personenbezogene Zertifikate

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Heron
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personenbezogene Zertifikate

Beitrag von Heron » 13.01.16, 21:58

Guten Abend erstmal,

@mod
Sorry das ich hier im Mietrecht gelandet bin. Bitte entsprechend dem Themas verschieben.

Unsere Firma stellt Weichenantriebe her (die Motoren die die Züge aufs rechte oder linke Gleis führen). Hierzu halten wir vom Kunden gewünschte Produktschulungen ab. Anschließend stellen wir Teilnahme bescheinigungen aus.
Nun hat mein Vorgesetzter mir die aufgabe gegeben herauszufinden wie das mit einer personenbezogenen Zertifizierung ist bzw. was müssen wir als Firma erfüllen.

Hab mir dann gleich mal gefährliches Halbwissen angelesen und gefragt ob wir nicht den Anwalt unseres Vertraues zu rate ziehen sollten. Darauf hin kam ein indirektes NEIN :D
Was ich da so gelesen habe war einerseits das für ein solches Zertifikat die Daten der Person überprüft werden müssen (Reisepass,perso,...) oder das es zeitlich begrenzt sein muss. Ich habe aber auch gelesen das ein Zertifikat von jedem ausgestellt werden kann.

So nun zu meinen Fragen, vorab wie ist dazu die Rechtslage? :D

Was muss in so einem Zertifikat drin stehen, müssen wir vll. auch einen festen Schulungsplan bzw. den Inhalt irgendwie nachweisen?
Wo finde ich einen Gesetztestext dazu (ja habe schon gegooglet) bzw. eine Norm für personenbezogene Zertifizierungen?
Wie können wir uns als Betrieb zertifizieren lassen (vll. irgendwie staatlich anerkant)?

Danke

SusanneBerlin
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Re: personenbezogene Zertifikate

Beitrag von SusanneBerlin » 13.01.16, 22:37

Wie können wir uns als Betrieb zertifizieren lassen (vll. irgendwie staatlich anerkant)?
Ist das hier ein Spaßposting oder wie es denn möglich, dass in einer Firma, die sich darauf spezialisiert hat, Antriebe herzustellen, die dafür sorgen dass eine Weiche gestellt wird und ein Zug entweder auf das rechte oder das linke Gleis fährt, in ebendieser Firma noch niemand vom Eisenbahn-Bundesamt gehört hat?
Grüße, Susanne

Baden-57
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Re: personenbezogene Zertifikate

Beitrag von Baden-57 » 14.01.16, 10:12

SusanneBerlin hat geschrieben:
Wie können wir uns als Betrieb zertifizieren lassen (vll. irgendwie staatlich anerkant)?
Ist das hier ein Spaßposting oder wie es denn möglich, dass in einer Firma, die sich darauf spezialisiert hat, Antriebe herzustellen, die dafür sorgen dass eine Weiche gestellt wird und ein Zug entweder auf das rechte oder das linke Gleis fährt, in ebendieser Firma noch niemand vom Eisenbahn-Bundesamt gehört hat?
:kopfstreichel:

ktown
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Re: personenbezogene Zertifikate

Beitrag von ktown » 14.01.16, 13:00

Da ich derzeit auch nicht weiß, in welchen Bereich dies passen würde, verschiebe ich es mal hier her.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

Heron
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Re: personenbezogene Zertifikate

Beitrag von Heron » 14.01.16, 18:52

Nein leider habe ich noch nichts vom EBA gehört, Danke für diese überaus hilfreiche Antwort.

Mit "Unternehmen zertifizieren lassen" war gemeint als Ausbildungsstätte anerkennen lassen. Das man das beim EBA kann wäre mir neu, lasse mich gerne eines bessern belehren.

Entschuldigung das ich mich nicht klar genug ausgedrückt habe bzw. euch nicht mit technischen details gelangweilt habe oder zum einfachen Verständnis Motoren geschrieben habe und dies bei den Mitglierderinnen für Verwirrung gesorgt hat ( :ironie: oder auch Spaßposting)

Hätte den jemand noch andere Lösungsvorschläge oder Hilfestellungen?
Zuletzt geändert von Heron am 14.01.16, 18:55, insgesamt 1-mal geändert.

Elektrikör
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Re: personenbezogene Zertifikate

Beitrag von Elektrikör » 14.01.16, 18:55

Hallo,
Heron hat geschrieben: ... als Ausbildungsstätte anerkennen lassen.
Von WEM?


MfG
Alles hier von mir geschriebene stellt meine persönlichGanzFürMichAlleineMeinung dar
Falls in einer Antwort Fragen stehen, ist es ungemein hilfreich, wenn der Fragesteller diese auch beantwortet

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Re: personenbezogene Zertifikate

Beitrag von Heron » 14.01.16, 19:03

Ja das ist ja meine Frage. Mal angenommen das ich ein Schulungszentrum habe und möchte z.B. das sich meine Lehrgänge von anderen unterscheiden (im Sinne von personenzertifizierten Schulung/Zertifikat/anerkanter Lehrgang)also nicht einfach eine Teilnahmebescheinigung. Muss ich mich vll. bei einem Amt eintragen lassen? Bei der BG oder sonstwo?

ExDevil67
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Re: personenbezogene Zertifikate

Beitrag von ExDevil67 » 14.01.16, 19:12

Heron hat geschrieben: Mit "Unternehmen zertifizieren lassen" war gemeint als Ausbildungsstätte anerkennen lassen.
Die Frage wäre man was mit der Anerkennung/Zertifizierung erreichen will/muss und was für eine Ausbildung das ist.

Für einiges gibt es Vorgaben, so darf z.B. nicht jeder der Bock hat Erste-Hilfe Kurse abhalten die von der BG anerkannt und bezahlt werden. Der muss von denen als Ausbildungsstätte anerkannt werden. Während z.B. ein bekanntes Textverarbeitungsprogramm jeder der sich berufen fühlt schulen darf.
Denkbar wäre aber z.B. zu gucken ob man seine Schulung nicht nach ISO 900x zertifizieren lassen kann.

Und genauso mit der Prüfung der Teilnehmeridentität. Dürfte auf den Inhalt der Schulung ankommen und wer das warum ggf prüfen will.
Ob nun Max Meier oder Mira Müller auf den Unterlagen der Textverarbeitungsschulung steht dürfte egal sein, bei einem Kurs für Luftsicherheitsassistenten dürfte das ggf schon anders aussehen.

ktown
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Re: personenbezogene Zertifikate

Beitrag von ktown » 14.01.16, 19:20

Ja was denn nun?
Im Titel redet man von personenbezogenen Zertifikaten und jetzt von Zertifizierung von Betrieben.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

SusanneBerlin
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Re: personenbezogene Zertifikate

Beitrag von SusanneBerlin » 14.01.16, 19:26

(im Sinne von personenzertifizierten Schulung/Zertifikat/anerkanter Lehrgang)also nicht einfach eine Teilnahmebescheinigung
"Personenzertifiziertes Schulungszertifikat" klingt evtl. hochgestochener als "Teilnahmebescheinigung", aber wo ist der tatsächliche Mehrwert?

Ein Schulungszertifikat gilt selbstverständlich immer NUR für die Person, die die Schulung mit Erfolg durchlaufen hat. Ein Schulungszertifikat gilt selbstverständlich NICHT für irgendwelche anderen Personen, die die Schulung überhaupt nicht mitgemacht haben.

Ich wüßte also nicht, was das spezielle an einer "personenzertifizierten" Schulung sein soll.
anerkanter Lehrgang
WER soll Ihren Lehrgang denn anerkennen? Haben Sie selbst irgendeine Idee, wozu der Lehrgang gut sein soll, wozu er den Teilnehmer berechtigen soll?
Bei der BG oder sonstwo?
Die Berufsgenossenschaft ist eine Unfallversicherung und hat mit der Zertifizierung von beruflichen Fachwissen eher wenig zu tun.
Entschuldigung das ich mich nicht klar genug ausgedrückt habe bzw. euch nicht mit technischen details gelangweilt habe oder zum einfachen Verständnis Motoren geschrieben habe und dies bei den Mitglierderinnen für Verwirrung gesorgt hat
Je mehr ich von Ihnen lese, desto stärker festigt sich mein Eindruck, dass die Unnwissenheit, das technische Unverständnis und die Verwirrung auf Ihrer Seite größer ist als auf meiner.
Grüße, Susanne

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Re: personenbezogene Zertifikate

Beitrag von Heron » 14.01.16, 19:48

@Devil

Danke! Ja genau um so etwas geht es mir, kann ich meine "Schreibprogramschulung" nach ISO 900x zertifizieren. Wenn ja wo den oder bzw welche ISO, EN, DIN wäre das dann?. Oft wenn wir Teilnehmer von einem größeren Kunden haben machen diese die Schulung mit und machen dann bei sich in der Firma eine interne Schulung (stellen dann Teilnahmebescheinigungen aus). Wir wollen das etwas einschränken und dann eben die Schulung zertifizieren lassen (Das es sich von einer Teilnahmebescheinigung abhebt, eben ein Zertifikat).

@ktown

Ja habe das extra geschrieben um den Mod noch etwas zu verwirren wo er einordnen soll :D . Ja würde beides gerne beantwortet haben. Solltest du nur eines beantworten können wäre auch das hilfreich.

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Re: personenbezogene Zertifikate

Beitrag von Heron » 14.01.16, 20:44

WER soll Ihren Lehrgang denn anerkennen? Haben Sie selbst irgendeine Idee, wozu der Lehrgang gut sein soll, wozu er den Teilnehmer berechtigen soll?
Ja darauf zielt ja meine Frage ab. Wenn jetzt der Tüv z.B. einen unserer Lehrgänge nach ISO, EN oder wie auch immer zertifizieren würde, wird dieser den Lehrgang ja auch anerkennen. ODER?
"Personenzertifiziertes Schulungszertifikat" klingt evtl. hochgestochener als "Teilnahmebescheinigung", aber wo ist der tatsächliche Mehrwert?
In wie weit sind Gegenfragen hilfreich?

Vorschlag zur güte da du ja mein technische Fachwissen irgendwie Hellseherisch beurteilen kannst und nicht gerafft hast das ich mich hilfesuchend an dieses Forum gewand habe (Hatte ja irgenwas mit Recht zu tun) und ja ich bei diesem Problem keine Ahnung habe.

Wollen wir den lustigen Schlagabtausch nicht per PN weiterführen? :devil:

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Re: personenbezogene Zertifikate

Beitrag von nordlicht02 » 14.01.16, 22:52

Heron hat geschrieben:In wie weit sind Gegenfragen hilfreich?
Dies ist ein Forum, in dem Rechtsfälle diskutiert werden. Und Diskussionen ohne Gegenfragen sind doch irgendwie langweilig, oder?
„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.“ (Hanns Joachim Friedrichs)

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Re: personenbezogene Zertifikate

Beitrag von ExDevil67 » 15.01.16, 08:00

Heron hat geschrieben:
Danke! Ja genau um so etwas geht es mir, kann ich meine "Schreibprogramschulung" nach ISO 900x zertifizieren. Wenn ja wo den oder bzw welche ISO, EN, DIN wäre das dann?
Zertifizierung nach ISO-900X bieten diverse Anbieter an, einfach mal einen kontaktieren und fragen. Die werden einem schon sagen können welche aus der 9000er Reihe an besten zu einem passt.
Wobei eine Zertifizierung nach ISO 900X keinen Schutz der Inhalte bietet, da geht es um die Qualität der Schulung (Der Dozent prüft 3 Tage vorher ob der Kursraum vollständig aufgebaut ist und alle Teilnehmerunterlagen vollständig sind).
Heron hat geschrieben: Oft wenn wir Teilnehmer von einem größeren Kunden haben machen diese die Schulung mit und machen dann bei sich in der Firma eine interne Schulung (stellen dann Teilnahmebescheinigungen aus). Wir wollen das etwas einschränken und dann eben die Schulung zertifizieren lassen (Das es sich von einer Teilnahmebescheinigung abhebt, eben ein Zertifikat).
Das wird sich nur schwer bis gar nicht verhindern lassen. Dazu müsste es entweder eine externe Stelle geben die Vorgaben zu den Schulungen macht und das auch prüft (wer darf schulen und wer wurde wo geschult) oder man schränkt die Garantie/Gewährleistung soweit ein das volle Ansprüche nur bestehen wenn die Montage nur durch Personen erfolgt die man selbst geschult hat. Dann muss aber auch selber den nötigen Aufwand treiben das prüfen zu können und auch selber prüfen können und damit rechnen das man Kunden verliert.

ktown
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Re: personenbezogene Zertifikate

Beitrag von ktown » 15.01.16, 08:13

Heron hat geschrieben:Vorschlag zur güte da du ja mein technische Fachwissen irgendwie Hellseherisch beurteilen kannst und nicht gerafft hast das ich mich hilfesuchend an dieses Forum gewand habe (Hatte ja irgenwas mit Recht zu tun) und ja ich bei diesem Problem keine Ahnung habe.
1.
Wenn sie eine individuelle Beratung wünschen, dann hilft ihnen diese Seite.
2.
Man soll nicht die Hand beißen, die einen füttert.

Daher verstehe ich ihren doch recht pampigen Unterton nicht.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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