Mörderische Fahrt

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Tastenspitz
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Re: Mörderische Fahrt

Beitrag von Tastenspitz » 07.02.19, 10:44

Deputy hat geschrieben:dann lief da was nicht wie es sein sollte.
Das wird vermutlich so ziemlich jeder hier so sehen.
Was mich hier stört und das ist dem TE eigen, ist dieser reisserische Umgang mit solchen Sachen.
Siehe auch andere Themen und nicht zuletzt die Überschrift hier oben.
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Deputy
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Re: Mörderische Fahrt

Beitrag von Deputy » 07.02.19, 11:14

Das stört wohl jeden hier.

windalf
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Re: Mörderische Fahrt

Beitrag von windalf » 07.02.19, 11:16

Deputy hat geschrieben:Das stört wohl jeden hier.
Nö mich nicht..
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

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Re: Mörderische Fahrt

Beitrag von gmmg » 07.02.19, 12:45

ExDevil67 hat geschrieben:Mit dem Hintergedanken könnte es sogar Sinn machen die Alkoholfrage bewusst nicht öffentlich gemacht zu haben. Da hätten doch sofort alle Medien laut geschrien "Besoffener Polizist rast unschuldige Autofahrerin tot".[ :(
Jetzt ist die Sache aber bekannt geworden, und die Medien berichten sehr sachlich darüber. Das ist deren Aufgabe, genauso wie es Aufgabe der Polizei ist, die Öffentlichkeit über solch ein Vorkommnis korrekt zu informieren. Aber die Führung wusste offensichtlich nicht über diesen Vorwurf bescheid, der seit Herbst letzten Jahres im Raume steht. Aber die Ermittlungen laufen sicher ganz korrekt. :roll:
Die Staatanwaltschaft hielt es jedenfalls erstmal nicht für nötig der Sache mit dem Alkohol nachzugehen:
„Diese Verdachtsäußerungen waren zunächst zu vage, um daraufhin gezielte Ermittlungen einleiten zu können“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.
Tastenspitz hat geschrieben:Beschäftigen sie sich mal generell mit dem Begriff "Unschuldsvermutung" auch wenn es hier in dem Fall wohl nicht zielführend ist.
Ich schrieb ja "Wenn sich das bewahrheitet".
Aber wieso soll ich mich mit etwas beschäftigen, was nicht zielführend ist? Um weiter schön die Augen zu verschliessen?
Tastenspitz hat geschrieben:Das wird vermutlich so ziemlich jeder hier so sehen.
Sie und andere haben aber nicht gesehen, dass die Sache stinkt. Dann schlaft mal ruhig weiter.

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Re: Mörderische Fahrt

Beitrag von ktown » 07.02.19, 13:33

gmmg hat geschrieben:genauso wie es Aufgabe der Polizei ist, die Öffentlichkeit über solch ein Vorkommnis korrekt zu informieren
das höre ich immer wieder. Auf welcher Grundlage muss die Polizei eigentlich jeden über den Stand der Ermittlungen zu informieren?
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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Re: Mörderische Fahrt

Beitrag von gmmg » 07.02.19, 14:23

Es geht hier nicht um Aufkünfte gegenüber jedermann, sondern gegenüber der der Presse.
https://www.andrej-hunko.de/start/download/dokumente/1110-gutachten-des-wissenschaftlichen-dienstes-im-bundestag-zugang-zur-oeffentlichkeitsarbeit-der-polizei-in-sozialen-medien/file hat geschrieben:Die an die Öffentlichkeit gegebenen (Selbst)Darstellungen der Polizei sind staatliche Informationen. Dies gilt auch für Mitteilungen über eine Kurznachrichten-Plattformwie z. B. „Twitter“. 3 Als Teil der vollziehenden Gewalt ist die Polizei daher rechtsstaatlichen Grundsätzen verpflichtet. Insoweit unterliegt sie bei der Verbreitung von Informationen den Geboten der Neutralität, Sachlichkeit und Richtigkeit.

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Re: Mörderische Fahrt

Beitrag von ktown » 07.02.19, 14:51

Den Link müssen sie jetzt mal erklären. Inwieweit hat er mit der Pflicht der Informationsweitergabe an jeden zutun?
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Re: Mörderische Fahrt

Beitrag von gmmg » 07.02.19, 15:07

DFTT.

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Re: Mörderische Fahrt

Beitrag von Deputy » 07.02.19, 15:14

ktown hat geschrieben:Auf welcher Grundlage muss die Polizei eigentlich jeden über den Stand der Ermittlungen zu informieren?
Überhaupt nicht.

Das erfolgt über Pressemitteilungen auf Basis des 23 RiStBV. Früher ging das direkt an die Presse, heute erfolgt das auch auch über die Pressemitteilungen der Polizei im Internet.

Aber X hat keinen Anspruch, exklusiv und sofort über jede neue Erkenntnis im Ermittlungsverfahren Y informiert zu werden.

Neutralität, Sachlichkeit und Richtigkeit bedeuten auch, dass nicht ohne Anhaltspunkte wild spekuliert wird; wenn es also keine vernünftigen Hinweise darauf gibt, dass der Polizist zum Unfallzeitpunkt betrunken war, dann hat die Möglichkeit in einer Pressemitteilung auch nichts zu suchen.

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Re: Mörderische Fahrt

Beitrag von ktown » 07.02.19, 15:39

Deputy hat geschrieben:
ktown hat geschrieben:Auf welcher Grundlage muss die Polizei eigentlich jeden über den Stand der Ermittlungen zu informieren?
Überhaupt nicht.
Aber aber....ich bin jetzt verwirrt....gmmg hat doch so überzeugend die Verpflichtung zur Informationspflicht angeführt
gmmg hat geschrieben: genauso wie es Aufgabe der Polizei ist, die Öffentlichkeit über solch ein Vorkommnis korrekt zu informieren.
Er sagte doch eindeutig das es die Aufgabe der Polizei wäre... :wink:
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Re: Mörderische Fahrt

Beitrag von Tastenspitz » 08.02.19, 07:46

gmmg hat geschrieben:DFTT.
Soll heißen, sie wissen es nicht. Gut.
gmmg hat geschrieben:Aber wieso soll ich mich mit etwas beschäftigen, was nicht zielführend ist? Um weiter schön die Augen zu verschliessen?
Nein. Um es zu verstehen.
gmmg hat geschrieben:Sie und andere haben aber nicht gesehen, dass die Sache stinkt.
Ich denke schon. Zumindestens ich. Für andere kann ich nicht sprechen. Allerdings habe ich daraus nicht gleich eine Verschwörung zur Vertuschung eines Mordes gemacht.
Sie werden sich damit abfinden müssen, dass es hier immer um Interessen geht. Und eine Polizeigewerkschaft vertritt wohl welche Interessen?
Und auf der anderen Seite gibt es Organe und Organisationen, die eben andere Interessen verfolgen. Die Zeitung möchte Zeitungen verkaufen. Die Familie will eine Aufklärung der Umstände. Usw...usf.
Und am Ende kommt ein Richter und haut mit dem Hammer auf den Tisch und beendet das Interessengeschachere. Das nennt man dann ein Urteil, welches (wie es auch immer ausfallen mag) ihnen vermutlich nicht schmecken wird.
ktown hat geschrieben:Er sagte doch eindeutig das es die Aufgabe der Polizei wäre
Ich vermute er interpretiert "keine Info" als "falsche Info". Ergo lügt die böse Polizei. ´chleudert sie zu Poden.....
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Re: Mörderische Fahrt

Beitrag von gmmg » 08.02.19, 11:31

Tastenspitz hat geschrieben:
gmmg hat geschrieben:Aber wieso soll ich mich mit etwas beschäftigen, was nicht zielführend ist? Um weiter schön die Augen zu verschliessen?
Nein. Um es zu verstehen.
Och schrieb doch: wenn es sich bewahrheitet. Sind Sie nicht in der Lage zu verstehen, was das bedeutet?
Tastenspitz hat geschrieben:
gmmg hat geschrieben:Sie und andere haben aber nicht gesehen, dass die Sache stinkt.
Ich denke schon. Zumindestens ich.
Da muss ich was übersehen haben zwischen den zielführenden Anmerkungen zur Betriebsgefahr und Toiletten.
Tastenspitz hat geschrieben:Sie werden sich damit abfinden müssen, dass es hier immer um Interessen geht. Und eine Polizeigewerkschaft vertritt wohl welche Interessen?
Neuerdings die von Straftätern?
Tastenspitz hat geschrieben:Und am Ende kommt ein Richter und haut mit dem Hammer auf den Tisch und beendet das Interessengeschachere
Wenn das Verfahren nicht vorher eingestellt wird. Aber das können die sich jetzt wohl nicht mehr erlauben.
Im übrigen sind es in etwa der Hälfte der Fälle Richterinnen, und ein Hammer kommt da hierzulande auch nicht zum Einsatzt. Vielleich tmal nicht so viel Hollywood schauen.
Tastenspitz hat geschrieben:Ich vermute er interpretiert "keine Info" als "falsche Info".
Ich denke das Attribut unrichtig erfasst hier auch eine unvollständige, einen wesentlichen Aspekt verschweigende Informationen.

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Re: Mörderische Fahrt

Beitrag von Tastenspitz » 09.02.19, 07:41

gmmg hat geschrieben:Sind Sie nicht in der Lage zu verstehen, was das bedeutet?
Doch. Lesen sie mal ihre Überschrift.
gmmg hat geschrieben:Da muss ich was übersehen haben
Ich denke nicht. Ich habe mich eben erst näher informiert und nicht gleich Mord vermutet. Unschuldsvermutung. Da ist sie wieder..... :roll:
gmmg hat geschrieben:Neuerdings die von Straftätern?
Und wieder die Unschuldsvermutung mal eben vergessen. :roll: Und es gibt auch Straftäterinnen. Dazu siehe das nachfolgende Zitat:
gmmg hat geschrieben:Im übrigen sind es in etwa der Hälfte der Fälle Richterinnen, und ein Hammer kommt da hierzulande auch nicht zum Einsatzt. Vielleich tmal nicht so viel Hollywood schauen.
Ein Stilmittel. So wie Hollywood schauen, gell. :mrgreen:
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Beschlagnahme von Patientenunterlagen

Beitrag von gmmg » 13.02.19, 01:29

Im Falle des tödlichen Unfalls, bei dem gegen einen Fahrer Ermittlungen wegen Trunkenheit im Straßenverkehr eingeleitet wurden, will sich die Staatsanwaltschaft Behandlungsunterlagen "beschafft" haben. Eine Beschlagnahme von diesen Unterlagen beim Arzt ist jedoch durch § 97 Abs. 1 StPO grundsätzlich untersagt. Nach Abs. 2 ist eine Beschlagnahme ausnahmsweise mit dem Einverständnis des Beschuldigten möglich. Gleichzeitig schreibt der Tagesspiegel, "Vom Fahrer des Polizeiwagens liege zu der jetzt bekannt gewordenen Trunkenheit noch keine Aussage vor", und nicht nur deshalb ist von einer Einwilligung kaum auszugehen.

Wie geht das zusammen? Ist das Vertrauen in die ärztliche Schweigepflicht überhaupt noch gesichert, wenn sich Ermittler auf irgendwelchen Wegen Patientenunterlagen beschaffen und diese verwerten dürfen?

https://www.tagesspiegel.de/berlin/toed ... 54070.html

windalf
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Re: Beschlagnahme von Patientenunterlagen

Beitrag von windalf » 13.02.19, 07:49

Genau das habe ich mich auch schon gefragt. Interessant in dem Zusammenhang
Dr. Barbara Slowik hat geschrieben: Ich sichere der Familie zu, dass ich mit vollem Nachdruck und rückhaltslos alles zur Aufklärung erforderliche beitragen werde
Da fragt man sich, macht die das in allen anderen Fällen sonst nicht rückhaltslos? Wie macht die es denn dann sonst?
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