Rape Day

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windalf
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Rape Day

Beitrag von windalf » 07.03.19, 10:04

https://www.stern.de/neon/wilde-welt/ge ... 09992.html
Der Ein-Mann-Entwickler "Desk Plant" versteht die Aufregung um sein Spiel scheinbar jedoch nicht. Auf seiner Homepage antwortet er in einem FAQ auf die Kritik von Nutzern: Er versteht sein Spiel als "schwarzen Humor" und könne nicht nachvollziehen, wieso Mord und Folter in Games total normal seien, Vergewaltigung aber noch immer ein Tabu.
Wo er recht hat, hat er recht. Warum ist das eigentlich so? Vom Prinzip her darf man beim Computerspielen irgend einen Protagonisten übernehmen und so ziemlich alles tun was in der realen Welt nicht legal möglich ist.

Warum ist Folter und Mord/Headshots in einem Computerspiel ok (die Presse überschlägt sich ja teilweise auch mit Lobhudelei wenn eine neues Far Cry oder Battelfield herauskommt) aber Vergewaltigung ist es nicht?
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

Celestro
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Re: Rape Day

Beitrag von Celestro » 07.03.19, 13:14

windalf hat geschrieben:Wo er recht hat, hat er recht. Warum ist das eigentlich so?
Vielleicht weil "töten" als weniger emotional gilt als "Vergewaltigung".
windalf hat geschrieben:Warum ist Folter und Mord/Headshots in einem Computerspiel ok, aber Vergewaltigung ist es nicht?
Weil Sie mal wieder überhaupt keine Ahnung von dem haben, was Sie da reden. Wo ist denn Folter und Mord im Computerspiel ok ? In Call of Duty Modern Warfare 2 gibt es die "Flughafenszene". Terroristen gehen in einen Flughafen und schießen wild um sich. Der "Spieler" ist mit dabei, da er die Terroristen infiltriert. In der uncut Version kann der "Spieler" mit auf die Menschen schießen. Das erntete sehr viel Kritik. In Deutschland mußte die Szene für eine "ab 18" Freigabe sogar so abgeändert werden, das ein Schuss auf einen Zivilisten sofort zum Scheitern der Mission führt.

In fast allen Games ist man der "Gute" und bekämpft das "Böse". Hier wird dieser Ansatz ins Gegenteil verkehrt. Und dann auch noch so etwas schlimmes wie Vergewaltigung.
windalf hat geschrieben:(die Presse überschlägt sich ja teilweise auch mit Lobhudelei wenn eine neues Far Cry oder Battelfield herauskommt)
Diese Titel werden schon lange nicht mehr mit Lob überhäuft. :lol:

P.S. Finde diese "Hexenjagd" auf das Spiel aber auch ziemlich absurd. Und gerade durch die Debatte werden vermutlich weitaus mehr "kranke Hirne" auf das Spiel aufmerksam, als wenn man es einfach nur hingenommen hätte.

windalf
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Re: Rape Day

Beitrag von windalf » 07.03.19, 13:20

Vielleicht weil "töten" als weniger emotional gilt als "Vergewaltigung".
Also ist man lieber tot als vergewaltigt zu werden? Worst case dann erst vergewaltigt und dann getötet...
Wo ist denn Folter und Mord im Computerspiel ok ?
In diversen Spielen. Guck dir zum Beispiel God of War an. In GTA gab es auch eine Stelle wo man foltern musste um weiter zu kommen...
In Deutschland mußte die Szene für eine "ab 18" Freigabe sogar so abgeändert werden, das ein Schuss auf einen Zivilisten sofort zum Scheitern der Mission führt.
Ja und. In diversen anderen Spielen kann ich auch auf Zivilisten schießen. Meistens werden die dann einfach nur zu Feinden. Du meinst das ist dann wieder ok, weil wenn die Feinde sind und zurückballern sind das ja keine Zivilisten mehr :lachen:
In fast allen Games ist man der "Gute" und bekämpft das "Böse"
Es gibt aber auch diverse Spiele wo das nicht so ist. Wie man zum Ziel kommt sucht man sich selbst aus. Es gibt dann auch nicht automatisch immer gut oder böse. Man löst das wie man gerade Lust hat. In der realen Welt kommt man aber trotzdem in den Bau wenn man meist "gut" ist und ab und zu mal jemanden ermordet...

Nimm zum Beispiel Asssassins Creed. Bist du da gut oder böse. Und selbst wenn du meinst gut zu sein, dann ist es also ok wegen Idealen zu morden?
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

Tastenspitz
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Re: Rape Day

Beitrag von Tastenspitz » 07.03.19, 14:04

Fazit:
Wenn man es braucht um weiter zu kommen ist es also für dich OK.
Als Außenstehender, der sowas noch nie gespielt hat, fehlt mir leider jedes Verständnis für solches Gedankengut.
Da wäre die Vergewaltigung mit anschließendem Totungsakt sicher der nächste logische Schritt. Aber was kommt dann? Elektroden an empfindlichen Körperteilen?
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

ktown
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Re: Rape Day

Beitrag von ktown » 07.03.19, 14:24

Tastenspitz hat geschrieben:Elektroden an empfindlichen Körperteilen?
die gibt es schon :lachen:
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
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Re: Rape Day

Beitrag von Tastenspitz » 07.03.19, 14:30

:shock:
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
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Re: Rape Day

Beitrag von windalf » 07.03.19, 14:55

Wenn man es braucht um weiter zu kommen ist es also für dich OK.
Ich selbst habe die GTA-Reihe nicht gespielt weil es nicht so meins ist. Ich steh mehr auf Open-World-Shooooooter. Aber das war nicht die eigentliche Frage...
Da wäre die Vergewaltigung mit anschließendem Totungsakt sicher der nächste logische Schritt.
Ne es ging eher darum was darf/sollte verboten werden und was nicht und warum wird das eine verboten (stärker geächtet) und das andere aber nicht...

Als ich nur das hier gelesen habe
Er versteht sein Spiel als "schwarzen Humor" und könne nicht nachvollziehen, wieso Mord und Folter in Games total normal seien, Vergewaltigung aber noch immer ein Tabu.
dachte ich nur. Hmm der hat eigentlich recht. Mal unabhängig davon ob man das nun als schwarzen Humor verstehen möchte oder nicht kann ich nur subjetiv nachvollziehen warum das eine ein Tabu sein soll und das andere nicht. Objektiv betrachtet kann ich das irgendwie nicht nachvollziehen.
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

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Re: Rape Day

Beitrag von Tastenspitz » 07.03.19, 15:52

Für mich ergibt es nur Sinn, beides zu unterbinden. Eine Unterscheidung ist wenig hilfreich. Prob!em ist nur, dass es zuviele Kranke gibt, die es toll finden anderen virtuell den Schädel wegzupusten. Und solange es einen Markt gibt, wird es Anbieter geben. Das ist auch der wahre Grund, warum es nicht haufenweise Vergewaltigungsspiele gibt.
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Re: Rape Day

Beitrag von windalf » 07.03.19, 16:24

Prob!em ist nur, dass es zuviele Kranke gibt, die es toll finden anderen virtuell den Schädel wegzupusten.
Und warum ist das ein Problem, so lange es diese "Kranken" nur virtuell toll finden anderen den Schädel wegzupusten?
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Re: Rape Day

Beitrag von Tastenspitz » 07.03.19, 17:34

Das Problem mMn. ist, dass es zuviele davon gibt. Daher das Milliardengeschäft und die Auswüchse wie oben beschrieben. Wie gesagt. Ich bin da außen vor. Das letzte mal als ich am PC auf was geballert habe sind moorhühner nach hinten weggekippt.
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Re: Rape Day

Beitrag von gmmg » 07.03.19, 17:34

windalf hat geschrieben:Und warum ist das ein Problem, so lange es diese "Kranken" nur virtuell toll finden anderen den Schädel wegzupusten?
Das ist vielleicht der springende Punkt. Zwar gibt es auch das Phänomen Mordlust, jedoch ist sein Auftreten recht selten. Wer virtuell gern Schädel wegschiesst wird in aller Regel wenig Lust verspüren, das in der Realität zu tun. Ganz im Gegensatdazu steht Sexualität und auch ihre gewalttätige Form, die sich tatsächlich viel häufiger zeigt und die Anlage zu solchem Verhalten gleichzeitig durch Triebkontrolle im Zaume gehalten wird. Wenn nun "spielerisch" eingeübt wird Hemmschwellen zu überwinden, kann sich dies durchaus in die reale Welt auswirken, was bei Mord und Totschlag zumindest deutlich weniger anzunehmen ist.
Der Unterschied ist also die Realitätsnähe, und Antrieb für den Protest sicherlich auch die empfundene Wahrscheinlichkeit der eigenen Betroffenheit.

In Hinblick auf § 131 StGB (Gewaltverherrlichung) spielt auch noch eine Rolle, das nur Gewalt gegen Menschen und menschenähnliche Wesen sanktioniert ist, was ja auch weitreichende Auswirkungen auf die Ästhetik von Ego-Shootern hatte und man dort auf Phantasiewesen umgeschwenkt hat.

Celestro
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Re: Rape Day

Beitrag von Celestro » 07.03.19, 21:57

windalf hat geschrieben: Also ist man lieber tot als vergewaltigt zu werden?
Was fragst Du mich das ? Ich gehe anhand einer Aussage jedenfalls nicht hin und stelle so eine seltsame Frage.
Nimm zum Beispiel Asssassins Creed. Bist du da gut oder böse.
Gut ! Denn man kämpft ja gegen den "bösen" Templer-Orden, der die Weltherrschaft an sich reißen will.
Und selbst wenn du meinst gut zu sein, dann ist es also ok wegen Idealen zu morden?
Erm ... Sie wissen aber schon, das wir hier von einem Spiel reden, oder ? Sofern ich also die Frage beantworten soll, dann "wie ich es in der Realität sehe" ? Oder ob ich es in Videospielen in Ordnung finde ? Wenn ich in Star Wars - The old Republic als imperialer Agent jemanden liquidiere, dann weil ich die Rolle des Bösen eben auch böse spielen will. Aber bei mir werden selbst die bösen Sith meistens ziemlich gut, weil ich es nur selten wirklich übers Herz bringe, wirklich böse zu sein. :mrgreen:

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Re: Rape Day

Beitrag von FM » 07.03.19, 23:24

Tastenspitz hat geschrieben:Für mich ergibt es nur Sinn, beides zu unterbinden. Eine Unterscheidung ist wenig hilfreich. Prob!em ist nur, dass es zuviele Kranke gibt, die es toll finden anderen virtuell den Schädel wegzupusten. Und solange es einen Markt gibt, wird es Anbieter geben. Das ist auch der wahre Grund, warum es nicht haufenweise Vergewaltigungsspiele gibt.
Dieser Einschätzung und Schlussfolgerung stimme ich voll zu. Nur beim letzten Satz weiß ich nicht, ob es so ist.

Es gab ja bereits Fälle, wo Mörder/Amokläufer sehr wahrscheinlich durch entsprechende Computerspiele vorbereitet wurden und es dann in der Realität umgesetzt haben.

Grundsätzlich gilt in dieser Hinsicht bei Vergewaltigungen dasselbe. Deshalb wäre es naheliegend, beides auch in solchen Spielen zu verbieten (eine andere Frage ist, wieweit das technisch umsetzbar wäre).

Einen Unterschied könnte es aber schon geben: vielleicht wird das Sexualverhalten stärker durch solche Einflüsse geprägt als das Verhalten in anderen Lebensbereichen - ich weiß es nicht, aber es ist denkbar. Wenn es so ist, wäre das Gefahrenpotential dann hier noch höher.

Darstellungen sexueller Gewalt gab es auch vor dem digitalen Zeitalter schon, z.B, der Roman "Justine oder vom Mißgeschick der Tugend" von Marquis de Sade. Ich hatte den gelesen bevor ich einen Computer hatte und war fasziniert vom Bösen, aber anders als bei einem Computerspiel ist man als Leser eines Buches nicht aktiv beteiligt und wird konditioniert. Ich hatte das eben als etwas Überraschendes zur Kenntnis genommen, aber das war es auch schon. Und BDSM ist ja auch nicht dasselbe wie Vergewaltigung. Solche Bücher konnte man früher relativ leicht verbieten, das Verbot wurde dennoch umgangen, aber per Internet ist das auch eine ganz andere Dimension.

Das Gegenargument wäre vielleicht: wenn der potentielle Vergewaltiger sich am Bildschirm austoben kann, läßt er vielleicht echte Menschen in Ruhe. Aber auch da wage ich nicht zu beurteilen, ob das so wäre, oder eben eher gegenteilig. Das müssten mal Psychologen, Psychiater und Kriminologen erforschen. Beim Thema Kindesmißbrauch ist auch das wirkliche Problem nicht das was jemand auf einem Bildschirm sieht, sondern was mit echten Kindern geschieht. Wobei die Nutzung echter - nicht nur virtueller - Bilder/Videos natürlich die wirklichen Taten unterstützt. Wer das konsumiert und gar noch dafür bezahlt, sei es per Geld oder Austausch, muss auch bestraft werden.

Deshalb die dringende Bitte an die Wissenschaft: erforscht das. Erst dann können Gesetzgebung und Justiz sinnvoll entscheiden, wie man damit in der Praxis umgeht. Also mit der virtuellen Sache, in der Realität ist natürlich das Gefängnis angesagt. Bei Mord, bei Vergewaltigung, bei Kindsmißbrauch, bei Folter. Andere Straftaten wie Steuerhinterziehung oder Betrug oder Ladendiebstahl scheinen ja eher kein Thema zu sein für Spieler/innen.

Celestro
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Re: Rape Day

Beitrag von Celestro » 08.03.19, 08:26

FM hat geschrieben:Deshalb die dringende Bitte an die Wissenschaft: erforscht das. Erst dann können Gesetzgebung und Justiz sinnvoll entscheiden, wie man damit in der Praxis umgeht. Also mit der virtuellen Sache, in der Realität ist natürlich das Gefängnis angesagt. Bei Mord, bei Vergewaltigung, bei Kindsmißbrauch, bei Folter. Andere Straftaten wie Steuerhinterziehung oder Betrug oder Ladendiebstahl scheinen ja eher kein Thema zu sein für Spieler/innen.
Sehr gerne. Aber dann auch die Bitte an die User:
FM hat geschrieben: Es gab ja bereits Fälle, wo Mörder/Amokläufer sehr wahrscheinlich durch entsprechende Computerspiele vorbereitet wurden und es dann in der Realität umgesetzt haben.

Darstellungen sexueller Gewalt gab es auch vor dem digitalen Zeitalter schon, z.B, der Roman "Justine oder vom Mißgeschick der Tugend" von Marquis de Sade. Ich hatte den gelesen bevor ich einen Computer hatte und war fasziniert vom Bösen, aber anders als bei einem Computerspiel ist man als Leser eines Buches nicht aktiv beteiligt und wird konditioniert. Ich hatte das eben als etwas Überraschendes zur Kenntnis genommen, aber das war es auch schon. Und BDSM ist ja auch nicht dasselbe wie Vergewaltigung. Solche Bücher konnte man früher relativ leicht verbieten, das Verbot wurde dennoch umgangen, aber per Internet ist das auch eine ganz andere Dimension.

Das Gegenargument wäre vielleicht: wenn der potentielle Vergewaltiger sich am Bildschirm austoben kann, läßt er vielleicht echte Menschen in Ruhe. Aber auch da wage ich nicht zu beurteilen, ob das so wäre, oder eben eher gegenteilig. Das müssten mal Psychologen, Psychiater und Kriminologen erforschen. Beim Thema Kindesmißbrauch ist auch das wirkliche Problem nicht das was jemand auf einem Bildschirm sieht, sondern was mit echten Kindern geschieht. Wobei die Nutzung echter - nicht nur virtueller - Bilder/Videos natürlich die wirklichen Taten unterstützt. Wer das konsumiert und gar noch dafür bezahlt, sei es per Geld oder Austausch, muss auch bestraft werden.
bis dahin von Konditionierung, Amokläufern die vielleicht vorbereitet wurden etc. NICHT mehr zu reden. Weil Ihr schlicht KEINE Ahnung habt, ob da auch nur das Geringste dran ist.

P.S. Bei den Abermillionen von Videospielern hätte schon einiges passieren müssen, falls dies einen Effekt hätte. Also schon bei simpler Anwendung von Logik dürfte davon auszugehen sein, daß ein wie auch immer zu findender Effekt, höchstwahrscheinlich ziemlich gering ist.

windalf
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Re: Rape Day

Beitrag von windalf » 08.03.19, 16:35

Was fragst Du mich das ? Ich gehe anhand einer Aussage jedenfalls nicht hin und stelle so eine seltsame Frage.
Was soll an der Frage seltsam sein. Das die schwierig ist zu beantworten?
Gut ! Denn man kämpft ja gegen den "bösen" Templer-Orden, der die Weltherrschaft an sich reißen will.
Aus der Tatsache, dass man gegen jemanden kämpft der Böse ist (wobei ich auch das noch fast in Frage stellen würde) ergibt sich ja nicht das man selbst gut ist...
was ja auch weitreichende Auswirkungen auf die Ästhetik von Ego-Shootern hatte und man dort auf Phantasiewesen umgeschwenkt hat.
Hä? Welche weitreichenden Auswirkungen. Es mag Ego-Shooter mit Phantasiewesen geben. Es gibt aber auch verdammt real gestallte Ego-Shooter bei denen man auf verdammt real wirkende Menschen ballert.
Das Problem mMn. ist, dass es zuviele davon gibt.
Also ich habe mein Spaß dabei. Paintball ist zwar noch deutlich spaßiger aber das geht auf die Dauer doch richtig ins Geld und hat auch entsprechend hohe "zeitliche Rüstkosten"...
Deshalb die dringende Bitte an die Wissenschaft: erforscht das. Erst dann können Gesetzgebung und Justiz sinnvoll entscheiden, wie man damit in der Praxis umgeht. Also mit der virtuellen Sache, in der Realität ist natürlich das Gefängnis angesagt. Bei Mord, bei Vergewaltigung, bei Kindsmißbrauch, bei Folter. Andere Straftaten wie Steuerhinterziehung oder Betrug oder Ladendiebstahl scheinen ja eher kein Thema zu sein für Spieler/innen.
Da darf man da ja mal gespannt sein was da wohl rauskommen würde, wenn auf einmal Ego-Shooter verboten werden würden. Gleich mal noch ein paar Gefängnisse für Millionen Gamer schaffen, die sich dann nicht dran halten (und im Anschluss an die Strafe dann wegen Wiederholungsgefahr natürlich bis ans Lebensende in die Sicherungsverwahrung müssen)...
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