Beweismittelführung bei Verbrühungen

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thafe
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Beweismittelführung bei Verbrühungen

Beitrag von thafe » 06.01.16, 14:19

Schönen guten Tag die Damen und Herren,

gibt es sinnvolle Alternativen zu Hausbesuch des Arztes, Rettungsdienst oder Notarzt, um eine Verbrühung zu dokumentieren?

Besonders in den äußerst schmerzhaften Bereichen der Kopfhaut und im Genitalbereich lässt sich mit Fotos teilweise nicht einmal eine besondere Rötung, oder besser, Unterschied zum Normalzustand herausheben.
Ein Verlassen der Wohnung ist nicht möglich.

Welche Nachweisführung des Zustandes ist empfehlenswert?

Ein Frohes und Gesundes 2016!
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ktown
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Re: Beweismittelführung bei Verbrühungen

Beitrag von ktown » 06.01.16, 14:42

Da ich derzeit selbst nicht weiß, wo dieses Thema am besten aufgehoben ist, habe ich es mal aus der Rechtsgeschichte hierher verschoben.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

webelch
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Re: Beweismittelführung bei Verbrühungen

Beitrag von webelch » 06.01.16, 15:53

thafe hat geschrieben:Welche Nachweisführung des Zustandes ist empfehlenswert?
Vermutlich die Beweissicherung und vor allem auch die Behandlung durch einen Arzt.

Rückfrage: In welchem Rahmen soll der Nachweis genutzt werden?

hawethie
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Re: Beweismittelführung bei Verbrühungen

Beitrag von hawethie » 06.01.16, 15:54

Hallo,
mir stellt sich die Frage: Warum soll dokumentiert werden?

Gruß
HaweThie
Was du nicht willst, das man dir will, das will auch nicht -
was willst denn du.

FelixSt
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Re: Beweismittelführung bei Verbrühungen

Beitrag von FelixSt » 06.01.16, 16:54

Wenn Sie die Verbrennungen, warum auch immer, attestiert haben möchten, aber das Haus nicht verlassen können, wieso bitten Sie Ihren Hausarzt dann nicht einfach um einen Hausbesuch? Hausbesuche sind im Ärztealltag etwas völlig Normales.
Ich empfehle jedem, selbst zu denken und es sich nicht von unseren Forengutmenschen wie z.B. lottchen abnehmen zu lassen.

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Re: Beweismittelführung bei Verbrühungen

Beitrag von Name4711 » 06.01.16, 19:34

Warumist das nicht im Strafrecht? Beweis einer Körperverletung deutet doch darauf hin!

(oder ist das schon wieder logisch zu weit gedacht :mrgreen: )

thafe
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Re: Beweismittelführung bei Verbrühungen

Beitrag von thafe » 07.01.16, 09:47

Ich weiss nicht, ob Strafrecht (bereits) angebracht ist.
Methodik hat mich eigentlich den anderen Themenbereich wählen lassen.

Unsere Heizung funktioniert nicht wirklich.
Beim Duschen verschwindet bei jedem zweitem Nutzer im Haus, wohlgemerkt nicht nur im eigenen Haushalt(!)
bei uns das kalte Wasser und brühend heiß schießt es aus der Duscharmatur in der Badewanne.
Nicht nur einmal, sondern fast jedes Mal, außer wir sind alleine im Haus.

"Bevorzugte" Trefferzonen:
Kopfhaut beim einschampoonieren oder waschen
Genitalbereich beim abduschen erweist sich als der schmerzhafteste Bereich
Folgen: Stürze in der Badewanne, da der Schock durch den Schmerz epileptische Anfälle sowohl bei meiner Frau, als auch bei mir auslöst.

Strafanzeige soll eigentlich vermieden werden, eine funktionierende Warmwasserversorgung ist das Ziel,
seit Oktober verweigert sich jedoch die Hausverwaltung zu handeln.
Alle 2 Wochen steht seitdem der Heizungsdienst in der Wohnung, fummelt kurz an der Heizung herum und das wars.
Da es jedes Mal andere Handwerker der Firma sind, frage ich mich langsam, ob die bei uns Schulungen unternehmen.
Kompetenz sieht anders aus, eine Problemlösung ist immer noch nicht in Sicht.

Wenn ich nichts unternehme, geht die unendliche Geschichte weiter.
Seit jetzt über 12 Wochen ist nicht nur eine latente Gefahr der Verletzung dabei gegeben.
Immer wenn ich nicht schnell genug bin, den Duschkopf wegzudrehen, bedeutet es Schmerzen.

Freundliche und höfliche Mahnungen waren erfolglos.

Die Hausbesuche unseres Arztes erfolgen zu Zeiten, lange nachdem wir duschen können.
Da liegen mindestens 6-8 Stunden dazwischen.
Die Versorgung der Verbrühungen ist mit Salben bestens abgedeckt, anderes kann er auch nicht verschreiben.
Es ist aber auch nicht wirklich etwas zu sehen, es tut nur schw... weh. :twisted:

Und ja, ich habe vor, bei Weiterführung der Verweigerung endlich tätig zu werden, auch die anderen Parteien an unserem Spaß teilhaben zu lassen. :devil:

Ein paar Tage Zwangsduschen der Verantwortlichen werde ich nicht durchbringen, :lol:
daher habe ich Hausverwaltung und Heizungsfirma in der letzten Mahnung gestern angekündigt,
bei der nächsten Verbrühung meiner Frau oder mir, Strafanzeige wegen Körperverletzung durch Unterlassen zu stellen.
Wissen und (Nichthandeln-)Wollen zumindest nach meiner Meinung voll gegeben.

Das einzige, was mir dafür noch fehlt, ist ein vernünftiger Nachweis.
Wenn nichts besseres angeboten werden kann, ruf ich einfach das nächste Mal den Rettungsdienst.
Die sind in 5 Minuten bei uns und mit 250,- € für den Einsatz dann doch noch relativ günstig.
:liegestuhl:
Jeder ist für die Konsequenzen seines Handelns selbst verantwortlich.

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Re: Beweismittelführung bei Verbrühungen

Beitrag von windalf » 07.01.16, 10:17

Unsere Heizung funktioniert nicht wirklich.
Beim Duschen verschwindet bei jedem zweitem Nutzer im Haus, wohlgemerkt nicht nur im eigenen Haushalt(!)
bei uns das kalte Wasser und brühend heiß schießt es aus der Duscharmatur in der Badewanne.
Nicht nur einmal, sondern fast jedes Mal, außer wir sind alleine im Haus.
Statt sich dem Thema rechtlich zu nähern sollte man sich vielleicht lieber der Ursache nähern. Wie genau wird denn das Wasser heiß gemacht? Von der Beschreibung her würde ich ja auf einen alten Durchlauferhitzer tippen...

Druckschwankungen lösen dieses beschreibene Problem meist aus...
...fleißig wie zwei Weißbrote
0x2B | ~0x2B
Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

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Re: Beweismittelführung bei Verbrühungen

Beitrag von webelch » 07.01.16, 10:53

Und zunächst (nach offensichtlich erfolglosem Rügen bem Vermieter) einen Installateur mit der Prüfung und ggfs Behebung beauftragen scheidet aus?

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Re: Beweismittelführung bei Verbrühungen

Beitrag von FelixSt » 07.01.16, 11:29

thafe hat geschrieben:Die Hausbesuche unseres Arztes erfolgen zu Zeiten, lange nachdem wir duschen können.
Da liegen mindestens 6-8 Stunden dazwischen. Die Versorgung der Verbrühungen ist mit Salben bestens abgedeckt, anderes kann er auch nicht verschreiben. Es ist aber auch nicht wirklich etwas zu sehen, es tut nur schw... weh. :twisted:
Ich bin ein wenig im Zweifel, ob wir es hier wirklich mit Verbrühungen/Verbrennungen zu tun haben, wenn ein Arzt (!) bereits nach sechs Stunden nicht mehr in der Lage wäre, diese zu erkennen und zu attestieren... :roll:
Ich empfehle jedem, selbst zu denken und es sich nicht von unseren Forengutmenschen wie z.B. lottchen abnehmen zu lassen.

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Re: Beweismittelführung bei Verbrühungen

Beitrag von Froggel » 07.01.16, 12:11

Ich kann schon verstehen, dass 60-70°C heißes Wasser schmerzhaft ist. Wenn ich das aber weiß, würde ich darauf drängen, dass Armaturen mit Thermostat eingebaut werden. Dann sollte sich das Problem recht schnell erledigt haben.
Ich bin kein Jurist.
- alle Angaben ohne Gewähr -

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Re: Beweismittelführung bei Verbrühungen

Beitrag von Ronny1958 » 07.01.16, 12:49

Wenn das immer genau zur gleichen Zeit passiert, würde evtl. eine Verlegung de individuellen Duschzeit um 5 - 10 Minuten bereits Abhilfe schaffen (weil weniger Hausbewohner dann duschen)?
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

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