Warum so viele Flüchtlinge.

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Oktavia
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Re: Warum so viele Flüchtlinge-weil wir Grund für Flucht sin

Beitrag von Oktavia » 08.08.15, 16:44

PurpleRain hat geschrieben:Ich hege auch keinen Fremdenhass, denke aber dass es unsinnig ist, alle Flüchtlinge dieser Welt in Deutschland unterzubringen und dass es objektiv bereits ein Problem gibt.
Deine Aussage führt genau zu den Reaktionen die wir grade verstäkt erfahren. Alle glauben dass wir grade von Flüchtlingen überrannt werden. Gefühlt mag das ja auch so sein nur die Fakten sind eben andere.
Wir gehören leider auch zu den Brandstiften und Profiteuren der Kriege dieser Welt. Nicht nur durch Waffenlieferungen sondern auch durch günstige Rohstoffe.
Was den Sozialneid angeht verstehen es unsere Eliten mittlerweile perfekt die Flüchtlinge als Sündenböcke darzustellen.
Ich beobachte verblüfft dass uralte Mechanismen immer noch so wunderbar funktionieren und dass die Menschheit als Kollektiv verdammt lernresistent sein kann.
Ein wichtiges Schulfach sollte "differenziertes Denken" und "Plausibilitätsprüfung" werden. :D

Die paar Euro fuffzich für die Flüchtlinge sind nichts im Vergleich zu den Milliarden für Badbanks, AKW Betreiber und andere Sozialschmarotzer. Nun, die geben aber leider ein schlechtes und nicht greifbares Feindbild ab. So "Schwatten" kann man eben besser und direkter hassen als den Vorstand eines Energiekonzern den man im Leben nicht zu sehen bekommt.

Viel wichtiger als über die paar Flüchtlinge zu schwadronieren wäre es, mal zu gucken wie Nazis Profit daraus ziehen.
Die gesammelten Posts einiger Blogger schocken mich wirklich. Da wird offen unter echtem Namen zu Gewalt gegen Ausländer aufgerufen,: "Anzünden, schreddern ins Gas mit dem Dreck!"
Aber der Umgang mit den Flüchtlingen in D ist zum Teil nicht besser. Tausende kampieren tagelang unter freienm Himmel ohne ausreichende Versorgung, danach werden sie in Zeltstädte gebracht wo sie monatelang unter schlimmen (vor allem auch hygienischen) Bedingungen leben müssen. Es gab jetzt eine Initiative Dresdener Ärzte die freiwillig in einem Lager Dienst getan hatten. Diese Ärzte berichteten von völlig untragbaren Bedingungen und der Gefahr dass Seuchen ausbrechen.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch viel Hilfsbereitschaft und Verständnis. Wir dürfen nicht vergessen, dass dieser Personenkreis immer noch die Mehrheit stellt. Und es gibt Kommunen die mit allem Mitteln die positive Aufnahme von Flüchtlingen fördern, auch bei ihren eigenen Mitarbeitenden.

Lieber PurpleRain überdenke dein "aber" doch bitte noch einmal :D
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Re: Warum so viele Flüchtlinge-weil wir Grund für Flucht sin

Beitrag von PurpleRain » 08.08.15, 18:40

Oktavia hat geschrieben:Lieber PurpleRain überdenke dein "aber" doch bitte noch einmal :D
Dann überzeuge mich mal
  • wieso es sinnvoll ist, alle Flüchtlinge dieser Welt in Deutschland unterzubringen
  • es derzeit kein Problem gibt, wenn die Gemeinden bereits jetzt klarstellen, dass das Geld so nicht mehr reicht, bedürftige Einheimische keine günstigen Gemeindewohnungen bekommen, wie diese an Flüchtlinge gehen
Oktavia hat geschrieben:Alle glauben dass wir grade von Flüchtlingen überrannt werden.
Hast Du denn einen blassen Schimmer von der Zahl der derzeit in Deutschland, zurecht oder unrecht, versorgten Flüchtlinge und Flüchtlingsbewerber? Welchen Anteil von Flüchtlingen an der Gesamtbevölkerung ist O.K.?
Oktavia hat geschrieben:Wir gehören leider auch zu den Brandstiften und Profiteuren der Kriege dieser Welt.
Auch das Wiederholen von gerade in den Kram passenden Unsinn macht ihn nicht richtiger. Wo sind wir Brandstifter und Profiteure?
Oktavia hat geschrieben:Was den Sozialneid angeht verstehen es unsere Eliten mittlerweile perfekt die Flüchtlinge als Sündenböcke darzustellen.
Das ist aber wirklich dumpfes Ideologiegeschwätz - welche "Eliten" sind hier genau gemeint.
Oktavia hat geschrieben:Ich beobachte verblüfft dass uralte Mechanismen immer noch so wunderbar funktionieren und dass die Menschheit als Kollektiv verdammt lernresistent sein kann.
Das sehe ich genauso. Da sitzen ein etliche Profiteure, für die die Flüchtlinge versorgen eine Lizenz zum Gelddrucken ist. Den üblichen dummen Gutmensch kann man mit ein Paar "Wir sind schuld und haben sowieso genug Geld"-Floskeln als Kämpfer für die Flüchtlingsrechte losschicken.
Oktavia hat geschrieben:Ein wichtiges Schulfach sollte "differenziertes Denken" und "Plausibilitätsprüfung" werden.
Richtig, deshalb haben wir so eine Menge Gutmenschen.
Oktavia hat geschrieben:Viel wichtiger als über die paar Flüchtlinge zu schwadronieren wäre es, mal zu gucken wie Nazis Profit daraus ziehen.
Das ist genau das Problem. Jeden der differenziert über die Flüchtlingsfrage reden will, macht man gleich zu Nazi um ihn mundtot zu machen. Sachliche Auseinandersetzung unerwünscht, da der Unsinn des derzeitigen Verfahrens sichtbar wird. Selbstverständlich bekommen nun die echten Nazis auch Anschluss zu Menschen die fest auf der Basis der FDGO stehen.
Oktavia hat geschrieben:Die paar Euro fuffzich für die Flüchtlinge
Wieviel sind es wirklich? Nur die Versorgung geht in ein Paar Milliarden. Die Immobilienkosten dürften noch weit höher sein. Nicht zu vergessen noch die Kosten die aus anderen Budgets "requiriert" werden. So ist werden beispielsweise wegen der unbegleiteten minderjährigen Asylbewerber sicherlich etliche Leitungen für normale Kinder zurückgeschraubt.

Die effektivste Möglichkeit den Menschen, die vor Krieg flüchten müssen, zu Helfen, ist ortsnah eine gute Versorgung aufzubauen, den Konflikt zu beenden um die Rückkehr der Flüchtlinge zu ermöglichen und auch bei Friedenssicherung und Wiederaufbau zu helfen.
"Das ganze Problem mit der Welt ist, dass Dummköpfe und Fanatiker der Richtigkeit ihrer Sicht immer so sicher, weise Menschen aber so voller Zweifel sind." Bertrand Russel

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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Oktavia » 08.08.15, 23:24

PurpleRain hat geschrieben:Dann überzeuge mich mal
Mir scheint, das wird mir nicht gelingen und ich probiere es auch besser nicht. Allerdings kann ich einige Behauptungen nicht einfach so stehen lassen, denn es gibt Menschen die diese Argumente gerne aufnehmen.
PurpleRain hat geschrieben:wieso es sinnvoll ist, alle Flüchtlinge dieser Welt in Deutschland unterzubringen
Wer spricht davon dass wir alle Flüchtlinge dieser Welt in Deutschland unterbringen?
Hier die Zahlen der Flüchtlinge weltweit: Flüchtlingszahlen Es sind weltweit ca 59.000.000 Menschen auf der Flucht.
2014 gab es 173.00 Erstanträge auf Asyl. In den ersten 6 Monaten 2015 gab es 160.000 Erstanträge.
Auch wenn ich da extrem grob rechne müssen wir nun wirklich nicht alle Flüchtlinge aufnehmen sondern 0,29% Menschen flüchteten sich nach Deutschland.
PurpleRain hat geschrieben:es derzeit kein Problem gibt, wenn die Gemeinden bereits jetzt klarstellen, dass das Geld so nicht mehr reicht, bedürftige Einheimische keine günstigen Gemeindewohnungen bekommen, wie diese an Flüchtlinge gehen
Dieses Problem bestand in meiner Kommune schon lange bevor so viele Flüchtlinge kamen. Ursache ist eher der nicht mehr stattfindende soziale Wohnungsbau. Vor allem in Großstädten wurden sozial schwache Meiter von Investoren auf die Straße gesetzt bzw. die Mieten wurden überproportional erhöht. Bei uns steht übrigens in großem Umfang Wohnraum leer weil man Hochhäuser rückbauen will, was aber noch Jahre dauern wird weil die Häuser erst Mal komplett leer gemacht werden sollen.
Hier entstehen auch nur entweder Eigenheimsiedlungen und hochpreisige Stadtvillen. Im Harz gibt es Kommunen die gern Flüchtlinge aufnähmenweil sie eben viel Leerstand haben und die Kommunen aussterben.
PurpleRain hat geschrieben:Hast Du denn einen blassen Schimmer von der Zahl der derzeit in Deutschland, zurecht oder unrecht, versorgten Flüchtlinge und Flüchtlingsbewerber? Welchen Anteil von Flüchtlingen an der Gesamtbevölkerung ist O.K.?
Der Anteil ist immer noch sehr gering. Und wann ist denn ein "Zugereister" zur Gruppe der Gesamtbevölkerung zu zählen? In machen Teilen Schwabens bleibt man auch als Enkel von aus Hamburg zugezogenen noch ein Zugereister :roll:
PurpleRain hat geschrieben:Auch das Wiederholen von gerade in den Kram passenden Unsinn macht ihn nicht richtiger. Wo sind wir Brandstifter und Profiteure?
Warum ist meine Aussage Unsinn? Viele "unserer" Konzerne (die uns Arbeit und Wohlstand bescheren) beuten afrikanische Rohstoffe aus und etliche Regierungen unterstützen Diktatoren damit das so bleiben kann. Die Kriege in Afghanistan, Irak usw. drehten sich nur um Rohstoffe, haben aber die ganze Region destabilisiert.
Wie kommst du darauf, wir hätten nix damit zu tun?
PurpleRain hat geschrieben:Das ist aber wirklich dumpfes Ideologiegeschwätz - welche "Eliten" sind hier genau gemeint.
Eine bessere Bezeichnung wäre "moderne Aristokratie" und dazu zähle ich Konzerne und Großindustrie (deren Eigner). Sie regieren mittlerweile auch unser Land. Das hat nichts mit Ideologie zu tun. Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren. Beispiele gibt es viele im Großen und im Kleinen Bankenrettung, S21, Übernahme der Kosten für Atommeilerrückbau, BER, Stromnetzausbau...
Warum ist eine Liste über Organisationen die freien Zustritt zum Bundestag haben ein Staatsgeheimnis? Warum müssen gewählte PolitikerInnen ihre Nebenverdinste nicht offen legen?
PurpleRain hat geschrieben:Das sehe ich genauso. Da sitzen ein etliche Profiteure, für die die Flüchtlinge versorgen eine Lizenz zum Gelddrucken ist. Den üblichen dummen Gutmensch kann man mit ein Paar "Wir sind schuld und haben sowieso genug Geld"-Floskeln als Kämpfer für die Flüchtlingsrechte losschicken.
Es geht hier um Menschen die vor Krieg und Verfolgung geflohen sind und es bis zu uns geschafft haben. Ich gebe mein Steuergeld lieber aus, um Menschen vor dem sicherem Tod oder schlimmerem zu bewahren als Spekulanten ihre Verluste zu übernehmen.
Vor allem private Firmen die Flüchtlingsheime betreuen profitieren schon. Ich bin der Meinung die Kommunen sollten das nicht aus der Hand geben, es gabe schon zu viele Vorfälle in diesem BEreich durch schlecht ausgebildetes und unmotiviertes Personal.
PurpleRain hat geschrieben:Das ist genau das Problem. Jeden der differenziert über die Flüchtlingsfrage reden will, macht man gleich zu Nazi um ihn mundtot zu machen.
Wenn du findest dass es eine differenzierte Diskussion ist wenn man "den Dreck schreddern" sollte, hielte ich das für eine merkwürdige Denke. Ich denke, ich kann differenziert diskutieren und niemand wird als Nazi bezeichnet wenn er/sie meint dass wir zu viele Flüchtlinge aufnehmen. Ich setze mich sachlich damit auseinander weil ich alles hinterfrage, auch meine eigene Meinungsbildung. Wenn aber ständig wider besseren Wissen bullshit verbreitet wird, frage ich mich schon ob da Methode dahinter steckt.
PurpleRain hat geschrieben:Wieviel sind es wirklich? Nur die Versorgung geht in ein Paar Milliarden. Die Immobilienkosten dürften noch weit höher sein. Nicht zu vergessen noch die Kosten die aus anderen Budgets "requiriert" werden. So ist werden beispielsweise wegen der unbegleiteten minderjährigen Asylbewerber sicherlich etliche Leitungen für normale Kinder zurückgeschraubt.
Im Jahr 2014 waren es 2,5 Mrd. in 2015 könnten es 5 Mrd werden.
Welche Leistungen für Kinder wurden zurückgeschraubt? Jetzt komm mir nicht mit Betreuungsgeld :lachen: da hat sich unsere Regierung ein Eigentor geschossen.
Bei uns gibts trotz "vieler" Flüchtlinge keinerlei Kürzungen im Jugendbereich. Und es gibt zusätzlich Projekte für Flüchtlingskinder.
PurpleRain hat geschrieben:Die effektivste Möglichkeit den Menschen, die vor Krieg flüchten müssen, zu Helfen, ist ortsnah eine gute Versorgung aufzubauen, den Konflikt zu beenden um die Rückkehr der Flüchtlinge zu ermöglichen und auch bei Friedenssicherung und Wiederaufbau zu helfen.
Hierbei stimme ich dir in vollem Umfang zu.
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George Bernard Shaw

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Re: Warum so viele Flüchtlinge-weil wir Grund für Flucht sin

Beitrag von Nordland » 09.08.15, 13:25

Oktavia hat geschrieben:Ein wichtiges Schulfach sollte "differenziertes Denken" und "Plausibilitätsprüfung" werden
Okti, gerade dich würde ich dann gerne wieder auf die Schulbank schicken, wie man im Folgenden sieht:
Oktavia hat geschrieben:Alle glauben dass wir grade von Flüchtlingen überrannt werden. Gefühlt mag das ja auch so sein nur die Fakten sind eben andere.
Nein, der Fakt sieht ganz klar so aus, dass wir von Flüchtlingen überrannt werden. Siehe etwa: Wie haben sich die Asylbewerberzahlen in Deutschland entwickelt? Und Fakt ist auch, dass diese Flüchtlinge auf eine Gesellschaft stoßen, die in den vergangenen Jahrzehnten schon viele Fremde aufgenommen hat, sodass sowieso schon jedes dritte neugeborene Kind mittlerweile Migrationshintergrund aufweist.
Oktavia hat geschrieben:Wir gehören leider auch zu den Brandstiften und Profiteuren der Kriege dieser Welt. Nicht nur durch Waffenlieferungen sondern auch durch günstige Rohstoffe.
Das ist immer so das Argument, wenn man mit den sonstigen Argumenten keinen Erfolg hat. Richtig ist, dass nur diejenigen Staaten Stabilität erreichen, die ihre Geburtenraten in den Griff kriegen. Und es gibt immer mehr Staaten, bei denen dieses Ziel sichtlich verfehlt wird, beispielsweise der Niger. Und in den Kriegsregionen sind es mit Sicherheit nicht die hochtechnologisierten Waffensysteme, die Konflikte auslösen, siehe etwa Eritrea. Der "Der Westen ist an allem selbst schuld"-Komplex zieht nicht.
Oktavia hat geschrieben:Die paar Euro fuffzich für die Flüchtlinge sind nichts im Vergleich zu den Milliarden für Badbanks, AKW Betreiber und andere Sozialschmarotzer. Nun, die geben aber leider ein schlechtes und nicht greifbares Feindbild ab. So "Schwatten" kann man eben besser und direkter hassen als den Vorstand eines Energiekonzern den man im Leben nicht zu sehen bekommt.
Unsinnige Vergleiche. Bei den geretteten Banken hast du dein Geld angelegt. Und von der Dividende der Energiekonzerne werden in NRW die Kommunen finanziert. Ohne das gäbe es dort kein Hallenbad oder Theater mehr. Du versuchst hier eine Kulisse aufzubauen von einer Art kapitalistischem Geheimbund. Das ist eher Verschwörung und nur in plakativen Einzelfällen die Wahrheit, auf die sich Leute wie du dann stürzen.
Oktavia hat geschrieben:Viel wichtiger als über die paar Flüchtlinge zu schwadronieren wäre es, mal zu gucken wie Nazis Profit daraus ziehen. Die gesammelten Posts einiger Blogger schocken mich wirklich. Da wird offen unter echtem Namen zu Gewalt gegen Ausländer aufgerufen,: "Anzünden, schreddern ins Gas mit dem Dreck!"
Was du so alles liest... Ist dir eigentlich klar, dass die meisten, die Kritik an der ungezügelten Einwanderung liegen, dies vollkommen sachlich und gesetzeskonform tun?
Oktavia hat geschrieben:Aber der Umgang mit den Flüchtlingen in D ist zum Teil nicht besser. Tausende kampieren tagelang unter freienm Himmel ohne ausreichende Versorgung, danach werden sie in Zeltstädte gebracht wo sie monatelang unter schlimmen (vor allem auch hygienischen) Bedingungen leben müssen.
Diese Menschen behaupten durch ihren Asylantrag, dass sie von politischer Verfolgung bedroht seien. Da sollten doch die Erwartungen nicht zu hoch sein. Ist dir klar, was die Flüchtlinge in Dresden stattdessen gemacht haben? Abgesehen davon sind die Aufnahmekapazitäten in Deutschland nun mal erschöpft, weil zu viele kommen.
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von all-in » 09.08.15, 14:39

PurpleRain hat geschrieben:Das ist genau das Problem. Jeden der differenziert über die Flüchtlingsfrage reden will, macht man gleich zu Nazi um ihn mundtot zu machen. Sachliche Auseinandersetzung unerwünscht, da der Unsinn des derzeitigen Verfahrens sichtbar wird.
Aussage wie "alle Flüchtlinge dieser Welt in Deutschland unterzubringen" oder was dieser Nordlands als Fakt ansieht, seine persönliche Einschätzung dass wir "überrannt" werden, hälst du wohl für sachlich? Dieses hohle Gerede, welches nur einen Zweck hat: vorzutäuschen, dass die Situation längst unhaltbar ist.
Und du sprichst nun mal teilweise wie ein Nazi, wenn du von Sonderbehandlung redest oder minderjährige Flüchtlinge von normalen Kindern unterscheidest. Vielleicht ist das dir ja nicht ganz bewusst, dann schau mal in den Spiegel, vielleicht erkennst du ein wenig wie du dich bereits hast aufhetzen lassen.

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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Nordland » 09.08.15, 21:04

@ all-in: Sehe ich das richtig, dass dein einziges "Sachargument" darin besteht, dass du die Probleme für vorgetäuscht hältst und Menschen mit abweichender Meinung pauschal in die Nazi-Ecke rückst?

Merkste selber, ne?
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Oktavia » 10.08.15, 06:01

Nordland hat geschrieben:@ all-in: Sehe ich das richtig, dass dein einziges "Sachargument" darin besteht, dass du die Probleme für vorgetäuscht hältst und Menschen mit abweichender Meinung pauschal in die Nazi-Ecke rückst?
Merkste selber, ne?
Nordland hat geschrieben:Nein, der Fakt sieht ganz klar so aus, dass wir von Flüchtlingen überrannt werden. Siehe etwa: Wie haben sich die Asylbewerberzahlen in Deutschland entwickelt? Und Fakt ist auch, dass diese Flüchtlinge auf eine Gesellschaft stoßen, die in den vergangenen Jahrzehnten schon viele Fremde aufgenommen hat, sodass sowieso schon jedes dritte neugeborene Kind mittlerweile Migrationshintergrund aufweist.
Wenn man schon Quellen bringt dann doch welche die eine möglichst vollständige Entwicklung zeigen: Klick
Wobei auch deine Quelle zeigt, dass in den 90ern mehr Flüchtlinge kamen. Da gab es in Europa auch Kriege. Und deren Auswirkungen merken wir heute noch mit Flüchtlingen aus den Balkanländern. Dort werden einige Volksgruppen immer noch unterdrückt und systematisch verfolgt.
So, und das gefühlte überrannt werden ist doch auch gewollt. Lenkt so herrlich davon ab wohin unsere Steuergelder wirklich gelenkt werden. Die BW hat ne menge Müll gekauft, das muss man nu austauschen. Wir zahlen für etliche Firmenpleiten das Insolvenzgeld, Das Geld wandert von unten nach oben und da passt es doch prima dass man die Flüchtlinge als Geldverschwendung vorschieben kann.
Aber bitte, wer lieber Vereinfacht soll das tun, ich werd mir das wohl nicht mehr all zu lange angucken müssen. Manchmal ist höheres Lebensalter ein Glück.
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von all-in » 10.08.15, 10:11

Nordland hat geschrieben:@ all-in: Sehe ich das richtig, dass dein einziges "Sachargument" darin besteht, dass du die Probleme für vorgetäuscht hältst und Menschen mit abweichender Meinung pauschal in die Nazi-Ecke rückst?
Das ist doch wieder Rhetorik für Arme - vielleicht kann er sich ja damit selbst was vormachen. :lachen:
Nein, ich halte aufkochenden Sozialneid für ein nicht nur vorgetäuschtes Problem, sondern für ein sehr massives und reales, wenn dem Ablehnung, Hass und Gewalt entspringen. Beinahe täglich gibt es Angriffe aus fremdenfeindlichen Motiven auf unseren Strassen, es werden Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte verübt, und zwar hierzulande, nicht in einer fernen Krisenregion.
Und ich bennene Nazi-Jargon als solchen wo er auftritt.

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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von PurpleRain » 10.08.15, 11:49

Oktavia hat geschrieben:
PurpleRain hat geschrieben:Dann überzeuge mich mal
Mir scheint, das wird mir nicht gelingen und ich probiere es auch besser nicht.
Ich bin mit begründeten Argumenten einfach zu überzeugen. Persönlich Angriffe, leere Phrasen oder aus der Luft gegriffene Behauptungen wirken bei mir aber nicht.
Oktavia hat geschrieben:
PurpleRain hat geschrieben:wieso es sinnvoll ist, alle Flüchtlinge dieser Welt in Deutschland unterzubringen
Auch wenn ich da extrem grob rechne müssen wir nun wirklich nicht alle Flüchtlinge aufnehmen sondern 0,29% Menschen flüchteten sich nach Deutschland.
Ich weiß zwar nicht, wie Du diese Zahl berechnet hast, sie kann aber nicht richtig sein. Mit der UNHCR-Angabe von 60 Millionen Flüchtlingen weltweit, sollten es dann nur 170.000 in Deutschland sein? Das ist gerade die Zahl der in Jan-Jun 2015 gestellten Asylanträge.
Eine Abschätzung der Anhand der neuesten Zahlen ergibt dass derzeit wohl mindestens 750.000 Flüchtlinge in Deutschland versorgt werden. Dazu werden Jul-Dez dieses Jahres wohl nach Schätzung des BAMF noch 320.000 dazukommen damit wären wir sicher über einer Million - das wäre also eher 2% des Gesamtflüchtlingsaufkommens.
Ich hatte aber eher den örtlichen Aspekt von "alle" gemeint. Wieso ist Deutschland der beste Aufenthaltsort für Flüchtlinge aus Afrika und Asien? Da gäbe es doch auch ein Paar Länder, die sprachlich und kulturell besser geeignet wären, gefahrloser erreicht werden könnten, einen kürzeren Rückweg hätten und auch Sicherheit sowie Betreuung durch das UNHCR bieten würden. Was ist Deiner Meinung nach der Grund?
Oktavia hat geschrieben:
PurpleRain hat geschrieben:es derzeit kein Problem gibt, wenn die Gemeinden bereits jetzt klarstellen, dass das Geld so nicht mehr reicht, bedürftige Einheimische keine günstigen Gemeindewohnungen bekommen, wie diese an Flüchtlinge gehen
Dieses Problem bestand in meiner Kommune schon lange bevor so viele Flüchtlinge kamen.
Einerseits ist das glücklicherweise nicht überall in Deutschland so. Andererseits verstehe ich Deine Logik nicht: Wenn etwas im Argen liegt, dann ist ein verschlimmern der Lage gut?
Davon abgesehen, wieso holt man sich von Außen Flüchtlinge, wenn man nicht einmal den eigenen Bedürftigen helfen kann?
Oktavia hat geschrieben:
PurpleRain hat geschrieben:Hast Du denn einen blassen Schimmer von der Zahl der derzeit in Deutschland, zurecht oder unrecht, versorgten Flüchtlinge und Flüchtlingsbewerber? Welchen Anteil von Flüchtlingen an der Gesamtbevölkerung ist O.K.?
Der Anteil ist immer noch sehr gering.
Also keinen blassen Schimmer wie hoch der Anteil ist, aber fest behaupten, der Anteil sei "sehr gering". Welcher Anteil wäre nun "noch O.K."?
Oktavia hat geschrieben:
PurpleRain hat geschrieben:Auch das Wiederholen von gerade in den Kram passenden Unsinn macht ihn nicht richtiger. Wo sind wir Brandstifter und Profiteure?
Warum ist meine Aussage Unsinn? Viele "unserer" Konzerne (die uns Arbeit und Wohlstand bescheren) beuten afrikanische Rohstoffe aus und etliche Regierungen unterstützen Diktatoren damit das so bleiben kann.
"Viele unserer Konzerne" - wenn es so viele sind, dann gibt es doch haufenweise Angaben und Zahlen Ausbeutung und Diktatorenunterstützung. Oder ist das wieder so eine Legende, wie die, die all-in vor kurzem hier nachgeplappert hat?
Oktavia hat geschrieben:Die Kriege in Afghanistan, Irak usw. drehten sich nur um Rohstoffe, haben aber die ganze Region destabilisiert. Wie kommst du darauf, wir hätten nix damit zu tun?
jo, alles hängt natürlich mit allem zusammen. Aber wenn Du die Verantwortung für die Konflikte in Afghanistan und Irak Deutschland in die Schuhe schieben willst, musst Du schon etwas konkreter werden.
Oktavia hat geschrieben:
PurpleRain hat geschrieben:Das ist aber wirklich dumpfes Ideologiegeschwätz - welche "Eliten" sind hier genau gemeint.
Eine bessere Bezeichnung wäre "moderne Aristokratie" und dazu zähle ich Konzerne und Großindustrie (deren Eigner).
Aha, die bösen Großindustriellen. Wer sind denn nun genau die Eigner, beispielsweise am Beispiel eines bösen Kernenergiekonzerns - EnBW ? :shock: Oh, die Eigner sind das Land BW und Kommunen dort.
Oktavia hat geschrieben:Sie regieren mittlerweile auch unser Land. Das hat nichts mit Ideologie zu tun.
Das sind für einfach gestrickte Gutmenschen geeignete Klassenkampfparolen. Die Großindustriellen aus der Zeit von Karl Marx gibt heute nicht mehr. Das Land "regieren" Einflussgruppen - wie soll es anders sein. Derzeit ist die Einflussgruppe, die an der Versorgung von Flüchtlingen profitiert besonders effektiv.
Oktavia hat geschrieben:Warum ist eine Liste über Organisationen die freien Zustritt zum Bundestag haben ein Staatsgeheimnis?
Schon wieder so ein nützlich gepflegter Mythos. Hier ist die Liste der an Bundestag registrierten Lobbyorganisationen. Formal ist damit kein Anrecht auf einen Hausausweis begründet, doch jeder registrierte Organisation hat einen bekommen.
Oktavia hat geschrieben:Warum müssen gewählte PolitikerInnen ihre Nebenverdinste nicht offen legen?
Was würde das nun genau bringen?
Oktavia hat geschrieben:
PurpleRain hat geschrieben:Das sehe ich genauso. Da sitzen ein etliche Profiteure, für die die Flüchtlinge versorgen eine Lizenz zum Gelddrucken ist. Den üblichen dummen Gutmensch kann man mit ein Paar "Wir sind schuld und haben sowieso genug Geld"-Floskeln als Kämpfer für die Flüchtlingsrechte losschicken.
Es geht hier um Menschen die vor Krieg und Verfolgung geflohen sind und es bis zu uns geschafft haben.
Genau, mit diesem einfachen Spruch ist alles gerechtfertigt - das habe ich mit "dummen Gutmenschen" gemeint. Wieso schaffen diese Menschen es eigentlich bis zu uns? Werden sie in allen Ländern sonst verfolgt? Von der hochprofitablen Schlepperindustrie, die durch das Deutsche Vorgehen gefördert wird, will ich schon gar nicht reden.
Oktavia hat geschrieben:Ich gebe mein Steuergeld lieber aus, um Menschen vor dem sicherem Tod oder schlimmerem zu bewahren als Spekulanten ihre Verluste zu übernehmen.
Das ist das übliche beschränkte Denken, dass man "seine" Steuergelder nur für die von einem selber präferierten Projekte ausgeben will. Ich würde mir mein Steuergeld einfach wieder zurückgeben. :idea:
Oktavia hat geschrieben:Vor allem private Firmen die Flüchtlingsheime betreuen profitieren schon. Ich bin der Meinung die Kommunen sollten das nicht aus der Hand geben, es gabe schon zu viele Vorfälle in diesem BEreich durch schlecht ausgebildetes und unmotiviertes Personal.
Ja, das ist die Forderung der nächsten Lobbygruppe: den ÖD aufblähen.
Oktavia hat geschrieben:
PurpleRain hat geschrieben:Das ist genau das Problem. Jeden der differenziert über die Flüchtlingsfrage reden will, macht man gleich zu Nazi um ihn mundtot zu machen.
Wenn du findest dass es eine differenzierte Diskussion ist wenn man "den Dreck schreddern" sollte, hielte ich das für eine merkwürdige Denke.
:?: Welchen "Dreck schredderen"? Habe ich irgendwas in diese Richtung gesagt oder will Du mir einfach etwas unterstellen?
Oktavia hat geschrieben:Ich denke, ich kann differenziert diskutieren und niemand wird als Nazi bezeichnet wenn er/sie meint dass wir zu viele Flüchtlinge aufnehmen.
Es ist aber im Standardrepertoire der Flüchtlings-Fans:
all-in hat geschrieben:du sprichst nun mal teilweise wie ein Nazi, wenn du von Sonderbehandlung redest oder minderjährige Flüchtlinge von normalen Kindern unterscheidest.
Oktavia hat geschrieben:Ich setze mich sachlich damit auseinander weil ich alles hinterfrage, auch meine eigene Meinungsbildung.
Hm, mit dem Hinterfragen bist Du aber anscheinend etwas hinterher, wenn ich mir Deine Behauptungen weiter Oben so ansehe.
Oktavia hat geschrieben:Wenn aber ständig wider besseren Wissen bullshit verbreitet wird, frage ich mich schon ob da Methode dahinter steckt.
Wenn ich damit bemeint bin, dann werde mal etwas genauer, um welchen "Bullschit" es sich da handelt. Falls es andere sind, dann führe zumindest ein Paar beispiele auf.
Oktavia hat geschrieben:
PurpleRain hat geschrieben:Wieviel sind es wirklich? Nur die Versorgung geht in ein Paar Milliarden. Die Immobilienkosten dürften noch weit höher sein.
Im Jahr 2014 waren es 2,5 Mrd. in 2015 könnten es 5 Mrd werden.
In der Bundestagssitzung dazu wurde die Zahl von mindestens 14.000 UMF (unbegleitete minderjährige Flüchtlinge) genannt, für 2015 werden es wohl 20.000 werden. Die Betreuungskosten pro Jugendlichen liegen bei 60.000 € jährlich. Da wären schon 1,2 Mrd € fällig. Für die restliche Million Flüchtlinge dürfte ein Tagessatz von 40€ wohl, Verpflegung, Unterkunft, Betreuung, Therape und Bildung abdecken - das wären dann für 2015 14,6 Mrd €.
Zum Vergleich die gesamten Jahresbudgets 2015: BM für Bildung und Forschung - 15,3 Mrd €, BM für Familie, Frauen, Senioren und Jugend - 8,5 Mrd €
Oktavia hat geschrieben:Welche Leistungen für Kinder wurden zurückgeschraubt?
Beispielsweise die Inklusionsprojekte, da die Förderung nun für die Schüler bereitstehen muss, die kein Wort Deutsch können und in die Schule müssen. Dass wegen bis auf weiteres belegten Sporthallen in nicht wenigen Städten kein Schul- oder Vereinssport mehr möglich ist, will ich hier nicht einmal aufführen.
Oktavia hat geschrieben:
PurpleRain hat geschrieben:Die effektivste Möglichkeit den Menschen, die vor Krieg flüchten müssen, zu Helfen, ist ortsnah eine gute Versorgung aufzubauen, den Konflikt zu beenden um die Rückkehr der Flüchtlinge zu ermöglichen und auch bei Friedenssicherung und Wiederaufbau zu helfen.
Hierbei stimme ich dir in vollem Umfang zu.
Und wieso setzt Du dich nicht dafür ein, sondern propagierst genau das Gegenteil?
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von all-in » 10.08.15, 12:59

Davon abgesehen, wieso holt man sich von Außen Flüchtlinge, wenn man nicht einmal den eigenen Bedürftigen helfen kann?
Aus der ethozentrischen Perspektive, welche du einnimmst, lässt sich das nicht beantworten, denn diese beschränkt sich rein auf den Aspekt der Vorteilsgewinnung für die eigene Gruppe. Die Welt besteht aber aus mehr als nur aus Deutschen, und Hilfsbedürftigkeit und -bereitschaft hängt nicht ausschliesslich von der Staatszugehörigkeit ab. Wir leben alle in einer Welt und sind gemeinsam für sie verantwortlich.

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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von PurpleRain » 10.08.15, 13:31

all-in hat geschrieben:
Davon abgesehen, wieso holt man sich von Außen Flüchtlinge, wenn man nicht einmal den eigenen Bedürftigen helfen kann?
Aus der ethozentrischen Perspektive, welche du einnimmst,
Erstens sollte man die Fremdwörter, die man nicht begriffen hat, wenigstens richtig schreiben - es geht hier nicht um das Ethos, sonst wird es sogar zum Kompliment :lol:
Zweitens scheinen Beleidigungen und Unterstellungen an Vertreter von Dir nicht genehmen Meinungen, das Einzige zu sein, was Du zur Sache beibringen kannst - Bist von der Ausbildung wohl Soziologe :mrgreen:
all-in hat geschrieben:lässt sich das nicht beantworten, denn diese beschränkt sich rein auf den Aspekt der Vorteilsgewinnung für die eigene Gruppe. ... Wir leben alle in einer Welt und sind gemeinsam für sie verantwortlich.
Das ist aber immer noch keine Antwort.
Wieso sind nun Fremde immer Einheimischen vorzuziehen?
Wieso helfen wir nur denen, die sowieso so reich sind, dass sie zig-Tausende Dollar an Schlepper zahlen können? Mit den 5 bis 10 Milliarden Euro, die wir hier für die Flüchtlinge ausgeben, könnten wir vor Ort mindestens zehn mal sovielen mit vergleichbaren Leistungen helfen und zusätzlich noch die Rückkehr erleichtern.
Wieso helfen wir nur den durch Reichtum privilegierten Flüchtlingen?
Wenn es um das globale Denken geht, dann bitte richtig.
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Name4711 » 10.08.15, 14:08

Wieso helfen wir nur denen, die sowieso so reich sind, dass sie zig-Tausende Dollar an Schlepper zahlen können? Mit den 5 bis 10 Milliarden Euro, die wir hier für die Flüchtlinge ausgeben, könnten wir vor Ort mindestens zehn mal sovielen mit vergleichbaren Leistungen helfen und zusätzlich noch die Rückkehr erleichtern.
Dem Argument sollte man sich tatsächlich nicht verschließen, oder sich gar freuen, dass da nun billig "Fachkräfte" für den heimischen Sklavenmarkt anrücken.

Wie sollen die Länder jemals wieder auf die Beine kommen, wenn jeder der gesund ist und bis Drei zählen kann auf der Flucht ist und nur die armen, kranken und alten zuhause weiter darben. Da lieber die 5 Mrd in der Entwicklungshilfe...wär eine Überlegeung

windalf
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von windalf » 10.08.15, 14:16

Dem Argument sollte man sich tatsächlich nicht verschließen, oder sich gar freuen, dass da nun billig "Fachkräfte" für den heimischen Sklavenmarkt anrücken.
Ist dem den so? Grundsätzlich ein interessanter Aspekt der Diskussion der auch in den Medien irgendwie immer außen vorgelassen wird. Wieviel Prozent der Flüchtlinge sind denn auf dem hiesiegen Arbeitsmarkt gut zu gebrauchen und wieviel Prozent sollte man möglichst schnell wieder los werden, weil die nur bis zum Tod Geld kosten werden? Gibt es dazu Zahlen/Daten/Fakten?
...fleißig wie zwei Weißbrote
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

Nordland
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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Nordland » 10.08.15, 14:45

all-in hat geschrieben:Aus der ethozentrischen Perspektive, welche du einnimmst, lässt sich das nicht beantworten, denn diese beschränkt sich rein auf den Aspekt der Vorteilsgewinnung für die eigene Gruppe. Die Welt besteht aber aus mehr als nur aus Deutschen, und Hilfsbedürftigkeit und -bereitschaft hängt nicht ausschliesslich von der Staatszugehörigkeit ab. Wir leben alle in einer Welt und sind gemeinsam für sie verantwortlich.
Mal eben kurz die Welt retten? Das ist kein realistischer Ansatz. Wie ich schon schrieb: Für die armen Regionen dieser Erde ist es das A und O, dass sie ihr Bevölkerungswachstum in den Griff kriegen. Siehe folgenden Essay aus dem Spiegel: Allianz der Ignoranten. Bei denjenigen Staaten, die dies nicht schaffen, hilft es nichts, wenn wir einige Bewohner aufnehmen. Im Gegenteil: In den Herkunftsländern ist es ja aktuell so, dass von Zeit zu Zeit ein paar Euro von den Flüchtlingen ankommen. Für die sind wir deswegen gleich das Paradies und es werden noch mehr nach Europa "entsandt" und weiter Kinder in der Hoffnung auf Versorgungssicherheit geboren. Machen wir uns nichts vor, wir müssen uns dagegen abschotten - egal, in welche Jargon-Schublade du diesen Begriff steckst.

Okti und du versucht immer nur, ein schlechtes Gewissen hervorzurufen. Passend dazu gibt es dann noch die paar Dummen, die irgendwelche Attacken verüben. Diese greift man dann auf und tut so, als dürfe man als rechtschaffender Mensch nichts gegen die ungesteuerte Einwanderung sagen, weil einige Intelligenzbestien irgendwelche Häuser anzünden und ihren Arm ausstrecken. Das ist ungefähr so logisch, wie wenn jemand angesichts von Attacken radikaler Veganer auf Fleischerläden behauptete, dies sei der Beweis, dass viel Fleisch essen gesund sei.

Was ihr vergesst, ist der Aspekt der Quantität. Ausländer integrieren ist eine tolle Sache. Die drei Ausländer in der Klasse von den Kindern der Leute aus den Stadtvierteln, in denen man grün wählt und die Frauen einmal in der Woche im Flüchtlingscafé ihre Toleranz zur Schau stellen, kann man sicherlich integrieren. Die drei letzten Kinder ohne Migrationshintergrund aus Klassen in bestimmten anderen Stadtvierteln vergisst man, schließlich sind die Eltern von denen ja keine Leistungsträger, sonst wären sie ja schon umgezogen.

Bei den Flüchtlingen ist die Quantität das Problem. Es ist ein gravierender Unterschied, ob 18.000 in einem halben Jahr kommen oder 180.000. Man redet trotzdem immer nur von "den" Flüchtlingen, als könnten es gar nicht genug sein. In diesem Zusammenhang ist der oben angesprochene Aspekt auch vollkommen richtig, dass wir eigentlich ziemlich wahllos denen helfen, die es gerade mal zu uns geschafft haben. Wer zu uns kommt und wer nicht, darüber machen wir uns keine Gedanken.

Es ist nicht gut für die Demokratie, wenn man von oben herab gesagt bekommt, wie man zu denken hat.
Es ist unser Land.

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Re: Warum so viele Flüchtlinge.

Beitrag von Nordland » 10.08.15, 14:49

Noch ein interessanter Artikel zum beschriebenen Aspekt des Moralisierens: Der westliche Selbsthass
Es ist unser Land.

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