht, ohne die würde aber kein Syrer Europa überhaupt erreichen.

Bei all der Heuchelei sollte man aber nie vergessen, dass es sich bei den Flüchtlingen um Menschen handelt. Zuwanderung löst keine Probleme, aber es besteht eine humanitäre Pflicht zur Hilfe. Politisches Versagen kann und darf nicht den Flüchtlingen angelastet werden. Lasst Euren Frust dort aus wo er hingehört: Bei der Politik. Wir brauchen keine Perfida sondern einen Politikwechsel.

windalf
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von windalf » 04.09.15, 14:25

Die Syrer, die es nach Europa schaffen, stammen meist aus der Mittelschicht und sind in der Regel gut ausgebildete Fachkräfte.
Was ja grundsätzlich gut ist, denn wenn die für uns arbeiten zahlen die ja auch gutbezahlt in die Sozialsysteme ein und finanzieren damit auch die Pfosten mit...
Armut gibt es auch in unserer Gesellschaft, aber sie wird totgeschwiegen. Wer auf der Strecke bleibt ist selbst schuld
...die auf der Strecke geblieben sind. In den meisten Fällen tatsächlich selbstverschuldet...
...fleißig wie zwei Weißbrote
0x2B | ~0x2B
Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

Nordland
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Nordland » 04.09.15, 18:21

Ronny1958 hat geschrieben:Speziell für solche geistigen Brandstifter wie 4711 und Nordland:

Es steht Euch frei, in jedem Land der Erde politisches Asyl zu erbitten. :devil:

Meinetwegen:

Geht mit Gott, aber geht. :twisted:
Mensch, Ronny, mit so einer persönlichen Reaktion habe ich nicht gerechnet. Ich könnte jetzt anführen, dass solche Bewertungen schon ungewöhnlich für einen sind, der in den Flüchtlingsströmen das Recht des Stärkeren sieht und Darwin heranzieht. Aber darum geht es nicht.

Ich glaube, was dich getroffen hat, war, dass jemand mal den Spieß umgedreht hat. Wie bequem ist es derzeit doch, den moralischen Zeigefinger auf diejenigen zu lenken, die sich außerhalb des "refugees welcome"-Systems stellen. Damit kann man sich selbst moralisch höherstellen. Und man braucht sich keine Sorgen zu machen, dass einem die Berichte über das Flüchtlingselend oder über die Straftaten einzelner Wirrköpfe ausgehen. Doch das greift eben zu kurz. Auch du und die anderen habt eine Verantwortung für die Auffassungen, die ihr vertretet. Ich verweise hierzu auf einen Kommentar in der Stuttgarter Zeitung.

Schlimm ist dieses Schwarz-weiß-Denken, das man gut in Oktis Argumentation erkennen kann:
Oktavia hat geschrieben:Jetzt stellen sich hier einige Flachpfeiffen, die im Leben noch nichts geleistet haben hin, schmeissen Steine und Flaschen auf Mitmenschen und zünden unser aller Eigentum an.
Es ist zwar richtig, dass diese Dinge geschehen. Es handelt sich um Straftaten, die von Polizei und Justiz verfolgt werden müssen und auch sonst nicht befürwortet werden dürfen. Richtig ist aber, dass die "refugees welcome"-Vertreter diese wenigen Leute als stellvertretend für die gesamte andere Seite sehen. Das heißt, jemand, der sich ihnen nicht anschließt oder Kritik beispielsweise an den ausbleibenden Rückführungen äußert, wird automatisch mit den Brandstiftern gleichgesetzt. Damit erteilt man sich und seiner Meinung eine Art Persilschein. Es gibt die gute Seite mit den Forderungen nach undifferenzierter Aufnahme und da die andere Seite die Seite der Brandstifter ist, hat man demnach recht. Also kann es auch kein Problem mit Wirtschaftsflüchtlingen, verzögerten Asylverfahren oder Islamisten unter den Flüchtlingen geben, denn das behaupten ja nur die Extremisten.

Schon oft habe ich hier gesagt, wie essenziell es ist, allen Menschen mit Respekt gegenüberzutreten. Wer Feuer legt oder Bussen mit Gewalt die Zufahrt zum Heim blockiert, der gefährdet auch Menschen, die wirklich Schutz benötigen. Außerdem füttert er die Leute, die wie oben beschrieben alles vereinfachen. Stattdessen gebe ich Cordelia dahingehend recht, dass es sich um politische Aspekte dreht. Ich akzeptiere ja auch deine Meinung, Ronny, sofern du eben politisch argumentierst. Über die 50 % zustimmungswürdigen Aussagen von Cordelia bin ich in diesem Sinne auch erfreut, wenngleich sie meines Erachtens falsche Folgeschlüsse zieht.

Die Situation spitzt sich immer mehr zu, doch noch wäre Zeit für politische Lösungen. Ich hoffe zum Beispiel, dass sich das bayerische Modell mit den Aufnahmezentren für Balkan-Flüchtlinge durchsetzt.
Es ist unser Land.

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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Name4711 » 04.09.15, 19:12

Oktavia hat geschrieben:
Name4711 hat geschrieben:Gut, dass da in Syrien niemand die Kamera draufhält - weil hier nur noch mit Bildern und "sozialennetzwerken" gedacht wird
Hallo? Da brennt ja wohl noch Licht - ist aber keiner mehr zuhause ??!

Und dann dazu diese Meldung:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 51286.html

...und dann wundern sich die Spezialisten, wennn die Glatzen im osten komplett durchdrehen:
Die ärmere Hälfte der Deutschen besitzt gerade einmal 2,5 Prozent der Vermögen.

..gut, dass die lieber Fußball glotzen als Zeitung lesen...
Wie bekloppt ist das denn? Wenn mir jemand die Kohle aus der Tasche zieht beschimpfe ich den erst Besten der noch weniger hat als ich? Genau das blick ich einfach nicht, für mich zeigt das aber mangelndes Selbstbewustsein/Selbstwertgefühl. Die meissten der Rechten Bauernfänger sind strafrechtlich schon in Erscheinung getreten, sei es wegen Körperverletzung, Betruges oder Kindesmissbrauchs. Das ist das Pack das andere anstachelt und von der Untätigkeit unserer Regierenden profitieren will.
Das ist schon sehr bekloppt, wenn ich erkennen muss, das meine Mitmenschen nur noch mit rein pablowschen Reflexen reagieren.
Wird ein Text kognitiv nicht erfasst - ggf weil er mit besonderen Stilmitteln arbeitet, wird versucht eine genehme Aussage als Feindbild einfach her zu interprtieren, damit man sich schön auregen kann.

Was habe ich wirklich gemeint?

Man versetzte sich doch mal bitte in einen ALG II Empfänger in der brandenburgischen Wüste (da gibt es trotz Statistiktricks viele):

Wenn dieser - unter Androhung von Sanktionen - zu seine "Berater" zitiert wird, wird er wahrscheinlich hören, dasss er mit seiner abgebrochenen KFZ-Lehre zu den Problemfällen gehört und unqualifiziert höchstens irgendwo im Lager den Besen schwingen darf.
Mindestens ein halbes Jahr unterhalb des Mindestlohn - damit er schön eingegliedert wird. Sein Kollege mit dem anderen Besen ist "Handels Fach irgendwas Fachkraft" und bekommt sogar 9€/h für die gleiche Arbeit. Das wird er als unqualifizierter Problemfall im Formalausbildungsland Deutschland aber nie erreichen. Maximales Ziel mal lang genug im Job um die vollen 8,50,- zu kassieren.
Anders als vor 40 Jahren wird er als Hilfsarbeiter dazu verurteilt den Rest des Lebens am Existensminimum zu vegitieren - keine festen Beziehungen, keine Familie usw. usw. sozial abgehängt eben.

In Dänemark hingegen schneiden Hilfskräfte für 17,-€/h die Gräten aus dem frischen Fisch, während in Deutschland selbständige Metzgermeister mit Papieren aus Bulgarien für 5,-/h im Schlachthof Schweine ausweiden oder das Blut wegwischen...

Gleichzeitig bricht ein Medienspektakel los wo wirklich 24h nur noch vom Fachkräftemangel die Rede ist. An allen Enden werden Arbeitskräfte gesucht. Der Untergang des Abendlandes steht unmittelbar bevor... 7 Tage die Woche wird nun die Willkommenskultur gefeiert..

Welche Reaktion ist denn nun die wahrscheinliche Variante?

Das der junge männliche ALG II Empfänger seinen Frust in Sylt bei einer Strandparty abbaut - oder sich einen Unschuldigen schnappt, den er für sich als Konkurrenten bei der Tafel oder sonst wo an der Resterampe ausmacht?

Cordelia
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Cordelia » 04.09.15, 19:56

Nordland hat geschrieben:...Auch du und die anderen habt eine Verantwortung für die Auffassungen, die ihr vertretet. Ich verweise hierzu auf einen Kommentar in der Stuttgarter Zeitung

Dieser Journalist hat sich schon in der Vergangenheit nicht gerade mit Ruhm bekleckert, ob nun beim Thema Islam (da liegt er ganz auf Deiner Linie), Stuttgart 21 oder gar Wunderheiler. Es ist diese Art von Journalismus, bei der es mir regelmäßig den Magen umdreht.
Wer dafür sorgt, dass Asylbewerber hierzulande möglichst gut versorgt werden, der heizt die Flüchtlingsströme erst so richtig an, deren Opfer er nach jeder Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer wortreich beklagt. Der mästet die Schleuser-Mafia, die davon lebt, armen Menschen in aller Welt das Paradies zu versprechen. Und nicht zuletzt: Er gibt Geld aus, das ihm gar nicht gehört
Das ist die Art von Hetze die Rechtsextremisten in die Hände spielt.

Nordland
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Nordland » 04.09.15, 23:05

Cordelia hat geschrieben:
Wer dafür sorgt, dass Asylbewerber hierzulande möglichst gut versorgt werden, der heizt die Flüchtlingsströme erst so richtig an, deren Opfer er nach jeder Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer wortreich beklagt. Der mästet die Schleuser-Mafia, die davon lebt, armen Menschen in aller Welt das Paradies zu versprechen. Und nicht zuletzt: Er gibt Geld aus, das ihm gar nicht gehört
Das ist die Art von Hetze, die Rechtsextremisten in die Hände spielt.
Könntest du diesen Gedankengang mal erklären? Wieso soll ein durchschnittlich gebildeter Mensch, der darauf hingewiesen wird, dass die derzeitigen massiven Flüchtlingsströme auch durch die von uns geweckten Erwartungen verstärkt werden könnten, plötzlich zum Rechtsradikalen werden? Das verstehe ich nämlich besonders vor dem Hintergrund nicht, dass sich diese Kritik gar nicht gegen die Flüchtlinge, sondern gegen unsere blauäugige Einstellung richtet.
Es ist unser Land.

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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Cordelia » 05.09.15, 00:01

Nordland hat geschrieben:Könntest du diesen Gedankengang mal erklären? Wieso soll ein durchschnittlich gebildeter Mensch, der darauf hingewiesen wird, dass die derzeitigen massiven Flüchtlingsströme auch durch die von uns geweckten Erwartungen verstärkt werden könnten, plötzlich zum Rechtsradikalen werden? Das verstehe ich nämlich besonders vor dem Hintergrund nicht, dass sich diese Kritik gar nicht gegen die Flüchtlinge, sondern gegen unsere blauäugige Einstellung richtet.


"Wer dafür sorgt, dass Asylbewerber hierzulande möglichst gut versorgt werden..." Wie soll die 'weniger gute' Versorgung denn praktisch aussehen?

"...der heizt die Flüchtlingsströme erst so richtig an, deren Opfer er nach jeder Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer wortreich beklagt." Die Flüchtlingsströme nicht 'anzuheizen' bedeutet wohl sie sollten besser bleiben wo sie sind. Sind die Opfer aus der Ferne leichter zu ertragen, weil sich besser wegsehen lässt?

"Der mästet die Schleuser-Mafia, die davon lebt, armen Menschen in aller Welt das Paradies zu versprechen". Die Schleuser sind oft der einzige Weg nach Europa, was auch der Abschottungspolitik Europas geschuldet ist.

"Und nicht zuletzt: Er gibt Geld aus, das ihm gar nicht gehört" Was ist diesem Journalisten ein Menschenleben wert? Wem "gehört" das Geld denn und mit welchem Recht nimmt er sich heraus, solche Aussagen zu tätigen?

In einem früheren Kommentar lamentierte er über überzogene Ansprüche der Flüchtlinge und unterstellte herumreisenden Aktivisten und Helfern diese noch anzustacheln. Solche Kommentare sind doch geradezu zynisch und weltfremd und unterscheiden sich nicht von den plumpen Parolen der Rechtsextremisten.

Name4711
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Name4711 » 05.09.15, 00:46

Naaaaja... wie ist denn die Perspektive?

In letzter Konsequenz bedeutet diese "Wilkommenskultur" auf Dauer - und hier redet keiner von politisch Verfolgten - , das eine Lösung der Probleme durch echte Einwanderung (wir sind gekommen um zu bleiben) angestrebt ist . Das bedeutet, das eine obere Mittelschicht sein Glück im Westen sucht, wärend die Eliten mit wirklich armen und hilflosen in der Heimat verbleiben.

Mal abgesehen davon, dass das selbst zahlenmäßig nicht funktionieren kann, ist das auch grob ungerecht!

Wo wird denn ein Ansatz gemacht mal über die wirklichen Probleme in den Herkunftsländern nachzudenken - und auch etwas dagegen zu tun?
Wo soll denn das Geld der Milizenführer, Diktatoren, deren Unterstützer und was da sonst so kreucht un fleucht angelegt oder verwaltet werden?
Wer Geld und/oder Öl mitbringt für den wird doch in Europa der rote Teppich ausgerollt - genau so lange bis die Amis entschließen da ist einer über die Strenge geschlagen. Das geht doch so weit, dass der Westen peinlich bemüht ist die eigenen Waffenlieferungen aus dem letzten Krieg im nächsten wieder einzusammeln, weil man's gerade selber abbekommt...
Die Russen machen es ja genauso - wer da wen warum gegen wen aufrüstet und aufgerüstet hat wäre aufgelistet das reinste Kabarett.

Allein die Türken sind jetzt wahrschenlich völlig verwirrt und wissen gerade nicht ob sie mit den kurden oder gegen die kurden zusammen gegen ISIS oder die Syrische Armee oder Sonstwen antreten sollten, wenn mal was über die Grenze fliegt.

Während hier alle Panik vor Islamisten schieben werden in die dollsten Sharia-Länder in denen nicht der Hauch einer demokratischen oder nur aufgeklärten Gesinnung zu spüren ist die tollsten panzer geliefert - oder was man noch so braucht...

Und das - zusammen mit den Aktionen der Amis, die sagen wir mal etwas "undurchdacht" sind - ist die Antwort auf die Frage -"Warum so viele Flüchtlinge"

Der Rest ist Gefühlsduselei. Die bedürftigsten Opfer dieser Misere werden die Region nie verlasse können.

Was fehlt, ist das z.B. ein ISIS-Führer bekundet alle Ölländer zu besetzen und keine Dollar mehr zu akzeptieren. So schnell kann man gar nicht Flugzeugträger sagen, bis das Problem ISIS in Rauch aufgegangen ist... aber so...

Nordland
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Nordland » 05.09.15, 09:50

@ Cordi: Du setzt dich ja inhaltlich mit dem Kommentar (übrigens habe ich auch nur zu jenem Kommentar verlinkt, du brauchst das nicht auf mir unbekannte Kommentare zu erweitern) auseinander. Das ist okay, wenngleich ich deinen Aussagen nicht zustimme, weil ich beispielsweise schon finde, wer rein rechtlich abzuschiebende Balkan-Flüchtlinge aus ideologischen Gründen hier behält, belastet die Gemeinschaftskassen.

Meine Frage hast du aber nicht beantwortet. Wieso soll jemand, der halbwegs eigenständig denken kann, aufgrund einer sachlichen Kritik an den derzeitigen Vorgängen in Deutschland, die schon so weit führen, dass andere Länder Züge ohne jegliche Kontrolle nach Deutschland durchfahren lassen wollen, zu einem Extremisten werden?
Es ist unser Land.

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