Verwaltung verlangt hohe Gebühr f Vorvermieterbescheinigung

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PaznSchlazen
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Verwaltung verlangt hohe Gebühr f Vorvermieterbescheinigung

Beitrag von PaznSchlazen »

Seid gegrüßt!

Ich habe meine Wohnung zwecks Umzug fristgerecht gekündigt und benötige für den neuen Vermieter eine Vorvermieterbescheinigung.

Ich bekam als Antwort auf meine Anfrage von meiner derzeitigen Hausverwaltung einen Brief das ich doch bitte 30 Euro Gebühr und 3 Euro Bearbeitungskosten überweisen soll wenn ich eine Vorvermieterbescheinigung haben möchte.

Ich finde die Gebühr extrem überteuert und sehe es nicht ein so viel zu bezahlen. Da ich ja auch mit einer vorgefertigten Vorvermieterbescheinigung aus dem Internet, bei meiner Verwaltung vorbeigehen könnte und die innerhalb von 5 Minuten ausfüllen könnten.

Im Übrigen hat die Verwaltung bestimmt auch Vordrucke und der Aufwand nicht mehr als 5 Minuten beträgt.

Wie ist denn die allgemeine Rechtslage? Vielen Dank für eure Tips im vorraus.

Biber
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Re: Verwaltung verlangt hohe Gebühr f Vorvermieterbescheinig

Beitrag von Biber »

Unter Berücksichtigung unserer Forenregeln ganz allgemein:
PaznSchlazen hat geschrieben:Wie ist denn die allgemeine Rechtslage?
Wenn ich recht informiert bin, gibt es für den VM keine gesetzliche Verpflichtung, diese Bescheinigung auszustellen. Man könnte die Ausstellung möglicherweise als mietvertragliche Nebenpflicht ansehen - dazu gibt es aber widersprüchliche Urteile.

Schon aus diesem Grund ist der VM sicher in der besseren Position: entweder man zahlt, oder es gibt keine Bescheinigung. Wenn man die geforderten Preise (die ich übrigens nicht für unangemessen hoch halte) nicht bezahlen will, kann man natürlich klagen. Ich bezweifle allerdings, daß das eine besonders sinnvolle Lösung ist.
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Carli
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Re: Verwaltung verlangt hohe Gebühr f Vorvermieterbescheinig

Beitrag von Carli »

PaznSchlazen hat geschrieben: Ich finde die Gebühr extrem überteuert und sehe es nicht ein so viel zu bezahlen. Da ich ja auch mit einer vorgefertigten Vorvermieterbescheinigung aus dem Internet, bei meiner Verwaltung vorbeigehen könnte und die innerhalb von 5 Minuten ausfüllen könnten.
.
Dann tun Sie das doch einfach. Ein großer Vermieter hat sicher eine Sprechstunde oder Besuchszeit. Kein VM ist verpflichtet umsonst zu arbeiten.
Es heißt Mietwohnung und Mietvertrag. Nicht MietSwohnung und MietSvertrag. Du zahlst ja auch keine MietSe, oder?

Werner
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Beitrag von Werner »

Wäre garnicht mal so schlecht wenn eine solche Vormieterbescheinigung standartmäßig jeder ausziehende Mieter erhalten würde natürlich gegen Gebühr. So wie bei Arbeitnehmer es ein Arbeitszeugnis gibt.(kostenfrei ) Vielleicht wäre dann allgemein die Zahlungsverpflichtung (auch z.b. Miete zu zahlen) die der Mieter hat wesentlich verbessert. :D
Wäre sicher nicht nur für Vermieter ein Parameter, sondern kann ja auch für Mieter vorteilshaft sein?

PaznSchlazen
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Beitrag von PaznSchlazen »

Mir gehts nur ums Prinzip, eine Gebühr zu verlangen ist ja ok aber es ist unverschämt und unüblich (wie ich es inzwischen auch schon von ein paar Maklern gehört hab) für eine Arbeitsleistung die nicht mal 5-10 Minuten dauert 30 € zu verlangen. Obendrein schiebt man dem Vermieter/ Hausverwaltung jeden Monat schon genug in den Rachen.

Werner
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Beitrag von Werner »

PaznSchlazen hat geschrieben:Mir gehts nur ums Prinzip, eine Gebühr zu verlangen ist ja ok aber es ist unverschämt und unüblich (wie ich es inzwischen auch schon von ein paar Maklern gehört hab) für eine Arbeitsleistung die nicht mal 5-10 Minuten dauert 30 € zu verlangen. Obendrein schiebt man dem Vermieter/ Hausverwaltung jeden Monat schon genug in den Rachen.
Es gibt für so was keine Gebührenverordnung. Entweder man zahlt das Geforderte und bekommt was man will, oder zahlt nicht und dann gibts eben keine Bescheinigung. Ob es eine "unverschämte Gebühr " ist vermag niemand zu beurteilen. Der Autofahrer zahlt ja auch egal was es kostet obwohl sich alle aufregen wenn der Sprit wieder nach oben geht.

Biber
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Beitrag von Biber »

PaznSchlazen hat geschrieben:für eine Arbeitsleistung die nicht mal 5-10 Minuten dauert 30 € zu verlangen
Welchen Betrag hielten Sie denn für angemessen?
PaznSchlazen hat geschrieben:Obendrein schiebt man dem Vermieter/ Hausverwaltung jeden Monat schon genug in den Rachen.
Stimmt. Ich finde das auch unverschämt, was die so ohne jegliche Leistung jeden Monat einsacken!
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MarQi
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Beitrag von MarQi »

naja ich kann den frust verstehen. 30€ ist schon happig. meine mieter bekommen sowas auf anfrage natürlich gratis, wenn sie immer pünktlich bezahlt haben versteht sich das auch von selbst. im bgb gibts den wucher paragraph, vielleicht hast du damit glück ^^ aber bei einem streitwert von 30€ ist wahrscheinlich selbst das aussichtslos.

melli09
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Beitrag von melli09 »

Hallo ihr.

ich habe jetzt auch son Problem.Bin auf der Suche nach einer Wohnung,auch gefunden alles schon geklärt.Aber jetzt will der Vermieter die Vorvermieterbescheinigung.
So und nun zum Problem:Mit dem Vermieter mit dem wir den alten Mitvertrag abgeschlossen haben,hat Konkurs angemeldet.5 Häuser sind betroffen.Es hat monate gedauert bis raus kam das ein Insolvensverwalter die Hände drüber hat.Die Mieten gehen jetzt an ihm.Jetzt sind allso Mieten offen.Man zahlt ja zurück,aber bis dahin ist nocht nicht alles gezahlt.Dann gehe ich mal von aus ,das es drauf steht.Und somit auch dann die Wohnung nicht bekommen.Was kann man jetzt tun.Weil es ist ja nicht unser Verschulden.

jelly
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Beitrag von jelly »

melli09 hat geschrieben:Was kann man jetzt tun.Weil es ist ja nicht unser Verschulden.
Habe ich richtig verstanden, dass die Mieter über Monate hinweg nicht wussten, an wen sie die Miete zahlen sollen? Dann ist es üblich, die Miete stattdessen auf ein Sperrkonto (oder einfach ein separates Unterkonto) zu zahlen und die Summe dann komplett zu überweisen, sobald der Empfänger feststeht. Wenn der Mieter anders verfährt und die Summe nicht auf Anforderung eines Berechtigten kurzfristig überweisen kann, ist er selbst schuld. Und hat auch keinen Anspruch auf Bestätigung, dass keine Rückstände vorliegen.

Anders gefragt: wenn jemand bei Ihnen Schulden hätte - würden Sie dem dann schriftlich bestätigen, dass er KEINE Schulden bei Ihnen hat? Womit Sie ziemlich alt aussehen würden, falls der Mensch seine Schulden dann nicht zurückzahlt.

jelly
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Re: Verwaltung verlangt hohe Gebühr f Vorvermieterbescheinig

Beitrag von jelly »

PaznSchlazen hat geschrieben:... und der Aufwand nicht mehr als 5 Minuten beträgt.
Ja klar - die Verwaltung kennt ja auch jeden Mieter persönlich und weiss aus dem Kopf ganz genau, ob der in den langen Jahren seiner Mietzeit jede Miete pünktlich und vollständig gezahlt hat. Im Normalfall sind die Verwaltungsmitarbeiter aber nicht so genial und müssen erst mal in der Buchhaltung rückfragen. Dort muss dann das Mieterkonto eingesehen werden und jede einzelne Zahlung auf Pünktlichkeit und Vollständigkeit überprüft werden. Falls irgendwelche Schwankungen sind, muss geprüft werden, ob die Summe gerechtfertigt war (Mietminderungen, Nebenkosten-Rückzahlungen, ...). Bei einem Mieter wird es einfach sein, beim anderen aufwendiger - im Mittel wird es sicher 30 - 60 Min dauern. Da finde ich 30 EUR zwar hoch, aber nicht übertrieben.

Zu bedenken ist auch, dass der VM mit einer solchen Bescheinigung eine hohe Verantwortung übernimmt. Wenn er z.B. einem nicht zahlenden Mieter bescheinigt, alles sei in Ordnung, und der zahlt beim nächsten Vermieter auch nicht, ist er u.U. schadernsersatzpflichtig.

RjokerA
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Re: Verwaltung verlangt hohe Gebühr f Vorvermieterbescheinig

Beitrag von RjokerA »

PaznSchlazen hat geschrieben:
Ich habe meine Wohnung zwecks Umzug fristgerecht gekündigt und benötige für den neuen Vermieter eine Vorvermieterbescheinigung.
hi,PaznSchlazen,
was ist daraus geworden?

@all
wenn eine Vorvermieterbescheinigung dazu dienen soll, pünktliche Mietzahlungen nachzuweisen, dann würde ich einfach meine Überweisungen bzw. die Teile aus den Kontoauszügen betreffend meiner Mietzahlungen kopieren, ausdrucken, dem neuen potenziellen Vermieter übergeben – fäddisch. (möglicherweise macht der Bankangestellte seinen Stempel drauf…)

Oder ich nehme einfach den Ausdruck meines Mieterkontos – bei Akteneinsicht meines Vorvermieters - so kostet mich es nur die Kopierkosten (falls ich den Ausdruck nicht schon haben sollte – einen solchen kann sich der Mieter schon während des bestehenden Mietverhältnisses besorgen.

Falls mein neuer Vermieter eine Vorvermieterbescheinigung direkt vom Vorvermieter will, würde ich ihm – falls ich seine Wohnung mieten wollte - eine Vollmacht dafür geben; die Kosten für eine Bescheinigung verblieben dann dem neuen Vermieter;

Wenn der neue potenzielle Vermieter kein Vertrauen in mich als Mieter hat, dann würde ich mir gut überlegen, ob ich ein Mietverhältnis mit ihm überhaupt eingehen wollte.

Gruß
RjokerA

RM
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Re: Verwaltung verlangt hohe Gebühr f Vorvermieterbescheinig

Beitrag von RM »

RjokerA hat geschrieben: Wenn der neue potenzielle Vermieter kein Vertrauen in mich als Mieter hat, dann würde ich mir gut überlegen, ob ich ein Mietverhältnis mit ihm überhaupt eingehen wollte.
Ich müsste mir gar nicht erst gut überlegen, ob ich einen Vertrag mit einem Mietinteressenten ohne Vorlage der gewünschten Unterlagen abschließe.

jelly
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Re: Verwaltung verlangt hohe Gebühr f Vorvermieterbescheinig

Beitrag von jelly »

RjokerA hat geschrieben: Wenn der neue potenzielle Vermieter kein Vertrauen in mich als Mieter hat, dann würde ich mir gut überlegen, ob ich ein Mietverhältnis mit ihm überhaupt eingehen wollte.
.. dann sollte man aber auch alle Vermieter ablehnen, die so frech sind, eine Kaution zu fordern - damit wird dem Mieter ja auch unterstellt, er könnte möglicherweise Mietrückstände anhäufen oder Schäden in der Wohnung verursachen und dafür nicht ohne weiteres zahlen wollen ...

Nee, Vermieter sind schon ein furchtbar misstrauischer Haufen. Und das völlig grundlos - schliesslich gibt es ausschliesslich Mieter, die ihre Miete regelmäßig zahlen und die Wohnung stets pfleglich behandeln und tipp-topp zurückgeben .... Und selbst wenn nicht - die paar Euro Verlust kann der VM ja wohl verschmerzen, schliesslich haben ja alle VM Geld wie Heu. :lol:

maconaut
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Beitrag von maconaut »

Werner hat geschrieben:Wäre garnicht mal so schlecht wenn eine solche Vorvermieterbescheinigung standartmäßig jeder ausziehende Mieter erhalten würde natürlich gegen Gebühr.
Und ebenso eine "Vormieterbescheinigung" für den Vermieter, wo ein neuer Mietinteressent nachlesen kann, ob es während des letzten Mietverhältnisses über die Wohnung zu "Unregelmäßigkeiten" kam (siehe diverse Mieterprobleme und -chen hier im Forum von trampelnden Nachbarn bis schimmligen Wänden....). Natürlich auch gegen Gebühr...

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