US Präsident und die Internet Zensur

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fool1
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Re: US Präsident und die Internet Zensur

Beitrag von fool1 » 09.09.18, 19:04

Moin!
Charon- hat geschrieben:Ich gestehe, dass bis zu deinem Posting mir nichtmal klar war, dass es eine Skinheadszene gibt, und auch der Begriff Bonehead ist aus dem entsprechenden Wikipedia-Artikel genommen. Daher kann ich in voller Ignoranz des Unwissenden sagen: Zumindest ich hätte bis Vorgestern den Begriff Skinhead immer nur für gewaltbereite Rechtsextreme verwendet.
Ok. Solche oder diese Bilder waren in den Medien der 90er selten bis gar nicht zu sehen. Dafür zu hauf die Männchen in ihren Bomberjacken, welche gerade aus diesen Medien "gelernt" haben wie man sich als Nazi zu kleiden hat. Ohne einen Funken Wissen über die Kultur und Geschichte der Skinheadbewegung.
Ansonsten bin ich verwundert. Ob nun traditionell oder Oi!, wir zeigen uns ganz offen. Und dies Weltweit.
Unsere Festivals und Konzerte sind für jederman zugänglich.
Charon- hat geschrieben:...ein Mitglied der Skinhead-Szene, welches (hoffe ich) kein gewaltbereiter Rechtsextremer ist...
Und da hast sofort eine Sache gefunden, wie man einem Skinhead ordentlich auf den Sack geht :lachen:
Charon- hat geschrieben:Wäre die Verwendung des Begriffs Bonehead da angemessen?
Solltest du heutzutage noch auf solch eine Person treffen, durchaus.

Gruss fool1
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Tastenspitz
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Re: US Präsident und die Internet Zensur

Beitrag von Tastenspitz » 11.09.18, 07:12

Nordland hat geschrieben:Wer sich in Deutschland gegen Antisemitismus zu engagieren glaubt, aber schon bei den Statistiken grundlegend falsch einsortiert, der gibt ein schlechtes Bild ab.
Dieser Selbsterkenntnis kann man sich nur anschließen.
Ist diese verschobene Mini-Statistik eigentlich die einzige um den vermeindlichen Standpunkt zu stützen?
Ich hätte da was besseres.
Was auffällt - bei Antisemitischen Straftaten ist der Anteil an Gewalttaten sehr niedrig. Liegt vermutlich an den haufenweise aufgesprühten Hakenkreuzen auf Garbsteinen und Synagogen usw. die hier auch automatisch unter "rechts" auftauchen.
Aber das waren bestimmt die bösen Nazimuslime gell Nordland?
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Re: US Präsident und die Internet Zensur

Beitrag von Nordland » 12.09.18, 09:08

@ Charon, Michael: Was sich wie ein roter Faden durch eure Argumentation zieht, ist das Bestehen darauf, dass das Problem Antisemitismus ausschließlich von rechts komme. Ihr werdet dadurch unglaubwürdig. Denn ihr liegt schon rein denklogisch falsch, wenn ihr die Existenz rechter Gewalt und Agitation gegen Juden als Beleg dafür hernehmt, dass es keinen muslimischen Antisemitismus gebe. Dabei hat niemand bestritten, dass im Dunstkreis von Altnazis und Kleinstparteien wie der NPD ein bedenklicher Antisemitismus vorherrscht. Das ändert kein bisschen was an dem Umstand, dass wir infolge der ungesteuerten Zuwanderung aus muslimischen Ländern einen signifikanten Import antisemitischer (und auch homophober, frauenverachtender, autoritärer) Einstellungen gehabt haben. Systematisch.

Ich empfehle euch den folgenden Artikel aus dem Cicero, den man in der Printausgabe vollständig lesen kann:
Christoph Ernst hat geschrieben:Mit Migranten aus muslimischen Ländern wandert auch Judenhass ein. Die Bundesregierung scheint dies zu tolerieren und mehr noch, sie rüstet militante islamistische Regime auf. Unseren Autor macht diese Politik nachhaltig ratlos
Aber ihr wollt vermutlich weiter in eurer Filterblase leben, in der "der" Migrant nur zu uns kommt, weil er sich nach Demokratie und Frieden sehnt und den ihr als Objekt eures Beschützerinstinktes seht.
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Re: US Präsident und die Internet Zensur

Beitrag von Nordland » 12.09.18, 09:16

Tastenspitz hat geschrieben:Was auffällt - bei Antisemitischen Straftaten ist der Anteil an Gewalttaten sehr niedrig. Liegt vermutlich an den haufenweise aufgesprühten Hakenkreuzen auf Garbsteinen und Synagogen usw. die hier auch automatisch unter "rechts" auftauchen. Aber das waren bestimmt die bösen Nazimuslime gell Nordland?
Wenn man zum Beispiel sieht, welche Attacken es gegeben hat, wie Juden beschimpft und bespuckt, teilweise attackiert werden, wie Juden in Frankreich wieder fliehen müssen, weil sie einfach nicht mehr sicher leben können, wie Migranten wie Dieudonné M’bala M’bala sich offen für Gewalt gegen Juden aussprechen und dafür teils von anderen Migranten beklatscht werden, und das dann als eine Art Verschwörungstheorie abgetan wird, der zeigt, wes Geistes Kind er ist.

Wir müssen wachsam sein. Es gibt Menschen, die wollen die ungesteuerte Zuwanderung unbedingt und die blind sind gegenüber den fatalen Realitäten, die infolge der Zuwanderung entstehen.
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Re: US Präsident und die Internet Zensur

Beitrag von Tastenspitz » 12.09.18, 09:29

OK. Deutschland gibt nix mehr her - gehen wir nach Frankreich... :roll:
Nordland hat geschrieben: Dieudonné M’bala M’bala
...ist kein Migrant sondern ein vielfach vorbestrafter französischer Staatsbürger mit radikal rechter Gesinnung. Blödes Beispiel Nordland.
Nordland hat geschrieben:Wir müssen wachsam sein.
Genau. Deswegen werden wir solchen verdrehten Weltansichten auch weiter versuchen Paroli zu bieten.
Übrigens....wir sind mehr. Auch hier im Forum. :mrgreen:
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Re: US Präsident und die Internet Zensur

Beitrag von Nordland » 12.09.18, 09:46

Tastenspitz hat geschrieben:OK. Deutschland gibt nix mehr her - gehen wir nach Frankreich...
Ist ja auch nicht bei uns in der Nähe. Abgesehen davon werden Frankreichs Probleme von heute unsere Probleme von morgen sein. Nicht zu Unrecht haben die Franzosen uns dringend gewarnt, als wir 2015 hunderttausende Zuwanderer aus dem arabischen Raum ins Land ließen.

Und dass Deutschland "nichts mehr hergebe" ist ein Beweis für deine Realitätsverweigerung. Hast du die vielen Vorfälle etwa in Berlin schon vergessen oder sind sie dir egal?
Tastenspitz hat geschrieben:...ist kein Migrant sondern ein vielfach vorbestrafter französischer Staatsbürger mit radikal rechter Gesinnung. Blödes Beispiel Nordland.
Selbstverständlich ist er Migrant.
Tastenspitz hat geschrieben:Übrigens....wir sind mehr. Auch hier im Forum.
Ja, es gibt ab und an Zeiten, in denen Leute die Meinungsführerschaft haben und sich dann toll fühlen, weil sie scheinbar "mehr sind" oder "lauter sind". Das sind aber oftmals gerade nicht diejenigen, die richtig liegen. Oft liegen sie fatal falsch, was wiederum erklärt, warum sie Andersdenkende nicht tolerieren, sondern ohne Maß bekämpfen müssen.
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Re: US Präsident und die Internet Zensur

Beitrag von Charon- » 12.09.18, 11:02

Nordland hat geschrieben:Was sich wie ein roter Faden durch eure Argumentation zieht, ist das Bestehen darauf, dass das Problem Antisemitismus ausschließlich von rechts komme
Wie kommst du denn auf diese Idee? Von einer Ausschließlichkeit war nie die Rede, nur davon, dass von rechts mehr Taten kommen, diese häufiger Gewalttaten umfassen und eher in der Masse erfolgen, mithin also wesentlich gefährlicher sind als der (durchaus vorhandene) Antisemitismums bei Flüchtlingen aus dem arabischen Raum (müssen keine Muslime sein).
Nordland hat geschrieben:dass im Dunstkreis von Altnazis und Kleinstparteien wie der
AFD...
Nordland hat geschrieben:ein bedenklicher Antisemitismus vorherrscht.
Ist doch schön, dass dies erkannt wird. Nur tut leider keiner der Funktionäre was dagegen, die Partei grenzt sich nicht ab, bekennende Rechte werden weiterhin eingeladen, um auf den Veranstaltungen zu sprechen, etc.
Nordland hat geschrieben:dass wir infolge der ungesteuerten Zuwanderung aus muslimischen Ländern einen signifikanten Import antisemitischer (und auch homophober, frauenverachtender, autoritärer) Einstellungen gehabt haben.
Echt, signifikant? Wieviele antisemitische Zuwanderer sind denn dazu gekommen, und wieviele antisemitische Bürger haben wir hier? Wenn hier bereits zehntausend Leute leben, die Mitbürger gewaltätig angehen, weil diese der jüdischen Religion angehören, dann ist es kein signifikanter Anstieg, wenn nochmal tausend Leute aus anderen Ländern dazu kommen.

So ganz nebenbei: Wie Chemnitz und Köthen gezeigt haben, reden wir ja nicht nur über deutsche Rechte, es kommt dann ja auch Verstärkung aus Polen, Frankreich und Italien dazu, wenn Social-Network-Portal [Name geändert] ruft.
Nordland hat geschrieben:Aber ihr wollt vermutlich weiter in eurer Filterblase leben, in der "der" Migrant nur zu uns kommt, weil er sich nach Demokratie und Frieden sehnt
Nope, bei weitem nicht. Aber wie oben schon geschrieben: Wenn tausend antisemitische Flüchtlinge hierher kommen, dann sind die nicht meine Sorge, wenn hier bereits 10.000 antisemitische Deutsche leben.
Nordland hat geschrieben:Hast du die vielen Vorfälle etwa in Berlin schon vergessen oder sind sie dir egal?
Jawoll, die Befehle aus der Parteizentrale sind eingetroffen. Na, hat jemand das Youtubevideo ausgegraben, auf dem ein jüdischer Restaurantbesitzer von einem Mitbürger dunkler Hautfarbe in gebrochenem Deutsch beschimpft wird?

Da sind wir übrigens wieder bei den Verhältnisse: Wenn es ein Video gibt, auf dem ein Flüchtling einen Mitbürger jüdischen Glaubens beschimpft, und ein Video auf dem ein Flüchtling von einer gröhlenden Menge die Straße runter gejagt werden, dann ist meine Sorge nicht bei dem beschimpften Juden, sondern bei dem gejagten Flüchtling.
Oder, noch offensichtlicher, wenn der Restaurantbesitzer in Berlin von einer Person beschimpft, der in Chemnitz aber von 20 Personen attackiert wird, gilt meine Aufmerksamkeit nunmal dem in Chemnitz.
Nordland hat geschrieben:Selbstverständlich ist er Migrant.
Er ist in Frankreich geboren, wie soll er denn da Migrant sein?
Um der allgemeinen Sprachverwirrung des Siezens entgegenzuwirken, biete ich jedem Nutzer das dänische Umgangsduzen an.

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Re: US Präsident und die Internet Zensur

Beitrag von Michael A. Schaffrath » 12.09.18, 11:24

Charon- hat geschrieben:
Nordland hat geschrieben:Selbstverständlich ist er Migrant.
Er ist in Frankreich geboren, wie soll er denn da Migrant sein?
Für unsere geistig braunen Mitbürger ist jeder, der nicht "toitschen Blutes" ist, immer Nichtdeutscher, auch wenn er die deutsche Staatsbürgerschaft hat.
Durfte erst letztlich so einen Erguss lesen, wo sich derjenige beschwert hat, daß die Straftaten von deutschen Staatsbürgern mit Migrationshintergrund in der Kriminalstatistik den Deutschen zugerechnet werden und nicht den Ausländern. :evil:
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Re: US Präsident und die Internet Zensur

Beitrag von Tastenspitz » 12.09.18, 12:06

Nordland hat geschrieben:Selbstverständlich ist er Migrant.
Ist er nicht. Trotzdem die Frage warum...? Hautfarbe oder Name? Woran macht ein Nordländer das Kriterium "Migrant" fest. Geboren ist er wohl in Frankreich.
Nordland hat geschrieben:Und dass Deutschland "nichts mehr hergebe" ist ein Beweis für deine Realitätsverweigerung.
Wer hat den mit dem Thema Frankreich angefangen?
Nordland hat geschrieben:Ist ja auch nicht bei uns in der Nähe. Abgesehen davon werden Frankreichs Probleme von heute unsere Probleme von morgen sein.
Ja. Die Tendenz der Eingeborenen zum fremdeln sieht man hierzulande auch schon ein wenig. Da hast du recht. AFD und der LePen Haufen haben deswegen auch noch Zuwachs. Aber ich hoffe, diese Probleme werden nicht überhand nehmen und die Mehrheit weiterhin dem Menschen den Vorzug geben, egal wieviele Pigmente.
Nordland hat geschrieben:Ja, es gibt ab und an Zeiten, in denen Leute die Meinungsführerschaft haben und sich dann toll fühlen, weil sie scheinbar "mehr sind" oder "lauter sind". Das sind aber oftmals gerade nicht diejenigen, die richtig liegen. Oft liegen sie fatal falsch, was wiederum erklärt, warum sie Andersdenkende nicht tolerieren, sondern ohne Maß bekämpfen müssen.
Das sehe ich auch so. Leider haben wir halt nunmal die Rechten und die AFD mit diesen Meinungen und der medienwirksamen großen Klappe und müssen mit denen klarkommen.
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Re: US Präsident und die Internet Zensur

Beitrag von Nordland » 14.09.18, 13:26

Charon- hat geschrieben:Echt, signifikant? Wieviele antisemitische Zuwanderer sind denn dazu gekommen, und wieviele antisemitische Bürger haben wir hier? Wenn hier bereits zehntausend Leute leben, die Mitbürger gewaltätig angehen, weil diese der jüdischen Religion angehören, dann ist es kein signifikanter Anstieg, wenn nochmal tausend Leute aus anderen Ländern dazu kommen.
Und genau hier erkennt man deinen Hang zum Relativieren. Du tust so, als seien unter den hunderttausenden sogenannten Flüchtlingen (es sind ja Wirtschaftsmigranten, denen weniger unsere Demokratie, sondern eher unser Wohlfahrtsstaat am Herzen liegt) lediglich ein paar einzelne Antisemiten. Und das ist falsch, deswegen hatte ich auch auf Ernsts Artikel hingewiesen. Es erfolgt eine systematische Einwanderung aus Ländern, in denen die Menschen kulturell erzogen sind, dass Juden, Homos usw. Menschen zweiter Klasse sind. Und gerade du als in der Wissenschaft tätige solltest wissen, dass derartige Einstellungen oftmals über Generationen beibehalten werden.

Es ist also nicht so, dass gelegentlich einer ins Extreme abdriftet. Es sind grundlegende Prägungen, die da importiert werden. Nicht der Antisemit ist die Ausnahme, wie es bei der deutschen Bevölkerung der Fall ist. Der tolerante Demokrat ist die Ausnahme.
Charon- hat geschrieben:Wenn es ein Video gibt, auf dem ein Flüchtling einen Mitbürger jüdischen Glaubens beschimpft, und ein Video auf dem ein Flüchtling von einer gröhlenden Menge die Straße runter gejagt werden, dann ist meine Sorge nicht bei dem beschimpften Juden, sondern bei dem gejagten Flüchtling.
Ja, du selektierst. Vom Gefühl her findest du rechte Deutsche als die größte Bedrohung, während du dich unbewusst mit den Flüchtlingen solidarisierst (Stockholm-Syndrom). Infolgedessen blendest du muslimischen Antisemitismus aus und "stürzt" dich auf Ereignisse wie Chemnitz, die zwar durchaus ein Problem sind, deren Bedeutung du aber überhöhst.
Charon- hat geschrieben:
Nordland hat geschrieben:Selbstverständlich ist er Migrant.
Er ist in Frankreich geboren, wie soll er denn da Migrant sein?
Tastenspitz hat geschrieben:ein vielfach vorbestrafter französischer Staatsbürger
Ihr macht den Fehler, die Papierlage mit der Identität zu verwechseln. Solche Leute sind weiterhin kulturell durch ihre Herkunft geprägt. Man hat versucht, das zu ändern, indem man ihnen die französische bzw. deutsche Staatsangehörigkeit nachgeschmissen hat. Doch das ist ein Trugschluss. Denn erst sollte man eine Identität für das Aufnahmeland entwicklen und dann erst den Pass bekommen. Der Versuch, die Identifikation durch Einbürgerung zu erzwingen, ist gescheitert. Wenn Migranten Straftaten begehen, etwa im Bataclan mit Kalschnikows Ungläubige niederschießen oder Menschen im jüdischen Supermarkt zu töten, dann ist der Pass der Täter erstmal egal. Wichtig ist, wurde diese Tat letztendlich durch französische/westeuropäische Prägungen begangen oder zeigen sich hier die Prägungen der Herkunftskultur? Und es ist eindeutig letzteres der Fall.
Michael A. Schaffrath hat geschrieben:Durfte erst letztlich so einen Erguss lesen, wo sich derjenige beschwert hat, daß die Straftaten von deutschen Staatsbürgern mit Migrationshintergrund in der Kriminalstatistik den Deutschen zugerechnet werden und nicht den Ausländern. :evil:
Stimmt ja auch. Es glit das gleiche, das ich soeben geschrieben habe:Wenn sich zum Beispiel in der Messerkriminalität die Prägungen der Herkunftsgesellschaft zeigen, dann hätte man solche Leute nie einbürgern dürfen. Es ist Unrecht, solche Taten nicht als Migrantenkriminalität zu werten. Es war ja schließlich nicht die deutsche Gesellschaft, die solche Einstellungen vermittelt hat.
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Re: US Präsident und die Internet Zensur

Beitrag von Michael A. Schaffrath » 14.09.18, 13:45

Nordland hat geschrieben:Wenn sich zum Beispiel in der Messerkriminalität die Prägungen der Herkunftsgesellschaft zeigen, dann hätte man solche Leute nie einbürgern dürfen. Es ist Unrecht, solche Taten nicht als Migrantenkriminalität zu werten.
Nein, die Quelle, die ich gelesen habe, will sogar in Deutschland geborene Deutsche unter "Migranten" fassen, wenn ihre Eltern Migranten waren (und solche, die als Kind hierher gekommen und später Staatsbürger geworden sind). Und damit sind wir dann im Lala-Land angekommen - meine Urgroßmutter mütterlicherseits war Finnin, also müßten meine Straftaten auch unter "Migrantenkriminalität" kommen. Oder gilt das nur für Nicht-Arier? :evil:

"Prägung der Herkunftsgesellschaft" ist auch schon wieder so eine unverschämte Generalisierung. Sind manche Gesellschaften "schneller mit dem Messer zu Hand" als andere? Was für eine Herkunftsgesellschaft sind wir, wenn wir so viele Antisemiten haben? Wo wir vor noch nicht mal einem Jahrhundert noch ganze Volksgruppen industriell ausgerottet haben? Und 16% eine Partei wählen, deren Führer den Holocaust relativieren und gegen Minderheiten hetzen?
Das ist nur "weg mit den Fremden" in bunterer Verpackung, aber darunter genau so braun wie sonst auch.
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Re: US Präsident und die Internet Zensur

Beitrag von Nordland » 14.09.18, 13:59

Michael A. Schaffrath hat geschrieben:"Prägung der Herkunftsgesellschaft" ist auch schon wieder so eine unverschämte Generalisierung. Sind manche Gesellschaften "schneller mit dem Messer zu Hand" als andere?
Ist es nicht so?
Michael A. Schaffrath hat geschrieben:Was für eine Herkunftsgesellschaft sind wir, wenn wir so viele Antisemiten haben? Wo wir vor noch nicht mal einem Jahrhundert noch ganze Volksgruppen industriell ausgerottet haben?
Und wir haben seitdem eine demokratische Zivilgesellschaft aufgebaut, in der solch ein Unrecht bislang nicht wiedergekommen ist. Das heißt, wir haben gelernt. Leider scheinen wir übermütig geworden zu sein, wir tun so, als seien Menschen aus anderen Staaten alle genau so (deine obige Aussage beweist es ja) oder, wenn nicht, als könnten wir alle mit ein paar Stunden "Integrationskurs" umändern. Und dann passieren solche Ereignisse, die ihr nicht einordnen könnt und die ihr daher aus Hilflosigkeit nur schönreden und relativieren könnt.
Michael A. Schaffrath hat geschrieben:Und 16% eine Partei wählen, deren Führer den Holocaust relativieren und gegen Minderheiten hetzen?
Das ist nur "weg mit den Fremden" in bunterer Verpackung, aber darunter genau so braun wie sonst auch.
Das ist keine sachliche Auseinandersetzung. Wenn man sich Johannes Kahrs gestern oder die vielen, teils gewaltsamen Attacken und die Versuche, der AfD demokratische Rechte zu entziehen anguckt, dann sieht man, wo Hetze und Intoleranz wirklich zugegen sind.
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Re: US Präsident und die Internet Zensur

Beitrag von fool1 » 14.09.18, 19:17

Moin!
Nordland hat geschrieben:Und wir haben seitdem eine demokratische Zivilgesellschaft aufgebaut, in der solch ein Unrecht bislang nicht wiedergekommen ist. Das heißt, wir haben gelernt. Leider scheinen wir übermütig geworden zu sein, wir tun so, als seien Menschen aus anderen Staaten alle genau so (deine obige Aussage beweist es ja) oder, wenn nicht, als könnten wir alle mit ein paar Stunden "Integrationskurs" umändern. Und dann passieren solche Ereignisse, die ihr nicht einordnen könnt und die ihr daher aus Hilflosigkeit nur schönreden und relativieren könnt.
Wer ist "wir"?

Waren da nicht Ereignisse bei Afdlern die du zum Teil selbst schöngeredet und relativierst hast?

Und noch mal:
Nicht aufgelistet ist die Vielzahl der antisemitischen Straftaten, die in Deutschland vier bis fünfmal pro Tag registriert werden. Diese umfassen Übergriffe und Beleidigungen gegenüber Menschen, bei denen eine jüdische Herkunft vermutet wird oder bekannt ist, die Schändungen und Verwüstungen von jüdischen Friedhöfen, das Einwerfen von Fensterscheiben, das Schmieren und Sprühen von antisemitischen Parolen, Hakenkreuzen und SS-Runen auf Synagogen und jüdische wie israelische Einrichtungen oder auf Gedenkstellen, Aufmärsche und Ansammlungen, auf denen antisemitische Parolen gerufen werden, die Störung von Gedenkfeierlichkeiten oder religiösen Festen, das Verteilen, Verbreiten oder Anbringen von Hetzschriften und Hetzplakaten, die Demolierung und Beschmierung von Fahrzeugen von bekannten Juden oder Leuten, die sich für die Belange von Juden einsetzen, das Verschicken antisemitischer Drohungen über Post und Mail und vieles mehr.[10] Sachbeschädigungen auf jüdischen Friedhöfen sind bereits seit unmittelbarer Nachkriegszeit gleichbleibend hoch. Die Statistik weist aus, dass schon 1947 in Ost- und Westdeutschland wöchentlich ein jüdischer Friedhof geschändet wurde, im Durchschnitt wurden zwischen 2000 und 2009 in Deutschland 50,9 derartige Vorfälle pro Jahr registriert.[1] "
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von ... _nach_1945

Und ich kenne deine Argumentation:
Nordland hat geschrieben:Auch wenn man etwas öfter behauptet, wird aus Schwachsinn nicht gleich kein Schwachsinn.
Aber du wirst die oben aufgeführten Tatsachen doch nicht leugnen?
Wobei ich wieder bei der selben Frage wäre:
fool1 hat geschrieben:Was macht denn jetzt einen antisemitischen AFDler besser als einen antisemitischen Flüchtling?
Macht es echt einen Unterschied wer mir aufs Maul hauen will?
Nordland hat geschrieben:Michael A. Schaffrath hat geschrieben:
Und 16% eine Partei wählen, deren Führer den Holocaust relativieren und gegen Minderheiten hetzen?
Das ist nur "weg mit den Fremden" in bunterer Verpackung, aber darunter genau so braun wie sonst auch.
Nordland hat geschrieben:Das ist keine sachliche Auseinandersetzung.
Ist es nicht so?

Gruss fool1
Nichts ist engherziger als Chauvinismus oder Rassenhaß. Mir sind alle Menschen gleich, überall gibt's Schafsköpfe und für alle habe ich die gleiche Verachtung. Nur keine kleinlichen Vorurteile!
Karl Kraus (1874 - 1936)

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Re: US Präsident und die Internet Zensur

Beitrag von Charon- » 15.09.18, 06:10

Nordland hat geschrieben: Du tust so, als seien unter den hunderttausenden sogenannten Flüchtlingen (es sind ja Wirtschaftsmigranten, denen weniger unsere Demokratie, sondern eher unser Wohlfahrtsstaat am Herzen liegt) lediglich ein paar einzelne Antisemiten
Nein, ich gehe aber davon, dass in absoluten Zahlen wesentlich mehr gewaltbereite Antisemiten bereits in Deutschland leben, als an Flüchtlingen dazu gekommen sind (übrigens als Randnote: "Demokratie liegt mir am Herzen" ist keine Aussage, für die man hierzulande Asyl erhält)
Nordland hat geschrieben: Und das ist falsch, deswegen hatte ich auch auf Ernsts Artikel hingewiesen
Du meinst den hinter der paywall?
Nordland hat geschrieben:Und gerade du als in der Wissenschaft tätige solltest wissen, dass derartige Einstellungen oftmals über Generationen beibehalten werden.
Aha, du meinst so, wie die Generation der 1930 geborenen Deutschen systematisch dazu erzogen wurden, dass Juden, Homosexuelle usw. Menschen zweiter Klasse oder eher Tiere sind, und sich das auch auf die nächsten Generationen weiterträgt?
Nordland hat geschrieben:icht der Antisemit ist die Ausnahme, wie es bei der deutschen Bevölkerung der Fall ist. Der tolerante Demokrat ist die Ausnahme.
Manchmal habe ich bei dir das Gefühl, du meinst eigentlich was anderes, bleibst aber dann in den Begrifflichkeiten hängen. Ich sehe das auch so, dass für jemanden aus Syrien der Staat Israel ein großes Feindbild ist, und dass jemand, der ein wesentliches Merkmal mit dem Staat Israel teilt, namentlich den jüdischen Glauben, einem Syrer entsprechend suspekt ist. Das ist nichts anderes als mit Deutschen, die um 1900 geboren wurden und dem Staat Frankreich, da wurden auch Schweizer seltsam angesehen, wenn sie Französisch sprachen. Da liegen aber Welten zwischen sozialisierter Antipathie und gewalttätigem Antisemitismus.
Nordland hat geschrieben:ährend du dich unbewusst mit den Flüchtlingen solidarisierst (Stockholm-Syndrom)
Dir ist schon klar, was du implizierst? Mit der Bezeichnung "Stockholm Syndrom" machst du die Flüchtlinge zu Aggressoren, mich zu einem hilflosen Opfer, und die Gewalttäter von Chemnitz zu meinen Helfern bzw. Rettern. Ich hätte da einen Rat: Hör auf, das nachzuplappern, was in den AFD-Werbeblättchen steht, die schreiben das nur von russichen Bloggern ab. Übrigens, für dich noch eine VT: Die Geschichte der "Journalistin in Schweden", die eigentlich aus Russland kommt, wurde im Februar 2017 eröffnet, kurz bevor DT in einer Rede darauf hinwies, was in Scheden Furchtbares passiert sei. Man könnte fast glauben, da wurde eine Geschichte nicht so schön verbreitet, wie es sich die Autoren und ihr Auftraggeber erhofft hatten.
Nordland hat geschrieben: die zwar durchaus ein Problem sind, deren Bedeutung du aber überhöhst.
Ok, wenn du mir zwei Veranstaltungen nennen kannst, bei der 200 und mehr muslimische Gewalttäter Personen jüdischen Glaubens durch die Stadt jagen, dann können wir über die Bedeutung von Chemnitz sprechen.
Nordland hat geschrieben:Solche Leute sind weiterhin kulturell durch ihre Herkunft geprägt.
Ähm, der gute Mann ist in Frankreich geboren (übrigens als Sohn einer Französin), ist in Frankreich aufgewachsen und hat eine katholische Schule besucht. Aber Herkunft sitzt ja in den Pigmenten fest, weiß man doch :ironie:
Nordland hat geschrieben:Ist es nicht so?
Sicherlich, der Deutsche neigt z.B. zum systematisierten Massenmord und ist ein klassischer Serientäter. :ironie:
Nordland hat geschrieben:Und wir haben seitdem eine demokratische Zivilgesellschaft aufgebaut, in der solch ein Unrecht bislang nicht wiedergekommen ist
Und warum? Weil die anderen Kinder uns an die Hand genommen und mitspielen lassen haben, statt uns einen Zaun in den Weg zu bauen und uns zu sagen, dass wir draußen bleiben müssen. :engel:
Nordland hat geschrieben:die ihr nicht einordnen könnt und die ihr daher aus Hilflosigkeit nur schönreden und relativieren könnt [..] Das ist keine sachliche Auseinandersetzung


Und das von jemandem, dessen Hauptargument ist: "Achtet nicht auf das, was da gerade vor euren Augen passiert, sondern vielmehr auf die hunderttausende von gewaltätigen Flüchtlingen, die im ganzen Land antisemitische Straftaten begehen, und es immer so einrichten, dass es auf arme anschuldige Rechtsradikale zurückfällt".

Getreu dem Motto: "Ein Geisterfahrer? Hunderte!"
Um der allgemeinen Sprachverwirrung des Siezens entgegenzuwirken, biete ich jedem Nutzer das dänische Umgangsduzen an.

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Re: US Präsident und die Internet Zensur

Beitrag von Nordland » 16.09.18, 22:48

Charon- hat geschrieben:Ich sehe das auch so, dass für jemanden aus Syrien der Staat Israel ein großes Feindbild ist, und dass jemand, der ein wesentliches Merkmal mit dem Staat Israel teilt, namentlich den jüdischen Glauben, einem Syrer entsprechend suspekt ist. Das ist nichts anderes als mit Deutschen, die um 1900 geboren wurden und dem Staat Frankreich, da wurden auch Schweizer seltsam angesehen, wenn sie Französisch sprachen. Da liegen aber Welten zwischen sozialisierter Antipathie und gewalttätigem Antisemitismus.
Du redest dir die Sache schön und verschließt die Augen. Du hast nichts als Ausreden, wahrscheinlich auch in Bezug auf folgenden Vorfall (in deiner Stadt):

Jude wird beim Feiern in Frankfurter Innenstadt angegriffen.
Es ist unser Land.

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