Einordnung: historisches Fundstück (Skelett) oder Beweismit

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heiße Milch
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Einordnung: historisches Fundstück (Skelett) oder Beweismit

Beitrag von heiße Milch » 17.03.15, 19:17

Ich wollte die sachlichen Foren nicht verschandeln, deswegen frage ich mal hier:

Wenn menschliche Knochen gefunden werden, wird doch sicherlich erstmal (zumindest grob) festgestellt, wie alt diese sind und ob ein Verbrechen vorliegen könnte, oder?

Wie wird denn eigentlich entschieden, ob der Fund zu einem Ermittlungsverfahren führt oder zum Forschungsgegenstand?

Angenommen, menschliche Knochen werden gefunden (bspw. Kalotte mit Einschussloch) und eine erste Untersuchung ergibt eine Liegezeit von mindestens 50 Jahren. Wird dann etwa abgewogen, wie realistisch es ist, einen Täter zu finden? Was wäre, wenn die Knochen auf 80 Jahre datiert werden und man sie den allgemeinen Kriegswirren zuordnet und kein Verfahren einleitet? wie wird das entschieden bzw. geregelt?

nordlicht02
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Re: Einordnung: historisches Fundstück (Skelett) oder Bewei

Beitrag von nordlicht02 » 17.03.15, 20:43

Geht´s um die hier?
„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.“ (Hanns Joachim Friedrichs)

heiße Milch
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Re: Einordnung: historisches Fundstück (Skelett) oder Bewei

Beitrag von heiße Milch » 17.03.15, 21:35

Nein, davon wusste ich bislang nichts.

Ich wollte nur ganz allgemein darauf hinaus: menschliche Überreste werden gefunden, 20, 40, 60 Jahre oder gar noch älter. Wer und wie entscheidet, wie vorgegangen wird. Und ab wann kann ein menschliches Skelett (z.B. Soldat des 30-jährigen Krieges vs. Wehrmachtssoldat) öffentlich "ausgestellt" werden ...

Ronny1958
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Re: Einordnung: historisches Fundstück (Skelett) oder Bewei

Beitrag von Ronny1958 » 17.03.15, 22:18

Und ab wann kann ein menschliches Skelett (z.B. Soldat des 30-jährigen Krieges vs. Wehrmachtssoldat) öffentlich "ausgestellt" werden ...
Wenn ich die Friedhofs- und Bestattungsgesetze (Landesrecht) richtig interpretiere:

Gar nicht.

Denn auch menschliche Überreste dürften dem Bestattungszwang unerliegen.
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

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