§ 1631 BGB – Beschneidung des Jungen

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windalf
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Re: § 1631 BGB – Beschneidung des Jungen

Beitrag von windalf »

Wer ohne Schuld ist werfe den ersten Stein
Hab ich doch gemacht :devil:
...fleißig wie zwei Weißbrote
0x2B | ~0x2B
Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

Tastenspitz
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Re: § 1631 BGB – Beschneidung des Jungen

Beitrag von Tastenspitz »

Holladiewaldfee. :shock:
Zwei Seiten voll mit Zitaten, zitierten Zitaten und so vielen Körperteilen das selbst Dr. Lector die Spucktüte rauskramt.
Fazit: Alle finden es nicht OK aber jeder aus einem anderen Grund und der Grund des anderen es nicht OK zu finden, ist falsch. Windalf wirft Steine und Nordland macht Werbung für die Braunen.
Alles wie gehabt also.... :ironie:
Gut - BTT.....
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

Rerun
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Re: § 1631 BGB – Beschneidung des Jungen

Beitrag von Rerun »

Celestro hat geschrieben:
30.08.19, 01:23
Ihnen ist schon klar, dass SIE diese Definition selbst geliefert haben, oder?
Sie drücken sich um eine Antwort auf meine Frage. Fakt ist: Ihre Aufzählung ist keine Definition. Ihre Aufzählung enthät Lücken, Ihre Aufzählung enthält Körperteile die Bestandteil von anderen Körperteilen sind, sie sind also auch mitnichten irgendwie alle gleichwertig oder auf einer Betrachtungsebene. Ich stelle Ihnen noch einmal eine klare Frage:

Welche Defintion legen Sie zugrunde, um zu dem Urteil zu kommen, dass ein Ohrläppchen / eine Vorhaut kein Körperteil ist?
Unter einem Körperteil versteht man ein morphologisch als funktionelle Einheit erkennbares Segment des Körpers.
Der Fuß ist eine funktionelle Einheit ... bestehend aus? Genau ... 5 Zehen, dem Fußgelenk, der Ferse etc.
Der Zeh ist eine funktionelle Einheit ... bestehend aus? Genau ... Zehenballen, Zehengelenke, Zehennagel
nach Ihrer Agumentation müßte der Zehennagel ein Körperteil sein.
Ist es auch. Was meinen Sie, warum es eine Körperverletzung ist, wenn man jemandem die Haare oder Nägel schneidet, von Nägel ziehen oder Haaren rausreissen muss man da noch gar nicht sprechen. Wäre es keine Körperteil wäre es auch keine Körperverletzung.
Nichts!
Danke.
wieder zwei = erneut 2 ... also muß es da vorher schon einmal welche gegeben haben. In den Links von Ihnen wird aber "nur" über die beiden geschrieben. Ob es also vorher schon einmal Fälle dieser Art gegeben hat, steht da nicht und ist somit eine unkorrekte Aussage, oder aber zumindest eine, die Sie nicht belegt haben.
Erstens lässt meine Formulierung offen ob ob sich das "wieder" auf Italien oder allgemein darauf bezieht, dass desöfteren Kinder bei einer Beschneidung sterben bezieht und zweitens, ja auch auf Italien bezogen ist wäre das "wieder" korrekt: "He said there were other similar deaths recently in Treviso and Puglia."

http://www.ansa.it/english/news/2016/05 ... 45c70.html

Aber Sie sophisten hier eh nur rum und wollen als nächstes die Totenscheine sehen, sonst wäre ja gar nichts belegt. Sie machen sich hier einen Spass, unsinnige Nebendiskussionen aufzumachen, um vom eigentlichen Thema abzulenken.
In den Links steht etwas davon, daß das Kind gestorben ist, nachdem die Eltern eine Beschneidung probiert haben. Da steht nichts davon, daß einer von Ihnen Arzt war oder ein von der Religionsgemeinschaft ausgebildeter. Also wären beide Fälle in Deutschland illegal gewesen und taugen somit als Argument gegen das Gesetz auch nicht.
Ich bezog mich auf diesen Fall: https://www.augsburger-allgemeine.de/ba ... 26996.html
Der Schaden ... der Schaden ... der Schaden, der nur dann ein Schaden ist, wenn die Person das nicht wollte. Wenn die Person aber beschnitten werden wollte, ist es kein Schaden. Merken Sie was? Vermutlich nicht .... :roll:
Ja so ist das. Wenn Ihnen einer ihr Auto demoliert, haben Sie einen Schaden. Wenn Sie jemanden beauftragen, ihren Wagen in eine Schrottpresse zu geben, haben Sie den nicht. Sie wollen hier aber gerade erklären, dass ein demoliertes Auto kein Schaden wäre, weil manche den Wagen ja freiwillig in eine Schrottpresse geben.

An dieser Stelle beende ich die Diskussion mit Ihnen. Führt zu nichts. Mit anderen gerne weiter.

Zweckstein
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Re: § 1631 BGB – Beschneidung des Jungen

Beitrag von Zweckstein »

ktown hat geschrieben:
30.08.19, 07:26
Zweckstein hat geschrieben:
30.08.19, 06:30
Was ist aber dann mit den Männern, die das nicht wollten, dass sie als Kind beschnitten wurden, was ist mit den Männern, die unter den physischen und psychischen Folgen dieses Eingriffes leiden, mit den Männern, die sich durch diesen Eingriff beschädigt fühlen?
Was ist mit den Menschen die das nicht wollten, dass sie als Kind getauft wurden, was ist mit den Menschen, die unter den psychischen Folgen dieses Eingriffes in ihr Leben leiden, mit den Menschen, die sich durch die Taufe zu was gedrängt fühlen, was sie gar nicht wollten und sich dadurch unterdrückt fühlen?
Wollen Sie damit eine Taufe mit einem operativen Eingriff mit irreversiblen körperlichen Folgen, welchen Gerichte schon, wenn ohne Einwilligung der betreffenden Person, als Körperverletzung gewertet haben, vergleichen?

Zweckstein
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Re: § 1631 BGB – Beschneidung des Jungen

Beitrag von Zweckstein »

Tastenspitz hat geschrieben:
30.08.19, 09:39
Holladiewaldfee. :shock:
Zwei Seiten voll mit Zitaten, zitierten Zitaten und so vielen Körperteilen das selbst Dr. Lector die Spucktüte rauskramt.
Fazit: Alle finden es nicht OK aber jeder aus einem anderen Grund und der Grund des anderen es nicht OK zu finden, ist falsch. Windalf wirft Steine und Nordland macht Werbung für die Braunen.
Alles wie gehabt also.... :ironie:
Gut - BTT.....
Finden das echt alle nicht OK?

Ist ein Gesetz das etwas erlaubt OK? Gibt es bei uns irgendein Gesetz, dass etwas erlaubt? Dazu noch etwas erlaubt, was ein Gericht schon als Körperverletzung gewertet hat?

Darf es bei uns Gesetze geben, die etwas bei einem Geschlecht erlaubt...und gleichzeitig beim anderen Geschlecht jedwede Form unter Strafe verbietet?

Hab die Fragen schon mal hier gestellt...aber kann/will/darf/hat da keiner was zu sagen? Gegen wieviele Artikel unseres GG verstößt §1631d eigentlich?

Celestro
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Re: § 1631 BGB – Beschneidung des Jungen

Beitrag von Celestro »

windalf hat geschrieben:
30.08.19, 07:23
Genau. Und die Lösung ist ganz einfach. Der Staat lässt eine Impfflicht vom Stapel die für alle gilt...
Und warum darf der Staat von "oben" derart eingreifen, er (also der Staat) aber nicht den Eltern überlassen, ob Sie an anderer Stelle einen Eingriff wünschen? Und bevor Sie jetzt mit dem Argument kommen, die Impfung sei medizinisch sinnvoll:

https://www.focus.de/gesundheit/ratgebe ... 84034.html

also einfache Lösung für das Problem ... Beschneidungspflicht für ALLE Männer. :mrgreen:


Zweckstein hat geschrieben:
30.08.19, 09:58
Finden das echt alle nicht OK?

Ist ein Gesetz das etwas erlaubt OK? Gibt es bei uns irgendein Gesetz, dass etwas erlaubt? Dazu noch etwas erlaubt, was ein Gericht schon als Körperverletzung gewertet hat?

Darf es bei uns Gesetze geben, die etwas bei einem Geschlecht erlaubt...und gleichzeitig beim anderen Geschlecht jedwede Form unter Strafe verbietet?

Hab die Fragen schon mal hier gestellt...aber kann/will/darf/hat da keiner was zu sagen? Gegen wieviele Artikel unseres GG verstößt §1631d eigentlich?
Einige der Fragen, können Sie sich selbst beantworten. Aber Sie machen es sich an der Einen oder anderen Stelle auch etwas zu einfach. Nehmen wir z.B.:
Ab welchem Alter ist Ohrlochstechen für Kinder erlaubt?

Es gibt kein Mindestalter für das Ohrlochstechen bei Kindern. Die Entscheidung für das Ohrlochstechen liegt im Ermessen der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten. Allerdings sollten diese bei minderjährigen Kindern eine schriftliche Einverständniserklärung abgeben. Bei Kindern unter 16 Jahren sollten Eltern bzw. Erziehungsberechtigte beim Ohrlochstechen außerdem anwesend sein.
Wenn da ein "Studio" ohne Einwilligung der Eltern vorgeht, wird es Ärger geben (sofern die Eltern da juristisch vorgehen). Also nur weil etwas unter bestimmten Bedingungen von einem Gericht als Körperverletzung gewertet wird, heißt das noch lange nicht das es unter allen Umständen als Körperverletzung gesehen wird.

Zweckstein hat geschrieben:
30.08.19, 09:49
Wollen Sie damit eine Taufe mit einem operativen Eingriff mit irreversiblen körperlichen Folgen, welchen Gerichte schon, wenn ohne Einwilligung der betreffenden Person, als Körperverletzung gewertet haben, vergleichen?
Warum nicht? Immerhin geht es bei der Beschneidungsdebatte ja auch darum, dass der Eingriff bei Einwilligung erlaubt ist. Und bei der Beschneidung geben die Eltern die Erlaubnis. Eine Erlaubnis, die die Eltern seltsamerweise bei jedweder Operation geben dürfen und sogar MÜSSEN.

Wenn wir hier den Eltern die Entscheidungsbefugnis abnehmen, dann müssten wir das konsequenterweise auch bei der Entnahme einer Niere tun, oder? Und ob eine Chemotherapie gemacht wird, dürften die Eltern dann auch nicht für das Kind entscheiden. Oder wie winden Sie sich nun aus diesem Dilemma heraus?
Zuletzt geändert von Celestro am 30.08.19, 10:11, insgesamt 2-mal geändert.

ktown
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Re: § 1631 BGB – Beschneidung des Jungen

Beitrag von ktown »

Zweckstein hat geschrieben:
30.08.19, 09:49
Wollen Sie damit eine Taufe mit einem operativen Eingriff mit irreversiblen körperlichen Folgen, welchen Gerichte schon, wenn ohne Einwilligung der betreffenden Person, als Körperverletzung gewertet haben, vergleichen?
Ich will nur aufzeigen, dass man den Stein nicht so weit werfen muss.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

Tastenspitz
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Re: § 1631 BGB – Beschneidung des Jungen

Beitrag von Tastenspitz »

Zweckstein hat geschrieben:
30.08.19, 09:58
Finden das echt alle nicht OK?
Hier? Ich denke schon...
Zweckstein hat geschrieben:
30.08.19, 09:58
Darf es bei uns Gesetze geben, die etwas bei einem Geschlecht erlaubt...und gleichzeitig beim anderen Geschlecht jedwede Form unter Strafe verbietet?
Wen es dasselbe ist vermutlich nein. Passt hier aber nicht. Die Anatomie macht ihnen hier einen Strich durch Rechnung.
Zweckstein hat geschrieben:
30.08.19, 09:58
Gegen wieviele Artikel unseres GG verstößt §1631d eigentlich?
Spontan? Art. 2, 3,...
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Celestro
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Re: § 1631 BGB – Beschneidung des Jungen

Beitrag von Celestro »

Zweckstein hat geschrieben:
30.08.19, 09:58
Gegen wieviele Artikel unseres GG verstößt §1631d eigentlich?
Vielleicht gegen mehrere ... vielleicht aber auch gegen gar keinen. Müsste mal jemand von einem Gericht klären lassen.

ktown
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Re: § 1631 BGB – Beschneidung des Jungen

Beitrag von ktown »

Celestro hat geschrieben:
30.08.19, 10:28
Zweckstein hat geschrieben:
30.08.19, 09:58
Gegen wieviele Artikel unseres GG verstößt §1631d eigentlich?
Vielleicht gegen mehrere ... vielleicht aber auch gegen gar keinen. Müsste mal jemand von einem Gericht klären lassen.
Machen sie der AfD doch nicht solche Vorschläge. :wink:
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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hespo
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Re: § 1631 BGB – Beschneidung des Jungen

Beitrag von hespo »

Celestro hat geschrieben:
29.08.19, 22:18
Sie sind der Einzige her, der die beschnittene Vorhaut als Schaden ansieht, von daher ....
Nö.
https://hpd.de/artikel/12098
https://www.waz.de/staedte/bochum/es-is ... 18904.html

/edit: https://nypost.com/2017/03/08/new-case- ... cumcision/

Zweckstein
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Re: § 1631 BGB – Beschneidung des Jungen

Beitrag von Zweckstein »

Celestro hat geschrieben:
30.08.19, 09:59



Zweckstein hat geschrieben:
30.08.19, 09:58
Finden das echt alle nicht OK?

Ist ein Gesetz das etwas erlaubt OK? Gibt es bei uns irgendein Gesetz, dass etwas erlaubt? Dazu noch etwas erlaubt, was ein Gericht schon als Körperverletzung gewertet hat?

Darf es bei uns Gesetze geben, die etwas bei einem Geschlecht erlaubt...und gleichzeitig beim anderen Geschlecht jedwede Form unter Strafe verbietet?

Hab die Fragen schon mal hier gestellt...aber kann/will/darf/hat da keiner was zu sagen? Gegen wieviele Artikel unseres GG verstößt §1631d eigentlich?
Einige der Fragen, können Sie sich selbst beantworten. Aber Sie machen es sich an der Einen oder anderen Stelle auch etwas zu einfach. Nehmen wir z.B.:
Ab welchem Alter ist Ohrlochstechen für Kinder erlaubt?

Es gibt kein Mindestalter für das Ohrlochstechen bei Kindern. Die Entscheidung für das Ohrlochstechen liegt im Ermessen der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten. Allerdings sollten diese bei minderjährigen Kindern eine schriftliche Einverständniserklärung abgeben. Bei Kindern unter 16 Jahren sollten Eltern bzw. Erziehungsberechtigte beim Ohrlochstechen außerdem anwesend sein.
Wenn da ein "Studio" ohne Einwilligung der Eltern vorgeht, wird es Ärger geben (sofern die Eltern da juristisch vorgehen). Also nur weil etwas unter bestimmten Bedingungen von einem Gericht als Körperverletzung gewertet wird, heißt das noch lange nicht das es unter allen Umständen als Körperverletzung gesehen wird.

Zweckstein hat geschrieben:
30.08.19, 09:49
Wollen Sie damit eine Taufe mit einem operativen Eingriff mit irreversiblen körperlichen Folgen, welchen Gerichte schon, wenn ohne Einwilligung der betreffenden Person, als Körperverletzung gewertet haben, vergleichen?
Warum nicht? Immerhin geht es bei der Beschneidungsdebatte ja auch darum, dass der Eingriff bei Einwilligung erlaubt ist. Und bei der Beschneidung geben die Eltern die Erlaubnis. Eine Erlaubnis, die die Eltern seltsamerweise bei jedweder Operation geben dürfen und sogar MÜSSEN.

Wenn wir hier den Eltern die Entscheidungsbefugnis abnehmen, dann müssten wir das konsequenterweise auch bei der Entnahme einer Niere tun, oder? Und ob eine Chemotherapie gemacht wird, dürften die Eltern dann auch nicht für das Kind entscheiden. Oder wie winden Sie sich nun aus diesem Dilemma heraus?
Mache ich es mir zu einfach? Und was hat Ohrlochstechen (was ich genauso Sch... finde, wenn Eltern das OHNE Einverständnis des Kindes machen lassen...) mit der irrveversiblen Entfernung von hochsensiblem, einzigartigem Gewebe zu tun? Ein Ohrloch kann wieder zuwachsen...eine Vorhaut wieder nachwachsen?

Und wo ist bei der Entnahme einer Niere oder einer Chemotherapie, also bei absolut med. indizierten Eingriffen, das Dilemma zu geschlechtskosmetischen Eingriffen, die keinerlei Nutzen für die betroffene Person haben, sondern allein irgendwelche Bedürfnisse der Eltern zu befriedigen haben?

Zweckstein
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Re: § 1631 BGB – Beschneidung des Jungen

Beitrag von Zweckstein »

ktown hat geschrieben:
30.08.19, 10:01
Zweckstein hat geschrieben:
30.08.19, 09:49
Wollen Sie damit eine Taufe mit einem operativen Eingriff mit irreversiblen körperlichen Folgen, welchen Gerichte schon, wenn ohne Einwilligung der betreffenden Person, als Körperverletzung gewertet haben, vergleichen?
Ich will nur aufzeigen, dass man den Stein nicht so weit werfen muss.
Ein Unrecht mit einem anderen aufwiegen, aber die doch auch? Leben wir in einem Rechtsstaat...oder? Reden wir hier über Beschneidung, deren Rechtmäßigkeit...oder wollen wir hier relativieren, eine Körperverletzung vs. Taufe? Oder macht hier nicht auch die Anatomie einen Strich durch die Rechnung?

Zweckstein
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Re: § 1631 BGB – Beschneidung des Jungen

Beitrag von Zweckstein »

Tastenspitz hat geschrieben:
30.08.19, 10:20
Zweckstein hat geschrieben:
30.08.19, 09:58
Finden das echt alle nicht OK?
Hier? Ich denke schon...
Zweckstein hat geschrieben:
30.08.19, 09:58
Darf es bei uns Gesetze geben, die etwas bei einem Geschlecht erlaubt...und gleichzeitig beim anderen Geschlecht jedwede Form unter Strafe verbietet?
Wen es dasselbe ist vermutlich nein. Passt hier aber nicht. Die Anatomie macht ihnen hier einen Strich durch Rechnung.
Zweckstein hat geschrieben:
30.08.19, 09:58
Gegen wieviele Artikel unseres GG verstößt §1631d eigentlich?
Spontan? Art. 2, 3,...
Klar kann man darauf rumreiten, dass es bei Frauen anatomisch nicht zu vergleichen ist. Aber wenn "nur" sensibles Gewebe entfernt wird?

Anatomisch kann man sich hier sicher endlos streiten...aber wo ist der Unterschied im Übergriff, wenn Kindern ohne deren Zustimmung Teile ihres Genitales in einem Übergriff entfernt werden? Warum "wertet" das unser Gesetzgeber total anders ein?

Nur weil das eine weitverbreitet und als "normal" angesehen wird...und wir das andere als Verstümmelung in unseren Köpfen haben?

Mache ich es mir zu einfach, wenn ich sage "Gesetze die etwas erlauben, da muss doch was faul sein?"

ktown
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Re: § 1631 BGB – Beschneidung des Jungen

Beitrag von ktown »

Zweckstein hat geschrieben:
30.08.19, 12:09
Ein Unrecht mit einem anderen aufwiegen, aber die doch auch?
sagt wer?
Zweckstein hat geschrieben:
30.08.19, 12:09
Leben wir in einem Rechtsstaat...oder?
Nach meinem Verständnis ja. Deswegen steht jedem dieser Weg
Celestro hat geschrieben:
30.08.19, 10:28
Müsste mal jemand von einem Gericht klären lassen.
frei.
Zweckstein hat geschrieben:
30.08.19, 12:09
Reden wir hier über Beschneidung, deren Rechtmäßigkeit...oder wollen wir hier relativieren, eine Körperverletzung vs. Taufe?
Ich realtiviere nicht. Ich zeige nur auf, dass eine Körperverletzung auch bei unseren abendländischen Kulturen zum Tagesgeschäft gehört und da sich keiner empört.
Zweckstein hat geschrieben:
30.08.19, 12:09
Oder macht hier nicht auch die Anatomie einen Strich durch die Rechnung?
Nö. In der Kirche bekommen Mädchen wie Jungs Wasser über den Kopf geschüttet. Ob sie es wollen oder nicht.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

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